Don't You Worry Child
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everywhere like earth
28.08.2021, 16:22
Don't You Worry Child
There is still hope left in the world Kaja & Fūjin # 14. Mai 1NZK # Auf den Straßen im Unteren Ring # Ba Sing Se Auch in Ba Sing Se hatte der Krieg Einzug gehalten. Was als unruhiges Flüstern in den Straßen begonnen hatte, war in dem knappen Monat, den er sich nun bereits in der Stadt aufhielt, zu lautstarken Unruhen geworden. Wie ein Lauffeuer hatte sich die Wut unter den Menschen ausgebreitet; traf - scheinbar - Schuldige und - definitiv - Unschuldige gleichermaßen. Feuerbändiger, die bereits seit Jahrzehnten friedlich in der Stadt lebten, wurden mit Misstrauen beäugt und jeder noch so kleine, harmlose Nachbarschaftsstreit wurde auf einmal zu einem politischen Debakel. Mit Anschuldigungen wurde genauso rücksichtslos um sich geworfen, wie mit Steinen. Das dabei einmal Blut floss, war längst nicht mehr ein Ding der Seltenheit. Neben den direkt Verletzten, litt vor allem eine Gruppe an Menschen daran, die am meisten vor dem Unheil der Welt geschützt gehörten: Kinder. Vor allem für die Jüngeren, selbst im Unteren Ring, wo so einige zwielichtige Dinge geschahen, war es oft vollkommen unverständlich, warum sie auf einmal nicht mehr mit denselben Gleichaltrigen, mit ihren Freunden, spielen durften. Wieder andere verstanden dies besser, als die meisten Erwachsenen ihnen zugestehen wollten und liefen Gefahr von den Unruhen vergiftet zu werden; sich selbst gegeneinander zu stellen und aufzuwiegeln, wegen Konflikten, die nicht die ihren waren. Und wenn aufgrund dessen ein Kind ein anderes verletzte? Dann nahmen die Erwachsenen dies als Bestätigung für all ihre Vorurteile und es kam zu noch mehr Verletzten. Der Erdbändiger hatte kein Interesse daran diesen Teufelskreislauf zu unterstützen. Sein Leben hatte ihm zur Genüge gezeigt, dass es gleich war, woher man kam oder welches Element man beherrschte - jeder hatte das Zeug zu Herzlichkeit wie auch Grausamkeit. Das er und seine Schwester Erdbändiger waren, andere in ihrer Familie Nichtbändiger oder Mitglieder der Taro Kjell jedes mögliche Element beherrschten, hatte nie jemanden im Erdkönigreich davon abgehalten sie alleine dafür, dass sie allesamt Schausteller waren, fortzujagen. Man hatte sie mit demselben Misstrauen betrachtet, welches er nun auf den Gesichtern vieler sah, wenn sie ihre Nachbarn ansahen, nur, weil jene ein bestimmtes Element beherrschten. Umgekehrt war ihm von Menschen aus der Feuernation in der Vergangenheit einiges an Freundlichkeit entgegen geschlagen; für einen Teil seiner Reise war er sogar an Bord eines ihrer Schiffe mitgenommen worden. Ohne, dass er sich dafür unter Deck hatte verstecken müssen, wie bei seiner Ankunft in Ba Sing Se. Und gerade Kinder waren nicht von Natur aus gut oder böse - sie kopierten, lernten von ihrem Umfeld. Und er wollte sicher stellen, dass sie zumindest die Chance hatten zu Personen aufzuwachsen, die ihre Abneigung gegenüber anderen nicht alleine darauf begründeten, welches Element davon betroffen wurde, wenn jemand mit seinen Händen wedelte. In Folge dessen hatte er an einem Tag, wo er weder auf den Kohlfeldern gebraucht wurde, noch im Kwoon beim Wiederaufbau half oder irgendeinen Auftrag von Ban besaß, eine kleine Horde an Kindern unterschiedlichen Alters und Herkünfte im Unteren Ring zusammen getrommelt. Auch wenn sie noch nicht wussten, was genau auf sie zukommen würde, so hatten die meisten von ihnen den Mann doch schon einmal in seiner Rolle als extrovertierter, lauter Schausteller auf einer der Straßen seine Tricks vorführen sehen - und in genau jene Persona schlüpfte er auch jetzt wieder. "Wertes Publikum! Bei dieser Vorführung handelt es sich um etwas ganz besonderes. Heute...", er stoppte, um Spannung aufzubauen, "bringe ich euch bei, wie ihr selbst zu Schaustellern werden könnt. Zuerst: Ein Freiwilliger, der mir beim Vorführen hilft! Wer von euch traut sich diese Aufgabe zu?" herkunft Ba Sing Se
stand Standlos
alter 32 Jahre
gender Männlich
bändigung Erde
beruf einsamer Schausteller
größe 1,82
erscheinung
Das Leben des Reisens und das Dasein in Kindheit wie auch Gegenwart als Schausteller und Akrobat zeichnen den Körper des Mannes. Auch wenn er nicht so breit gebaut ist oder bei einem oberflächlichem Blick stark erscheint, wie andere Personen im Königreich, so sind seine Muskeln doch äußerst trainiert und verleihen dem 1,82 cm großen Mann überraschend viel Kraft - praktisch sowohl zum Schwingen an einem Trapez, wie auch zum Erklimmen von steileren Berghängen.
Darüber hinaus erweckt er oftmals den Eindruck eines durchschnittlichen Erdbändigers mit längeren schwarzen Haaren, braunen Augen und leicht gebräunter Hautfarbe. Seiner Kleidung derweil sieht man deutlich an, dass er sich von kurzfristiger Bezahlung zu kurzfristiger Bezahlung hangelt und wird seit vielen Jahren, nachdem er aufgehört hatte zu wachsen und nicht mehr unbedingt ein neues Set brauchte, nur noch geflickt. Entsprechend aus der Mode und herunter gekommen wirkt diese sicherlich auf jeden, der etwas besser betucht ist. Schuhe trägt er dabei wohlgemerkt nur äußerst selten. Seit Ende Mai 1NZK ist die Haut des Erdbändigers von einigen Brandnarben gezeichnet. Während die drei parallel verlaufenden Feuerdolch-Narben, welche von seinen Rippen quer über seinen Brustkorb gehen, meistens vor den Blicken Anderer verborgen bleiben, ist zumindest der Ansatz einer weiteren an der linken Seite seines Halses bemerkbar. Jene umfasst die gesamte linke Schulter des Akrobaten. Seine Ausstrahlung passt er daran an, was er gerade erreichen will. Führt er gerade irgendetwas vor, so nimmt er viel Platz ein mit ausholenden Gesten, einem Glitzern in den Augen und einer Präsenz, die die Aufmerksamkeit anderer Menschen auf sich zieht. Verlangt es ihm gerade nach dem kompletten Gegenteil, so scheint er geradezu an interessanten Eigenschaften zu verlieren; wird zu einem von vielen harten Gesichtern der schwer arbeitenden Bewohnern des Erdkönigreichs, wenn er sich nicht gar komplett in Luft aufzulösen scheint. Legt er weniger Wert darauf in eines der beiden Extreme zu fallen, erweckt er zwar immer noch den Eindruck von Zweiterem, allerdings mit einem beinahe atypischen Elan und Eleganz im Schritt.
gespielt von Bellamy
(er/seine)
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Gast
31.08.2021, 22:19
Auch an Kaja war der Unmut nicht vorbeigezogen, der seit einiger Zeit in der Stadt herrschte. Sie war zwar jung, aber nicht dumm – und sie war aufmerksam und durchaus zu mehr fähig, als so mancher erwarten würde. Die politische Lage der Welt war ihr nicht fremd, was wohl auch ihrem Vater geschuldet war, der sich als General der Politik nicht entziehen konnte. Wenngleich er versuchte, seine Tochter aus der ganzen Sache herauszuhalten (um sie zu schützen, nicht weil er glaubte, dass Frauen nichts von Politik verstanden), kam er gegen Kajas Neugierde und Interesse für die Welt nicht an. Sie informierte sich überall und schnappte Fetzen von Gesprächen auf, wann immer sie konnte. Gerne rühmte sie sich damit, die „Politik des einfachen Volks“ zu kennen und zu verstehen – denn wenn man mal ehrlich war, hatten die dort oben im Palast doch keine Ahnung davon, wie es den Menschen in den Straßen ging.
Der Unmut bereitete dem jungen Mädchen Sorgen und spiegelte sich bereits in Kleinigkeiten wider, die Kaja aufgefallen waren. Ein Bäcker, der Feuerbändigern kein Brot mehr verkaufen wollte, Eltern die ihren Kindern verbaten mit anderen Kindern zu spielen, die vorher als ihre Freunde galten. Erwachsene, die sich anschwiegen oder gar Schlimmeres. Der Krieg war kein Thema, das man verherrlichen konnte und auch durch Ignoranz kam man nicht zu dem gewünschten Ergebnis, nichts von alledem würde passieren. Doch es stimmte Kaja traurig, dass die Taten anderer nun auf Unschuldige übertragen wurden. Sie selbst liebte Bändiger – egal welchen Elements – unheimlich und fand ihre Fähigkeiten nicht nur schön anzusehen, sondern auch sehr interessant. Sie war neugierig, woher diese Kräfte kamen und in welcher Verbindung sie zu den Elementen standen, denn irgendwo her musste es doch rühren, aber sie war keine Forscherin und erst recht keine Expertin auf diesem Gebiet, daher konzentrierte sie sich auf das, was sie konnte: staunend zusehen. Nach dieser Prämisse wurde ihre Aufmerksamkeit von einem jungen Mann auf sich gezogen, als sie durch die Straßen des Unteren Rings spazierte und eigentlich auf dem Weg zurück nach Hause war. Kaja wäre jedoch nicht Kaja, wenn sie sich nicht von Schaustellern anlocken lassen würde wie eine Maus vom Speck. Kurzerhand war ein Bogen geschlagen worden und sie hatte sich zu den anderen Kindern gesellt, die sich vor Fujin, Kaja kannte ihn beim Namen, weil sie ihm schon oft zugesehen hatte, angesammelt hatten. Klein wie groß, jung wie… etwas älter, hier schienen gerade alle Kinder zusammenzukommen, die das Interesse für Vorführungen teilten. Ein klein wenig Frieden inmitten der rauen Straßen. Die Augen des Mädchens leuchteten auf, während sie dem Erdbändiger beim Sprechen zuhörte. Kurz biss sie sich auf die Unterlippe, überlegte, ob sie tatsächlich länger hier bleiben konnte oder ob ihr Vater womöglich böse mit ihr werden könnte, aber der Spaß überwog die Sorge schließlich doch. Ihre Hand schoss in atemberaubender Geschwindigkeit in die Höhe und sie winkte Fujin fröhlich zu, während die anderen Kinder doch noch ein wenig schüchtern waren und sich nicht ganz trauten, sich zu melden. „Hier, ich!“, rief sie aufgeregt und die Kinder vor ihr machten ihr Platz, damit sie zu Fujin aufschließen konnte. Sie stellte den Korb, den sie trug und in dem sich etwas Brot befand, auf dem Boden ein paar Schritte von ihnen entfernt ab und wandte sich dem Schausteller dann zu. Fröhlich klatschte sie einmal in die Hände und rieb sich erwartungsvoll die Handflächen, in ihren Augen blitzte die Vorfreude auf, während sie Fujin entgegensah. Sorge, Angst oder Zurückhaltung suchte man vergebens, obwohl die tiefen Brandnarben an ihren Händen von dem Mal zeugten, als die Unterstützung bei einem Trick schwere Konsequenzen mit sich gezogen hatte. „Stets zu Diensten! Was kann ich tun, Fujin?“ Unruhig balancierte sie ihr Gewicht erst auf die Zehenspitzen und dann auf die Fersen, so dass sie ein wenig hin- und herhibbelte. größe
erscheinung
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everywhere like earth
15.10.2021, 21:25
Hätte er sich nicht bereits einige Tage zuvor ausführlich überlegt, das, und vor allem wie, er heute seinen Plan durchführen wollte, wären ihm in dem Bruchteil der Sekunde, bis die erste Hand hoch schoss, wohl so einige Zweifel gekommen. All die lästigen Fragen danach, ob auch nur eines der Kinder sich darauf einlassen oder ob sie direkt alle mit den Augen gerollt hätten und weg gehen würden, wären auf ihn eingeprasselt. Von jenen, die kommen würden sobald es erst einmal daran ging ihnen zu erklären was genau sie zu tun hatten, einmal ganz abgesehen. Stattdessen hatte er einiges Vertrauen in seine Idee, verließ sich fast darauf, dass er alle möglichen Probleme zur Genüge durch gegangen war, um im Notfall auf alles angemessen reagieren zu können. Außerdem hatte es ihm die Möglichkeit gegeben sich selbst ins Gedächtnis zu rufen, wie seine Ausbildung zum Akrobaten im Kreise seiner Familie stattgefunden hatte. Diese hatte begonnen als er noch sehr viel jünger war als die Kinder, welche sich nun vor ihm versammelt hatten. Er konnte kaum laufen, da hatte er bereits die Basistechniken begonnen zu lernen, bevor er als Fünfjähriger anfing die ersten richtigen Tricks zu üben. Doch so, wie die Kinder hier aussahen und bei dem Leben, welches viele von ihnen vermutlich geführt hatten, dürfte dies keinen allzu großen Unterschied ausmachen.
Mit einem breiten Lächeln sah er dem Mädchen entgegen, welches sich schneller als jeder andere gemeldet hatte - ungeachtet dessen, dass ihr dies zu gleichen Teilen bewundernde, wie auch den einen oder anderen neidischen Blick erntete, von jenen, die sich entweder nicht getraut hatten oder schlichtweg nicht schnell genug waren. Er war nicht unbedingt überrascht. Auch wenn er sie nicht unbedingt gut kannte, so hatte er die Vierzehnjährige über die letzten Wochen hinweg bereits ein paar Mal in seinem Publikum entdeckt. Schüchtern hatte das Kind dabei nicht gewirkt. Ein Eindruck, der sich auch jetzt nur noch weiter verfestigte. "Okay", begann er, zu gleichen Teilen an sie, wie auch die Gruppe im Allgemeinen gerichtet, "du wirst mir heute dabei helfen euch allen ein paar Tricks beizubringen, die nicht nur super für eine kleine Aufführung sind, sondern euch auch im Alltag was bringen werden. Ich werde sie euch immer einmal vorführen, sie dann anhand meiner werten Assistentin erklären und dann können wir euch beide zusammen beim Üben helfen. Als erstes: Aufwärmen." Noch bevor das erwartete Gröhnen durch die Reihen der Kinder ging, hatte er bereits beschwichtigend die Hände gehoben. "Ich weiß, ich weiß, ihr wollt direkt zu tollen Sachen kommen. Aber ohne diese Vorbereitung werdet ihr das nicht können. Ihr werdet umfallen wie ein Erwachsener nach einer Nacht in der Bar." Er zwinkerte der Gruppe zu, im vollen Bewusstsein, dass ihre Eltern bestimmt nicht wollten, dass sie überhaupt Kontakt mit derartigen Trunkenbolden hatten. Zumindest jene, die Eltern hatten - welche nicht selbst zu dieser Gruppe Menschen zählte. "Also", setzte er wieder an, sobald die meisten zumindest weit genug überzeugt schienen, um mitzumachen, selbst wenn er keine übermäßige Begeisterung erwartete und begann damit, Kaja an seiner Seite, einige Aufwärmübungen mit ihnen zu machen. herkunft Ba Sing Se
stand Standlos
alter 32 Jahre
gender Männlich
bändigung Erde
beruf einsamer Schausteller
größe 1,82
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Das Leben des Reisens und das Dasein in Kindheit wie auch Gegenwart als Schausteller und Akrobat zeichnen den Körper des Mannes. Auch wenn er nicht so breit gebaut ist oder bei einem oberflächlichem Blick stark erscheint, wie andere Personen im Königreich, so sind seine Muskeln doch äußerst trainiert und verleihen dem 1,82 cm großen Mann überraschend viel Kraft - praktisch sowohl zum Schwingen an einem Trapez, wie auch zum Erklimmen von steileren Berghängen.
Darüber hinaus erweckt er oftmals den Eindruck eines durchschnittlichen Erdbändigers mit längeren schwarzen Haaren, braunen Augen und leicht gebräunter Hautfarbe. Seiner Kleidung derweil sieht man deutlich an, dass er sich von kurzfristiger Bezahlung zu kurzfristiger Bezahlung hangelt und wird seit vielen Jahren, nachdem er aufgehört hatte zu wachsen und nicht mehr unbedingt ein neues Set brauchte, nur noch geflickt. Entsprechend aus der Mode und herunter gekommen wirkt diese sicherlich auf jeden, der etwas besser betucht ist. Schuhe trägt er dabei wohlgemerkt nur äußerst selten. Seit Ende Mai 1NZK ist die Haut des Erdbändigers von einigen Brandnarben gezeichnet. Während die drei parallel verlaufenden Feuerdolch-Narben, welche von seinen Rippen quer über seinen Brustkorb gehen, meistens vor den Blicken Anderer verborgen bleiben, ist zumindest der Ansatz einer weiteren an der linken Seite seines Halses bemerkbar. Jene umfasst die gesamte linke Schulter des Akrobaten. Seine Ausstrahlung passt er daran an, was er gerade erreichen will. Führt er gerade irgendetwas vor, so nimmt er viel Platz ein mit ausholenden Gesten, einem Glitzern in den Augen und einer Präsenz, die die Aufmerksamkeit anderer Menschen auf sich zieht. Verlangt es ihm gerade nach dem kompletten Gegenteil, so scheint er geradezu an interessanten Eigenschaften zu verlieren; wird zu einem von vielen harten Gesichtern der schwer arbeitenden Bewohnern des Erdkönigreichs, wenn er sich nicht gar komplett in Luft aufzulösen scheint. Legt er weniger Wert darauf in eines der beiden Extreme zu fallen, erweckt er zwar immer noch den Eindruck von Zweiterem, allerdings mit einem beinahe atypischen Elan und Eleganz im Schritt.
gespielt von Bellamy
(er/seine)
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Gast
24.10.2021, 17:07
Kaja konnte sich den Ausdruck auf dem Gesicht ihres Vaters bereits bildlich vorstellen, wenn sie etwas später als geplant nach Hause kommen würde und ihm dann auch noch erzählte, was sie aufgehalten hatte. Masato liebte die aufgeschlossene und kreative Seite seiner Tochter, allerdings legte sie ihr doch genau so oft Steine in den Weg – zumindest war er dieser Meinung. Kajas Ansicht nach konnte man gar nicht genug ausprobieren und experimentieren. Alles würde irgendwie dazu beitragen, dass man neue Erfahrungen machte und daran wachsen konnte. Aber für Masato war es oft wichtiger, sich an die strengen Regeln und Vorgaben zu halten, die er auch seiner Tochter machte. Pünktlich Zuhause sein, sich nicht ablenken lassen, all sowas. Oft hielt sich Kaja daran, mehr als oft wurde sie aber abgelenkt und kam vom eigentlichen Pfad ab. Auf den „Wieso überrascht mich das nicht?“-Blick ihres Vaters stellte Kaja sich schon jetzt ein, aber der Gedanke daran geriet recht schnell in den Hintergrund, als sie sich auf das Hier und Jetzt konzentrierte.
Wie einige Kinder sie ansahen, als Kaja durch die Menge spazierte und sich fröhlich neben den Gaukler stellte, ignorierte die Schülerin geflissentlich. Sie hatten ja ihre Chance gehabt sich zu melden und wenn man zu langsam war, dann konnte Kaja da ja auch nichts für. Vor Begeisterung strotzend sah sie den Älteren an und wartete auf die Anweisungen, nachdem sie den Korb abgestellt hatte. Kurzerhand krempelte sie sich auch (recht undamenhaft) die langen Ärmel ihres Thangzhuang nach oben, damit sie ihr nicht im Weg waren. Kaja hing Fujin gewissermaßen an den Lippen, während er mit ihr sprach, weil sie absolut gar nichts falsch machen wollte. Verstehend nickte sie während er sprach und schien sich auch am Aufwärmen nicht zu stören. Voller Tatendrang lächelte sie den Künstler an und nickte erneut. „Alles klar!“, meinte sie fröhlich und wandte sich ihm zu, damit sie sich die Aufwärmübungen ansehen konnte, bevor sie sie nachmachen wollte. Kaja kopierte die Bewegungen, die Fujin machte und war sehr bedacht darauf, keinen Fehler zu machen. Dafür merkte sie aber auch recht schnell, dass selbst das Aufwärmen gut in die Knochen ging und ihr schon bald ein wenig die Puste nahm. Kaja war zwar schlank und recht agil, aber nicht besonders sportlich. Das zeigte sich auch jetzt, als sie die Aufwärmübungen hinter sich hatten und sie versuchte, sich nicht anmerken zu lassen, dass ihre Lungen gerne mehr Luft in sich aufnehmen wollten, als sie eigentlich Platz hatten. Etwas gequält, doch immer noch freudig, sah sie Fujin entgegen und hob die Hand, um ihm ein Daumen hoch zu zeigen. „Gut, was machen wir als Erstes?“, fragte sie und atmete einmal tief aus und ein, um den Luftmangel auszugleichen. Beim Avatar – vielleicht sollte sie doch mal lieber mehr Sport machen und sich nicht nur darauf ausruhen, einen guten Stoffwechsel zu haben. Spätestens Mephisto würde ihr bestimmt die Ohren langziehen, wenn er beim nächsten Training mit ihr sah, wie sehr sie aus der Form war. Vielleicht könnte sie ihn dann aber mit der Vorführung einer der heute gelernten Tricks beruhigen… oder ablenken. Eines von beidem! größe
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everywhere like earth
20.11.2021, 22:12
Zu seiner Erleichterung hielt sich zumindest bei seiner Assistentin die Begeisterung trotz der Aufwärmübungen. Neben dem Umstand, dass sie ihm im späteren Verlauf als Vorführmodell diente und noch dazu danach ebenfalls ein paar der anderen Kindern beim Lernen helfen konnte, half ihre gute Laune auch dabei den Haufen an kleinen Personen am Ball zu halten. Es war eine Sache, wenn ein Erwachsener voller Elan etwas vorführte und eine andere, wenn eine ungefähr Gleichaltrige dies tat. Ebenfalls von Vorteil war dabei natürlich auch, dass jeder Einzelne von ihnen freiwillig hier war und nicht von irgendeinem Elternteil dazu gezwungen wurde teilzunehmen. Nichts tötete das Interesse eines Kindes mehr, als zu irgendetwas gezwungen zu werden, was sie absolut nicht wollten. Letztendlich bestätigte ihn die Tatsache, wie sehr selbst jene, die recht fit aussahen, am Ende des Aufwärmens schwer atmeten darin, dass es gut gewesen war damit anzufangen. Nun floss immerhin das Blut im ganzen Körper schön und die Chance, dass sich irgendjemand alleine dadurch weh tat, dass er sich bewegte, war deutlich kleiner.
"Als Erstes", knüpfte er an Kajas Frage an, mit einem dankbaren Nicken für die gute Überleitung, die sie ihm geboten hatte, "bringe ich euch bei, wie man fällt." Wieder wirkten einige der Kinder etwas skeptisch, auch wenn es sich bei diesem Mal mehr in Grenzen hielt. Und bevor die Stimmung doch noch zu seinem Nachteil um schwang, sollte er überzeugende Argumente bringen. "Damit meine ich nicht nur, wenn ihr auf einer schlammigen Straße spielt und ausrutscht." Demonstrativ ließ er sich auf einmal nach hinten fallen, als wäre er im Schlamm - oder auf einer Bananenschale - ausgerutscht. Anstatt jedoch unsanft auf dem Boden aufzuschlagen und sich dabei mindestens am Kopf eine deftige Beule zu holen, legte er das Kinn auf die Brust, ging rechtzeitig in die Knie und kam mit zur Seite ausgebreiteten Armen und einem runden Rücken auf dem Boden auf. Seine angewinkelten Beine machten kurz den Eindruck, als wenn er eine unvollendete Rückwärtsrolle gemacht hätte, bevor er mit dem so entstandenen Schwung in einer perfekten Umkehr seines Falls wieder auf den Füßen landete, als wenn man einfach die Zeit zurück gedreht hätte. "Sondern auch, wie ihr von einer Mauer", oder einem Dach, sobald sie genug Übung hatten, "springen und sofort weiter rennen könnt. Ihr werdet dadurch beim Fangen spielen einen ziemlichen Vorteil haben." Ganz zu schweigen davon, dass sie es zumindest den meisten Erwachsenen, die nicht eine entsprechende Ausbildung erhalten hatten, reichlich schwer machen würden sie einzufangen. Ob diese Kinder dies zu ihrem eigenen Schutz nutzen würden, denn es gab in so einer riesigen Stadt sicher mehr als einen Kinderfänger, oder dazu den Gesetzeshütern nach einem Diebstahl zu entwischen, war dem Erdbändiger einerlei. Er würde es ihnen nicht auf die Nase binden, doch vor allem jene, die ärmer dran waren, würden früher oder später von alleine die weniger unschuldigen Vorteile dieser Techniken für sich entdecken können. Er wusste, wie es war auf der Straße zu leben. Er würde es nicht bereuen ihnen das beigebracht zu haben. "Ich werde euch an meiner Assistentin jetzt zeigen, wie ihr rückwärts fallt." Etwas leiser, auch wenn der Rest es vermutlich trotzdem würde hören können, wandte er sich direkt an Kaja: "Dreh dich so, dass alle dich von der Seite sehen können. Mach einfach nach, was ich ansage. Es kann sein, dass ich dich dann kurz anfasse, um deine Haltung zu korrigieren. Okay?" Dann wandte er sich wieder an die Menge der Anwesenden, auch wenn er mit den Blicken beim Sprechen immer wieder zu dem Mädchen sah, um zu beobachten was sie tat. "Das Wichtigste ist, dass ihr reagiert, sobald ihr merkt, dass ihr fallt - oder absichtlich fallen wollt. Versucht nicht, noch irgendwie auf den Beinen zu bleiben, weil dann trifft es euch unvorbereitet. Zieht das Kinn an euren Brustkorb und streckt die Arme zu den Seiten aus. Eure Handflächen müssen dabei flach nach hinten gedreht sein, sodass ihr mit ihnen kurz auf den Boden hauen könnt, wenn ihr aufkommt und sie dann wieder nach vorne streckt. Euer Rücken sollte gerundet sein. So könnt ihr euch direkt wieder auf die Beine rollen. Zuletzt ist wichtig, dass ihr so schnell wie möglich in die Hocke geht, sobald ihr merkt, dass ihr rückwärts fallt." Kurz überprüfte er, ob seine Assistentin alles korrekt machte, bevor er ihr ein ermutigendes Lächeln schenkte. "Sobald du dich bereit fühlst, kannst du dich so nach hinten fallen lassen." herkunft Ba Sing Se
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Das Leben des Reisens und das Dasein in Kindheit wie auch Gegenwart als Schausteller und Akrobat zeichnen den Körper des Mannes. Auch wenn er nicht so breit gebaut ist oder bei einem oberflächlichem Blick stark erscheint, wie andere Personen im Königreich, so sind seine Muskeln doch äußerst trainiert und verleihen dem 1,82 cm großen Mann überraschend viel Kraft - praktisch sowohl zum Schwingen an einem Trapez, wie auch zum Erklimmen von steileren Berghängen.
Darüber hinaus erweckt er oftmals den Eindruck eines durchschnittlichen Erdbändigers mit längeren schwarzen Haaren, braunen Augen und leicht gebräunter Hautfarbe. Seiner Kleidung derweil sieht man deutlich an, dass er sich von kurzfristiger Bezahlung zu kurzfristiger Bezahlung hangelt und wird seit vielen Jahren, nachdem er aufgehört hatte zu wachsen und nicht mehr unbedingt ein neues Set brauchte, nur noch geflickt. Entsprechend aus der Mode und herunter gekommen wirkt diese sicherlich auf jeden, der etwas besser betucht ist. Schuhe trägt er dabei wohlgemerkt nur äußerst selten. Seit Ende Mai 1NZK ist die Haut des Erdbändigers von einigen Brandnarben gezeichnet. Während die drei parallel verlaufenden Feuerdolch-Narben, welche von seinen Rippen quer über seinen Brustkorb gehen, meistens vor den Blicken Anderer verborgen bleiben, ist zumindest der Ansatz einer weiteren an der linken Seite seines Halses bemerkbar. Jene umfasst die gesamte linke Schulter des Akrobaten. Seine Ausstrahlung passt er daran an, was er gerade erreichen will. Führt er gerade irgendetwas vor, so nimmt er viel Platz ein mit ausholenden Gesten, einem Glitzern in den Augen und einer Präsenz, die die Aufmerksamkeit anderer Menschen auf sich zieht. Verlangt es ihm gerade nach dem kompletten Gegenteil, so scheint er geradezu an interessanten Eigenschaften zu verlieren; wird zu einem von vielen harten Gesichtern der schwer arbeitenden Bewohnern des Erdkönigreichs, wenn er sich nicht gar komplett in Luft aufzulösen scheint. Legt er weniger Wert darauf in eines der beiden Extreme zu fallen, erweckt er zwar immer noch den Eindruck von Zweiterem, allerdings mit einem beinahe atypischen Elan und Eleganz im Schritt.
gespielt von Bellamy
(er/seine)
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Gast
12.12.2021, 13:01
Beibringen, wie man fällt? Skepsis überwog die Begeisterung in den Gesichtern des Publikums, doch Kajas Augen leuchteten direkt auf, als sie sich ein wenig weiteten und sie demonstrativ den Boden musterte, als müsse sie sichergehen, dass man wirklich auf ihn fallen könnte. Vorfreudig rieb sie die Hände aneinander und wandte sich Fujin ein wenig mehr zu, um gut beobachten zu können, was genau er vorhaben würde. Dass die anderen Kinder im Publikum noch nicht ganz überzeugt waren, störte Kaja dabei gar nicht. Sie sah direkt den praktischen Nutzen darin, fallen zu können, ohne sich wehzutun. Man fiel schließlich ständig, wieder aufstehen war eher der Krux. Zwei, drei Schritte wich sie nach hinten aus, damit der Straßenkünstler genug Platz haben würde und ihr war anzusehen, wie begeistert sie jetzt schon von dieser Idee war. Dass er mit ihr die richtige Assistentin gefunden hatte, die nicht nur selbst vollkommen begeistert mitmachte, sondern diese Begeisterung auch nach außen trug und vielleicht sogar den ein oder anderen mitreißen konnte, stand außer Frage.
Ihr Mund formte sich zu einem erstaunten O, als der Mann sich nach hinten fallen ließ und nicht mit aufgeplatzter Schädeldecke endete, sondern in Nullkommanichts wieder auf den Beinen stand. Begeistert musterte sie ihn und sah anschließend an sich herunter, darüber nachdenkend, ob so ein Aufsteh-Manöver mit ihrem Kleid überhaupt möglich wäre, ohne dass man ihr unter den Rock schauen konnte. Den Gedanken tat sie allerdings mit einem Schulterzucken ab, immerhin würde sich das schon irgendwie regeln. „Von einer Mauer?“, fragte Kaja nochmal nach und hob leicht die Augenbrauen. Sie sah sich kurz um und betrachtete eine der mannshohen Backsteinmauern, die zwei Straßen voneinander trennten. Davon springen, ohne sich entweder die Knöchel oder das Genick zu brechen, wäre schon ziemlich nützlich… „Was ist die höchste Mauer, von der du schon mal gesprungen bist? Die da?“ Mit einem Finger deutete sie zu einer der Stadtmauern, die die Ringe voneinander trennten. Da herunter zu springen wäre vermutlich Selbstmord, aber Menschen konnten so fantastische Dinge tun, es würde sie irgendwie nicht wundern, wenn das doch irgendwie funktionierte. Aufregung kribbelte in ihrer Brust, als es nun darum ging, es selbst auszuprobieren. Vorfreudig nickte sie und stellte sich entsprechend der Anweisung seitlich zum Publikum, was immerhin auch ihr Kleid-Problem löste – da sah man wieder, dass alles sich irgendwie zusammenfügen würde. „In Ordnung! Mach ruhig.“ Sie fand es sehr aufmerksam von ihm, dass er sie extra vorwarnte, dass er sie berühren würde. Kaja hatte an und für sich kein Problem mit Berührungen, aber es war immer unangenehm, wenn man nicht darauf vorbereitet war – vor allem bei Fremden und erst recht, wenn dieser Fremde ein Mann war. Aber Kaja steckte ihr blindes Vertrauen gerne in Menschen, die sie einfach nur mit einem sympathischen Lächeln überzeugten… daran würde sie vermutlich noch arbeiten müssen – doch das war eine Aufgabe für einen anderen Tag. Ihre Mimik wirkte ein wenig verwirrt, währen Fujin weitersprach und ihr sagte, was sie machen sollte. Etwas zu übertrieben, beinahe schon komödiantisch überspitzt, drückte sie ihr Kinn gegen ihre Brust und präsentierte damit das schönste Doppelkinn, das das Erdkönigreich je gesehen hatte, während ihr ernster und konzentrierter Blick davon zeugte, dass sie es keinesfalls spaßig meinte, sondern sich wirklich bemühte. Ihre Arme breitete sie aus wie ein Stock, der eine T-Pose machte und wirkte alles in allem eher, als würde sie gleich wie ein Sack Kartoffeln mit Körperspannung nach hinten fallen und auf den Boden aufprallen, statt sich elegant abzurollen. Ein wenig ging sie in die Hocke, was der ganzen Pose das I-Tüpfelchen aufsetzte und die anderen Kinder ein wenig zum Lachen brachte, aber Kaja störte sich daran nicht. „So richtig?“, fragte sie brummelnd, weil es anstrengend war, das Kinn die ganze Zeit gegen die Brust zu drücken. Irgendwie kam es ihr nicht so vor, als würde sie das gerade richtig machen… größe
erscheinung
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everywhere like earth
02.04.2022, 13:54
Mit einem Funkeln in den Augen nickte er seiner Assistentin bei ihrer Nachfrage zu. Ganz gleich, wie hoch die Mauer war, er würde ihnen beibringen, wie sie unbeschadet von dieser runter kamen, ohne sich dabei irgendetwas zu brechen. Vor allem nichts wichtiges. Na gut, vielleicht nicht von jeder Mauer. In kindlicher Manier waren die Gedanken von wahrscheinlich mehr als nur seiner Assistenz direkt zu der höchsten Mauer gegangen, die man hier kannte: Die schützenden Stadtmauern, welche sich so weit in die Höhe erstreckten, dass man als Kind sicherlich glauben könnte, dass man an dessen obersten Punkt zwischen den Wolken stehen würde. Auch wenn er noch nie dort oben auf den Wehrgängen war, so war sich Fujin doch sicher, dass es nicht so war. Dafür waren die Mauern dann doch noch nicht groß genug. Um zwischen den Wolken zu stehen brauchte man schon die Größe eines Gebirges - und der Akrobat hatte in seinem Leben schon genügend gesehen, um zu wissen, dass diese noch einmal um einiges größer waren als die Stadtmauern. Aus der Perspektive eines Kindes der Straßen Ba Sing Ses war dies aber natürlich ein gänzlich anderes Ding. Ganz zu schweigen davon, dass sie noch immer verdammt hoch waren.
"Nein", ein kleines Lachen schwang dem Wort nach, "eher... die da." Nach einem kurzen, suchenden Blick zeigte er auf das höchste Gebäude in der Umgebung, welches er entdecken konnte. Es war ungefähr zwei Stockwerke hoch, mit einem recht flachen Dach, das nicht noch viel Höhe oben drauf packte. Dennoch definitiv höher als die meisten Mauern, welche vor allem in besser betuchten Vierteln Grundstücke abgrenzten. Also absolut ausreichend für die meisten Situationen, in denen sich die Kinder hier wiederfinden würden - und wenn sie ihre Fertigkeiten im Laufe ihres Lebens gezielter einsetzen wollten, dann wären sie gewiss selbst dazu in der Lage die Grundlagen, die er ihnen beibrachte, weiter zu entwickeln. Hatte er schließlich auch machen müssen. Aufmerksam beobachtete er, wie das Mädchen seinen Anweisungen Folge leistete und nach und nach versuchte all die Dinge zu machen, die er angesagt hatte. Auch er konnte nicht leugnen, dass es ein wenig amüsant aussah. Allerdings auch nur, weil sie es langsam und nacheinander machte. Sobald sie erst einmal sicher genug darin war, um alles in einem Schwung zu machen, würde niemand mehr Lachen, der sie dabei beobachtete. "Du machst das super.", lobte er Kaja und nickte ihr bestätigend zu. "Geh für den Anfang noch ein bisschen weiter in die Hocke. Dann fällst du nicht so tief und es tut nicht so weh, sollte etwas schief gehen beim üben." So wäre es immerhin kaum schlimmer, als wenn sie einfach im hocken auf den Hintern geplumpst wäre, weil sie das Gleichgewicht verloren hatte. "Und denk dran: Erst mit den Oberarmen auf dem Boden ankommen", er berührte ihre Unterarme, um sie dazu zu veranlassen diese ein wenig anzuwinkeln und damit ihre Haltung etwas zu entspannen, "dann mit den Unterarmen und den Handflächen den Boden klatschen." Er lächelte sie an, bevor er einen Schritt weg machte, um ihr Platz für den Fall zu lassen. herkunft Ba Sing Se
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Das Leben des Reisens und das Dasein in Kindheit wie auch Gegenwart als Schausteller und Akrobat zeichnen den Körper des Mannes. Auch wenn er nicht so breit gebaut ist oder bei einem oberflächlichem Blick stark erscheint, wie andere Personen im Königreich, so sind seine Muskeln doch äußerst trainiert und verleihen dem 1,82 cm großen Mann überraschend viel Kraft - praktisch sowohl zum Schwingen an einem Trapez, wie auch zum Erklimmen von steileren Berghängen.
Darüber hinaus erweckt er oftmals den Eindruck eines durchschnittlichen Erdbändigers mit längeren schwarzen Haaren, braunen Augen und leicht gebräunter Hautfarbe. Seiner Kleidung derweil sieht man deutlich an, dass er sich von kurzfristiger Bezahlung zu kurzfristiger Bezahlung hangelt und wird seit vielen Jahren, nachdem er aufgehört hatte zu wachsen und nicht mehr unbedingt ein neues Set brauchte, nur noch geflickt. Entsprechend aus der Mode und herunter gekommen wirkt diese sicherlich auf jeden, der etwas besser betucht ist. Schuhe trägt er dabei wohlgemerkt nur äußerst selten. Seit Ende Mai 1NZK ist die Haut des Erdbändigers von einigen Brandnarben gezeichnet. Während die drei parallel verlaufenden Feuerdolch-Narben, welche von seinen Rippen quer über seinen Brustkorb gehen, meistens vor den Blicken Anderer verborgen bleiben, ist zumindest der Ansatz einer weiteren an der linken Seite seines Halses bemerkbar. Jene umfasst die gesamte linke Schulter des Akrobaten. Seine Ausstrahlung passt er daran an, was er gerade erreichen will. Führt er gerade irgendetwas vor, so nimmt er viel Platz ein mit ausholenden Gesten, einem Glitzern in den Augen und einer Präsenz, die die Aufmerksamkeit anderer Menschen auf sich zieht. Verlangt es ihm gerade nach dem kompletten Gegenteil, so scheint er geradezu an interessanten Eigenschaften zu verlieren; wird zu einem von vielen harten Gesichtern der schwer arbeitenden Bewohnern des Erdkönigreichs, wenn er sich nicht gar komplett in Luft aufzulösen scheint. Legt er weniger Wert darauf in eines der beiden Extreme zu fallen, erweckt er zwar immer noch den Eindruck von Zweiterem, allerdings mit einem beinahe atypischen Elan und Eleganz im Schritt.
gespielt von Bellamy
(er/seine)
◇
Gast
25.04.2022, 11:05
Kaja hatte die Hände leicht in die Seiten gestemmt, während sie sich umsah. Die Stadtmauern waren schon ziemlich hoch, aber sie hatte Menschen schon verrückteres Zeug machen sehen. Ein Luftbändiger könnte bestimmt ohne Probleme da herunterspringen, aber einen Luftbändiger hatte sie bisher noch nicht gesehen… und ob sie das je würde, war auch eher unklar. Leicht spitzte sie die Lippen und sah von den Stadtmauern herüber zu dem Gebäude, auf das Fujin nun deutete und musterte es akribisch, als müsse sie nun entscheiden, ob die Höhe des Gebäudes ein Staunen wert war oder nicht. Doch das war es definitiv. Leicht hoben sich ihre Augenbrauen und sie legte den Kopf leicht in den Nacken, während sie die Höhe versuchte abzuschätzen und schließlich zufrieden nickte. „Das ist eine gesunde Höhe“, meinte das Mädchen belustigt. Faktisch war es wohl keine gesunde Höhe zum Herunterspringen, aber es ging ja ums Prinzip. „Und dann hast du dir nichts getan? Unglaublich. Immer, wenn ich irgendwo runterspringe, habe ich Angst, dass mir dann plötzlich die Beinknochen aus den Knien herausspringen. Weißt du, wie ich meine?“, plapperte sie und sah herunter zu den besagten Knien. Kaja hatte (zum Glück) noch nie einen Bruch gehabt, doch die Vorstellung dass die Knochen ihrer Schienbeine aus den Knien herausragen könnten, wenn sie zu tief sprang, war doch sehr beängstigend. Natürlich konnte das (wenn überhaupt) nur passieren, wenn sie sich nicht richtig abfing, aber die Angst blieb natürlich trotzdem. Daher konnte sie auch nicht verhindern, kurz zu Fujins Knien zu gucken - nur um sicherzugehen, dass sie tatsächlich noch da waren… aber an seinen Beinen schien soweit alles in Ordnung zu sein.
Das Lachen der anderen machte Kaja nicht viel aus. Von ihnen hatte sich schließlich niemand gemeldet und getraut, von daher waren sie auch nicht in der Position zu lachen, nur weil Kaja sich getraut hatte. Sie ließ sich also nicht davon beirren und auch, wenn es wirklich lustig aussah, wie sie die ganzen Figürchen in Zeitlupe nachmachte, bekam sie immerhin nach und nach ein Gefühl für die Bewegungen. Einmal mehr war sie sich sicher, dass sie mit Sicherheit ein talentierter Bändiger geworden wäre. Ihrem Gesicht war die Konzentration anzusehen und nachdem sie die Abfolge an Bewegungen ein paar Mal gemacht hatte, wurde es auch langsam etwas flüssiger. Bei dem Lob seinerseits breitete sich ein strahlendes Lächeln auf dem jungen Gesicht aus und sie war direkt noch ein wenig motivierter, alles richtig machen zu wollen. „In Ordnung!“, meinte sie eisern auf seine konstruktive Kritik und folgte den Anweisungen, bevor sie allen Mut zusammennehmen musste, um tatsächlich zu fallen. Es dauerte ein paar Sekunden, bis sie sich wirklich traute, immerhin war „freiwillig Fallen“ nicht etwas, was man alltäglich tat, doch dann landete sie plötzlich auf dem Boden und, soweit sie das einschätzen konnte, tat das auch ganz gut. Zumindest tat ihr nichts weh, außer vielleicht ihre Unterarme, weil der Boden der Straße ziemlich rau war. „Ha!“, rief sie fröhlich aus, als sie sich wieder aufrappelte und den Staub und Dreck von ihren Armen und ihrem Kleid klopfte. „Hast du das gesehen?!“, fragte sie Fujin begeistert und hampelte ein wenig herum, weil sie sich plötzlich so voller Energie fühlte. „Kann ich jetzt schon von einer Mauer springen?!“ Sofort scannten ihre Augen die Umgebung nach einer passenden Mauer ab, obwohl es dafür sicherlich noch etwas zu früh war - doch jetzt hatte sie der Ehrgeiz gepackt! Wie sie ihrem Vater das schmutzige Kleid erklären würde, darüber machte sie sich gerade aber noch keine Gedanken… größe
erscheinung
◇
everywhere like earth
07.05.2022, 18:59
Er konnte sich das Schmunzeln nicht verkneifen, welches ihre Einschätzung der Höhe zur Folge hatte. Gesund war es nur, wenn man wusste wie es ging. Ansonsten war ein unkontrollierter Sturz von jenem Gebäude wohl eher reichlich schädlich. Vielleicht sogar tödlich. Beides war etwas, was er nicht unbedingt auf seiner Kappe wissen wollte. Ihre Angst sich bei viel harmloseren Sprüngen zu verletzen, war dabei etwas, was er eher als gut verbuchte. Mut war eine Sache, Leichtsinn eine andere. Selbst bei ihm machte sich oft genug noch eine Spur Angst breit, wenn er sich an einen Sprung von einem Gebäude oder einer Mauer wagte, den er nicht schon unzählige Male zuvor vollbracht hatte. Von gänzlich anderen Situationen in seinem Leben ganz zu schweigen.
"Ich weiß genau, was du meinst." Das ihn das offensichtlich weder davon abhielt, noch bisher tatsächlich zu irgendwelchen Schäden geführt hatte, war an seinen Knien erkennbar. "Aber Angst ist etwas gutes. Hält einen davon ab Dinge zu versuchen, die zu groß für einen sind." Wie zum Beispiel die Ringmauern von Ba Sing Se. Dort oben zu stehen und auf die Häuser der Stadt herab zu sehen, würde einem sicherlich mächtig Respekt einflößen - und eine gute Portion Angst, die einen hoffentlich davon abhielt doch zu versuchen dort hinunter zu springen. Darüber, dass es von diesen Kindern irgendjemand doch probieren könnte, musste er sich glücklicherweise kaum Sorgen machen. Dafür war es viel zu schwer dort überhaupt rauf zu kommen. Zumindest, nach allem was er wusste, wenn man nicht zu den dort oben stationierten Soldaten gehörte. Die Begeisterung des Mädchens war ansteckend und Fujin lächelte sie voller Stolz an. Es machte ihm eine Freude Jüngeren das beizubringen, was er von seiner Familie gelernt hatte. In gewisser Weise verband es ihn mit dieser; ließ ihn sich seiner Vergangenheit ein wenig näher fühlen, trotz Zeit und Raum, die sie trennten. Auch ihr Überschwang erinnerte ihn daran. An sich, seine Geschwister und die anderen Kinder. Für sie mochte es damals nicht um die Mauern einer Stadt gegangen sein, aber zumindest er für seinen Teil hatte es kaum erwarten können immer größere und kompliziertere Aufführungen und die dafür nötigen Tricks zu lernen. "Noch nicht", versuchte er sie mit einem Lachen zu zügeln. "Erst sollten wir es mit allen zusammen üben. Und dann bringe ich euch das nächste bei." Entsprechend dieser Ankündigung verbrachte er noch ein wenig Zeit damit Kaja und den anderen Kindern beizubringen, wie sie sich zusätzlich auch vorwärts fallen lassen konnten - und dann von den ersten niedrigen Erhöhungen, wo es noch nicht nötig war sich abzurollen, bevor er ihnen auch das zeigte. Immer wieder brachte er es zuerst seiner begeisterten Assistenz bei, bevor sie beide dazu übergingen es auch dem Rest der Versammelten zu zeigen und das Ganze ein paar Mal zu üben, bevor es zur nächsten Lektion überging. In dieser Zeit gelang es ihm gut einzuschätzen, welche Kinder wohl noch reichlich Übung in der Zukunft bräuchten und welche, ähnlich wie Kaja, ein Talent aufwies. Eines von diesen Kindern - ein Junge, der ungefähr im selben Alter sein musste wie das Mädchen - spickte er sich schließlich heraus für den eigentlichen Trick, den er ihnen beibringen würde. "Okay. Bei dem, was ich euch jetzt beibringe, ist es sehr wichtig einander zu vertrauen." Ansonsten könnte es selbst mit der Vorbereitung zum richtigen Fallen zu unnötigen Verletzungen kommen. "Verstanden?" Eindringlich sah er beide an, während der Junge seine Assistentin abschätzend betrachtete. herkunft Ba Sing Se
stand Standlos
alter 32 Jahre
gender Männlich
bändigung Erde
beruf einsamer Schausteller
größe 1,82
erscheinung
Das Leben des Reisens und das Dasein in Kindheit wie auch Gegenwart als Schausteller und Akrobat zeichnen den Körper des Mannes. Auch wenn er nicht so breit gebaut ist oder bei einem oberflächlichem Blick stark erscheint, wie andere Personen im Königreich, so sind seine Muskeln doch äußerst trainiert und verleihen dem 1,82 cm großen Mann überraschend viel Kraft - praktisch sowohl zum Schwingen an einem Trapez, wie auch zum Erklimmen von steileren Berghängen.
Darüber hinaus erweckt er oftmals den Eindruck eines durchschnittlichen Erdbändigers mit längeren schwarzen Haaren, braunen Augen und leicht gebräunter Hautfarbe. Seiner Kleidung derweil sieht man deutlich an, dass er sich von kurzfristiger Bezahlung zu kurzfristiger Bezahlung hangelt und wird seit vielen Jahren, nachdem er aufgehört hatte zu wachsen und nicht mehr unbedingt ein neues Set brauchte, nur noch geflickt. Entsprechend aus der Mode und herunter gekommen wirkt diese sicherlich auf jeden, der etwas besser betucht ist. Schuhe trägt er dabei wohlgemerkt nur äußerst selten. Seit Ende Mai 1NZK ist die Haut des Erdbändigers von einigen Brandnarben gezeichnet. Während die drei parallel verlaufenden Feuerdolch-Narben, welche von seinen Rippen quer über seinen Brustkorb gehen, meistens vor den Blicken Anderer verborgen bleiben, ist zumindest der Ansatz einer weiteren an der linken Seite seines Halses bemerkbar. Jene umfasst die gesamte linke Schulter des Akrobaten. Seine Ausstrahlung passt er daran an, was er gerade erreichen will. Führt er gerade irgendetwas vor, so nimmt er viel Platz ein mit ausholenden Gesten, einem Glitzern in den Augen und einer Präsenz, die die Aufmerksamkeit anderer Menschen auf sich zieht. Verlangt es ihm gerade nach dem kompletten Gegenteil, so scheint er geradezu an interessanten Eigenschaften zu verlieren; wird zu einem von vielen harten Gesichtern der schwer arbeitenden Bewohnern des Erdkönigreichs, wenn er sich nicht gar komplett in Luft aufzulösen scheint. Legt er weniger Wert darauf in eines der beiden Extreme zu fallen, erweckt er zwar immer noch den Eindruck von Zweiterem, allerdings mit einem beinahe atypischen Elan und Eleganz im Schritt.
gespielt von Bellamy
(er/seine)
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Gast
19.08.2022, 22:19
Schon lange hatte Kaja nicht mehr so großen Spaß in den Straßen von Ba Sing Se gehabt. Die zunehmend dicke Luft war deutlich zu spüren, selbst als Person, die nicht allzu sehr in politische Affären verstrickt war, geschweige denn überhaupt mit ihr über so etwas geredet wurde. Kaja war allerdings nicht dumm. Sie bekam mit, worüber die Menschen in den Straßen redeten, wenn sie glaubten, Kaja würde es noch nicht verstehen. Sie mochte nicht über alles im Bilde sein, aber hatte einen halben Überblick über das, was in der Welt momentan los war. Es beängstigte sie, da gab es gar keine Möglichkeit, es schönzureden, aber trotzdem wollte sie auch gerne mehr wissen. Die Stimmung in den Straßen sprach auf jeden Fall Bände und dass Fujin es schaffte, ein paar Kinder zum Lachen zu bringen, war unheimlich viel wert. Auch Kaja fühlte sich für den Moment sehr erleichtert und endlich mal wieder ein wenig kindlich. Sie hatte großen Spaß daran, die Anweisungen von Fujin zu folgen und Neues auszuprobieren, auch wenn sie gar nicht darauf vorbereitet war, sich heute noch körperlich zu betätigen. Ihr Vater machte sich mit Sicherheit schon Sorgen, wo sie eigentlich blieb, doch das Mädchen verlor ein wenig den Blick auf die Zeit, während sie immer wieder versuchte ihre Haltung zu verbessern oder mit den anderen Kindern zu üben. Regelmäßig huschte ihr Blick über die Schulter zu ihrem Lehrer, nur um sicher zu gehen, dass sie nichts falsch machte. Natürlich war sie kein Naturtalent und das, was sie da tat, sah eben genau wie das aus, was es war: klägliche erste Versuche gemischt mit kindlicher Begeisterung.
Wenn man Kaja allerdings fragte, wäre sie absolut davon überzeugt, schon alles perfekt zu können. Wahrscheinlich könnte sie sich sogar vom Palast schmeißen und sich trotzdem perfekt abrollen, entsprechend erbost schaute sie drein, als Fujin doch tatsächlich meinte, sie wäre noch nicht so weit. Allerdings lachte sie auch direkt wieder und nickte, immerhin war sie hier, um zu lernen. Voller Tatendrang schwang sie die Fäuste gen Himmel und nickte auf seine Worte. „In Ordnung! Alle zusammen!“, wiederholte sie und schon machte sie sich auf den Weg, einen Partner zu suchen. Es sah ein wenig bescheuert aus, wie die ganzen Kinder nacheinander immer wieder in den Dreck fielen und sich gegenseitig fragten, wie es ausgesehen hatte - doch das Gelächter und der Spaß untereinander gab sofort Aufschluss darüber, wie sehr es ihnen half, aufeinander zuzugehen. Gerade wo so viele anfänglich noch schüchtern gewesen waren, kamen nun viele aus ihrem Panzer heraus und trauten sich tatsächlich etwas. Während Fujin sich einen Jungen aus der Menge pickte, half Kaja gerade einem Mädchen dabei, wieder aufzustehen. Sie lachte mit ihr und klopfte ihre Kleidung ab, um sie vom Staub zu befreien, ehe sie auf Fujin aufmerksam wurde. Schnell dackelte sie zu ihm herüber und winkte dem fremden Jungen fröhlich zu, der sie einen Moment anstarrte. Kaja machte sich nichts daraus und wäre sie etwas fokussierter auf ihn gewesen, wäre ihr bestimmt aufgefallen, dass er sie sogar ziemlich begeistert anstarrte. Ihre Aufmerksamkeit lag allerdings vollkommen auf Fujin und während er sprach, nickte sie verstehen. „Mhm!“, meinte sie und nickte schnell, ehe sie zu dem Jungen sah. „Ich bin Kaja, hey!“, stellte sie sich vor, immerhin konnte man sich ja nicht vertrauen, wenn man sich nicht kannte. Der Junge lächelte ebenfalls leicht und verbeugte sich sogar vor ihr, was Kaja kurz kichern ließ. „Mein Name ist Takka“, stellte er sich dann vor und lächelte Kaja an, bevor er mit einem Nicken zu Fujin sah. größe
erscheinung
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