|
◇
rosenprinzessin
03.08.2021, 13:03
« Der zarte Stoff ihres Kleides raschelte, als sie sich von zwei Dienern hochhelfen ließ. Keiner versuchte sie davon abzuhalten, für den kurzen Moment aufzustehen - wenn es sonst auch Sitte gewesen wäre, einer schwangeren Herrin so viel Bewegung zu ersparen, wie nur möglich. Nicht jedoch, wenn Ares ankam. »
Rot leuchteten die Rosenblüten im warmen Licht der wandernden Sonne. Still saß die Prinzessin inmitten der Blumenpracht, die mittlerweile den einst so tristen, versengten Baum umrankte. Vor ihr war ein kleines Buffet angerichtet, dessen letzte Speisen gerade auf die niedrige Tischplatte gebracht wurden. Bald würde er hier sein. Soraya starrte auf ihre Finger, die über das Fell ihres Hirschhundes, der seine feuchte Nase dösend auf ihrem Schoß abgelegt hatte, strichen. Sie konnte es immer noch nicht wirklich glauben. Es war einleuchtend, durch und durch - erklärte die Übelkeit, die sie in den letzten Wochen jeden Morgen verspürte, ihren häufigen Schwindel, die Tatsache, dass ihre Korsetts bei weitem nicht mehr so eng geschnürt werden konnten wie zuvor … zunächst hatte sie gedacht, sie hatte schlicht und ergreifend zu viel Süßgebäck genascht, in den paar Monaten, die sie nun bereits hier war. Wie lange das wirklich war, realisierte sie immer wieder, wenn sie Takeshi ansah. Am Tag nach ihrer Hochzeit hatte Ares ihr den Hirschhund zum Präsent gemacht – damals noch als kleiner Welpe, dessen Kopf nicht mehr als zwei kleine Stumpen zeigte. Bis heute war aus eben diesen Stumpen bereits ein kleines Geweih gewachsen, das mit zwei Spitzen stolz in die Höhe rankte. Seine Oberfläche war weich, geradezu flauschig, alles in allem war es kein Vergleich zu den knochenharten Prachtexemplaren, die ausgewachsene Hirschhunde paradieren, aber nichtsdestotrotz war es eine Art Verbildlichung der Zeit, die seit ihrer Ankunft vorbeigegangen war. So wenig und irgendwie doch so viel. Ein Drachenflug der Gefühle. Ob ihre so häufig aufgewühlten Emotionen auch ein Resultat ihrer Umstände waren? Takeshi murrte leise im Schlaf unter ihrer Hand und auch Soraya seufzte sacht. Zumindest heute war ihre Nervosität sicherlich nicht unbegründet. Die Diagnose am Morgen in Bais Praxis, dann wenig später, als sie wieder in ihrem Gemach war, das Geständnis Shallans. Am liebsten würde sie letzteres einfach vergessen. Für immer. Es … un-erfahren. Hätte es die Zofe ihr doch nur nie erzählt. Die Prinzessin hasste sie dafür. Dafür, dass sie es ihr gesagt hatte, noch vielmehr als für das, was sie getan hatte. Weil sie damit all die Last auf Soraya abgewälzt. Ihren perfekten Moment, in dem sie Ares von ihren Umständen erzählt, ruiniert. Sie der Entscheidung ausgesetzt, was sie nun mit ihrem Wissen anstellen sollte. Dabei wusste Shallan doch ganz genau, dass keine Wahl bestand. Dass es nur eine wirkliche Option gab. Sie hasste sie dafür. Die Dienerschaft um sie herum verstummte. Binnen Sekunden standen sie in Reih und Glied mit verneigtem Haupt. Takeshi sprang auf, wie vom Blitz getroffen, und lief in Windeseile zu seinem Platz einige Meter weiter, um sich in vorbildlichster Pose dorthin zu setzen. Niemand musste ein Wort sagen, längst war jedem klar, was geschah. Die Hände der Rosenprinzessin waren zittrig, als sie sie in ihrem Schoß verschränkte. Ein letztes Mal schloss sie die Augen, atmete ein. Tief ein. Es duftete nach Rosen und Reis und Gebäck und Früchten. Atmete aus. Schlug die Augen auf. Die Abendsonne ließ alles rosarot erleuchten. Wunderschön. Der zarte Stoff ihres Kleides raschelte, als sie sich von zwei Dienern hochhelfen ließ. Keiner versuchte sie davon abzuhalten, für den kurzen Moment aufzustehen, wenn es sonst auch Sitte gewesen wäre, einer schwangeren Herrin so viel Bewegung zu ersparen, wie nur möglich. In dieser Hinsicht nicht. Sacht leuchtete die Abendsonne in ihren Augen, als sie den Schopf hob, um ihren Gatten mit einem leichten Lächeln anzusehen. „Guten Abend, mein Liebster.“ herkunft Capital City
stand Königsfamilie - Erde
alter 20 Jahre
gender Weiblich
bändigung Erde
beruf Erdprinzessin
größe 1,66
erscheinung
Jeder, der von der Rosenprinzessin des Erdkönigreichs gehört hat, wird vor allem eines wissen: die Geschichten von ihrer Schönheit sind auf der ganzen Welt bekannt. Die weiche Haut mit den rosigen Wangen scheint immerzu beinahe ätherisch zu schimmern, die vollen Lippen haben die Farbe der süßesten Erdbeeren, die man sich nur vorstellen kann. Ansprechend geschwungene Augen glitzern grün unter vollen, tiefschwarzen Wimpernkränzen hervor, bilden einen herrlichen Kontrast zu dem ebenholzbraunen, wallenden Haar, welches die Prinzessin am liebsten offen und nur in Teilen zurückgeflochten trägt. In sanften Wellen fällt es ihr so bis zur Hüfte. Alles an ihr scheint feingliedrig und elegant, von ihren zarten Gesichtszügen bis zu ihren schmalen Händen. Soraya ist 1,66 Meter groß, hat immerzu eine perfekt aufrechte Körperhaltung und meist ein zartes Lächeln auf den Lippen. Ihr Kleidungsstil ist elfengleich, sie liebt edle Stoffe, filigrane Stickereien und ausladende Ärmel. Ihre beeindruckenden Kleider trägt sie am liebsten in Rosétönen, mittlerweile trifft man sie jedoch häufiger in Rot an. Aufgrund ihrer Position als Erdprinzessin trägt sie immerzu ein Diadem auf ihrem Schopf, wobei sie eine Sammlung mit über 30 dieser femininen Kronen hat. Ein Element, welches immer in ihrem Auftritt vertreten sein muss, ist die Rose: seien es gestickte Blüten auf ihrem Bustier oder eine frisch gepflückte Blumen in ihrem Haar. Seit ihrer Hochzeit mit Ares, dem Roten Drachen, hat sich ihre kleine Tradition um mindestens eine Darstellung eines Drachens erweitert. Der Drache und die Rose - eine wunderschöne Symbolik für die tragische Realität.
gespielt von Elle
(sie/ihre)
◇
Gast
12.08.2021, 07:36
Man konnte sich fragen, ob der General überhaupt jemals schlief, so viel, wie er arbeitete und sich der Öffentlichkeit als unermüdlich präsentierte. Verborgen hinter der stoischen Miene jedoch war durchaus ein müder Geist, der sich nach einem Tag der Ruhe sehnte, aber viel zu stolz war, um das jemals mitzuteilen. Stattdessen machte Ares weiter und weiter und weiter… In seiner Welt gab es kein Zurück, nur ein Voran und er allein entschied, wie schnell das passierte. Der Tag war nervenaufreibend gewesen, hatte Ares mehrmals eine ruhige Miene zum bösen Spiel abverlangt und ihn gereizt nach Hause kommen lassen. Der anstehende Besuch aus der Erdnation war ihm bereits jetzt ein dicker, kratziger Dorn im Auge, den er sich nicht herausziehen durfte, bis der Feuerlord es erlaubte. Bis dahin biss er streng die Zähne zusammen und ließ seine Mitmenschen spüren, wie schlecht er gelaunt war. Eher weniger absichtlich, aber Ares konnte selten verbergen, wenn ihn etwas störte und genau so war es für seine Angestellten und Untergebenen nicht schwierig, sich so angepasst, wie nur irgendwie möglich zu verhalten.
Ein Picknick im Freien. Den Garten hatte sie schön anlegen lassen, sodass dem kargen, öden Stein eine blühende, duftende Rosenpracht entsprungen war. Ein schöner Garten, den sogar Ares bei Weitem lieber beim Tee trinken betrachtete, als die alten Steine, an welchen er sich schon vor Jahren satt gesehen hatte. Ihre Aufgabe hatte sie erfüllt. Zwar nicht zu seiner vollsten Zufriedenheit, aber das war auch beinahe unmöglich. Ares gab sich jedoch nicht der Schönheit vom Sonnenuntergang und den Blüten der Rosen hin, leicht gehetzt vom Tag, mit schnellen Schritten, die zielorientiert voranschritten, kam er bei der Dienerschaft und seiner Gattin an. Nur kurz hatte sein Blick den Ort als solches inspiziert und sich daran aufgehalten. Soraya war bereits da und mit ihr auch ihr Hirschköter. Eine Kreatur, die nicht unbedingt ansehnlich war in seinen Augen. Ein krasser Gegensatz zu Soraya selbst, die er nach wie vor äußerst ansehnlich fand und so betrachtete er sie kurz dabei, wie sie ihren perfekten Augenaufschlag offenbarte und ihm einen Guten Abend wünschte. Unbeeindruckt sah er sie an, kein Staunen und Strahlen in den Augen, überwältigt von der liebevollen Detailarbeit, die hier dekorativ geleistet wurde. Alles nur Schnickschnack, mit dem er nichts anzufangen wusste, ebenso schätzte er ihn nicht. Stattdessen neigte er den Kopf leicht zur Seite, machte sich aber keine große Mühe, nach hinten zu sehen, um die Dienerschaft anzusprechen. „Macht, dass ihr wegkommt“ sagte er und mit grollender Stimme, als würde der Vulkan unter ihren Füßen zu Arbeiten beginnen. Ein dunkler Schatten lag auf seinen Augen. „Ich will euch Pack heute nicht mehr sehen.“ Offensichtlich, dass er wohl heute keinen guten Tag gehabt hatte und noch offensichtlicher, dass er abermals nicht gut auf die Dienerschaft zu sprechen war. Zurückzuführen war das auf einen Fauxpas am frühen Nachmittag des Tages, der wohl auch der Grund für seine unübersehbare, übersprudelnde schlechte Laune war. Wie befohlen, huschten die Damen und Herren mit geneigten Häuptern sogleich davon, um sich irgendwo zu verkriechen und nicht ins Kreuzfeuer zu geraten, was nicht mal weit hergeholt war. Und kaum, dass sie sich in Bewegung gesetzt hatten, sah der gereizte Drache seiner Gattin wieder in die grünen Augen. „Setz dich“ befahl er und tat es ihr gleich, nahm neben ihr Platz und ließ den Blick über das aufgebaute, kleine Buffet wandern. Er war durchaus in der Lage, sich selbst Speisen auf den Teller zu legen, dafür brauchte es kein Gesindel, das ihm beim Essen zusah. Heute nicht. Und genau das tat er dann auch, packte sich lieblos, viel eher grob, verschiedene Fleischsorten auf den eigenen Teller und schenkte sich Wein ein, von welchem einige wertvolle Tropfen eher auf dem Tisch landeten, als in seinem Kelch. Ein Knorpel vom Knochenende einer Keule stach dabei hellgrau aus der rotbraunen Masse heraus, die sich auf seinem Teller gesammelt hatte. Ares war unübersehbar einfach schlecht drauf… größe
erscheinung
◇
rosenprinzessin
17.08.2021, 12:51
„Macht, dass ihr wegkommt!“
Kaum merklich zuckte die Prinzessin zusammen, als Ares Stimme tief und drohend über den eben noch so ruhigen Garten donnerte. Seine Laune war ganz offensichtlich alles andere als gut. Sorge flammte in Soraya auf. Was, wenn er es bereits wusste? Wenn sie der Grund für seine Stimmung war, wenn ihrem Gatten die Neuigkeiten ganz und gar nicht gefielen? Eigentlich war sie sich sicher gewesen, dass ihre Schwangerschaft genau das war, was er gewollt hatte. Zwei Nationen, mehr noch, eigentlich die ganze Welt schien auf die Vereinigung ihrer Reiche in dieser Form zu hoffen. Es war viel mehr als nur ein Nachkomme – es war das Versprechen einer rosigen, friedlicheren Zukunft. Die Lösung für ein Schicksal voller Kampf und Krieg. Erlösung. Konnte es sein, dass der Drache genau das eigentlich gar nicht wollte? Noch dazu war da Shallans … Eingriff. Ihr heimliches Untermischen von Verhütungskräutern in Sorayas morgendlichen Tee. An und für sich ein unverantwortungsvoller Akt, leichtsinnig, töricht, … staatsfeindlich, nicht nur für die Feuernation, sondern ebenso für das Erdkönigreich. Aber es war erfolglos gewesen, die Rose trug nun nichtsdestotrotz ein Kind unter dem Herzen – der Grund, weshalb sowohl sie als auch ihre Vertraute darauf hofften, dass Ares keine, oder zumindest eine mildere, Bestrafung einfordern würde, oder es vielleicht sogar unter den Tisch fallen lassen könnte, sodass es kein Staatsanliegen wurde. Doch mit der Stimmung, in der er nun erschienen war … plötzlich schien all ihre Hoffnung nicht mehr als törichte Träumerei gewesen zu sein. Einmal mehr fühlte sie sich wie ein Koalaschaf, was man vor einem hungrigen Drachen ausgesetzt hatte, ohne eine Chance auf Flucht oder Rettung. Entgegen der Unruhe, die nun ihr Herz zum Rasen brachte, hielt Raya ihre Mimik und Gestik ruhig – etwas, das sie in ihren bisherigen Monaten an Ares Seite mehr denn je zu meistern gelernt hatte. Und als sein strenger, gereizter Blick ihre Augen fand war es wieder einmal ein Segen, in diesem ruhigen Erscheinen geübt zu sein. „Setz dich“ Sein Ton war eisern. Sie nickte leicht, ehe sie seinen Worten Folge leistete und sich zurück auf das Sitzkissen niederließ. Sogleich begann der Feuerbändiger, eine Variation der zubereiteten Fleischsorten auf seinen Teller fallen zu lassen. Soraya spürte einen Hauch der Übelkeit ihre Kehle hinaufkriechen, den sie rasch mit einem Schluck Brennnesseltee aus ihrer Tasse hinfort zwang. Ob ihr Empfinden der Sorge oder dem fettigen Glanz vom marinierten Fleisch geschuldet war, wusste sie nicht – egal wie war es nichts, was in diesem Moment Platz in ihrer Wahrnehmung haben durfte. Also legte sie sich lediglich eine kleine Auswahl an schwach gewürztem, gedampftem Gemüse und ein paar hübscher, kleiner Pai Brote auf ihren Teller, um keine weitere Übelkeit zu provozieren, und hielt ihren Blick bestmöglich von der Portion ihres Gatten fern. Einen Moment aßen sie schweigend. Der Drache war vermutlich froh darüber, seine Ruhe zu haben. Wenn er so gestimmt war, war es meist am weisesten, wenn sie ihn wenig beim Essen störte – was ihr gerade nur zu gut passte. Soraya grübelte zwischen kleinen Bissen von ihren goldenen Essstäbchen. Aber schon bald wurde ihr klar, dass es keinen Ausweg gab. Sie musste sprechen, musste Ares mitteilen, warum sie all das hier veranlasst hatte … Also legte sie ihre Stäbchen beiseite. Kurz atmete sie durch. Sammelte Mut, während sie sich fühlte, als stünde sie an der äußersten Kante der Klippen, die einige hier nur wenige hundert Meter von ihnen entfernt in tödliche Tiefen führten. Dann sah die Prinzessin zu ihrem Ehemann, ein kleines, vorsichtiges Lächeln auf den Lippen, um ihre Unsicherheit weiter zu verbergen. „Ares, es gibt da etwas, das ich dir mitteilen muss“, begann sie vage mit sanfter Stimme, „Du … erinnerst dich an unsere Flitterwochen, an die Grotte mitten im Meer und … was wir uns darin versprochen haben …“ Eine warme Erinnerung zu beschwören, die sie beide verband, erschien ihr die beste Art, sich positiv an die Ankündigung heranzutasten – wenn auch nur kurz, da es offensichtlich war, wie kurz der ohnehin dünne Faden von Ares Geduld an diesem Abend war. „Nun, ich war vorhin bei Bai und er hatte … gute Nachrichten.“ Ihr Lächeln wurde etwas größer, hoffnungsvoll, ihn wenn nötig von der positiven Natur ihrer folgenden Worte zu überzeugen. Sie griff sacht seine Hand und legte sie auf die dünnen Stoffschichten ihres zartroten Kleides – über ihren Bauch, der bereits ein wenig gewölbt darunter zu spüren war. Ihr Herz pochte so schnell, als wollte es sich in ihrer Brust überschlagen. „Du kriegst einen Erben. Ich bin schwanger.“ herkunft Capital City
stand Königsfamilie - Erde
alter 20 Jahre
gender Weiblich
bändigung Erde
beruf Erdprinzessin
größe 1,66
erscheinung
Jeder, der von der Rosenprinzessin des Erdkönigreichs gehört hat, wird vor allem eines wissen: die Geschichten von ihrer Schönheit sind auf der ganzen Welt bekannt. Die weiche Haut mit den rosigen Wangen scheint immerzu beinahe ätherisch zu schimmern, die vollen Lippen haben die Farbe der süßesten Erdbeeren, die man sich nur vorstellen kann. Ansprechend geschwungene Augen glitzern grün unter vollen, tiefschwarzen Wimpernkränzen hervor, bilden einen herrlichen Kontrast zu dem ebenholzbraunen, wallenden Haar, welches die Prinzessin am liebsten offen und nur in Teilen zurückgeflochten trägt. In sanften Wellen fällt es ihr so bis zur Hüfte. Alles an ihr scheint feingliedrig und elegant, von ihren zarten Gesichtszügen bis zu ihren schmalen Händen. Soraya ist 1,66 Meter groß, hat immerzu eine perfekt aufrechte Körperhaltung und meist ein zartes Lächeln auf den Lippen. Ihr Kleidungsstil ist elfengleich, sie liebt edle Stoffe, filigrane Stickereien und ausladende Ärmel. Ihre beeindruckenden Kleider trägt sie am liebsten in Rosétönen, mittlerweile trifft man sie jedoch häufiger in Rot an. Aufgrund ihrer Position als Erdprinzessin trägt sie immerzu ein Diadem auf ihrem Schopf, wobei sie eine Sammlung mit über 30 dieser femininen Kronen hat. Ein Element, welches immer in ihrem Auftritt vertreten sein muss, ist die Rose: seien es gestickte Blüten auf ihrem Bustier oder eine frisch gepflückte Blumen in ihrem Haar. Seit ihrer Hochzeit mit Ares, dem Roten Drachen, hat sich ihre kleine Tradition um mindestens eine Darstellung eines Drachens erweitert. Der Drache und die Rose - eine wunderschöne Symbolik für die tragische Realität.
gespielt von Elle
(sie/ihre)
◇
Gast
19.08.2021, 18:00
Er hatte immer schon die alten Werte und Traditionen geschätzt. Das hatte er so gelernt und beherzigte es bis heute. Die Feuernation baute auf den alten Werten auf, welche die Nation geprägt hatten und sie reicht und stark machten – bis heute. Und Ares hielt eisern hoch, was sich Tradition nannte und so sprang er doch auch oft über seinen Schatten, obwohl ihm doch sehr offenkundig nach etwas anderem zumute war. Von einem Ehemann wurde erwartet, sich hin und wieder mit seinem Weibe zu zeigen und sei es nur im heimischen Garten. Es gehörte zu einer jungen Ehe dazu, genauso, wie die Hochzeitsnacht dazugehört hatte und die Flitterwochen auf der Ascheninsel auch. Er war also nicht unbedingt hier draußen, weil er das Picknick mit Soraya so toll fand und die Idee unterstützte, nein. Er war hier, weil er selbst das von sich erwartete, weil es zuvor sein Vater von ihm erwartet hatte und dessen Vater vor ihm. Viele Erwartungen, die wie eine unüberwindbare, tiefe und breite Schlucht vor ihm lagen, dass er keine Chance hatte, sie zu umgehen, sofern er nicht in die Tiefe stürzen und versagen wollte.
Also hatte er sich zu Soraya gesetzt, absichtlich neben sie und nicht gegenüber. Es erschwerte das Reden ungemein, wenn man sich nicht stets und ständig ansah, sondern erst den Kopf drehen musste. Nach vorn sah man doch viel eher mal und dann trafen sich die Blicke…aber Ares wollte heute nicht, dass sich ihre Blicke trafen, er wollte eigentlich eher seine Ruhe haben und bestenfalls irgendeiner armen Seele schlimme Schmerzen zufügen. Gewiss würde seine Gattin wieder mit neuen blauen Flecken aufwachen, wenn die Sonne wieder aufging und gewiss würde er sich dafür weder schämen noch schlecht fühlen. Ares bemerkte nicht, was Soraya neben ihm für einen Kampf hinter ihrer stillen, übermäßig angepassten Fassade bestritt. Es interessierte ihn aber auch überhaupt nicht in diesem Augenblick. Viel eher interessierte er sich für das Kaninguru, das auf seinem Teller lag. Normalerweise aß Ares mit einem Mindestmaß an Zurückhaltung und Anstand. Er schlang nicht, weil sich das nicht gehörte, er aß nie zu viel und gab sich Mühe, bei den begehrten Süßspeisen nicht zu übertreiben. Aber heute…waren da keine Zeugen, außer seiner Frau mehr und er schlecht genug gelaunt, um so manche Höflichkeit zu ignorieren. So aß er ein wenig ungezügelt neben der Erdprinzessin und hatte selbst nicht vorgehabt, das Gespräch mit ihr zu suchen, bis sie die Stimme neben ihm erhob. Ares, es gibt da etwas, das ich dir mitteilen muss…, begann sie und darauf reagierte er nicht wirklich, aß weiter und hielt inne, als sie die Flitterwochen erwähnte. Natürlich erinnerte er sich daran, glaubte sie etwa, er sei kürzlich zu einem vergesslichen Greis geworden, der vergaß, was in jüngster Vergangenheit geschehen war? Ares schluckte herunter und griff nach der edlen Stoffserviette, die neben seinem Teller lag und mit feinen, goldenen Mustern bestickt worden war. Nur am Rand, versteht sich. Nun, ich war vorhin bei Bai und er hatte…gute Nachrichten. Der General wischte sich den Mund ab und die Hände ebenso, dann legte er langsam das Tuch auf den Tisch und sah ernst zu Soraya herüber. Sie war bildhübsch. Jede ihrer Haarsträhnen saß perfekt und akkurat genau da, wo sie sitzen sollte. Ihre Haut war ebenmäßig und rein, keine dunklen Flecken, Narben oder gar Falten waren darauf zu erkennen. Ihr sanftes, von Hoffnung gezeichnetes Lächeln passte beinahe nicht in dieses gleichmäßige Gesicht hinein. Dennoch lächelte sie. Dennoch war sie fröhlich und Ares erwartete bereits die gute Nachricht, die da kommen möge aus ihrem Mund: Sie wäre schwanger. Bestimmt wäre sie das und so setzte die schlechte Laune kurz und leise aus, während er sie abwartend ansah. Ihre zarten, filigranen Finger griffen nach seiner Hand, dann folgten sie, die Worte, welche so viel verändern sollten: Ich bin schwanger. Ares war ganz bestimmt kein begabter Vater, er war nicht die Art Mann, die man guten Gewissens mit einem Kind allein lassen konnte und hoffen, dass es das überlebte, aber er war ein Mann, der seinen Prinzipien und Plänen folgte. Und nach der Ehe mit Soraya war ganz klar die Absicherung seiner Blutlinie wichtig. Sein Kind. Sein Erbe. Seine Zukunft. Und nun endlich würde es so weit sein, dass er einen Erben bekäme? Ein großer und unendlich wichtiger Schritt für Ares, den er mehr als nur begrüßte. Er legte seine freie Hand auf die Ihre, dann drückte er sie kurz und sah Soraya in die grünen Augen. „Wir bekommen ein Kind?“ wiederholte er fragend ihre Worte und hatte absichtlich sie mit einbezogen, obgleich sie nur ein blaublütiges Mittel zum Zweck war, damit er endlich Feuerlord werden konnte… War das Kind geboren, würde Ares anfangen, die sorgfältig platzierten Schachfiguren zum Angriff zu führen und binnen kürzester Zeit all jene Figuren aus dem Weg räumen, die ihm im Weg standen. Die Geburt seines Kindes würde sein Startschuss zum Thron sein, das hatten ihm die Geister schon vor Jahren gesagt. Und natürlich kämpfte sich nun eine zarte Knospe der Freude durch die dicke, belastende Schicht aus schlechter Laune hindurch an die Sonne, um das strenge, düstere Gesicht des Drachens einen Hauch milder zu stimmen. „Wahrlich gute Neuigkeiten, die Geister meinen es gut mit uns“, sagte er und wirkte trotz allem doch recht gefasst und ruhig. Ares neigte sich ein Stück zu ihr herüber, führte eine Hand an ihr weiches Kinn und hauchte ihr einen Kuss auf die vollen Lippen. „Du erhellst meinen Tag, Soraya. Du und unser Kind“, hauchte er und ließ es sich nicht nehmen, die Hand sogleich sanft auf ihren Bauch zu legen. Er spürte da nicht wirklich eine Veränderung, dennoch war es, als läge in der Luft um sie herum mit einem Mal eine gewisse, spirituelle Schwingung, die Ares nicht außer Acht lassen konnte, im Gegenteil. „Ich werde noch heute Takuma darüber informieren. Ab jetzt wirst du dich schonen müssen, auch wenn es dir schwer fällt.“ Ares sorgte sich selbstverständlich um das Wohl seines Kindes. Selbstverständlich würde das bedeuten, dass seine Frau keine waghalsigen Unternehmungen mehr machen würde, bis das Kind sicher und gesund geboren wurde und ganz bestimmt würde sie keinen Moment mehr ungesehen verbringen, immerhin könnte seinem Kind ja etwas zustoßen. größe
erscheinung
◇
rosenprinzessin
15.09.2021, 13:11
„… die Geister meinen es gut mit uns.“
Die großen Augen der Prinzessin waren glänzend auf Ares fixiert, das eben noch vorsichtige Lächeln auf ihren Lippen erhellte sich. Ihr ganzer Körper kribbelte, als er seine Hand an ihr Kinn legte und sie küsste. „Du erhellst meinen Tag, Soraya. Du und unser Kind.“ Er schien nicht nur erfreut – vielmehr wirklich, aufrichtig glücklich über die Neuigkeiten! Ein Stein war Soraya vom Herzen gefallen. Loyaler und freudiger als eh und je sah sie ihren Mann an, legte ihre Hand auf seine an ihrem Bauch und die andere an seine stopplige Wange, um ihm, sich leicht streckend, gleich noch einen Kuss auf die Lippen zu geben. War sie je in ihrem Leben so glücklich gewesen? Nein … nein, nichts in ihren Erinnerungen konnte diesen Moment übertreffen. Nicht im Geringsten. All die Herausforderungen, die sie bis hierhin in den letzten Monaten hatte durchleben müssen, hatten ihr den Weg hierhin geebnet, da war sie sich sicher. Alles hatte plötzlich einen Sinn. Und Raya fühlte sich, als würde ihr inneres noch wärmer leuchten als die Abendsonne am Horizont. „Ich werde heute noch Takuma darüber informieren. Ab jetzt wirst du dich schonen müssen, auch, wenn es dir schwerfällt.“ Eifrig nickte die Rose. „Selbstverständlich“, erwiderte sie lächelnd, „Ich werde alles tun, um unser Kind zu schützen.“ Noch nie hatte sie etwas so sehr gemeint, wie diese Worte. Vielleicht war es das aufgestaute Adrenalin vermischt der Erleichterung und den Hormonen, die sie mit einer solchen Freude für das ungeborene Kind erfüllten. Egal, was es war – es schien ihr, als hätte sich die Welt um sie herum verändert. Und vor allem das Gefühl in ihr drin, das sie nun mit grenzenloser Freude über ihren Zustand erfüllte. „Ich bin so glücklich, Ares“, wisperte sie, das Gesicht ganz nah an seinem; noch immer hing ihr Blick in seinen Augen. „Unser Kind … ich hätte nie gedacht, dass es so ein Gefühl überhaupt in dieser Welt gibt.“ Aufrichtiges Glück. Selten sah man durch die Maske der Rosenprinzessin hindurch, doch für diesem Moment war die gefasste Fassade der sanften Freude gewichen. „Meine ganzen Kleider sind an meinem Bauch bereits zu eng geworden“, lachte sie leise, nachdem sie Ares‘ zweite Hand griff und auch diese an ihren gewölbten Bauch legte. „Oh, und wir können einen Ball zur Verkündigung geben! In ein paar Wochen, wenn mein Bruder mit seinem Gefolge aus dem Erdkönigreich ankommt …“ Ihr Lächeln leuchtete heller als die Rubine, die das Diadem auf ihrem Schopf schmückten. „Unser Kind wird alles verändern. Alles …“ Endlich wand sie den Blick nun ab, etwas verlegen sah sie auf ihre verschränkten Hände. „Verzeih meinen Übermut … ich bin einfach so glücklich … und so froh, dass Shallans Kräuter wirkungslos waren …“ Vorsichtig hob sie den Blick. Jetzt war es raus. Innigst hoffte sie, dass seine Freude der guten Neuigkeiten die mögliche Wut über das heimliche Handeln ihrer Dienstmagd negierten. Sie hatte keine andere Möglichkeit gehabt, es ihm zu verheimlichen war keine Option. „Sie … hat sie ohne mein Wissen in mein Essen getan … sie meinte es gut, wollte mich, also uns beide, dich und mich, schützen vor Verrätern, die es mit einer Schwangerschaft auf uns abzielen würden … Es ist alles gut, Bai meinte, dass das Kind völlig gesund scheint.“ Ein vorsichtiges Lächeln, in der Hoffnung, ihn besonnen zu halten. „Unser Kind…“ herkunft Capital City
stand Königsfamilie - Erde
alter 20 Jahre
gender Weiblich
bändigung Erde
beruf Erdprinzessin
größe 1,66
erscheinung
Jeder, der von der Rosenprinzessin des Erdkönigreichs gehört hat, wird vor allem eines wissen: die Geschichten von ihrer Schönheit sind auf der ganzen Welt bekannt. Die weiche Haut mit den rosigen Wangen scheint immerzu beinahe ätherisch zu schimmern, die vollen Lippen haben die Farbe der süßesten Erdbeeren, die man sich nur vorstellen kann. Ansprechend geschwungene Augen glitzern grün unter vollen, tiefschwarzen Wimpernkränzen hervor, bilden einen herrlichen Kontrast zu dem ebenholzbraunen, wallenden Haar, welches die Prinzessin am liebsten offen und nur in Teilen zurückgeflochten trägt. In sanften Wellen fällt es ihr so bis zur Hüfte. Alles an ihr scheint feingliedrig und elegant, von ihren zarten Gesichtszügen bis zu ihren schmalen Händen. Soraya ist 1,66 Meter groß, hat immerzu eine perfekt aufrechte Körperhaltung und meist ein zartes Lächeln auf den Lippen. Ihr Kleidungsstil ist elfengleich, sie liebt edle Stoffe, filigrane Stickereien und ausladende Ärmel. Ihre beeindruckenden Kleider trägt sie am liebsten in Rosétönen, mittlerweile trifft man sie jedoch häufiger in Rot an. Aufgrund ihrer Position als Erdprinzessin trägt sie immerzu ein Diadem auf ihrem Schopf, wobei sie eine Sammlung mit über 30 dieser femininen Kronen hat. Ein Element, welches immer in ihrem Auftritt vertreten sein muss, ist die Rose: seien es gestickte Blüten auf ihrem Bustier oder eine frisch gepflückte Blumen in ihrem Haar. Seit ihrer Hochzeit mit Ares, dem Roten Drachen, hat sich ihre kleine Tradition um mindestens eine Darstellung eines Drachens erweitert. Der Drache und die Rose - eine wunderschöne Symbolik für die tragische Realität.
gespielt von Elle
(sie/ihre)
◇
Gast
22.09.2021, 20:16
Sie hauchte ihm einen sanften Kuss auf die Lippen, während seine Hand auf ihrem Bauch lag und ihre darüber. Sie war eine wunderschöne Frau und ihre Gesellschaft war ihm nur selten wahrlich ein Dorn im Auge gewesen – und jetzt würde es gewiss noch einen weiteren Grund geben, sie gerne um sich zu haben. Es war immerhin der Bauch, der mit jedem Tag wachsen würde und stärker noch offenbaren würde, dass sie seinen Erben zur Welt bringen würde. Ein Anblick, der Ares stolz machte, noch ehe er zu sehen war. Aber natürlich ging mit dieser lange ersehnten und erwarteten Schwangerschaft auch eine Erwartung einher, die Ares erstmal ganz klar an Soraya stellte. Sie war dafür verantwortlich, dass sie seinen Erben gesund zur Welt brachte. Und um das zu gewährleisten würde Takuma wissen, was wichtig war. Soraya nickte mit einem hörigen Lächeln auf den roten Lippen, während sie sich noch immer ganz nahe waren. Ich will alles tun, um unser Kind zu schützen, sagte sie und Ares nickte zustimmend. Das war gut, genau das erwartete er auch von ihr. Ihre Erleichterung war ihm in seiner eigenen Freude dabei doch relativ entfallen, immerhin hatte er bis zu diesem Augenblick keine Idee gehabt, dass die Schwangerschaft an sich vielleicht gar nicht erst zustande gekommen wäre.
Und die Erleichterung ließ Soraya daraufhin fröhlich und zufrieden über den wachsenden Bauch sprechen, über Kleider, die ihr bereits zu klein waren und über eine Verkündung während eines Balls. Ares nahm die Hand zurück und griff nach seinem Wein, während auch seine düstere Aura ihn langsam aber sicher verlassen hatte, als wäre es allein die großartige Nachricht ihrer Schwangerschaft, die es vollbrach hatte, seine Laune zu mäßigen und genau so war es auch gewesen. Kaum eine andere Nachricht hätte ihn wohl an diesem Nachmittag besser aus dem Zorn geholt, in dem er gefangen gewesen war. „Achja, dein Bruder wird uns ja besuchen… Huh, ja. Ich denke, das wäre ein großartiger Moment, es öffentlich mitzuteilen. Ohnehin sollen die Festlichkeiten alle relevanten Mitglieder des Adels und Militärs einbeziehen. Einen passenderen Rahmen gibt es kaum. Schaffst du es, bis dahin Stillschweigen zu bewahren?“ fragte er und trank sein Glas aus, ehe er sich vor beugte und sich nachschenkte und…gewiss würde Ares das sonst nicht tun, sofern niemand da war, der über seine Qualitäten, als taktvoller Ehemann zu urteilen vermochte, aber dennoch hielt er kurz inne und schenkte auch ihr etwas Wein ein. Ansonsten wohl undenkbar und während sie davon sprach, dass sein Kind wahrlich alles verändern würde, reichte er ihr ihren schick verzierten Kelch. „Wir sollten darauf anstoßen, meinst du nicht, meine Rose?“ fragte er rhetorisch und erwartete unausgesprochen, dass sie ihm sogleich den Kelch aus der Hand nehmen würde. Ares bot selten etwas an und wenn er es tat, dann war es doch mehr als töricht, es abzulehnen. Selbst dann, wenn man gerade verkündet hatte, ihm einen Erben zu schenken. Tatsächlich hatte sich eine Form der erwartungsvollen Freude in dem Feuerbändiger ausgebreitet, die ihn unweigerlich aus dem bodenlosen Tief gezogen und in das warme Licht der Sonne gesetzt hatte. Es war ihm anzusehen, wie sehr er sich zum einen freute, dass sie schwanger war und zum anderen wie ihm die Last darüber auf den Schultern gelegen hatte. Er war bereits Mitte dreißig, ein erfolgreicher Mann des Hochadels mit einem erwähnenswerten Ruf, dem die größten Siegeszüge und Errungenschaften vorhergesagt wurden. Er musste einen Erben zeugen, man erwartete es von ihm. Mehr noch, als von den meisten anderen Männern seiner Nation und so legte sich die schwebend leichte Erleichterung über seine gesamte Haltung, die eine gewisse Entspannung angenommen hatte. Bis… Verzeih meinen Übermut…ich bin einfach so glücklich…und so froh, dass Shallans Kräuter wirkungslos waren… Ares, der gerade wieder den Kelch an seine Lippen geführt hatte, hielt sofort inne und dann zuckte sein Blick zu ihr herüber, wie der eines Reptils, das sein Opfer ausgemacht hatte. Er fixierte sie, der Kelch wurde nicht weiter an seine Lippen geführt, sondern langsam wieder abgesetzt. Sie…hat sie ohne mein Wissen in mein Essen getan…sie meinte es gut, wollte mich, also uns beide, dich und mich, schützen vor Verrätern… Fort war sie, die erleichterte Stimmung. Fort war der Moment der rosig-blumigen Leichtigkeit und heran nahte der grauenhafte Schauer des brennenden Zorns. Dieses verdammte Dienstgesindel! Shallen, die minderwertige Hure, die er Soraya als Mitbringsel gestattet hatte, mitzubringen, hatte der Prinzessin Kräuter verabreicht? Ares wusste nur von einer Art Kräutern, die im Zusammenhang mit einer Schwangerschaft standen und diese verhinderten, dass eine Frau ein Kind unter ihrem Herzen tragen würde. Sie begünstigten es nicht und genau das war in Ares Augen ein Verrat, der ihm einen allzu bekannten Zorn in die Adern trieb, der deutlich sichtbar durch seine Augen funkelte und dennoch seine Haltung nur bedingt einzunehmen vermochte, während seine naive, dumme Frau ohne Punkt und Komma quasselte. Es ist alles gut, Bai meinte, dass das Kind völlig gesund scheint… Unser Kind… Leicht kniff der General die Augen zusammen und war sich einmal mehr sicher, dass sie nicht in der Lage war, Lügen und Geheimnisse für sich zu behalten, sie polterten aus ihr heraus, wenn sie die Angst vor Schmerzen einnahm oder das Brennen zwischen ihren Schenkeln sie reumütig um Vergebung betteln ließ… „Unser Kind…“ echote er ihre Worte, weil sie in seinen Ohren doch fast schon nach dem schlimmsten aller Fälle klangen. War es nicht sein Erbe? Einen Moment lang zog eine trügerische Stille ein, die aufgeladen schien, während klar war, dass etwas Ares doch sehr missfiel und ihm wurden dafür durchaus drei gute Gründe genannt, und dennoch kam es nicht zum Donnerwetter. Er atmete langsam und tief ein, trank den Wein aus und ließ den Kelch geräuschvoll auf den Tisch krachen, ehe er von ihr abwandte und dem Essen zu, das auf seinem Teller bereits gelegen hatte. „Wie lange…?“ fragte er und sah sie nicht an, strafte sie mit der Ungewissheit über seine Meinung zu allem. „Wie lange hast du schon von Shallans Kräutern gewusst?“ konkretisierte er und fragte sich, ob sie wirklich so leichtgläubig gewesen war zu glauben, dass eine saloppe Erwähnung nebenbei keine Konsequenzen für ihre Erdschlampe nach sich ziehen würde. Man verhindert keine Schwangerschaft, wenn genau diese das einzige ist, was einer Ehe ihren Zweck gibt. Shallan war ein einfaches Bauernweib in Ares Augen, völlig gleich, welcher Herkunft das dumme Weibsbild war, sie hatte ganz bestimmt ihre Freundin vor dem beschützen wollen, was absolut notwendig ist und damit war sie eine Verräterin. Und wie sehr Ares Verrat hasste, war sogar über die Grenzen der Feuernation hinaus bekannt. größe
erscheinung
◇
rosenprinzessin
22.11.2021, 22:21
« Tränen der Sorge glänzten in ihren Augen, bettelnd sah sie ihren Ehemann an, als sie vorsichtig ihre Finger an seinen Arm legte. „Bitte, Ares, sieh meine Aufrichtigkeit, sieh meine Loyalität für dich, die nichts in dieser Welt bedrohen könnte. Ich bin dir ergeben. Ich bin deine Frau, Ares.“ »
Es erfüllte die Prinzessin mit einer unvergleichlichen Freude, wärmte ihr Innerstes wohlig auf, zu sehen, wie die schwere Düsterheit mit ihren Neuigkeiten nach und nach von Ares abfiel. Kürzlich schien er nach seiner Arbeit übler gelaunt, als es sonst der Fall war – Soraya wusste nicht, was es genau war, das offensichtlich so viel mehr Lasten auf seine Schultern lud, doch sie war es nichtsdestotrotz, die mit den Folgen umzugehen hatte. Ein verstimmter Drache führte entweder zu bitterer Einsamkeit und Ignoranz oder zu ausschlagender Gewalt, und beides war nur schwer zu ertragen für die zarte Rose. Umso mehr fühlte es sich nun an, als würde ein schwerer Stein von ihrem Herzen und ihren Lungen gestemmt, während die von der warmen Abendsonne illuminierten Gesichtszüge ihres Gatten von eiserner Härte zu einer neuartigen Leichtheit wandelten.In ihrem Gespräch ging es nun um den Besuch Ishars und seinem Hofgefolge, das zugleich eine großartige Gelegenheit zur Verkündung der großen Neuigkeiten bieten würde. „Schaffst du es, bis dahin Stillschweigen zu bewahren?“, fragte Ares sie also, während er großzügiger als sonst zum Wein griff – für Soraya ein weiteres Anzeichen seiner neugefundenen Erleichterung. Breit grinste sie, wobei sie sich leicht auf die Unterlippe biss, als müsse sie ihren Körper davon zurückhalten, vollkommen in unbändiger Freude aufzugehen. „Es wird sicherlich eine Herausforderung sein!“, erwiderte sie, „Vor dir konnte ich es nicht einen einzigen Moment zurückhalten“ Ihre Augen glänzten im Licht, als sie leise lachte. Dann fuhr sie mit Ernsthaftigkeit in ihrer Stimme fort: „Doch nein, kein Wort wird zuvor über meine Lippen kommen. So sehr ich es auch in die Nation hinausrufen will – bis dahin wird es unser Geheimnis sein.“ Auch das war ein Zustand, auf den sie sich zugegebenermaßen freute. Ein glückliches Geheimnis, nur zwischen ihrem Ehemann und ihr, von dem niemand sonst zuvor erfahren würde … das Kind unter ihrem Herzen verband sie schon von diesem Moment so eng wie es nichts anderes konnte. Und wie sehr es Ares‘ Herz unmittelbar für sie zu erwärmen schien, zeigte sich sogleich, als er selbst ihr Wein in den goldenen Kelch einschenkte und ihn ihr reichte. Mit großen Augen betrachtete sie die Geste – denn Ares war für gewöhnlich sicherlich der letzte, der einem anderen einen solchen Dienst erweisen würde, wie ihn sonst nur Bedienstete erbrachten. Aber jetzt gerade tat er es … für sie. „Wir sollten darauf anstoßen, meinst du nicht, meine Rose?“ Ein Gefühl, dass sie nur als Liebe benennen könnte, erfüllte ihre Brust und ließ ihren Blick leuchten, als Soraya den Kelch entgegen genommen hatte und ihrem Mann in die Augen sah. In vollkommener Erfüllung hob sie ihre Hand zum Prost und fühlte pures Glück in jeder Faser ihres Körpers, als sie von dem Wein trank, der ihr süßer als der Nektar der höchsten Geister vorkam. Vermutlich war es dieser Übermut, belebt vom leuchtenden Glück, der die nächsten Worte über ihre Lippen getrieben hatte. Sie hatte es aussprechen müssen, egal wie. Doch ihre Hoffnung, die Freude des Moments und dieses Versprechen der rosigen Zukunft würde das Feuer des Drachen verhindern, schien sich kurz darauf schon als naives Wunschdenken zu entpuppen. Die Atmosphäre schlug um, noch während die Prinzessin sprach. So sehr sie auch versuchte, an dem plötzlich so zerbrechlich schimmernde Glück festzuhalten – Ares Mine wurde düsterer und düsterer. Das Lächeln auf ihren Lippen erstarb langsam aber sicher, während der Kelch in ihren Händen herabsank. „Unser Kind …“ Seine Stimme war ruhig, doch nicht entspannt; ihr Ton glich dem leisen Brodeln, dass sie bei einem Besuch der Vulkanlandschaften erhört hatte, kurz bevor der Ausflug abrupt abgebrochen und sie in Sicherheit gebracht wurden waren, da der Vulkan nur wenige Minuten später den Boden und alles, was darauf war, mit glühender Lava versengt hatte. Sorayas zarte Finger zitterten, als sie den Kelch langsam neben sich abstellte. Sie zitterten auch noch, als sie sie geradezu unbewusst, instinktiv über ihren Bauch legte, wusste sie doch nur zu gut, worin diese Situation zu enden drohte. Während es zwischen ihnen todesstill war, wandelte sich die Freude in ihrem Blut mehr und mehr zu Furcht. Das eine ebenso bestärkt von Adrenalin wie das andere, doch wo sie sich eben noch um Ares Hals werfen wollte, schrie der gleiche Körper ihr nun zu, vor ihm zu flüchten. Unbewegt blieb sie sitzen, den Blick devot abgewandt, wie ein Hund, der mit eingezogener Rute die Züchtigung seines Herren erwartete. Aber dazu kam es nicht … noch nicht. Keine Hand wurde gegen sie erhoben, kein Gebrüll durchriss die angespannte Stille. Stattdessen nur leises Schlucken, als der General von seinem Wein trank. Bis … KRACH! Stark zuckte Soraya zusammen, ihre Arme legten sich enger um ihren Bauch, als Ares seinen Kelch auf den Tisch neben ihr donnerte. Die grünen Augen weit aufgerissen sah sie ihren Mann an, darauf gewappnet, nun doch eine gehobene Hand zu erblicken. „Wie lange…?“ Sein Gesicht hatte er fortgewandt, hin zum gefüllten Teller vor sich. Unsicherheit war pures Gift, zusammen mit der Erfahrung, die sie bereits in dieser Ehe hatte sammeln müssen. „Wie lange hast du schon von Shallans Kräutern gewusst?“ Soraya schluckte. Eigentlich gab es keinen Grund, Furcht zu verspüren – schließlich gab es nichts, was sie selbst getan hatte, kein Fehlverhalten, welches sie sich hatte zuschulden kommen lassen. Aber wann hatte es für den Drachen schon wirklich einen konkreten Grund gebraucht, um Strafe auszuteilen? Auch das wusste sie mittlerweile: Ares bestrafte so großzügig, wie er entlohnte, und beides teilte er aus, wie er es für richtig empfand. Bisweilen hatte sie ein gutes Bild davon erarbeiten können, was „richtig“ für ihn bedingte, doch es gab immer wieder neue Facetten, die das Portrait weiter, tiefer, blutiger in ihrem Bewusstsein ausritzten. Also wandelte sie mit Vorsicht, mit alles einnehmender Achtung, auf dem schmalen Pfad, den dieses Bild bisher ergeben hatte – jederzeit der Möglichkeit ausgesetzt, mit ihren wohlgewählten Schritten trotzdem in eine versteckte Falle zu treten; und Ares Fallen schnitten tief. Nichtsdestotrotz musste sie ihm zeigen, dass sie unschuldig war. Dass sie alles genau so getan hatte, wie er es sicherlich von ihr verlangt hätte. Ihre Stimme war ruhig und doch sicher in ihrer Wahrheit, als sie sprach. „Vor wenigen Stunden.“ Die Prinzessin sah ihn aufrichtig an, egal, ob er sie mit seinem Blick würdigte oder nicht. „Ich habe es erst vorhin erfahren, kurz nachdem wir die Bestätigung meiner Schwangerschaft von Bai erhielten. Danach hat es mir Shallan hier im Anwesen gebeichtet, als wir allein waren. Es war vor etwa zwei Monaten, nach dem erneuten Angriff auf mich durch die Nationsfeinde. Seitdem hat sie die Kräuter immer wieder in mein Essen gemischt – bis dann mein letztes Bluten ausblieb.“ Es brachte nichts, die Situation fälschlich zu beschönigen. Shallan hatte getan, was sie getan hatte. Sie hatte gewusst, dass Soraya sie nicht beschützen konnte, wenn es rauskam (und in diesem Anwesen kann alles heraus, egal, wie verborgen man es geglaubt hatte). So sehr die Rose es auch nicht wahrhaben wollte … ihre Zofe hatte es willentlich getan, und mochte der Grund auch von Liebe bewegt gewesen sein, war ihr Handeln nicht minder ein Verrat an der ganzen Nation. Die Prinzessin hasste sie dafür nicht, wusste sie doch tief in sich drin, dass ihre einzige treue Freundin ihr nicht hatte schaden wollen. Und sie hatte ihr auch nicht geschadet! Es war töricht gewesen, leichtsinnig, übergriffig, gefährlich … aber motiviert von Hingabe, wenn sie Shallans Erklärung glauben konnte. Doch nun war es an Ares, Glauben zu schenken; und er war ein misstrauischer, unvergebender Mann. „Zu keinem Zeitpunkt habe ich von ihrem Begehren oder ihren Taten gewusst, niemals, in keiner Weise; nicht einmal eine Vorahnung.“ Verzweiflung zeichnete sich in Sorayas Gesicht ab, als sie die Brauen nach oben zusammenzog und sich nach vorn lehnte, sodass Ares sie ansah. „Ich würde dich niemals anlügen, Ares, oder dir auch nur etwas verheimlichen. Darum habe ich es dir jetzt gesagt, ohne Umschweife, egal, wie aufreibend es auch ist, egal, wie düster auch das Licht, welches es nun auf diesen Moment puren Glückes wirft. Dass ich so ruhig, so gesammelt war in meinem Bericht hängt ausschließlich daran, dass sie nicht erfolgreich war. Dass es unserem Kind gut geht. Dass ich unser Kind mit Ruhe weiter schützen muss.“ Die Prinzessin hielt inne. Aus voller Inbrunst, voller Leidenschaft hatte sie ihre Worte gesprochen. Tränen der Sorge glänzten in ihren Augen, bettelnd sah sie ihren Ehemann an, als sie vorsichtig ihre Finger an seinen Arm legte. „Bitte, Ares, sieh meine Aufrichtigkeit, sieh meine Loyalität für dich, die nichts in dieser Welt bedrohen könnte. Ich bin dir ergeben. Ich bin deine Frau, Ares.“ Eine einzelne Träne rann über ihre roten Wangen, Herz und Seele schienen in ihren Worten zu sprechen. Sie meinte, was sie sagte. Vollkommen. „Ich liebe dich, mit jeder Faser meines Wesens, und so liebe ich jetzt auch unser Kind. Keinen von euch beiden würde ich jemals geschadet wissen wollen. Lieber würde ich sterben und sterben will ich, wenn ich dir die Unwahrheit erzähle.“ herkunft Capital City
stand Königsfamilie - Erde
alter 20 Jahre
gender Weiblich
bändigung Erde
beruf Erdprinzessin
größe 1,66
erscheinung
Jeder, der von der Rosenprinzessin des Erdkönigreichs gehört hat, wird vor allem eines wissen: die Geschichten von ihrer Schönheit sind auf der ganzen Welt bekannt. Die weiche Haut mit den rosigen Wangen scheint immerzu beinahe ätherisch zu schimmern, die vollen Lippen haben die Farbe der süßesten Erdbeeren, die man sich nur vorstellen kann. Ansprechend geschwungene Augen glitzern grün unter vollen, tiefschwarzen Wimpernkränzen hervor, bilden einen herrlichen Kontrast zu dem ebenholzbraunen, wallenden Haar, welches die Prinzessin am liebsten offen und nur in Teilen zurückgeflochten trägt. In sanften Wellen fällt es ihr so bis zur Hüfte. Alles an ihr scheint feingliedrig und elegant, von ihren zarten Gesichtszügen bis zu ihren schmalen Händen. Soraya ist 1,66 Meter groß, hat immerzu eine perfekt aufrechte Körperhaltung und meist ein zartes Lächeln auf den Lippen. Ihr Kleidungsstil ist elfengleich, sie liebt edle Stoffe, filigrane Stickereien und ausladende Ärmel. Ihre beeindruckenden Kleider trägt sie am liebsten in Rosétönen, mittlerweile trifft man sie jedoch häufiger in Rot an. Aufgrund ihrer Position als Erdprinzessin trägt sie immerzu ein Diadem auf ihrem Schopf, wobei sie eine Sammlung mit über 30 dieser femininen Kronen hat. Ein Element, welches immer in ihrem Auftritt vertreten sein muss, ist die Rose: seien es gestickte Blüten auf ihrem Bustier oder eine frisch gepflückte Blumen in ihrem Haar. Seit ihrer Hochzeit mit Ares, dem Roten Drachen, hat sich ihre kleine Tradition um mindestens eine Darstellung eines Drachens erweitert. Der Drache und die Rose - eine wunderschöne Symbolik für die tragische Realität.
gespielt von Elle
(sie/ihre)
◇
Gast
22.11.2021, 23:46
« Selten hatte er ein Gesicht so roh und ehrlich gesehen, ohne es vorher blutig geschlagen zu haben. »
1. Shallan hatte wahrscheinlich Verhütungskräuter in Sorayas Essen gemischt. Etwas, zu dem die Schlampe kein Recht gehabt hatte. Über Sorayas Körper verfügte einzig und allein Ares und der war ganz klar gegen das Ausbleiben eines Erben.2. Soraya sprach von einem gemeinsamen Kind. Etwas, das Ares nicht ansprechen würde, was ihm aber zweifellos missfiel, weil sie in seinen Augen nur die Gebärmutter war, die seinen Erben für sein Imperium zur Welt brachte. 3. Sie war zuerst zu Bai gegangen. Ein Arzt, ja. Aber der erste Weg seiner Frau in jeglichen Angelegenheiten führte nicht zu irgendeinem Nichtbändiger-Arzt, sondern zu ihrem Ehemann. Ares verfügte über sie und kein aufgeblasener Gelehrter. Und obwohl Ares genau diese drei Punkte noch in dem Moment, in welchem sie ausgesprochen waren, jede Gelassenheit austrieben, fuhr er nicht aus der Haut, wie es durchaus denkbar und möglich gewesen wäre. Ares übte sich selten in Zurückhaltung und wenn er das tat, dann bedeutete es nicht, dass sein Temperament sich in Luft auflöste, sondern dass der Ausbruch sich nur um ein Weilchen nach hinten verzögerte. Und je länger er herausgezögert wurde, desto schlimmer wurde er. Ares störte das nicht, nein, kein bisschen. Er erfreute sich stets an der Furcht und dem Betteln seiner Untergebenen und auch jener, die ihm nicht per se unterstellt waren, aber im Schatten seiner Wut einknickten, wie Wildblumen im Wind. Soraya war eine Rose, der er die Dornen gezogen hatte und der er spielend leicht die schöne, gefasste Fassade entreißen konnte, die sie aufsetzte, wann immer sie stolz lächelnd durch sein Anwesen spazierte. Dass er das jetzt tat, hatte sie provoziert. Weil sie dumm gewesen war und doch hatte sie ihm eine Nachricht überbracht, die noch immer in seinem Inneren rumorte. Sie war schwanger. Sie war hier und jetzt schwanger. Sie mochte zuerst zu Bai gelaufen sein, wie ein verletzter Köter, aber dennoch würde er Vater werden. Sie brachte ihm in diesem Moment mehr, als es sonst jemand in letzter Zeit getan hatte und das, obwohl sie so offensichtlich schlecht erzogen war und glaubte, ihren Verstand für die richtigen Gedankengänge benutzt zu haben. Ares Wut war unverkennbar, nicht zu übersehen und stets wie ein Sturm aus Flammen und brennender Gewalt. Er war nicht gütig und doch blieb er ruhig. Um seines Kindes Willen, das könnte man sich einbilden und einreden, wenn man glaubte, dass Ares stets Herr über seine Wut war, aber das stimmte nicht. Er hatte nur seinen Kelch abgestellt und sie zuckte schon zusammen, als holte er zum Schlag in ihr schönes Gesicht aus. Nichts, was nicht bereits vorgekommen wäre… und doch blieb ihr Antlitz unversehrt. Erst seit wenigen Stunden wusste sie von dem hinterhältigen Verrat ihrer Zofe. Das sprach für sie. Ares ließ sie antworten und lauschte ihren Worten, die von einem unüberhörbaren Flehen untermalt waren, dass er ihr doch bitte nicht böse gesinnt sein würde. Sie wollte sich mit ihm gut stellen, sie bettelte förmlich darum, wie sie sich um Kopf und Kragen redete und all ihr Talent in die aufrichtige, hingebungsvolle Stimme legte. Sie hatte ihre Blutung nicht bekommen, Shallan hatte gestanden und dann war sie zu Bai gegangen. Vor wenigen Stunden. Ares konnte das Gesicht seines Cousins vor Augen sehen und auch wenn er ihm aus Reflex gerne ins Gesicht geschlagen hätte, wäre es schon ausreichend gewesen, seinem Ausdruck zu begegnen. Ein mitfühlender, elendiger Ausdruck der Erkenntnis. Zumindest stellte Ares sich das so vor und sofern er seinen verweichlichten Cousin richtig einschätzte, dann war der Ältere bis heute noch voll des Neids. Da stand er nicht alleine dar, Ares war ein gutes Beispiel für jemanden, den Männer jedes Standes beneideten und doch unterschied Bai etwas von ihnen: Er war ein Verwandter. Einer, der nicht mit Herz und Seele hinter Ares stand und in seiner Unzulänglichkeit versauerte… Soraya war bei ihm gewesen. Vor wenigen Stunden. Ares saß da, leicht nach vorn gebeugt und brach die Keule im Gelenk auseinander, die auf seinem Teller gelegen hatte. Nichts an seiner düsteren Ausstrahlung hatte sich verflüchtigt, nichts davon war gewichen. Noch immer sah er sie nicht an. Absichtlich. Und doch hörte er ihre Verzweiflung, ihr Betteln und Lechzen nach seiner Vergebung in ihrer Stimme, als sie beteuerte, nichts von Shallans Widerwärtigkeit gewusst zu haben. Ob er ihr das glaubte? Ares teilte es ihr nicht mit, ließ sie in der dunklen Höhle weiter tappen, in der ihre Stimme von den Wänden zurück hallte und der einzige Trost und Anhaltspunkt blieb, der ihr eine Richtung weisen wollte. Ares schwieg, ihre Finger berührten sanft seinen Arm, während sie sich weiter mit Worten verteidigte und rechtfertigte, die sich überschlugen vor Hingabe und Verzweiflung. Wie ein frisch geborenes Schafsgnu, das gerade das Laufen gelernt hatte und mit den viel zu langen Beinen vor einem Säbelzahnelch davonrannte, aber keine zehn Meter weit kam, ehe es über die eigenen Gliedmaßen stolperte und starb. Soraya winselnd neben sich zu wissen, war etwas, das Ares mit einer tiefen Genugtuung erfüllte, die ihn milder, aber nicht weniger entschlossen stimmte. Bitte, Ares, sieh meine Aufrichtigkeit, sieh meine Loyalität für dich…Ich bin dir ergeben. Ich bin deine Frau, Ares… Oh, sie legte sich ins Zeug und sie machte ihre Sache gut. Verdammt gut. Gut genug, dass Ares nach ihrem Versprechen das Fleisch auf den Teller zurückfallen ließ und kurz durchatmete, die Zähne aufeinander presste und endlich, endlich zu ihr herübersah. Selten hatte er ein Gesicht so roh und ehrlich gesehen, ohne es vorher blutig geschlagen zu haben. Eine Träne rann über ihre blasse Wange und tropfte zu Boden. Langsam und wortlos hob er die linke Hand und führte sie sanft an ihren Kiefer, strich mit dem Daumen Kinn und Wange, während er ihr in die exotischen, grünen Augen sah. Soraya war ihm hörig, daran bestand kein Zweifel. Sie war nicht unbedingt dumm, das stand auch fest. Aber sie war zweifellos jung und unerfahren. Völlig egal, wie gut sie darin sein mochte, das Gesindel von A nach B zu scheuchen, sie war und blieb eine Frau von jungen 18 Jahren. „Ich weiß, dass du mir treu ergeben bist“ sagte er und ein klein wenig klarte dabei seine finstere Miene auf, als würde sich langsam aber sicher der graue, wolkenbehangene Himmel lichten. „Und so bin ich auch dir verpflichtet. Du bist meine Frau, ich bin dein Mann. Ich werde tun, was in meiner Macht steht, um jedes Unrecht zu sühnen, das dir widerfährt. Das ist meine Aufgabe.“ Worte lagen Ares besonders dann, wenn er ein tiefergehendes Ziel damit verfolgte. Und Soraya wurde in seinen Händen zu Butter, wenn er sie in ein richtiges Maß aus Fürsorge und Demonstration von Macht verwickelte. Er sah ihr noch immer in die leicht glasigen Augen und lehnte sich dann etwas zu ihr vor, zog sie zugleich näher zu sich, bis sich ihre Lippen berührten. Sie war seine Frau, sein Eigentum und ob es ihm nun gefiel oder nicht, die Ehe hatte sie beide in eine Pflicht gezogen. Eine Pflicht, die ihn bereits dazu gebracht hatte, mehrere Menschen zu Tode zu foltern, weil sie ihm hatten offenbaren sollen, wer ein Attentat auf sie in die Wege geleitet haben könnte. Eine Pflicht, die ihn dazu gebracht hatte, einen seiner Soldaten nur wenige Meter von hier entfernt lebendig zu verbrennen, weil er die Schuld für das Auftauchen einer Chimäre auf sich genommen hatte. Zu glauben, Ares würde es ungestraft lassen, was Shallan angerichtet hatte, war weit mehr, als einfach nur naiv. Und doch klangen seine Worte noch warm und entschlossen nach, als der sanfte Kuss sich löste und Ares sich dem Essen wieder zuwendete. Er aß weiterhin ungewöhnlich freizügig, wie er es eher an der Front getan hatte, weil auf Tischmanieren und Anstand zwischen Leichenteilen und verbrannten Häusern kein Wert gelegt wurde. Die sanfte Stimmung schien nicht real zu sein, wurde noch immer überschattet von der sonderbar präsenten Wut des Drachen über das wertlose Bastardweib, das unter seinem Dach wohnte, wie ein undankbarer Parasit. „Um deinetwillen, weil ich weiß, was sie dir bedeutet, werde ich sie am Leben lassen.“ Wäre Soraya zu ihm gekommen und hätte ihm nicht im selben Atemzug ihre Schwangerschaft mitgeteilt, wäre Shallan heute Abend gestorben. Aber ihre List hatte den Willen der Geister nicht brechen können und so war das Kind unter Sorayas Herzen bereits jetzt von Zeichen und einem schwerwiegenden Schicksal gezeichnet. größe
erscheinung
◇
rosenprinzessin
04.12.2021, 03:46
Endlich sah er sie an. Und obwohl seine Augen auf gewisse Weise undurchdringbar schienen, zeigten sie nicht die brennende Wut, den flammenden Hass, den Soraya erwartet hatte. Und irgendwo darin meinte sie sogar, eine Art der Zärtlichkeit deuten zu können – umso mehr, als seine Finger so sanft über ihre Wange strichen. Ein leises, sachtes Schluchzen entwich ihrer Kehle bei der Wärme seiner Berührung, die keine Gewalt, sondern Liebe zu beinhalten schien. Die Erleichterung des Leids in ihrem Innern drückte sich in den leicht zusammengezogenen Brauen aus, während sie sich an Ares‘ Hand schmiegte. So verzehrend nach der Bestätigung und Zuneigung dieses Mannes, wie eine Wanderin der Si Wong Wüste, die völlig ausgetrocknet endlich die rettende Wasserquelle fand. „Ich weiß, dass du mir treu ergeben bist.“ Die Prinzessin blinzelte, ihr Blick hing so hingebungsvoll auf dem Gesicht des Drachen. Ein paar letzte Tränen perlten von ihren langen Wimpern hinab auf ihre Wangenknochen. Ihre Seele blühte auf in der Absolution seiner Worte. „Und so bin ich auch dir verpflichtet. Du bist meine Frau, ich bin dein Mann. Ich werde tun, was in meiner Macht steht, um jedes Unrecht zu sühnen, das dir widerfährt. Das ist meine Aufgabe.“ Süßer als der edelste Sinamhonig, zarter als die feinsten Harfentöne – es war ein glorreiches Gefühl. Er war der erste Mensch, der ihr jemals wahrlich das Gefühl von Wichtigkeit um ihrer selbst willen gab. Er stand auf ihrer Seite, und ihrer allein, nicht für ihren Vater oder ihre Brüder, sondern nur für sie. Immer, wenn Ares seine Treue für sie und ihre Wichtigkeit für ihn aussprach, war es, als würde er flüssiges Gold in ihre Seele träufeln, Gold, aus dem ganze Bäume des Glücks in ihrem Innern erwuchsen und die Wurzeln und Äste durch ihren gesamten Körper ausbreiteten. So eindeutig gab er Soraya das, wonach sie sich in ihrer gesamten Existenz immer gelechzt hatte. Und eine selige Dankbarkeit für ihn und die Geister, die sie zusammenbestimmt hatten, erfüllte sie. Herrlich war der zuckersüß-saftige Granatapfel nach dem quälenden Hunger.
Und als der General seine Prinzessin dann auch noch zu sacht zu sich zog, um ihre Lippen mit seinen zu küssen, war es, als würde dem Herzen in ihrer Brust aus Ketten Flügel wachsen. Und es flatterte und frohlockte durch die goldenen Wurzeln und Äste, trieb ihren Kopf in schwindlige Höhen, in denen das Fallen gar keine Option zu sein schien. Rayas Finger lagen noch immer an Ares Arm, strichen nun zärtlich über seinen Unterarm, ehe sie sich an ihm festhielten. Wärmer als die Sommertage, die sie erwarteten, war das sachte Lächeln, mit dem sie ihren Gatten bedachte, als er den Kuss löste. Sie nahm daraufhin einen Schluck von ihrem Wein, den Blick in ergebener Stille auf ihren bescheiden gefüllten Teller gerichtet, während Ares weiter aß. „Um deinetwillen, wie ich weiß, was sie dir bedeutet, werde ich sie am Leben lassen.“ Rasch wand sie ihr Antlitz wieder zur Seite, ihre geweiteten Augen fanden sein Gesicht. Sie konnte kaum glauben, was ihre Ohren vernommen hatten. Natürlich hatte sie darauf gehofft, dass er für Shallan Gnade walten lassen würde, doch dass es tatsächlich so kommen würde, insbesondere nach der Rage, die er vor wenigen Momenten noch gezeigt hatte … Die Rose fiel ihm um den Hals. Tatsächlich, aufrichtig, übermannt von der puren Freude, die sie nun in purster und vollkommenster Form erfüllte. Ihre Hände warfen sich quasi von selbst um seinen Nacken, ihr Oberkörper schien von sich aus auf seinem zu landen – und schon lagen sie auf der weichen, goldenen Decke, die unter ihren Zabutons ausgebreitet war. Ein paar Strähnen lösten sich dabei aus der kunstvoll arrangierten Frisur, die das Gesicht der Prinzessin umrahmten, während sie über Ares lehnte und die Abendsonne sie von hinten erwärmte. Vielleicht waren es die Hormone der Schwangerschaft, die munter ihrem Geist zu neuen Höhen verhalfen, oder schlicht und ergreifend das Gefühl wahrer, aufrichtiger Liebe, das sie vor ihrem Gatten niemals kannte und in diesem Moment zum ersten Mal in seiner vollen Wahrhaftigkeit erfuhr. Egal, was es war – Soraya strahlte wie nie zuvor in ihrem Leben, während ihr Gesicht ganz nah über Ares‘ war und ihr Blick auf seinen Augen haftete. „Ich danke dir, mein Liebster, danke, mit all meinem Herzen“ Und bevor sie der wundersame Mut des überschwänglichen Glücks wieder verlassen konnte, hauchte sie: „Ich liebe Dich, Ares, mein wunderbarer, alle übertrumpfender Drache … ich liebe Dich mit all meinem Herzen, mehr, als ich es mir jemals hätte erträumen können.“ herkunft Capital City
stand Königsfamilie - Erde
alter 20 Jahre
gender Weiblich
bändigung Erde
beruf Erdprinzessin
größe 1,66
erscheinung
Jeder, der von der Rosenprinzessin des Erdkönigreichs gehört hat, wird vor allem eines wissen: die Geschichten von ihrer Schönheit sind auf der ganzen Welt bekannt. Die weiche Haut mit den rosigen Wangen scheint immerzu beinahe ätherisch zu schimmern, die vollen Lippen haben die Farbe der süßesten Erdbeeren, die man sich nur vorstellen kann. Ansprechend geschwungene Augen glitzern grün unter vollen, tiefschwarzen Wimpernkränzen hervor, bilden einen herrlichen Kontrast zu dem ebenholzbraunen, wallenden Haar, welches die Prinzessin am liebsten offen und nur in Teilen zurückgeflochten trägt. In sanften Wellen fällt es ihr so bis zur Hüfte. Alles an ihr scheint feingliedrig und elegant, von ihren zarten Gesichtszügen bis zu ihren schmalen Händen. Soraya ist 1,66 Meter groß, hat immerzu eine perfekt aufrechte Körperhaltung und meist ein zartes Lächeln auf den Lippen. Ihr Kleidungsstil ist elfengleich, sie liebt edle Stoffe, filigrane Stickereien und ausladende Ärmel. Ihre beeindruckenden Kleider trägt sie am liebsten in Rosétönen, mittlerweile trifft man sie jedoch häufiger in Rot an. Aufgrund ihrer Position als Erdprinzessin trägt sie immerzu ein Diadem auf ihrem Schopf, wobei sie eine Sammlung mit über 30 dieser femininen Kronen hat. Ein Element, welches immer in ihrem Auftritt vertreten sein muss, ist die Rose: seien es gestickte Blüten auf ihrem Bustier oder eine frisch gepflückte Blumen in ihrem Haar. Seit ihrer Hochzeit mit Ares, dem Roten Drachen, hat sich ihre kleine Tradition um mindestens eine Darstellung eines Drachens erweitert. Der Drache und die Rose - eine wunderschöne Symbolik für die tragische Realität.
gespielt von Elle
(sie/ihre)
◇
Gast
09.12.2021, 22:02
Es war nicht schwer, jemandem eine Lüge für bare Münze aufzutischen, wenn man selbst davon überzeugt war. Nicht unbedingt davon überzeugt, dass die Lüge die Wahrheit war, sondern davon, dass man sie ohne Fehler und ohne Misstrauen zu erwecken vortrug. Ares hatte mit Sicherheit inzwischen etwas für Soraya übrig, das er nicht wirklich zu greifen vermochte und dennoch war die romantische, blumige und herzerwärmende Liebe, von der die junge Frau träumte und nach der sie sich verzehrte, nicht echt. Nicht von seiner Seite jedenfalls, denn Ares war nicht in sie verliebt. Er sah sich manchmal in einem komischen, absurden Bann, weil er ihrer Schönheit und Eleganz erlegen war, wie es wohl jedem Mann passierte, der eine schöne Prinzessin vor sich hatte, die sich lustvoll und freizügig an ihn schmiegte. Aber Liebe? Eine romantische Liebe, die ihn dazu brachte, ihr Briefe von der Front zu schreiben und für sie zu überleben? Liebe, die ihm Sehnsucht einpflanzte in sein glühendes Herz und ihn wieder aufstehen ließ, wenn er glaubte, nicht weiter gehen zu können? Nein. Eine solche Liebe empfand er nur für sich selbst und die Macht, nach der er schon sein Leben lang strebte. Soraya war etwas Besonderes geworden und hatte sich ohne dass er das zuvor erwartet hätte, anders entwickelt, als gedacht. Sie war auf ihre Art und Weise wichtiger geworden, auch für ihn und das nicht nur wegen ihrer offensichtlich vorhandenen Fähigkeit, einen Erben empfangen und austragen zu können. Was Soraya, die Rosenprinzessin und Tochter des feigen Erdkönigs Ken-Shou aber vor allen Dingen war, war spielend leicht zubeeinflussen.
Schon bevor er sie kennengelernt hatte, während er nur über die weite Distanz Nachforschungen über ihre Person angestellt hatte, wurde ihm klar, dass sie nach nichts mehr strebte, als nach der Aufmerksamkeit ihres Vaters. Ares war gut darin, die Menschen zu lesen und ihre Schwachpunkte aufzudecken. Und Soraya hatte es ihm von Anfang an sehr leicht gemacht damit, dass sie von dem feigen König mit einer kalten Schulter und Ignoranz gestraft worden war. Die Himitsu war letztlich nicht von Grund auf für unnütz zu befinden, sie hatte Ares Informationen geliefert, die der Nation dienen würden, weil sie es ihm leichter machten, den Frieden, den Zosin immerhin wollte, aufrecht zu erhalten. Und Soraya nun einen Mann zu präsentieren, der ihr mit vollkommenem Ernst erklärte, dass er es für seine Aufgabe befand, ja sogar für seine heilige Pflicht durch den Bund der Ehe, sich für sie einzusetzen und für sie zu sorgen, war für Ares ein Kinderspiel. Sie würde ihm einen Sohn schenken, einen Sohn von edelstem Blut und mit seinem Feuer im Herzen. Einen Sohn, der allein durch sein Blut so viel Macht innehatte, dass jede andere Nation vor ihm zitternd auf die Knie fiel, noch ehe das Kind laufen gelernt hatte. Ja, da war sich Ares sicher. Also war seine geliebte Frau in diesem Moment schützenswerter, als jemals zuvor. Um Ares Kindes Willen. Ares konnte in ihrem Blick sehen, wie unfassbar sie sich nach diesen Worten sehnte, wie sie sich danach verzehrte und sich darüber freute. Dieser Augenblick, die Berührung, die Sonne, die durch das Blätterdach auf ihre Körper schien und Schatten über sie tanzen ließ, der Duft von Rosen, Glut und gegrilltem Fleisch, der zur Ruhe gezwungene Zorn in Ares Gesicht und dessen friedvolle Erleichterung darüber, dass er einen Erben bekommen würde…all das würde Soraya bestimmt niemals vergessen, da war Ares sich sicher. Alles an ihr schrie ihm das entgegen und verlangte weiterhin nach mehr. Mehr von dieser liebevollen Romantik, diesem schnulzigen Blabla und der weichen Wortkotze, an der sich verzweifelte Frauen, wie sie, ergötzten. Sorayas zarte, weiche Finger glitten seinen Arm hinab und griffen nach dem Unterarm, als würde sie sich sitzend an ihm festhalten müssen, um nicht vor Liebe umzufallen, während er sich bereits wieder abgewandt hatte, weil er ihr nicht den bedingungslos romantischen Ehemann mimen wollte. Nein, die Erkenntnis darüber, dass sie Fehler gemacht hatte und Shallan noch immer atmete, störte ihn weiterhin maßgeblich. Shallan würde er, das versprach er ihr in diesem Moment, am Leben lassen. Weil sie ihr etwas bedeutete und weil sie ein hervorragendes Beispiel für seine Güte als Herrscher sein konnte. Die Bastardschlampe aus den Reihen des Feindes, die ihm persönlich Schaden zufügen wollte blieb verschont. Oh, wenn das in den Geschichtsbüchern niedergeschrieben werden würde, dann wäre Ares Ruf noch um einiges schillernder und unanfechtbarer, als er eh schon war. Dass Shallan bis an ihr Lebensende noch glücklich sein könnte, stand dort natürlich nicht oder ob sie sich all ihrer Finger und Sehen erfreute, ob sie jungfräulich gestorben war oder geschändet… Ares Fantasie war brutal und kreativ, wie eh und je. Ihre Freude und Erleichterung übermannte sie offensichtlich mit einem Mal so heftig, dass die junge Prinzessin es sich nicht nehmen ließ, ihn regelrecht mit ihrer Zuneigung zu überfallen. Eben noch kullerten Tränen über ihre Wangen und nun schien sie eingelullt von seiner Güte der Erleichterung nicht merh standhalten zu können. Sie warf ihre Arme um seinen Nacken und ihn damit gleichzeitig in unerwarteter Überschwänglichkeit unter sich auf den Boden. Rums. Ares fand sich auf dem Rücken liegend unter Soraya wieder, die ihn auf eine Art anlächelte, wie sie es zuvor noch nie getan hatte. Völlig frei von dieser stets gewahrten, achtsamen und übertriebenen Perfektion. Sie lächelte menschlich und strahlte heller, als die Sonne, die an ihr vorbei schien. “Soraya!” stieß er reflexartig aus und machte noch keine Anstalten, sie von sich zu schieben, obwohl es dem General ohne Zweifel unangenehm erschien, sie ungebeten auf sich liegen zu haben oder eher anders herum. Ich danke dir, mein Liebster, danke, mit all meinem Herzen. Ich liebe Dich, Ares, mein wunderbarer, alle übertrumpfender Drache…ich liebe dich mit all meinem Herzen, mehr, als ich es mir jemals hätte erträumen können. Ares sah sie an, stumm und mit einer leichten Verblüffung im Blick, die seine Unentschlossenheit spiegelte. Er hatte schlicht nicht mit ihrer überschwänglichen Reaktion gerechnet und doch fand er sich nun in dieser Haltung wieder. Es dauerte nicht lange, bis aus dem unentschlossenen Ausdruck seine ernste Miene wurde, die für ihn oft genug sprach. Ein Ausdruck, der Menschen verstummen ließ und sich auf den Boden vor ihm in den Dreck werfen oder schlicht aus seinem Weg treten. “Für heute waren das mehr als genug Überraschungen, meinst du nicht?” fragte er und bezog sich nun klar auf ihre überschwängliche und offensichtlich überrumpelnde Umarmung, dann richtete er sich wieder auf und atmete kurz durch. Ares wurde weder laut, noch wirkte er besonders streng, nur in gewisser Weise gefeit vor ihrer Impulsivität. Dann sagte er einen Moment lang wieder nichts, als würde er darüber nachdenken, wie er damit nun umzugehen hatte und so entschied er dann recht spontan, dass es besser sei, es nicht weiter zu thematisieren, sondern abzulenken. “Sag, wie würdet ihr im Erdkönigreich mit Shallan verfahren?” fragte er dann und griff nach seinem Wein, trank einen kleinen Schluck und dann setzte er nach, trank den Kelch aus und schenkte sich nach. Ares hielt sich an seine zwei Kelche Regel und doch war es zumindest sein Empfinden, das nach mehr Wein verlangte und danach, die positive Nachricht des Abends gebührend zu feiern… größe
erscheinung
|
neuigkeiten
april 2023
plot
entre: prince de soleil
Midway upon the journey of our life I found myself within a forest dark, For the straightforward pathway had been lost. Ah me! how hard a thing it is to say What was this forest savage, rough, and stern, Which in the very thought renews the fear. So bitter is it, death is little more; But of the good to treat, which there I found, Speak will I of the other things I saw there. I cannot well repeat how there I entered, So full was I of slumber at the moment In which I had abandoned the true way.
Kalender
juli | august
Text Kalender?