hope is a dangerous thing
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rosenprinzessin
30.12.2021, 00:24
Sein Herz schlug unter ihrem Schlüsselbein. Ihre Arme um seinen warmen Nacken; die milde Abendbrise umwehte sie. Für einen kurzen Moment schien die Zeit stillzustehen. Die Rosenblüten hielten in ihrem seichten Schwanken inne. Die zwitschernden Paradiesvögel hielten ihren ewigen Singsang an. Alles trat zurück für das leuchtende Glück der strahlenden Prinzessin, während sie ihrem Mann in die Augen sah. Es war ein Bild für die Heiligen und für die Massen; man würde noch viel mehr herrliche Liebesballaden und jauchzende Freudensymphonien über sie beide schreiben, wenn man sie so gesehen hätte. Wirkliche Emotionen, positive noch dazu – das war eine seltene Sicht. Ein Augenblick der Perfektion … und ebenso schnell, wie sich ein Lid zum Blinzeln senkte und hob, war er auch wieder vorbei.
Sie erkannte genau in seinen grauen Augen, wie er zurück zur Distanz fand. Steifer Ernst löste den Ausdruck überraschter Emotionen ab. So fand auch Soraya zurück zur Realität, spätestens, als er das Wort erhob. „Für heute waren das mehr als genug Überraschungen, meinst du nicht?“ Röte schoss in die Wangen der Prinzessin; sie blinzelte beinahe unangenehm berührt, während sie sich sogleich aufrichtete. „Natürlich. Bitte verzeih‘, die Schwangerschaft scheint meinen Kopf zum Übermut befördert zu haben.“ Sie richtete den Blick schuldbewusst auf ihr Glas, um Ares den Raum zu geben, den er im Unterton verlangt zu haben schien. Natürlich wusste Soraya, dass sich so ein Verhalten gegenüber ihrem Ehemann nicht gehörte. Sie hatte nicht überschwänglich, nicht überglücklich zu sein, es schickte sich schlichtweg nicht für eine Prinzessin. Selbstkontrolle und Angemessenheit. Das waren die Emotionen, die sie an den Tag zu legen hatte. Hin und wieder durfte sie das Ausmaß anpassen, doch das galt nur, wenn Ares es initiiert hatte. Er gab vor, wann sie, in Maßen, losgelöster handeln durfte – und gerade hatte er das definitiv nicht getan. Sie wusste es doch … Und dennoch spürte sie, wie es dem Glück in ihrem Innern einen klaren Dämpfer verpasste. Dem Teil von ihr, der sich nach einer anderen Liebe sehnte. Einer losgelösten, unbeschwerten, überstürmischen, alle Regeln übertrumpfenden Liebe. Eine, die sie in die Arme ihres Geliebten springen ließ, eine, die ihren Geliebten sie daraufhin herumwirbeln, fest und fester halten, sie mit Küssen übersähen ließ, anstatt sie fortzuordern. Eine Liebe, die sie fort von der tristen Realität in ein Schloss in den Wolken hob, anstatt sie zurück auf den Boden der Tatsachen zu reißen. Soraya wusste, dass es eine solche Art der Liebe nicht gab. Nicht in ihrer Welt. Nicht in ihrem Leben. Ares schenkte ihr bereits alles, was es für sie zu wünschen gab. Nun sogar ein gemeinsames Kind. Das wusste sie alles. Dennoch … „Sag, wie würdet ihr im Erdkönigreich mit Shallan verfahren?“ Die Worte des Drachen ließen sie von ihrem Kelch aufblicken. Richtig – der Boden der Tatsachen. Sie hatte mit einer Frage dieser Art gerechnet, oder eher, sie befürchtet, während sie auf ihn gewartet und sich den Kopf darüber zerbrochen hatte, wie sie ihm Shallans Tat mitteilen sollte. Er tat das hin und wieder gern … sie nach den Sitten ihrer Heimat fragen. Es war offensichtlich, dass es ihn nicht wirklich interessierte, was man im Erdkönigreich zu tun pflegte – hielt er doch ohnehin wenig bis nichts von der Kultur, den Menschen und den Gesetzen. Damit war er auch sicherlich nicht allein, Abneigung gegen ihre Herkunft war der gemeine Tonus des Adels der Feuernation. Soraya qualifizierte sich mitunter vor allem auf Basis dessen, dass sie eben nicht dem entsprach, was man hier von den Erdbändigenden und deren Hofe dachte. Vielleicht war das einer der Gründe, warum sie sich zumindest mittlerweile nicht mehr wirklich von den abfälligen Anmerkungen darüber irritieren ließ. Vielleicht war es aber auch nur die nötige Nonchalance, die sie sich diesbezüglich hatte aneignen müssen, um nicht in konsequenter Rage zu sein. „Ich wüsste nicht, dass es dazu explizite Regeln gebe“, antwortete Soraya schließlich, ruhig und wohlgewählt, doch wahrheitsgemäß, nachdem sie ihren Blick wieder auf Ares gerichtet hatte. „Einen solchen Fall gab es nie – zumindest habe ich keinen mitbekommen.“ Kurz schwieg sie, offensichtlich nachdenklich darüber, was eine mutmaßliche Strafe wäre. „Vermutlich würde man sie vom Hofe verbannen. Sicherlich würde sie ihre Anstellung verlieren. Generell würde es wohl auf ihre Stellung zu Hofe und die Folgen ihrer Taten ankommen. Auf das Potenzial, ob es ein Akt es Verrates war. Aber …“, die Prinzessin lächelte leicht, versuchte die Nervosität in ihrem Innern zu verdrängen, „… ich bin dahingehend sicherlich nicht die beste Auskunft. Rechtsprechungen empfand ich am Hofe des Erdkönigs meist sehr ermüdend.“ Dann verstummte sie nochmals für einen Moment. Sah Ares einfach nur an. Forschend. Aufrichtig. Es war offensichtlich, wie wichtig ihr das Anliegen war – sie verbarg es nicht, wäre der Versuch doch sinnlos, da ihr Gatte ohnehin wusste, wie relevant Shallan für sie war. „Ares … Wie würdest du verfahren?“ Eigentlich wollte Soraya die Antwort vermutlich nicht hören, die Frage nicht einmal stellen. Trotzdem hatte sie sie ausgesprochen. Es war besser zu wissen, womit sie zu rechnen hatte. Er hatte bereits versprochen, das Leben der Zofe nicht zu nehmen. Um ihretwillen. Nur mit Wissen über seine weiteren Pläne konnte sie versuchen, das glimpflichste Schicksal für ihre langjährige Vertraute zu bezwecken. Ein seltsames Gefühl, das Wohl einer anderen über die eigene momentane Glückseligkeit zu stellen … herkunft Capital City
stand Königsfamilie - Erde
alter 20 Jahre
gender Weiblich
bändigung Erde
beruf Erdprinzessin
größe 1,66
erscheinung
Jeder, der von der Rosenprinzessin des Erdkönigreichs gehört hat, wird vor allem eines wissen: die Geschichten von ihrer Schönheit sind auf der ganzen Welt bekannt. Die weiche Haut mit den rosigen Wangen scheint immerzu beinahe ätherisch zu schimmern, die vollen Lippen haben die Farbe der süßesten Erdbeeren, die man sich nur vorstellen kann. Ansprechend geschwungene Augen glitzern grün unter vollen, tiefschwarzen Wimpernkränzen hervor, bilden einen herrlichen Kontrast zu dem ebenholzbraunen, wallenden Haar, welches die Prinzessin am liebsten offen und nur in Teilen zurückgeflochten trägt. In sanften Wellen fällt es ihr so bis zur Hüfte. Alles an ihr scheint feingliedrig und elegant, von ihren zarten Gesichtszügen bis zu ihren schmalen Händen. Soraya ist 1,66 Meter groß, hat immerzu eine perfekt aufrechte Körperhaltung und meist ein zartes Lächeln auf den Lippen. Ihr Kleidungsstil ist elfengleich, sie liebt edle Stoffe, filigrane Stickereien und ausladende Ärmel. Ihre beeindruckenden Kleider trägt sie am liebsten in Rosétönen, mittlerweile trifft man sie jedoch häufiger in Rot an. Aufgrund ihrer Position als Erdprinzessin trägt sie immerzu ein Diadem auf ihrem Schopf, wobei sie eine Sammlung mit über 30 dieser femininen Kronen hat. Ein Element, welches immer in ihrem Auftritt vertreten sein muss, ist die Rose: seien es gestickte Blüten auf ihrem Bustier oder eine frisch gepflückte Blumen in ihrem Haar. Seit ihrer Hochzeit mit Ares, dem Roten Drachen, hat sich ihre kleine Tradition um mindestens eine Darstellung eines Drachens erweitert. Der Drache und die Rose - eine wunderschöne Symbolik für die tragische Realität.
gespielt von Elle
(sie/ihre) |
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hope is a dangerous thing - von Soraya - 03.08.2021, 13:03
RE: hope is a dangerous thing - von Ares - 12.08.2021, 07:36
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