hope is a dangerous thing
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rosenprinzessin
18.01.2022, 22:20
Ihre Antwort enttäuschte ihn. Sie sah es an seinem Blick, während er den Kopf schüttelte. Dies war einer der Momente, in denen Soraya das Gefühl hatte, dass sie aus Ares einfach nicht schlau werden konnte. Er schien zu wollen, dass seine Ehefrau sich zurückhielt. Dass sie sich auf ihre Tätigkeiten als Gattin konzentrierte, als Hausherrin. Dass sie die sozialen Aspekte fein vorbildlich abfertigte, für beide von ihnen, dass sie wusste, sich als eine vornehme Dame zu verhalten, wusste, verhalten zu sein. Dass sie nicht vorgab, etwas über Staats- oder Kriegsführung zu wissen, sich nicht einmischte, wenn es nicht ihrem Gebiet entsprach. Und doch war er nun sichtlich enttäuscht darüber, dass die Prinzessin wahrheitsgemäß sagte, dass sie sich nicht sonderlich für Gerichtsverfahren und derlei Dingen interessierte. Natürlich war es wohltuend, Kriminelle für ihre Taten büßen zu sehen. Selbstverständlich war es das, da Gerechtigkeit ausgeführt wurde. Doch welche Strafe für welche Tat, insbesondere, wenn es ein besonderer Fall war, angemessen war … das war nichts, was sie sich anmaßen würde, zu wissen. Und da sie wusste, dass Ares es hasste, wenn jemand aus Unwissenheit heraus Wissen simulierte, war sie bei der Wahrheit geblieben. Als Prinzessin, als Ehefrau, als Hausherrin und ganz grundlegend als Frau waren Strafverfahren doch nichts, in die sie sich einzumischen hatte. Und sie war sich sicher gewesen, dass ihr Gatte das genauso sah … doch ganz offensichtlich war dem nicht so. Einmal mehr schien das Bild, welches sie von Ares hatte, im Widerspruch mit sich selbst zu stehen. Es frustrierte Soraya. Gerade, da das Lesen von Menschen für gewöhnlich etwas war, indem sie geradezu überdurchschnittlich gut war. Aber wenn sie darüber nachdachte … es lag auch in ihrer Verantwortung, sie sich um die Bediensteten kümmerte, ihr Lob und ihre Bestrafungen wählte. Damals, als sie vor Monaten auf der Schiffsreise gewesen waren, auf der eine Magd versucht hatte, sie mit Beeren, gegen die sie bekanntermaßen allergisch war, zu vergiften – es hatte ihm gefallen, wie sie den Tod der Frau für ihre verräterische Tat gefordert hatte. Generell schien es ihm zuzusagen, wenn sie dem Personal gegenüber ein gesundes Maß an Grausamkeit zeigte. Das war ihr nie wirklich schwergefallen, war es doch auch an ihrem heimischen Hof Sitte, Bedienstete als die Schaben zu sehen, die sie waren. Ersetzbar. Mittel zum Zweck. Existent, um ihren Herrschaften zu dienen – und wenn sie darin, in ihrem einzigen Zweck, versagten, verloren sie ihren Wert. Doch das galt für Mägde. Für Dienstmädchen und -jungen. Für Küchenpersonal. Für die niedere Dienerschaft. Nicht für Zofen oder Hofdamen oder Leibwachen, die selbst aus adligen Verhältnissen stammten und für mehr als nur ihren Zweck als Personal existierten. Die … eine Bedeutung für ihre Herrschaften hatten. Persönliche Relevanz. Verbundenheit. Und zumindest aufgrund ihrer gesellschaftlichen Stellung stand es bereits völlig außer Frage, mit ihnen zu verfahren, wie man es mit einfachem Dienerschaftsgesocks tat.
Umso tiefer schnitten die Worte, die Ares als nächstes sprach. … sie einsperren und vergewaltigen … einer ihrer Peiniger schlitzt ihr … die Kehle auf. Er lachte nicht. Lächelte nicht einmal. Es war kein Scherz. Es war vollkommener, durchdringender Ernst. Und er sprach nicht weiter. Erklärte nicht. Sie starrte ihn an. Und mit einem Mal wich alle Farbe aus dem Gesicht der Prinzessin. Ein Gefühl wie ein schwerer Stein, der sich tief in Brust und Magen drückte. Übelkeit presste ihre Kehle hinauf. Und während Ares dann weitersprach, dass Shallan jedoch wie gesagt nicht sterben würde, und die Übelkeit stärker und einnehmender in ihrem Hals drückte, ereilte sie die plötzliche Realisierung, dass sie genau diese Art der Übelkeit in den letzten Tagen mehr als einmal verspürt hatte und was daraufhin meist geschehen war. Schleunigst wand sie sich von Ares ab, griff nach ihrem Kelch und schluckte das aufkommende Würgen eiligst mit frischem Wein hinab. Dann hielt sie inne. Die Hand vor den Mund gehoben atmete sie durch, die Augen geschlossen, um sich zu sammeln. „Entschuldige, ich … Bai meinte bereits, u-unser Kind scheint auf meinen Magen zu drücken …“, sprach Soraya heiser. Die andere Hand legte sie auf die kleine Wölbung ihres Bauchs, atmete nochmals durch, fühlte in sich hinein, um sicherzugehen, dass alles in Ordnung war und sie sich dazu nicht doch noch spontan übergeben würde. Ihr Gesicht war nach wie vor kalkweiß. herkunft Capital City
stand Königsfamilie - Erde
alter 20 Jahre
gender Weiblich
bändigung Erde
beruf Erdprinzessin
größe 1,66
erscheinung
Jeder, der von der Rosenprinzessin des Erdkönigreichs gehört hat, wird vor allem eines wissen: die Geschichten von ihrer Schönheit sind auf der ganzen Welt bekannt. Die weiche Haut mit den rosigen Wangen scheint immerzu beinahe ätherisch zu schimmern, die vollen Lippen haben die Farbe der süßesten Erdbeeren, die man sich nur vorstellen kann. Ansprechend geschwungene Augen glitzern grün unter vollen, tiefschwarzen Wimpernkränzen hervor, bilden einen herrlichen Kontrast zu dem ebenholzbraunen, wallenden Haar, welches die Prinzessin am liebsten offen und nur in Teilen zurückgeflochten trägt. In sanften Wellen fällt es ihr so bis zur Hüfte. Alles an ihr scheint feingliedrig und elegant, von ihren zarten Gesichtszügen bis zu ihren schmalen Händen. Soraya ist 1,66 Meter groß, hat immerzu eine perfekt aufrechte Körperhaltung und meist ein zartes Lächeln auf den Lippen. Ihr Kleidungsstil ist elfengleich, sie liebt edle Stoffe, filigrane Stickereien und ausladende Ärmel. Ihre beeindruckenden Kleider trägt sie am liebsten in Rosétönen, mittlerweile trifft man sie jedoch häufiger in Rot an. Aufgrund ihrer Position als Erdprinzessin trägt sie immerzu ein Diadem auf ihrem Schopf, wobei sie eine Sammlung mit über 30 dieser femininen Kronen hat. Ein Element, welches immer in ihrem Auftritt vertreten sein muss, ist die Rose: seien es gestickte Blüten auf ihrem Bustier oder eine frisch gepflückte Blumen in ihrem Haar. Seit ihrer Hochzeit mit Ares, dem Roten Drachen, hat sich ihre kleine Tradition um mindestens eine Darstellung eines Drachens erweitert. Der Drache und die Rose - eine wunderschöne Symbolik für die tragische Realität.
gespielt von Elle
(sie/ihre) |
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hope is a dangerous thing - von Soraya - 03.08.2021, 13:03
RE: hope is a dangerous thing - von Ares - 12.08.2021, 07:36
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