hope is a dangerous thing
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rosenprinzessin
22.01.2022, 19:17
Panik hatte sich unter die Übelkeit gemischt, während Soraya eilig den Wein runtergekippt und sich anschließend entschuldigt hatte. Wie würde Ares nur reagieren? Es war absolut unangemessen, derart abrupt in solcher Menge zu trinken, und das Würgen, welches sie erst dazu getrieben hatte, war ebenso schrecklich! Natürlich hatte sie sofort ihr Bestes gegeben, die Gründe zu erklären, doch wer wusste schon, ob ihr Gatte dafür Verständnis zeigen würde! Sie würde es ihm sicherlich nicht verübeln, wenn er prompt aufgestanden und davongegangen wäre. Entrüstung war eine gänzlich gerechtfertigte Reaktion auf ein solches Verhalten. Es ekelte die Prinzessin ja sogar vor sich selbst! So grausam Ares Worte auch gewesen waren, allein ihr Klang war bei weitem nichts, was sie früher zum Erbrechen getrieben hätte!
Eine Vielzahl an Emotionen geisterte durch den Kopf der jungen Frau, während sie merklich erschüttert über ihre eigene Reaktion dort saß und versuchte, die Übelkeit und den Schwindel gänzlich wegzuatmen, so, wie Bai es ihr am Morgen gezeigt hatte. Es war still; sie traute sich kaum, den Blick zu heben und ihren Gatten anzusehen … doch das, was er dann sagte, zeigte kaum von Ekel oder Entrüstung: „Dann gilt umso mehr, dass du dich schonen solltest“ Als sie das hörte, sah Soraya auf und bemerkte erst jetzt, dass er seine Hand auf ihr Knie gelegt hatte. Ares lächelte sie an. Wärme lag in seinem Blick. Verständnis. Ihre Mimik entspannte sich, ebenso ihre Körperhaltung. Blinzelnd nickte sie. Wieder hatte er sie überrascht – doch diesmal war es von positiver Natur. Und während sich der General daraufhin ganz geruhsam wieder seinem Abendessen zuwandte, stellte die Prinzessin ihren Kelch ab und strich mit der Hand, die noch immer an ihrem Bauch lag, behutsam darüber. Es schien, als wäre das kleine Wesen, was in ihrem Leib heranwuchs, für sie selbst womöglich tatsächlich mehr Segen als Fluch, brachte es auch noch so irritierende Herausforderungen über ihren Körper. Zumindest ihren Gatten schien es so rasant bändigen zu können, wie sie es nie zuvor mitbekommen hatte. Schließlich hatte es ihn nun schon durch seine bloße Existenz von gleich zwei Situationen heruntergebracht, die ihn sonst wohl eher auf einen Gipfel aus Rage oder Gewaltlust befördert hätten. Seltsam. Solange sich Soraya erinnern konnte, war es ihr zuwider gewesen, ein Kind auf die Welt zu bringen. Der Gedanke, dass ihr kompletter Körper deformiert würde, sie nicht länger Meisterin über ihre Stimmung und ihr Verhalten, nur, damit sie am Ende der Tortur sogar noch der Möglichkeit ausgesetzt war, ihr Leben bei einer grausamen Geburt verlieren … beim König, er hatte sie erschaudern lassen! Ihre eigene Mutter hatte ihr oft genug davon erzählt, wie schrecklich die Schwangerschaft mit ihr gewesen war und wie knapp sie am Ende der Muttersterblichkeit entgangen war. Natürlich hatte sie im selben Atemzug angefügt, dass es ja dennoch die größte Ehre und ultimative Aufgabe der Frau war, da es die eine war, die wahrlich kein Mann dieser Welt ausführen könnte … aber der Horror davor hatte sich nichtsdestotrotz fest ins Hirn der Prinzessin hineingefressen. Bis heute hatte Soraya es streng vermieden, bei einer Geburt dabei zu sein, hatte Schwangere sogar gemieden, erinnerten sie sie doch zu sehr daran, dass man diesen Zustand früher oder später auch an ihr erwarten, ja, gar fordern würde. Jetzt aber, wo ihr „frauliches Schicksal“ sie nichtsdestotrotz ereilt hatte … da überraschten sie doch glatt Vorteile, die sie bei all den Horrorvorstellungen niemals erwartet hatte. Und die Besänftigung, ja, gar Beseligung ihres oftmals … stürmischen Mannes hatte sich gerade an deren Spitze gesellt. Beinahe gedankenverloren hatte die Rose dagesessen, der Blick auf ihren Bauch gerichtet, während ihre Handflächen über dem Rüschenstoff ihres Kleides darauf lagen, als das leise Klirren von Geschirr neben ihr verlautete, dass Ares sein Mahl beendet hatte. Sie sah zu ihm herüber und schenkte ihm ein leichtes Lächeln, was wohl vor allem ihrer neuen Erkenntnis geschuldet war und dem, was sie sie sich vielleicht für die nächsten Wochen daraus erhoffen konnte. Bedacht, ihm für seine vorherige Geste die angemessene Dankbarkeit zu zollen, begann sie zu sprechen: „Ich hoffe, das Essen war zu deiner Zufriedenheit – ich habe Küchen…perso…nal…“ … Sorayas Worte verebbten, als der Drache auf einmal zu ihr herüberrutschte und ihr intensiv in die Augen sah. Offen verharrten ihre Lippen schließlich, während sie seine warme Hand an ihrer Wange spürte. Aus geweiteten Augen erwiderte sie leicht fragend seinen Blick, war ihre Verwunderung über ihren Mann an diesem Abend doch nun noch größer, als sie es zuvor schon war. Seine Berührung war so zärtlich; er strich über ihre Wange … und noch zärtlicher war der Kuss, den er ihr dann auf die Lippen hauchte. Sie wusste nicht, wann er sie zum letzten Mal derart erfüllt von Zartheit und Zuneigung geküsst hatte. Insbesondere in den letzten Wochen war keine Spur davon in seiner Art gewesen. Seine Berührungen waren fordernd gewesen, seine Küsse aggressiv – wenn er sie denn überhaupt geküsst hatte. Oft genug hatten sie sich tagsüber nicht gesehen und wenn er dann in tiefster Nacht heim und zu Bett gekommen war, hatte er sie geweckt, indem er sie zu sich gezogen und ihr prompt die Kleider vom Leib gerissen hatte. Keine Zärtlichkeit war dabei gewesen, wenn er sich ihres Körpers bedient, keine Liebe, wenn er sie auf die Knie geschoben und ohne weiteres genommen hatte. Umso weniger sie ihn tagsüber sah und umso später er nach Hause kam, umso grober war er dann, wenn er es tat. Es schien mit der Auslastung seiner Arbeit zusammenzuhängen, die sicherlich auch irgendwann wieder weniger werden würde … trotzdem hatte Soraya zwischenzeitlich bereits befürchtet, dass dies die neue Norm ihrer Ehe geworden war. Dass die Hingabe, die er noch in den Flitterwochen so mannigfach gezeigt hatte, ein Teil der Vergangenheit bleiben würde. Aber jetzt … jetzt war es, als würde er all die Zärtlichkeit, die in den vergangenen Tagen gefehlt hatte, in diesen Moment legen. Er war nicht fordernd, nicht drängend, nicht im Geringsten. Sein Kuss war wie das sachte Flattern von Schmetterlingsflügeln an einem stillen Tag der Sonne: nicht mehr als Hauch, und doch so herrlich. „Du trägst unser Kind unter dem Herzen“, sprach Ares dann leise, jedoch ohne sich von ihr zurückzuziehen, „Du kannst dir nicht vorstellen, wie glücklich mich das macht.“ – und kaum etwas hätte ihr Herz höher schlagen lassen. Sie war der Grund für sein Glück. Sie hatte die Tristheit und den Stress der letzten Tage verziehen lassen. Sie hatte das geschafft. Sie allein. Das Leben, welches in ihrem Innern heranwuchs, war das Produkt ihrer Existenz. Niemand anderes trug dieses Geschenk der Liebe … nur sie. Mit einem herzlichen Lächeln sah die Rose in die Augen des Drachen Augen, deren Ausdruck seine Worte bestätigten. Und es war, als würde die untergehende Abendsonne in ihrem Innern weiterleuchten, heller und schöner als je zuvor. Er küsste sie wieder und sie war Wachs in seinen Händen. Leidenschaft erfüllte sie, als sie die Hände um seinen Nacken schlang und seinen Kuss innig erwiderte, woraufhin seine Berührung in ihrem Körper hinabwanderte. Leicht erschauderte sie, stöhnte sogar leise an seinen Lippen auf, als seine Hand ihre Brust erreichte – die ihr sehr viel empfindlicher erschien, als sie es gewohnt war. Ohne groß nachzudenken, völlig konsumiert von der geradezu berauschenden Zärtlichkeit, mit der Ares sie berührte, rutschte Raya noch weiter zu ihm herüber, sodass er sich nun weniger vorbeugen musste. Nun war sie es, die ihre Lippen verlangender bewegte. Es war beinahe überwältigend, sie wollte so viel mehr … doch dann hielt sie inne. Sie hielt sein Gesicht mittlerweile zwischen ihren Händen, als sie den Kuss unterbrach, den einen Daumen auf seine Lippen legte und unter gesenkten Lidern hinweg mit berauschtem Blick eindringlich in seine Augen sah. Erstaunlich, wie viel Überwindung sie allein das gekostet hatte … heiser hauchte sie dann: „Ares ... lass uns … reingehen …“, sie atmete durch, „Es ist zwar fast dunkel, aber … deine Schwester und der Rest speisen im Salon …“ Weiter fuhr sie nicht aus, schließlich wusste er, dass die Fenster des Salons zum Garten zeigten und man sie an dieser Stelle sicherlich sehen konnte … und dank des Kerzenlichts der vielen Kerzen um sie herum auch würde. herkunft Capital City
stand Königsfamilie - Erde
alter 20 Jahre
gender Weiblich
bändigung Erde
beruf Erdprinzessin
größe 1,66
erscheinung
Jeder, der von der Rosenprinzessin des Erdkönigreichs gehört hat, wird vor allem eines wissen: die Geschichten von ihrer Schönheit sind auf der ganzen Welt bekannt. Die weiche Haut mit den rosigen Wangen scheint immerzu beinahe ätherisch zu schimmern, die vollen Lippen haben die Farbe der süßesten Erdbeeren, die man sich nur vorstellen kann. Ansprechend geschwungene Augen glitzern grün unter vollen, tiefschwarzen Wimpernkränzen hervor, bilden einen herrlichen Kontrast zu dem ebenholzbraunen, wallenden Haar, welches die Prinzessin am liebsten offen und nur in Teilen zurückgeflochten trägt. In sanften Wellen fällt es ihr so bis zur Hüfte. Alles an ihr scheint feingliedrig und elegant, von ihren zarten Gesichtszügen bis zu ihren schmalen Händen. Soraya ist 1,66 Meter groß, hat immerzu eine perfekt aufrechte Körperhaltung und meist ein zartes Lächeln auf den Lippen. Ihr Kleidungsstil ist elfengleich, sie liebt edle Stoffe, filigrane Stickereien und ausladende Ärmel. Ihre beeindruckenden Kleider trägt sie am liebsten in Rosétönen, mittlerweile trifft man sie jedoch häufiger in Rot an. Aufgrund ihrer Position als Erdprinzessin trägt sie immerzu ein Diadem auf ihrem Schopf, wobei sie eine Sammlung mit über 30 dieser femininen Kronen hat. Ein Element, welches immer in ihrem Auftritt vertreten sein muss, ist die Rose: seien es gestickte Blüten auf ihrem Bustier oder eine frisch gepflückte Blumen in ihrem Haar. Seit ihrer Hochzeit mit Ares, dem Roten Drachen, hat sich ihre kleine Tradition um mindestens eine Darstellung eines Drachens erweitert. Der Drache und die Rose - eine wunderschöne Symbolik für die tragische Realität.
gespielt von Elle
(sie/ihre) |
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hope is a dangerous thing - von Soraya - 03.08.2021, 13:03
RE: hope is a dangerous thing - von Ares - 12.08.2021, 07:36
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RE: hope is a dangerous thing - von Ares - 19.08.2021, 18:00
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