shadows will bloom in your heart and you will become everything you hate
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weißer Drache
21.02.2021, 13:12
Es war immer wieder ein befreiendes Gefühl für ihn, wenn seine Flotte wieder in See stach. Ein paar Tage an Land der Feuernation genügten Aphelion doch in der Regel, um sich wieder zurück aufs Meer zu wünschen, auch wenn die Nächte dort stürmisch waren und der Schlaf bei weitem nicht so erholend, wie in einem Bett, welches nicht mit den Wellen schwankte. Dabei glaubte er manchmal fast schon, genau dieses Wiegen der Wellen überhaupt zu benötigen, um ein Auge zuzubekommen, kam es doch oft genug vor, dass er es zurück in seiner Heimat kaum schaffte, zur Ruhe zu kommen. Zu sehr hing er mit den Gedanken noch der letzten Reise nach oder machte sich Sorgen um die nächste. Plante lieber jedes noch so kleine Detail, um seine Flotte in Sicherheit zu wissen. Nicht, weil er den anderen Nationen nicht traute, sondern mehr, weil darauf vorbereitet sein wollte, was die obersten Generäle und Admiräle der Feuernation beschlossen, weil dort jedes Mal die Angst war, dass man den Waffenstillstand genauso schnell wieder aufheben würde, wie man ihn geschlossen hatte. Es machte Aphelion nervös und genau diese Nervosität ließ ihn auch heute wachen, anstatt sich von den Wellen in den Schlaf wiegen zu lassen, bevor sie in den frühen Morgenstunden den Hafen von Ba Sing Se erreichen würden. Vielleicht war es aber auch einfach die Tatsache, dass sie erneut einigen Agenten der Himitsu Überfahrt boten. Als würde er befürchten, sie könnten spüren, wie nicht nur ein paar der Flotte, sondern ihr Admiral selbst an den Entscheidungen der Feuernation zweifelte.
Man konnte nie vorsichtig genug sein und besonders Aphelion konnte sich kaum einen Fehler erlauben, war es doch einer der Köche seiner eigenen Flotte gewesen, welcher erst vor kurzem für seinen Verrat hatte büßen müssen. Und für Verrat stand die höchste Strafe. Der oftmals nicht besonders gnädige und schnelle Tod. Ein Schicksal, welches Aphelion doch für keinen seiner Flotte, geschweige denn deren Familien wollte. Also übte er sich in Vorsicht und Wachsamkeit, während die Anhänger der Himitsu in den vereinzelten Gästekajüten im vorderen Bereich des Schiffes ruhten. Oder, naja, ein Großteil dieser. Dass es zwischen ihnen vereinzelte Seelen gab, die sich auch nachts lieber oberhalb des Decks herumtrieben, war keine Seltenheit und besonders den Anblick von Ikharus, der über einem der Geländer hing und sich die Seele aus dem Leib reiherte, weil er scheinbar einfach nicht für die Seefahrt gemacht worden war, war doch schon etwas, an das Aphelion sich so langsam gewöhnt hatte. Eigentlich war es ihm sogar lieber, als wenn der junge Feuerbändiger volltrunken für Trubel unter Deck sorgte und verhinderte, dass die anderen ihren Schlaf finden konnten, weil es da auch schon den ein oder anderen Vorfall gegeben hatte, als sollte man nicht davon ausgehen können, dass die Agenten der Himitsu besonders diszipliniert waren. Eher schien es so, als würden sie, sobald ihre Organisation sie von der Leine ließ, jeglichen Anstand vergessen… Aber Aphelion war zu gutmütig, um ihnen Ärger einzuheimsen, indem er sie verpetzte. Wollte ja eigentlich auch kein Spielverderber sein, weil doch nichts verwerflich daran war, sich zu amüsieren, also verwarnte er sie nur immer und immer wieder, nur um jetzt mit Besorgnis dabei zusehen zu dürfen, wie einer ihrer Männer sich immer weiter über die Reling des Schiffes hing, als würde er es darauf ansetzen, herunterzustürzen… Tat er doch nicht, oder? Ein, zweimal blinzelte Aphelion in die Richtung von Ikharus, beobachtete ihn dabei, wie er sich noch ein Stück weiter in Richtung der wütenden Wellen lehnte, dann setzte der Admiral sich mit zügigen Schritten in Bewegung. Ließ sich auch von dem Schwanken des Schiffes nicht allzu sehr beirren, besaß er nach all den Jahren doch genug Übung, um sein Gleichgewicht nach ihnen auszugleichen, so dass er ohne Umschweifen bei dem Jüngeren ankam und ihn ohne großes Zögern am Kragen packte und von der Reling zog, bevor er Schlimmeres nicht mehr verhindern können würde. „Bist du denn lebensmüde?“, konnte nicht einmal Aphelion verhindern, dass seine Stimme ungewohnt aufgerieben und grob klang. herkunft Capital City
stand Adel
alter 34 Jahre
gender Männlich
bändigung Feuer
beruf Admiral
größe 1,95
erscheinung
Es war nicht unbedingt immer das schneeweiße Haar, welches ihm länglich etwas über die Schultern fiel, oder die goldenen Augen, die einen den Blick auf Aphelion richten ließen, denn auch ohne diese fiel der junge Admiral mit seiner Größe von ganzen 1,95m auf. Noch dazu kam eine recht breitgebaute und muskulöse Statur, die in Kombination mit der Größe wohl einschüchternd wirken konnte. Auch das Gesicht wirkte auf den ersten Blick eher grimmig, dabei genügte nur ein genauer Blick in seine Augen, um zu erkennen, wie er sich tatsächlich fühlte. Und spätestens, wenn er lächelte, war es schwer, ernsthaft Angst vor ihm zu haben, war es doch ein äußerst warmes Lächeln, bei welchem sich sogar ein paar Grübchen in seinen Wangen bildeten.
gespielt von Alex
(sie/ihre) |
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