shadows will bloom in your heart and you will become everything you hate
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weißer Drache
27.02.2021, 11:37
Aphelion war kein Mensch, der sich von seiner Wut einnehmen ließ. Schreien, fluchen, geradezu zu wüten war ihm fremd, war er doch ein erstaunlich sanfter Mensch, der Dinge lieber gedanklich mit sich selbst ausmachte, anstatt seine Emotionen an anderen auszulassen. Etwas anderes hätte er sich nie erlauben können und konnte es auch immer noch nicht. Er war ein Admiral, er hatte einen Ruf zu verteidigen, der mit ihm in dieser Position doch ohnehin schon genug wankte. Seine Aufgabe war es Sicherheit zu vermitteln, gab es doch genug Menschen, die sich auf ihn und seine Fähigkeiten verließen. Jemanden anzuschreien war dabei nur wenig förderlich und auch wenn er sicherlich das ein oder andere Mal bereits genug Grund dazu gehabt hätte, übte er sich immer wieder darin, Verständnis für das Handeln seiner Mitmenschen aufzubringen. Mit Ikharus war es nicht anders, auch wenn der Schock darüber, dass der junge Himitsu-Agent beinahe über die Reling des Schiffes stürzte, die Stimme des Admirals ungewohnt grob aufrieb und auch der Griff, mit welchem er den Jüngeren zurück aufs Deck zog, nur wenig von Sanftheit zeugte. Nichts davon war tatsächlich geprägt von Wut, vielmehr war es etwas Angst und Sorge, die ihn selbst bei jemanden wie Ikharus, den er doch kaum kannte, nicht unberührt ließ. Dabei hätte es Aphelion auch egal sein können, ob Ikharus sich zum Ertrinken in die Fluten stürzen würde. Vielleicht hätte er es sogar willkommen heißen sollen, vertrat der Großteil der Himitsu doch eine gänzlich andere Ideologie, als Aphelion und der Großteil seiner Flotte es taten… aber in den Augen des Admirals rechtfertigte dies noch längst nicht den Tod eines anderen. Vermutlich hätte selbst das größte Arschloch ihrer Nation (looking at you, Ares) sich hier über die Reling stürzen wollen und Aphelion hätte versucht ihn aufzuhalten.
Lassmichh, wurde es ihm entgegengeblubbert und wenn Aphelion es nicht ohnehin schon gewusst hätte, wäre er sich spätestens jetzt sicher gewesen, dass Ikharus schon wieder zu tief in seinen Krug geschaut hatte. Etwas anderes kannte Aphelion auch gar nicht von dem jungen Feuerbändiger… Nicht unbedingt, weil er der Meinung war, dass Ikharus nichts anderes tat, nein, er hatte ihn nur wirklich noch nicht einmal nüchtern erlebt… Aphelion machte sich nicht einmal die Mühe, etwas auf das Geblubber zu antworten oder auf das Gestrampel zu reagieren. Starrte ihn einfach nur aus goldenen Augen heraus eindringlich an und wartete darauf, dass er sich von selbst wieder etwas beruhigte, nur um es recht schnell zu bereuen. Eigentlich hätte er damit rechnen sollen. So grünlich wie Ikharus um die Nase herumschimmerte, so sehr wie das Schiff zwischen den stürmischen Wellen schwankte, hätte er erahnen können, dass es nicht lange auf sich warten würde und doch zuckte Aphelion unweigerlich ein wenig zusammen, kaum, dass sein Gegenüber wohl nichts Besseres zu seiner Verteidigung anzubringen hatte, als dem Admiral auf die Uniform zu kotzen. Loslassen tat Aphelion ihn aber trotzdem nicht. Kniff nur einen Moment lang die Augen zusammen und verzog unweigerlich angewidert das von Natur aus immer etwas grimmiger wirkende Gesicht, während er es sich verbat, sich hierüber aufzuregen. Er kann nichts dafür, rief er sich in Erinnerung, ehe er zum Sprechen ansetzte. „Mir wurde schon charmanter gesagt, dass ich verschwinden soll.“ Trotzdem war da keine Wut in seiner Stimme. Vielmehr eine dezente Belustigung, ehe er mit einem Seufzen den Griff von Ikharus Kragen löste, um ihn stattdessen am Arm zu packen und bestimmt mit sich zu ziehen. Ihn hier oben an Deck zu lassen und zu riskieren, dass er sich doch noch über die Reling stürzen würde, kam für ihn nicht in Frage. Stattdessen führte er den jungen Mann in das Innere des Schiffes, vermied es zunächst jedoch, in die unteren Kajüten zu gehen, wo man ihn mit seiner angekotzten Uniform vermutlich mit schieferen Blicken beäugen würde, als den betrunkenen Ikharus. Stattdessen blieben sie im oberen Bereich, durchschritten den schmalen Flur zu den Räumlichkeiten des Admirals, in welchen Aphelion den Jüngeren einfach auf eine der Sitzgelegenheiten drückte, ehe er endlich von ihm abließ. „Euch ist bewusst, dass der Alkohol den Schwindel und die Übelkeit nicht vermindert..?“ herkunft Capital City
stand Adel
alter 34 Jahre
gender Männlich
bändigung Feuer
beruf Admiral
größe 1,95
erscheinung
Es war nicht unbedingt immer das schneeweiße Haar, welches ihm länglich etwas über die Schultern fiel, oder die goldenen Augen, die einen den Blick auf Aphelion richten ließen, denn auch ohne diese fiel der junge Admiral mit seiner Größe von ganzen 1,95m auf. Noch dazu kam eine recht breitgebaute und muskulöse Statur, die in Kombination mit der Größe wohl einschüchternd wirken konnte. Auch das Gesicht wirkte auf den ersten Blick eher grimmig, dabei genügte nur ein genauer Blick in seine Augen, um zu erkennen, wie er sich tatsächlich fühlte. Und spätestens, wenn er lächelte, war es schwer, ernsthaft Angst vor ihm zu haben, war es doch ein äußerst warmes Lächeln, bei welchem sich sogar ein paar Grübchen in seinen Wangen bildeten.
gespielt von Alex
(sie/ihre) |
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