shadows will bloom in your heart and you will become everything you hate
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weißer Drache
27.03.2021, 12:43
Auch die Nerven des weißen Drachens waren nicht unberührbar. Er mochte gerne den Anschein machen, unnahbar zu sein und Nerven aus Stahl zu besitzen – noch mehr, weil er sich in seiner Position kaum erlauben durfte, die Fassung zu verlieren –, doch die Wahrheit war, dass Aphelion reizbarer war, als er es zugab. Und vor allem empfindlich darauf reagierte, wenn man sich selbst oder gar seine Mitmenschen in Gefahr brachte. Ikharus Verhalten an diesem (und vermutlich auch vielen anderen) Tag war nicht nur lebensmüde, es war verantwortungslos. Feige. Dabei hätte Aphelion den Jüngeren vermutlich sogar auf eine gewisse Weise verstanden, wenn er die Gründe seines Verhaltens gekannt hätte. Doch jetzt in diesem Augenblick war er nicht mehr, als ein Trunkenbold, der drohte, sich über die Reling in die stürmischen Fluten des Meeres zu stürzen und dem Admiral damit eine Menge Arbeit aufbürdete, würde dieser doch erklären müssen, warum einer der Himitsu Agenten auf der Reise nach Ba Sing Se sein Leben hatte lassen müssen. Dass man ihm seine Rettung damit dankte, indem man ihm auf die Uniform kotzte, hätte den meisten anderen Admirälen wohl einen Grund gegeben, um Ikharus selbst vom Schiff zu stoßen. Doch mehr als das Gesicht angewidert zu verziehen, erlaubte Aphelion sich nicht, auch wenn sein Griff am Arm des anderen sich etwas verkrampfte und seine Worte einen bitteren Beigeschmack hatten. Dabei bemühte er sich wirklich, das Ganze irgendwie mit etwas Humor zu sehen. Weil es einfach ein Witz sein musste. Die Feuernation machte sich einen Spaß daraus, ihm Ikharus vor die Nase zu setzen. Stellte seine Nerven auf die Probe und Aphelion war nicht gewillt, sie gewinnen zu lassen. Verstärkte den Griff um den anderen nur noch etwas, ehe er ihn mit sich unter das Deck des Schiffs zog. Die schmalen Flure entlang, jegliches Gequengel oder was auch immer der andere zu veranstalten versuchte, ignorierte, um ihn dann auf einen Stuhl zu drücken und… nun, vielleicht hatte er es verdient, dass man ihm dort direkt vor die Füße spuckte. Vielleicht zeugte es aber auch nur davon, wie wenig Respekt man doch vor ihm und seiner Position hatte. Noch ein Grund, um Ikharus den Kopf zu waschen, aber etwas in Aphelion versuchte ihn noch immer mit der Tatsache zu beschwichtigen, dass der andere nicht wusste, was genau er hier eigentlich tat. Also suchte der Admiral kurz nach einem Eimer, um ihn den Trunkenbold in die Hände zu drücken. Faselte irgendwas davon, dass noch mehr Alkohol seinem Zustand wohl kaum helfen würde, ehe er dazu ansetzte, die Knoten der obersten Schicht seiner Uniform zu lösen, um Ikharus‘ Erbrochenes jedenfalls nicht direkt unter der Nase zu tragen. Dass jener jedoch noch nicht einmal einen Funken Einsicht besaß und im nächsten Augenblick auch schon aufstand, um sich an einem von Aphelions Schränken zu vergreifen, ließ Aphelion in seinem Vorhaben stoppen. „Bei Raava, du hast doch den Verstand verloren“, entwich es ihm eher etwas nonchalant, ehe er mit ein paar großen Schritten den Abstand zwischen ihnen erneut überbrückte und Ikharus schon wieder am Kragen packte, um ihn von seinem Tun abzuhalten. „Setz dich gefälligst hin“, wurde es dann ungewöhnlich gereizt gezischt, während er Ikharus zurück auf seinen Platz zu drängen versuchte. „Legst du so ein Verhalten auch bei Ares an den Tag?“ Unglaublich. Nicht nur, dass der Kerl sich scheinbar gegen sein eigenes Wohl zu wehren versuchte, sondern es damit tatsächlich schaffte, Aphelions Nerven so sehr zu strapazieren, dass er sich nach nichts mehr sehnte, als endlich ihren Zielhafen zu erreichen und Ikharus dort absetzen zu können. Als wäre die Tatsache, einigen Himitsu Agenten Überfahrt zu gewähren, nicht schon schlimm genug, machte Ikharus es nur noch unangenehmer für sie alle.
herkunft Capital City
stand Adel
alter 34 Jahre
gender Männlich
bändigung Feuer
beruf Admiral
größe 1,95
erscheinung
Es war nicht unbedingt immer das schneeweiße Haar, welches ihm länglich etwas über die Schultern fiel, oder die goldenen Augen, die einen den Blick auf Aphelion richten ließen, denn auch ohne diese fiel der junge Admiral mit seiner Größe von ganzen 1,95m auf. Noch dazu kam eine recht breitgebaute und muskulöse Statur, die in Kombination mit der Größe wohl einschüchternd wirken konnte. Auch das Gesicht wirkte auf den ersten Blick eher grimmig, dabei genügte nur ein genauer Blick in seine Augen, um zu erkennen, wie er sich tatsächlich fühlte. Und spätestens, wenn er lächelte, war es schwer, ernsthaft Angst vor ihm zu haben, war es doch ein äußerst warmes Lächeln, bei welchem sich sogar ein paar Grübchen in seinen Wangen bildeten.
gespielt von Alex
(sie/ihre) |
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