Schön, dass du zu uns gefunden hast und dich ein wenig umschaust. Wir sind ein Avatar - Herr der Elemente RPG mit L3V3S3 Rating und spielen 100 Jahre vor der ersten Folge der Serie. Von dort an schreiben wir allerdings unsere eigene Geschichte - wenn du dir unsicher bist, was das genau bedeutet, findest du alle inplayrelevanten Infos in unserem foreneigenen Wiki. Falls du Fragen hast, dann ist in unserem Supportbereich immer jemand für dich da. Viel Spaß - und hey! Vielleicht kämpfen wir ja bald Seite an Seite gegen die Feuernation oder den Dai Li ... oder verbreiten wir doch mit ihnen Angst und Schrecken?
Midway upon the journey of our life I found myself within a forest dark, For the straightforward pathway had been lost. Ah me! how hard a thing it is to say What was this forest savage, rough, and stern, Which in the very thought renews the fear. So bitter is it, death is little more; But of the good to treat, which there I found, Speak will I of the other things I saw there. I cannot well repeat how there I entered, So full was I of slumber at the moment In which I had abandoned the true way.
Ishar hatte immer Tugend besessen. Witz genauso, wie Charme und Einfühlungsvermögen hatte er in die Wiege gelegt bekommen und entgegen seiner jüngeren Schwester hielt er all jene, die ihr Leben in Knechtschaft pflichteten, nicht für minder wertvoll, als Menschen von hohem Stande. Ishar war auch ein gerechter Mann, wenn auch hin und wieder äußerst egoistisch veranlagt, so neigte er nicht zum grausamen Wahnsinn, dafür jedoch zum naiven Übermut oder zu tollkühnen Dummheiten. Ishar war nicht ambitioniert, er war ein Tagträumer und letztlich ein äußerst feiger Mann. Er war lieber derjenige, der wegrannte, als dass er sich einer Gefahr stellte und er war nicht gewillt, schwere Entscheidungen zu treffen, um ihre Konsequenzen zu tragen. Er brachte durchaus gute Voraussetzungen mit, ein guter König zu werden, aber letztlich würde er eher davonlaufen, als dass er den Platz seiner älteren Brüder einnahm. Kämen sie um, wäre das Land verloren, da war er sich sicher. Oft haben seine Meister ihn dazu angehalten, mehr Strenge zu zeigen und weniger Mitgefühl aufzubringen. Nicht, um grausam und brutal zu handeln, sondern um eine Führungsposition einzunehmen, der man Respekt entgegnete, aber Ishar war nicht Respekt einflößend. Er war locker und fröhlich, hin und wieder auch verstört oder gar panisch, aber insgesamt doch eher ein Mann, der nicht mit der Verantwortung umgehen könnte, die sein Blutrecht ihm zusprechen könnte. Was er lieber machte, war einen guten Eindruck. Er war darin sogar ganz gut, man sprach gerne über ihn als einen lustigen, freundlichen Prinzen, einen fairen Mann. Seine mangelhaften Führungsqualitäten blieben dabei außen vor. Er war nicht mal ein herausragender Bändiger. Nie und nimmer könnte er einen Gegner niederstrecken und genauso wenig wäre er an der Front eines Angriffs zu sehen. Auch dann nicht, wenn die Hofschmiede ihm die besten und teuersten Rüstungen anfertigen würde, wäre er an der Front gut aufgehoben…Viel lieber sah er sich mit einer hübschen Gesellschafterin auf Wanderschaft durch die betörend schöne Natur der Feuernation. Seine höfliche Zurückhaltung ließ die Blondine schmunzeln, wie es schien. Er wagte es nicht, über ihren Glauben zu urteilen und auch sonst hielt er Urteile gern von sich gern. Neutralität war nicht unbedingt die Mentalität seiner Nation, aber sie stand Ishar gut zu Gesicht. Ich fürchte, dies zu bewerten stünde mir nicht zu. Sie hatte ein bezauberndes Schmunzeln auf den Lippen und Ishar kam nicht umhin, es respektvoll zu erwidern, um ihr nicht einzureden, dass sie ihm gegenüber durchaus frei sprechen durfte. Was er aber nicht vergessen durfte war, dass sie letztlich des Feuerlords Mätresse war. Die Frau, die an der Seite des inoffiziellen Staatsfeindes stand und mit ihm schlief. Sie mochte freundlich, fröhlich und eine äußerst angenehme Gesellschaft sein, dennoch war sie auf eine gewisse Weise gar gefährlich. Sie und der Einfluss, welchen sie hatte.
An der Brücke angekommen, sah der Prinz einen Moment skeptisch über das stille Wasser, das durch das sanfte hin und her schwingen der schwimmenden Brücke in leichte Wellen gezwungen wurde. Eine solche Konstruktion ergab in dem Kopf eines Erdbändigers keinen Sinn. Wahrscheinlich war das bei den meisten Menschen seiner Nation der Fall. Sie waren Baumeister, sie formten und veränderten die Erde und damit ihre Umgebung, das gehörte zu ihrer Kultur dazu, wie das Agni Kai zu der der Feuernation. Die Sorge seiner Wache tat Ishar ab. Naiv, würde mancher meinen, verständlich manch anderer. Ishar hatte sich zu Kalypso gewandt und diese hatte mit einem süßen Selbstverständlich geantwortet und die schicken Pantoffel ausgezogen, ehe sie sich umdrehte und er höflich mit dem linken Arm hinter dem eigenen Rücken der Gesellschafterin den Vortritt ließ. Sie setzte den ersten Fuß ins Wasser und aufmerksam beobachtete Ishar, wie sie schließlich von einer Sprosse auf die nächste stieg. Leichtfüßig. Er wartete einen Moment ab, ehe er ihr folgte und dabei gut zehn, zwölf Sprossen Abstand zwischen ihnen blieben. Je weiter sie auseinander waren, desto besser würde diese marode, instabile Konstruktion halten, was sie versprach. „Ihr macht das nicht zu ersten Mal, nicht wahr? So geschickt, wie Ihr euch anstellt…“, rief er nach vorn, während der Prinz offensichtlich nur langsam und unsicher vorankam. Was bei ihr recht leicht wirkte und aussah, erweckte bei ihm den Anschein, als habe er jedes Gleichgewicht an Land zurückgelassen. Gut, er konnte schwimmen, aber am Ende würde er lieber möglichst trocken auf der Insel ankommen, wo der imposante Phönixbaum wartete. Ishar hatte die Arme links und rechts ausgebreitet und hielt sie hoch, wie Flügel, glich in penibler Unsicherheit aus, was sein Gleichgewicht mit jeder weiteren Sprosse verbockte. „Ich wünschte nur…whow!...ich könnte das selbe von mir…behaupten.“, scherzte er über seine eigene Ungeschicklichkeit und kam nicht umhin, das kühle Nass des teilweise glitschigen Holzes an seinen Füßen ja doch irgendwie wohltuend zu finden. Immerhin war es warm in der Feuernation. Warm und sonnig, beinahe paradiesisch. Herrlich, wie sich eine Nation entfalten konnte, wenn sie nicht ständig angegriffen wurde…