Schön, dass du zu uns gefunden hast und dich ein wenig umschaust. Wir sind ein Avatar - Herr der Elemente RPG mit L3V3S3 Rating und spielen 100 Jahre vor der ersten Folge der Serie. Von dort an schreiben wir allerdings unsere eigene Geschichte - wenn du dir unsicher bist, was das genau bedeutet, findest du alle inplayrelevanten Infos in unserem foreneigenen Wiki. Falls du Fragen hast, dann ist in unserem Supportbereich immer jemand für dich da. Viel Spaß - und hey! Vielleicht kämpfen wir ja bald Seite an Seite gegen die Feuernation oder den Dai Li ... oder verbreiten wir doch mit ihnen Angst und Schrecken?
Midway upon the journey of our life I found myself within a forest dark, For the straightforward pathway had been lost. Ah me! how hard a thing it is to say What was this forest savage, rough, and stern, Which in the very thought renews the fear. So bitter is it, death is little more; But of the good to treat, which there I found, Speak will I of the other things I saw there. I cannot well repeat how there I entered, So full was I of slumber at the moment In which I had abandoned the true way.
Als Prinz hatte er so einiges gelernt, was in den meisten einfachen Kreisen als unbrauchbar angesehen wurde. Lesen und Schreiben, Mathematik, Astrologie, Geschichte und Politik natürlich, die Sitten der gehobenen Gesellschaft, die Namen der wichtigsten Familien der eigenen Nation und auch wirtschaftliche Belange…alles Sachen, die ihm nichts brachten, wenn er im unteren Ring auf einen Schlägertrupp traf, die ihn aber in seiner Welt überlebensfähig machten. Es waren aber auch Fähigkeiten, die ihm die pure und ungeschönte Wahrheit der Gesetze gezeigt hatten. Obwohl er immer sehr offen und zugewandt war, wenn seine Untergebenen mit ihm alleine waren, war und blieb er nun mal ein Prinz. Aufgewachsen und erzogen in diesem Wissen war er nie blind vor Gutmütigkeit geworden und hatte nie vergessen, wer er eigentlich war – auch wenn er sich das oft gewünscht hatte. Er hatte Folterungen und Hinrichtungen beigewohnt und war abgestumpft worden, auch wenn ihn nie eine wohltuende Freude erfüllt hatte, wenn Blut spritzte, Schreie erklangen und Köpfe rollten. Dennoch war ihm klar, welche Taten zu welchen Konsequenzen führten und welche Rechte den Adel dazu befähigten, Strafen durchzusetzen. Shallan war ihm eher fremd gewesen, er kannte sie nicht, nur vom Namen her und hatte sie hin und wieder gesehen, weil sie ja an Sorayas Rockzipfel gehangen hatte. Und jetzt war sie tot. Er hatte sie nett gefunden, aber sie war zu zurückhaltend gewesen, um je ein Wort mit dem Prinzen zu wechseln, der seine eigene Dienerschaft hatte. Ihre Hinrichtung war wohl die Grausamste ihrer Art gewesen, die Ishar je zu Gesicht bekommen hatte und wie verwerflich und widerlich das gewesen war, ließ sich nicht abstreiten, schön reden oder ignorieren und dennoch war er nun hier. Bei einem Ausflug mit der Mätresse des Feuerlords, seiner Gesellschafterin und bestaunte die Schönheit eines übergroßen Baumes mit roten Blättern. Shallan war fort und vergessen, bestraft für ihre Vergehen, entsprechend der Gesetze dieser Nation. Und mit ihr war auch Ishars letzte Hoffnung gegangen, dass der Ehemann seiner Schwester vielleicht doch nicht so schrecklich war, wie die Geschichten einen glauben ließen. Er war in der Tat ein Monster und seine Schwester gehörte hier nicht her. Genauso wenig, wie Shallan hierhergehört hatte, aber Ishar konnte darüber nicht nachdenken. Nicht jetzt, nicht in der feindlichen Nation, wo übersprudelnde Emotionen und Gedanken einen Krieg auslösen könnten, der das Leben Tausender und aber Tausender Unschuldiger gefährdete. Nein, der Prinz war durchaus in der Lage, derlei Emotionen zu einem besseren Zeitpunkt zuzulassen und sich nicht davon übermannen zu lassen, wenn es nicht passte und Kalypso war zweifellos ein äußerst guter Weg, um sich von Hinrichtungen und Ungerechtigkeiten abzulenken.
Nur sehr wackelig war er irgendwann drüben angekommen und hatte deutlich länger dafür gebraucht, als Kalypso selbst. Er war ungeschickt und langsam gewesen, aber die Dame war zu höflich und wohlerzogen, wie es schien, um ihn darauf aufmerksam zu machen. Vielleicht war sie auch einfach besonders clever, was Ishar ja bereits mehrfach in Betracht gezogen hatte. Clever und berechnend auf die beste Weise, um in ihrer Position zu überleben. Auf sicherem Boden angekommen, schien die Welt stillzustehen. Die Blätter raschelten im Wind, was sich bei der schier unzählbaren Anzahl an Blättern in der Baumkrone laut und mächtig über seinem Kopf anhörte. Einen kurzen Moment musste er den Anblick auf der kleinen Insel auf sich wirken lassen, während er am Ufer des Sees stand und mit großen Augen nach oben sah. Wunderschön. Das Rascheln nahm alles um ihn herum ein und dennoch war es nicht laut, als stünde er neben einer vorbeiziehenden Parade, sondern eher aufregend und belebend. Die Hände hatte der Prinz in die Hüften gestemmt und so lauschte er einen Augenblick, bis die Stimme von Kalypso zu hören war und ihn in ihr betörend hübsches Gesicht schauen ließ. Wenn er nicht verlobt wäre…bei Raava, er wusste nicht, ob er sich dann nicht bereits in wilde Flirtereien mit ihr verloren hätte… „Ich fürchte, mir fehlen angemessene Worte um Euch hier willkommen zu heißen.“ Ishar wirkte etwas sprachlos, während er diesen Ort auf sich wirken ließ, der so dicht am Stamm noch um Einiges spiritueller erschien, als drüben am anderen Ufer. „Überwältigend.“, brachte er dann doch etwas über die Lippen und böse Zungen hätten wohl behauptet, er hätte Kalypso selbst gemeint, als er das sagte und einen Moment lang wieder den Blick schweifen ließ, während er ein paar Schritte vorwärts machte, weg vom nassen Sand am Ufer und über einige der aus dem Boden ragenden Wurzeln hinweg. „Was für ein beeindruckender Baum. Spürt Ihr diese Ladung in der Luft? Als würde hier die Zeit still stehen.“, sagte er und war sich natürlich nicht darüber im Klaren, dass es einzig die Spiritualität des Ortes war, die er hier wahrnahm. Ishar war viel zu verkopft und weltlich orientiert, um etwas anderes, als Physik dahinter zu erkennen.
Und während der Prinz so mit großen Augen und staunend in Richtung des dicken Baumstammes weiter ging, regte sich etwas zwischen den Ästen über den Köpfen der beiden noblen Gäste auf dieser Insel. In Rot gekleidet und bestens im Klettern und Verstecken erprobt, wartete dort ein Vermummter schon seit Längerem auf der Lauer. Die Verbindung zwischen Erdkönigreich und Feuernation traf nicht im gesamten Land auf bedingungslosen Zuspruch, nein. Als Rebellion wurden sie abgestempelt und alle in einen Topf geworfen, die nicht im Sinne des Feuerlords handelten. Aber diese Männer hier glaubten doch wirklich, eher im Sinne der Feuernation zu handeln, als der amtierende Lord es tat. Das Erdkönigreich einzuladen und zu bewirten, wie Gäste, war falsch. Es setzte das falsche Zeichen und widersprach allem, was die Menschen hier brauchten, da waren die Männer in den Bäumen sich sicher und so war es nun der Prinz, der ihren Hass zu spüren bekommen sollte. Er war hier kein Gast und er würde als Exempel dienen, um klar zu machen, dass die Feuernation kein Land der Allianzen war, sondern eines der Kämpfer und Sieger, man unterwarf sich keinem falschen Frieden und holte sich nicht den Feind ins Bett. Also war ein riesiger Komplott entstanden, der nun hier und heute dazu geführt hatte, dass der auserwählte Assassine der Rebellion darauf wartete, den Gast hinzurichten. Und während die Wachen in Grün und Rot über die Brücke zum Festland stolperten, war der Moment gekommen, in dem der Kopf des Prinzen rollen würde. Er hatte sie genau beobachtet, die beiden Ankömmlinge und kaum dass Ishar weiter auf die Insel gekommen war, sich umschaute und unachtsam den Blick schweifen ließ, war der Moment des Angriffs gekommen. Mit einem Mal landete der Mann auf dem Boden, vermummt in roter Stoffbekleidung, hatte er an alles gedacht, was es brauchen würde, um dieses Attentat durchzuziehen. Ein Boot auf der Rückseite der Insel, versteckt unter Gräsern und zwischen Sträuchern, eine Klinge und Seile, eine gebührende Rückendeckung… Kaum dass der Angreifer auf dem Boden aufgekommen war, schlug er mit seinem Dolch das erste Seil der Brücke entzwei und holte in einer geschmeidigen Bewegung aus, um seinen Dolch als Wurfmesser in den Bauch des Prinzen zu schleudern…