Are we dancing after death?
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girlbossing 2 close 2 the sun
12.07.2021, 22:50
I'm too tired to wrestle with it
Will we burn, or will we repent? Ikharus & Jhaan # 31. Mai 1NZK # in Cuchulainns Kwoon im Mittleren Ring # Ba Sing Se TW: Suizidgedanken, Tod durch Erhängen Für die meisten Menschen war es vermutlich keine neue Erkenntnis, dass Ikharus ein Idiot der Extraklasse war. Nichts auf der Welt schien ihn dazu bewegen zu können, sich um sein eigenes Überleben Sorgen zu machen; zumindest machte es nach Außen hin den Anschein. Er wählte selten den Weg des geringsten Widerstandes, so auch nicht, was sein eigenes Fell anging, das ihm, wenn die Dinge weiter so liefen, alsbald über den Kopf gezogen werden würde. Ba Sing Se hatte Blut geleckt, und das Blut schmeckte nach Selbstjustiz. Die Lage, die schon seit einer geraumen Weile auf wackligem Boden stand, geriet immer mehr ins Kippen - und Ikharus gehörte zu den glücklichen Spitzeln der Feuernation, die innerhalb der Bevölkerung Zwietracht säen durften. Im Gegensatz zu manchen seiner Kollegen besaß er keine hohe Stellung am Hof oder bei den Wachen, nein, ihn hatte man in die einfache Bevölkerung gestopft, wo er mit seinem lautstarken Maul am wenigsten auffallen würde. Wenn er genauer darüber nachdachte, war es ziemlich beleidigend, dass man ihm anscheinend kaum mehr als eine zündelnde Funktion in der Unterschicht zutraute, aber da es direkt in seine Stärken hineinspielte, beschwerte er sich nicht - oder eher nicht mehr. Selbst, wenn er es (wenn auch aus einem anderen Grund, der mit J anfing und auf warum-kann-ich-mich-nicht-von-ihm-fernhalten-Aahn endete) hasste. In seiner Anfangszeit in Ba Sing Se war er noch darauf beschränkt gewesen, die Stimmung im Unteren wie auch im Mittleren Ring Ba Sing Se's zu dokumentieren und Bericht darüber zu erstatten - sowohl der Himitsu selber als auch Ares war er dabei Rede und Antwort schuldig, auch wenn er längst nicht der einzige Spitzel war, der unter dem Deckmantel irgendeines Händlers oder Gesellen, Gauklers oder einer scheinbar ollen Näherin mit steifen Händen stetig den Puls des Erdkönigreichs erfühlte. Doch mittlerweile war aus dem Erfühlen ein sanftes Drängen in eine Richtung geworden, die man nur als gefährlich einstufen konnte. Nicht nur für den scheinbaren Frieden, sondern auch für die Anwesenheit der Feuernations-Spitzel in Ba Sing Se. Gefährlich für sie alle - auch wenn das Ikharus bisher nur wenig ausgemacht hatte. Und ja, vermutlich sollte es ihm auch jetzt mehr ausmachen, aber jegliche Vernunft, die er in sich trug, hatte er heute einfach weggetrunken. Das war es, was eben geschah, wenn man dabei zusehen durfte, wie ein anderer Himitsu enttarnt worden und an den Pranger gestellt worden war. Wie schön, dass jemand wie der Rote Drache sich vor so etwas nicht fürchten musste. Wie schön, dass es ein direktes Resultat des Zündelns war, dessen Ikharus selbst sich ebenfalls schuldig gemacht hatte. Denn fragte man ihn, könnten sie auf diesen 'Frieden' pissen, und natürlich er hatte deshalb seine Freude, sich den mittlerweile bis ins Herz des Erdkönigreichs reichenden Aufständen anzuschließen. Und vielleicht hatte er gedacht, das wäre die perfekte Tarnung ... Aber dachte das nicht jeder Himitsu? Warum sollte es ihn treffen? Heute war das erste Mal gewesen, dass ihm tatsächlich der Hintern auf Grundeis ging; dabei war es erst eine Woche her, dass er Jhaan vor den Wachen bewahrt hatte - wäre die Stadt nicht da schon von einem rücksichtslosen Chaos ergriffen gewesen, wäre ihm das dann überhaupt gelungen? Er wollte nicht darüber nachdenken - er wollte feiern, dass das Zündeln immer und immer wieder gelang, dass sich die Stimmung in der Stadt aufheizte, während der verstockte Adel fernab seines Volkes, dessen Vertrauen und Unterstützung Ken Shou langsam aber sicher verlor, nichts dagegen ausrichten konnte. Ja, das gehörte sich zu feiern. Dass er bei der öffentlichen Hinrichtung eines Kollegen hatte zusehen müssen, war bestimmt kein Grund dafür, dass er sich in der brodelnden Stadt hatte zulaufen lassen. Und es war auch kein Grund, weshalb er unter dem vermeintlichen Schutz der Nacht einmal mehr in den Kwoon einbrach. Oder vielmehr sich in den Hinterhof schlich und sich dann in dem wilden Garten verirrte. Wäre er wenigstens leise gewesen, hätte man ihn vielleicht nicht bemerkt, aber so bliebe wohl nur einem Gehörlosen verborgen, dass dort irgendetwas oder irgendjemand durch die Beete trampelte, irgendwas Formloses vor sich hin singend und schließlich in der von der späten Frühlingssonne aufgeheizten, schütteren Erde eines jener Beete niederzulegen und den Sternen beim Kreisen zuzusehen. Bis eine Silhouette durch die Sterne schwamm und auf ihn hinabblickte, mit einem Gesicht so verängstigt wie ein schwindender Mond. "Trink mit mir, is ein Tag zum Feiern", nuschelte der Feuerbändiger der sterneschluckenden Silhouette ins verschwommene Gesicht und hob im gleichen Atemzug die Tonflasche an, an die er sich auf dem Weg hierher geklammert hatte, "komm schon, Geister müssen auch trinken." herkunft Ba Sing Se
stand Mittelschicht
alter 27 Jahre
gender Männlich
bändigung Feuer
beruf Agent
größe 1,78
erscheinung
Ikharus’ Äußeres wirkt auf seine Mitmenschen ebenso anziehend wie sein Inneres abstoßend; im Zusammenspiel formen seine provokante Natur, die scharfkantigen Züge seines Gesichts und der athletische Körper einen in sich verstrickten Mann, der ebenso oft auf Zuspruch wie auf Ablehnung stößt — je nachdem, wie dick das Fell seiner Mitmenschen tatsächlich ist (oder wie oberflächlich sie sind). Es lässt sich durchaus behaupten, dass der Feuerbändiger schön ist mit seinen hübschen mokkafarbene Augen, die dunkel wie ein schlammiges Moor mit besorgniserregender Tiefe sein können, oder aber hell wie mit Milch versetzter Schwarztee, glimmende Herausforderung im Blick.
Von seinen geschwungenen Lippen perlt so selten ein ehrliches Wort, dass man meinen könnte, sie sollten von Natur aus dunkel und böse aussehen — doch das tun sie nicht. Viel zu gern verziehen sie sich zu einem (zugegebenermaßen manchmal bissigen) Lächeln, das doch immer ein wenig verschmitzt aussieht, während ein wahres Lächeln, das seine Grübchen zum Vorschein und seine Augenfältchen zum Ausfächern bringen würde, es selten bis nie auf sein Gesicht schafft. Dafür zügelt er sich selbst zu sehr, ist zu verstrickt in alles Negative, das sich auch in seinen oft vor der Brust verschränkten Armen und dem energischen, ungeduldigen Gang widerspiegelt. Er ist ein Mann fahriger Natur, jegliche Lässigkeit ist erzwungen, vielmehr wirkt er verspannt, wie als würde er sich ständig gegen etwas stemmen, während er, entgegen jeglichen Sehnens nach Sanftheit, grob durch die Weltgeschichte marschiert. Wenn er frustriert ist, reibt er sich exzessiv den Nacken oder rauft sich die Haare, bis die (momentan) mittellangen Strähnen konfus von seinem Kopf abstehen. Den einstigen Dutt aus langem, seidig schwarzem Haar hat er als Himitsu zugunsten der Tarnung aufgegeben — ebenso wie er sich nicht länger in die typische Uniform des Militärs der Feuernation kleidet, sondern sich je nach Aufenthaltsort anpasst. Unter seiner Kleidung verbirgt der 1,78m hohe Feuerbändiger eine Brandnarbe am Sternum, die sein Halbbruder Aeneas ihm im Laufe einer Trainingseinheit zugefügt hat — kleinere wie größere Narben haben sich über die Kriegsjahre hinweg dazugesellt, jedoch nichts Langwieriges. Selbst davon, beim versehentlichen Feuerbändigen im nördlichen Lufttempel beinahe von Jhaans Himmelsbison zerquetscht worden zu sein, hat er sich erstaunlich gut erholt — er hat von der Gehirnerschütterung nur seelische Narben (aufgrund der Demütigung) davongetragen.
gespielt von Chulia
(Name als Pronomen) |
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