hope is a dangerous thing
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rosenprinzessin
03.08.2021, 13:03
« Der zarte Stoff ihres Kleides raschelte, als sie sich von zwei Dienern hochhelfen ließ. Keiner versuchte sie davon abzuhalten, für den kurzen Moment aufzustehen - wenn es sonst auch Sitte gewesen wäre, einer schwangeren Herrin so viel Bewegung zu ersparen, wie nur möglich. Nicht jedoch, wenn Ares ankam. »
Rot leuchteten die Rosenblüten im warmen Licht der wandernden Sonne. Still saß die Prinzessin inmitten der Blumenpracht, die mittlerweile den einst so tristen, versengten Baum umrankte. Vor ihr war ein kleines Buffet angerichtet, dessen letzte Speisen gerade auf die niedrige Tischplatte gebracht wurden. Bald würde er hier sein. Soraya starrte auf ihre Finger, die über das Fell ihres Hirschhundes, der seine feuchte Nase dösend auf ihrem Schoß abgelegt hatte, strichen. Sie konnte es immer noch nicht wirklich glauben. Es war einleuchtend, durch und durch - erklärte die Übelkeit, die sie in den letzten Wochen jeden Morgen verspürte, ihren häufigen Schwindel, die Tatsache, dass ihre Korsetts bei weitem nicht mehr so eng geschnürt werden konnten wie zuvor … zunächst hatte sie gedacht, sie hatte schlicht und ergreifend zu viel Süßgebäck genascht, in den paar Monaten, die sie nun bereits hier war. Wie lange das wirklich war, realisierte sie immer wieder, wenn sie Takeshi ansah. Am Tag nach ihrer Hochzeit hatte Ares ihr den Hirschhund zum Präsent gemacht – damals noch als kleiner Welpe, dessen Kopf nicht mehr als zwei kleine Stumpen zeigte. Bis heute war aus eben diesen Stumpen bereits ein kleines Geweih gewachsen, das mit zwei Spitzen stolz in die Höhe rankte. Seine Oberfläche war weich, geradezu flauschig, alles in allem war es kein Vergleich zu den knochenharten Prachtexemplaren, die ausgewachsene Hirschhunde paradieren, aber nichtsdestotrotz war es eine Art Verbildlichung der Zeit, die seit ihrer Ankunft vorbeigegangen war. So wenig und irgendwie doch so viel. Ein Drachenflug der Gefühle. Ob ihre so häufig aufgewühlten Emotionen auch ein Resultat ihrer Umstände waren? Takeshi murrte leise im Schlaf unter ihrer Hand und auch Soraya seufzte sacht. Zumindest heute war ihre Nervosität sicherlich nicht unbegründet. Die Diagnose am Morgen in Bais Praxis, dann wenig später, als sie wieder in ihrem Gemach war, das Geständnis Shallans. Am liebsten würde sie letzteres einfach vergessen. Für immer. Es … un-erfahren. Hätte es die Zofe ihr doch nur nie erzählt. Die Prinzessin hasste sie dafür. Dafür, dass sie es ihr gesagt hatte, noch vielmehr als für das, was sie getan hatte. Weil sie damit all die Last auf Soraya abgewälzt. Ihren perfekten Moment, in dem sie Ares von ihren Umständen erzählt, ruiniert. Sie der Entscheidung ausgesetzt, was sie nun mit ihrem Wissen anstellen sollte. Dabei wusste Shallan doch ganz genau, dass keine Wahl bestand. Dass es nur eine wirkliche Option gab. Sie hasste sie dafür. Die Dienerschaft um sie herum verstummte. Binnen Sekunden standen sie in Reih und Glied mit verneigtem Haupt. Takeshi sprang auf, wie vom Blitz getroffen, und lief in Windeseile zu seinem Platz einige Meter weiter, um sich in vorbildlichster Pose dorthin zu setzen. Niemand musste ein Wort sagen, längst war jedem klar, was geschah. Die Hände der Rosenprinzessin waren zittrig, als sie sie in ihrem Schoß verschränkte. Ein letztes Mal schloss sie die Augen, atmete ein. Tief ein. Es duftete nach Rosen und Reis und Gebäck und Früchten. Atmete aus. Schlug die Augen auf. Die Abendsonne ließ alles rosarot erleuchten. Wunderschön. Der zarte Stoff ihres Kleides raschelte, als sie sich von zwei Dienern hochhelfen ließ. Keiner versuchte sie davon abzuhalten, für den kurzen Moment aufzustehen, wenn es sonst auch Sitte gewesen wäre, einer schwangeren Herrin so viel Bewegung zu ersparen, wie nur möglich. In dieser Hinsicht nicht. Sacht leuchtete die Abendsonne in ihren Augen, als sie den Schopf hob, um ihren Gatten mit einem leichten Lächeln anzusehen. „Guten Abend, mein Liebster.“ herkunft Capital City
stand Königsfamilie - Erde
alter 20 Jahre
gender Weiblich
bändigung Erde
beruf Erdprinzessin
größe 1,66
erscheinung
Jeder, der von der Rosenprinzessin des Erdkönigreichs gehört hat, wird vor allem eines wissen: die Geschichten von ihrer Schönheit sind auf der ganzen Welt bekannt. Die weiche Haut mit den rosigen Wangen scheint immerzu beinahe ätherisch zu schimmern, die vollen Lippen haben die Farbe der süßesten Erdbeeren, die man sich nur vorstellen kann. Ansprechend geschwungene Augen glitzern grün unter vollen, tiefschwarzen Wimpernkränzen hervor, bilden einen herrlichen Kontrast zu dem ebenholzbraunen, wallenden Haar, welches die Prinzessin am liebsten offen und nur in Teilen zurückgeflochten trägt. In sanften Wellen fällt es ihr so bis zur Hüfte. Alles an ihr scheint feingliedrig und elegant, von ihren zarten Gesichtszügen bis zu ihren schmalen Händen. Soraya ist 1,66 Meter groß, hat immerzu eine perfekt aufrechte Körperhaltung und meist ein zartes Lächeln auf den Lippen. Ihr Kleidungsstil ist elfengleich, sie liebt edle Stoffe, filigrane Stickereien und ausladende Ärmel. Ihre beeindruckenden Kleider trägt sie am liebsten in Rosétönen, mittlerweile trifft man sie jedoch häufiger in Rot an. Aufgrund ihrer Position als Erdprinzessin trägt sie immerzu ein Diadem auf ihrem Schopf, wobei sie eine Sammlung mit über 30 dieser femininen Kronen hat. Ein Element, welches immer in ihrem Auftritt vertreten sein muss, ist die Rose: seien es gestickte Blüten auf ihrem Bustier oder eine frisch gepflückte Blumen in ihrem Haar. Seit ihrer Hochzeit mit Ares, dem Roten Drachen, hat sich ihre kleine Tradition um mindestens eine Darstellung eines Drachens erweitert. Der Drache und die Rose - eine wunderschöne Symbolik für die tragische Realität.
gespielt von Elle
(sie/ihre) |
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hope is a dangerous thing - von Soraya - 03.08.2021, 13:03
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