hope is a dangerous thing
|
◇
rosenprinzessin
17.08.2021, 12:51
„Macht, dass ihr wegkommt!“
Kaum merklich zuckte die Prinzessin zusammen, als Ares Stimme tief und drohend über den eben noch so ruhigen Garten donnerte. Seine Laune war ganz offensichtlich alles andere als gut. Sorge flammte in Soraya auf. Was, wenn er es bereits wusste? Wenn sie der Grund für seine Stimmung war, wenn ihrem Gatten die Neuigkeiten ganz und gar nicht gefielen? Eigentlich war sie sich sicher gewesen, dass ihre Schwangerschaft genau das war, was er gewollt hatte. Zwei Nationen, mehr noch, eigentlich die ganze Welt schien auf die Vereinigung ihrer Reiche in dieser Form zu hoffen. Es war viel mehr als nur ein Nachkomme – es war das Versprechen einer rosigen, friedlicheren Zukunft. Die Lösung für ein Schicksal voller Kampf und Krieg. Erlösung. Konnte es sein, dass der Drache genau das eigentlich gar nicht wollte? Noch dazu war da Shallans … Eingriff. Ihr heimliches Untermischen von Verhütungskräutern in Sorayas morgendlichen Tee. An und für sich ein unverantwortungsvoller Akt, leichtsinnig, töricht, … staatsfeindlich, nicht nur für die Feuernation, sondern ebenso für das Erdkönigreich. Aber es war erfolglos gewesen, die Rose trug nun nichtsdestotrotz ein Kind unter dem Herzen – der Grund, weshalb sowohl sie als auch ihre Vertraute darauf hofften, dass Ares keine, oder zumindest eine mildere, Bestrafung einfordern würde, oder es vielleicht sogar unter den Tisch fallen lassen könnte, sodass es kein Staatsanliegen wurde. Doch mit der Stimmung, in der er nun erschienen war … plötzlich schien all ihre Hoffnung nicht mehr als törichte Träumerei gewesen zu sein. Einmal mehr fühlte sie sich wie ein Koalaschaf, was man vor einem hungrigen Drachen ausgesetzt hatte, ohne eine Chance auf Flucht oder Rettung. Entgegen der Unruhe, die nun ihr Herz zum Rasen brachte, hielt Raya ihre Mimik und Gestik ruhig – etwas, das sie in ihren bisherigen Monaten an Ares Seite mehr denn je zu meistern gelernt hatte. Und als sein strenger, gereizter Blick ihre Augen fand war es wieder einmal ein Segen, in diesem ruhigen Erscheinen geübt zu sein. „Setz dich“ Sein Ton war eisern. Sie nickte leicht, ehe sie seinen Worten Folge leistete und sich zurück auf das Sitzkissen niederließ. Sogleich begann der Feuerbändiger, eine Variation der zubereiteten Fleischsorten auf seinen Teller fallen zu lassen. Soraya spürte einen Hauch der Übelkeit ihre Kehle hinaufkriechen, den sie rasch mit einem Schluck Brennnesseltee aus ihrer Tasse hinfort zwang. Ob ihr Empfinden der Sorge oder dem fettigen Glanz vom marinierten Fleisch geschuldet war, wusste sie nicht – egal wie war es nichts, was in diesem Moment Platz in ihrer Wahrnehmung haben durfte. Also legte sie sich lediglich eine kleine Auswahl an schwach gewürztem, gedampftem Gemüse und ein paar hübscher, kleiner Pai Brote auf ihren Teller, um keine weitere Übelkeit zu provozieren, und hielt ihren Blick bestmöglich von der Portion ihres Gatten fern. Einen Moment aßen sie schweigend. Der Drache war vermutlich froh darüber, seine Ruhe zu haben. Wenn er so gestimmt war, war es meist am weisesten, wenn sie ihn wenig beim Essen störte – was ihr gerade nur zu gut passte. Soraya grübelte zwischen kleinen Bissen von ihren goldenen Essstäbchen. Aber schon bald wurde ihr klar, dass es keinen Ausweg gab. Sie musste sprechen, musste Ares mitteilen, warum sie all das hier veranlasst hatte … Also legte sie ihre Stäbchen beiseite. Kurz atmete sie durch. Sammelte Mut, während sie sich fühlte, als stünde sie an der äußersten Kante der Klippen, die einige hier nur wenige hundert Meter von ihnen entfernt in tödliche Tiefen führten. Dann sah die Prinzessin zu ihrem Ehemann, ein kleines, vorsichtiges Lächeln auf den Lippen, um ihre Unsicherheit weiter zu verbergen. „Ares, es gibt da etwas, das ich dir mitteilen muss“, begann sie vage mit sanfter Stimme, „Du … erinnerst dich an unsere Flitterwochen, an die Grotte mitten im Meer und … was wir uns darin versprochen haben …“ Eine warme Erinnerung zu beschwören, die sie beide verband, erschien ihr die beste Art, sich positiv an die Ankündigung heranzutasten – wenn auch nur kurz, da es offensichtlich war, wie kurz der ohnehin dünne Faden von Ares Geduld an diesem Abend war. „Nun, ich war vorhin bei Bai und er hatte … gute Nachrichten.“ Ihr Lächeln wurde etwas größer, hoffnungsvoll, ihn wenn nötig von der positiven Natur ihrer folgenden Worte zu überzeugen. Sie griff sacht seine Hand und legte sie auf die dünnen Stoffschichten ihres zartroten Kleides – über ihren Bauch, der bereits ein wenig gewölbt darunter zu spüren war. Ihr Herz pochte so schnell, als wollte es sich in ihrer Brust überschlagen. „Du kriegst einen Erben. Ich bin schwanger.“ herkunft Capital City
stand Königsfamilie - Erde
alter 20 Jahre
gender Weiblich
bändigung Erde
beruf Erdprinzessin
größe 1,66
erscheinung
Jeder, der von der Rosenprinzessin des Erdkönigreichs gehört hat, wird vor allem eines wissen: die Geschichten von ihrer Schönheit sind auf der ganzen Welt bekannt. Die weiche Haut mit den rosigen Wangen scheint immerzu beinahe ätherisch zu schimmern, die vollen Lippen haben die Farbe der süßesten Erdbeeren, die man sich nur vorstellen kann. Ansprechend geschwungene Augen glitzern grün unter vollen, tiefschwarzen Wimpernkränzen hervor, bilden einen herrlichen Kontrast zu dem ebenholzbraunen, wallenden Haar, welches die Prinzessin am liebsten offen und nur in Teilen zurückgeflochten trägt. In sanften Wellen fällt es ihr so bis zur Hüfte. Alles an ihr scheint feingliedrig und elegant, von ihren zarten Gesichtszügen bis zu ihren schmalen Händen. Soraya ist 1,66 Meter groß, hat immerzu eine perfekt aufrechte Körperhaltung und meist ein zartes Lächeln auf den Lippen. Ihr Kleidungsstil ist elfengleich, sie liebt edle Stoffe, filigrane Stickereien und ausladende Ärmel. Ihre beeindruckenden Kleider trägt sie am liebsten in Rosétönen, mittlerweile trifft man sie jedoch häufiger in Rot an. Aufgrund ihrer Position als Erdprinzessin trägt sie immerzu ein Diadem auf ihrem Schopf, wobei sie eine Sammlung mit über 30 dieser femininen Kronen hat. Ein Element, welches immer in ihrem Auftritt vertreten sein muss, ist die Rose: seien es gestickte Blüten auf ihrem Bustier oder eine frisch gepflückte Blumen in ihrem Haar. Seit ihrer Hochzeit mit Ares, dem Roten Drachen, hat sich ihre kleine Tradition um mindestens eine Darstellung eines Drachens erweitert. Der Drache und die Rose - eine wunderschöne Symbolik für die tragische Realität.
gespielt von Elle
(sie/ihre) |
| Nachrichten in diesem Thema |
|
hope is a dangerous thing - von Soraya - 03.08.2021, 13:03
RE: hope is a dangerous thing - von Ares - 12.08.2021, 07:36
RE: hope is a dangerous thing - von Soraya - 17.08.2021, 12:51
RE: hope is a dangerous thing - von Ares - 19.08.2021, 18:00
RE: hope is a dangerous thing - von Soraya - 15.09.2021, 13:11
RE: hope is a dangerous thing - von Ares - 22.09.2021, 20:16
RE: hope is a dangerous thing - von Soraya - 22.11.2021, 22:21
RE: hope is a dangerous thing - von Ares - 22.11.2021, 23:46
RE: hope is a dangerous thing - von Soraya - 04.12.2021, 03:46
RE: hope is a dangerous thing - von Ares - 09.12.2021, 22:02
RE: hope is a dangerous thing - von Soraya - 30.12.2021, 00:24
RE: hope is a dangerous thing - von Ares - 16.01.2022, 00:53
RE: hope is a dangerous thing - von Soraya - 18.01.2022, 22:20
RE: hope is a dangerous thing - von Ares - 22.01.2022, 16:10
RE: hope is a dangerous thing - von Soraya - 22.01.2022, 19:17
RE: hope is a dangerous thing - von Ares - 23.01.2022, 12:29
RE: hope is a dangerous thing - von Soraya - 02.03.2022, 20:37
RE: hope is a dangerous thing - von Ares - 01.04.2022, 20:50
|