hope is a dangerous thing
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rosenprinzessin
22.11.2021, 22:21
« Tränen der Sorge glänzten in ihren Augen, bettelnd sah sie ihren Ehemann an, als sie vorsichtig ihre Finger an seinen Arm legte. „Bitte, Ares, sieh meine Aufrichtigkeit, sieh meine Loyalität für dich, die nichts in dieser Welt bedrohen könnte. Ich bin dir ergeben. Ich bin deine Frau, Ares.“ »
Es erfüllte die Prinzessin mit einer unvergleichlichen Freude, wärmte ihr Innerstes wohlig auf, zu sehen, wie die schwere Düsterheit mit ihren Neuigkeiten nach und nach von Ares abfiel. Kürzlich schien er nach seiner Arbeit übler gelaunt, als es sonst der Fall war – Soraya wusste nicht, was es genau war, das offensichtlich so viel mehr Lasten auf seine Schultern lud, doch sie war es nichtsdestotrotz, die mit den Folgen umzugehen hatte. Ein verstimmter Drache führte entweder zu bitterer Einsamkeit und Ignoranz oder zu ausschlagender Gewalt, und beides war nur schwer zu ertragen für die zarte Rose. Umso mehr fühlte es sich nun an, als würde ein schwerer Stein von ihrem Herzen und ihren Lungen gestemmt, während die von der warmen Abendsonne illuminierten Gesichtszüge ihres Gatten von eiserner Härte zu einer neuartigen Leichtheit wandelten.In ihrem Gespräch ging es nun um den Besuch Ishars und seinem Hofgefolge, das zugleich eine großartige Gelegenheit zur Verkündung der großen Neuigkeiten bieten würde. „Schaffst du es, bis dahin Stillschweigen zu bewahren?“, fragte Ares sie also, während er großzügiger als sonst zum Wein griff – für Soraya ein weiteres Anzeichen seiner neugefundenen Erleichterung. Breit grinste sie, wobei sie sich leicht auf die Unterlippe biss, als müsse sie ihren Körper davon zurückhalten, vollkommen in unbändiger Freude aufzugehen. „Es wird sicherlich eine Herausforderung sein!“, erwiderte sie, „Vor dir konnte ich es nicht einen einzigen Moment zurückhalten“ Ihre Augen glänzten im Licht, als sie leise lachte. Dann fuhr sie mit Ernsthaftigkeit in ihrer Stimme fort: „Doch nein, kein Wort wird zuvor über meine Lippen kommen. So sehr ich es auch in die Nation hinausrufen will – bis dahin wird es unser Geheimnis sein.“ Auch das war ein Zustand, auf den sie sich zugegebenermaßen freute. Ein glückliches Geheimnis, nur zwischen ihrem Ehemann und ihr, von dem niemand sonst zuvor erfahren würde … das Kind unter ihrem Herzen verband sie schon von diesem Moment so eng wie es nichts anderes konnte. Und wie sehr es Ares‘ Herz unmittelbar für sie zu erwärmen schien, zeigte sich sogleich, als er selbst ihr Wein in den goldenen Kelch einschenkte und ihn ihr reichte. Mit großen Augen betrachtete sie die Geste – denn Ares war für gewöhnlich sicherlich der letzte, der einem anderen einen solchen Dienst erweisen würde, wie ihn sonst nur Bedienstete erbrachten. Aber jetzt gerade tat er es … für sie. „Wir sollten darauf anstoßen, meinst du nicht, meine Rose?“ Ein Gefühl, dass sie nur als Liebe benennen könnte, erfüllte ihre Brust und ließ ihren Blick leuchten, als Soraya den Kelch entgegen genommen hatte und ihrem Mann in die Augen sah. In vollkommener Erfüllung hob sie ihre Hand zum Prost und fühlte pures Glück in jeder Faser ihres Körpers, als sie von dem Wein trank, der ihr süßer als der Nektar der höchsten Geister vorkam. Vermutlich war es dieser Übermut, belebt vom leuchtenden Glück, der die nächsten Worte über ihre Lippen getrieben hatte. Sie hatte es aussprechen müssen, egal wie. Doch ihre Hoffnung, die Freude des Moments und dieses Versprechen der rosigen Zukunft würde das Feuer des Drachen verhindern, schien sich kurz darauf schon als naives Wunschdenken zu entpuppen. Die Atmosphäre schlug um, noch während die Prinzessin sprach. So sehr sie auch versuchte, an dem plötzlich so zerbrechlich schimmernde Glück festzuhalten – Ares Mine wurde düsterer und düsterer. Das Lächeln auf ihren Lippen erstarb langsam aber sicher, während der Kelch in ihren Händen herabsank. „Unser Kind …“ Seine Stimme war ruhig, doch nicht entspannt; ihr Ton glich dem leisen Brodeln, dass sie bei einem Besuch der Vulkanlandschaften erhört hatte, kurz bevor der Ausflug abrupt abgebrochen und sie in Sicherheit gebracht wurden waren, da der Vulkan nur wenige Minuten später den Boden und alles, was darauf war, mit glühender Lava versengt hatte. Sorayas zarte Finger zitterten, als sie den Kelch langsam neben sich abstellte. Sie zitterten auch noch, als sie sie geradezu unbewusst, instinktiv über ihren Bauch legte, wusste sie doch nur zu gut, worin diese Situation zu enden drohte. Während es zwischen ihnen todesstill war, wandelte sich die Freude in ihrem Blut mehr und mehr zu Furcht. Das eine ebenso bestärkt von Adrenalin wie das andere, doch wo sie sich eben noch um Ares Hals werfen wollte, schrie der gleiche Körper ihr nun zu, vor ihm zu flüchten. Unbewegt blieb sie sitzen, den Blick devot abgewandt, wie ein Hund, der mit eingezogener Rute die Züchtigung seines Herren erwartete. Aber dazu kam es nicht … noch nicht. Keine Hand wurde gegen sie erhoben, kein Gebrüll durchriss die angespannte Stille. Stattdessen nur leises Schlucken, als der General von seinem Wein trank. Bis … KRACH! Stark zuckte Soraya zusammen, ihre Arme legten sich enger um ihren Bauch, als Ares seinen Kelch auf den Tisch neben ihr donnerte. Die grünen Augen weit aufgerissen sah sie ihren Mann an, darauf gewappnet, nun doch eine gehobene Hand zu erblicken. „Wie lange…?“ Sein Gesicht hatte er fortgewandt, hin zum gefüllten Teller vor sich. Unsicherheit war pures Gift, zusammen mit der Erfahrung, die sie bereits in dieser Ehe hatte sammeln müssen. „Wie lange hast du schon von Shallans Kräutern gewusst?“ Soraya schluckte. Eigentlich gab es keinen Grund, Furcht zu verspüren – schließlich gab es nichts, was sie selbst getan hatte, kein Fehlverhalten, welches sie sich hatte zuschulden kommen lassen. Aber wann hatte es für den Drachen schon wirklich einen konkreten Grund gebraucht, um Strafe auszuteilen? Auch das wusste sie mittlerweile: Ares bestrafte so großzügig, wie er entlohnte, und beides teilte er aus, wie er es für richtig empfand. Bisweilen hatte sie ein gutes Bild davon erarbeiten können, was „richtig“ für ihn bedingte, doch es gab immer wieder neue Facetten, die das Portrait weiter, tiefer, blutiger in ihrem Bewusstsein ausritzten. Also wandelte sie mit Vorsicht, mit alles einnehmender Achtung, auf dem schmalen Pfad, den dieses Bild bisher ergeben hatte – jederzeit der Möglichkeit ausgesetzt, mit ihren wohlgewählten Schritten trotzdem in eine versteckte Falle zu treten; und Ares Fallen schnitten tief. Nichtsdestotrotz musste sie ihm zeigen, dass sie unschuldig war. Dass sie alles genau so getan hatte, wie er es sicherlich von ihr verlangt hätte. Ihre Stimme war ruhig und doch sicher in ihrer Wahrheit, als sie sprach. „Vor wenigen Stunden.“ Die Prinzessin sah ihn aufrichtig an, egal, ob er sie mit seinem Blick würdigte oder nicht. „Ich habe es erst vorhin erfahren, kurz nachdem wir die Bestätigung meiner Schwangerschaft von Bai erhielten. Danach hat es mir Shallan hier im Anwesen gebeichtet, als wir allein waren. Es war vor etwa zwei Monaten, nach dem erneuten Angriff auf mich durch die Nationsfeinde. Seitdem hat sie die Kräuter immer wieder in mein Essen gemischt – bis dann mein letztes Bluten ausblieb.“ Es brachte nichts, die Situation fälschlich zu beschönigen. Shallan hatte getan, was sie getan hatte. Sie hatte gewusst, dass Soraya sie nicht beschützen konnte, wenn es rauskam (und in diesem Anwesen kann alles heraus, egal, wie verborgen man es geglaubt hatte). So sehr die Rose es auch nicht wahrhaben wollte … ihre Zofe hatte es willentlich getan, und mochte der Grund auch von Liebe bewegt gewesen sein, war ihr Handeln nicht minder ein Verrat an der ganzen Nation. Die Prinzessin hasste sie dafür nicht, wusste sie doch tief in sich drin, dass ihre einzige treue Freundin ihr nicht hatte schaden wollen. Und sie hatte ihr auch nicht geschadet! Es war töricht gewesen, leichtsinnig, übergriffig, gefährlich … aber motiviert von Hingabe, wenn sie Shallans Erklärung glauben konnte. Doch nun war es an Ares, Glauben zu schenken; und er war ein misstrauischer, unvergebender Mann. „Zu keinem Zeitpunkt habe ich von ihrem Begehren oder ihren Taten gewusst, niemals, in keiner Weise; nicht einmal eine Vorahnung.“ Verzweiflung zeichnete sich in Sorayas Gesicht ab, als sie die Brauen nach oben zusammenzog und sich nach vorn lehnte, sodass Ares sie ansah. „Ich würde dich niemals anlügen, Ares, oder dir auch nur etwas verheimlichen. Darum habe ich es dir jetzt gesagt, ohne Umschweife, egal, wie aufreibend es auch ist, egal, wie düster auch das Licht, welches es nun auf diesen Moment puren Glückes wirft. Dass ich so ruhig, so gesammelt war in meinem Bericht hängt ausschließlich daran, dass sie nicht erfolgreich war. Dass es unserem Kind gut geht. Dass ich unser Kind mit Ruhe weiter schützen muss.“ Die Prinzessin hielt inne. Aus voller Inbrunst, voller Leidenschaft hatte sie ihre Worte gesprochen. Tränen der Sorge glänzten in ihren Augen, bettelnd sah sie ihren Ehemann an, als sie vorsichtig ihre Finger an seinen Arm legte. „Bitte, Ares, sieh meine Aufrichtigkeit, sieh meine Loyalität für dich, die nichts in dieser Welt bedrohen könnte. Ich bin dir ergeben. Ich bin deine Frau, Ares.“ Eine einzelne Träne rann über ihre roten Wangen, Herz und Seele schienen in ihren Worten zu sprechen. Sie meinte, was sie sagte. Vollkommen. „Ich liebe dich, mit jeder Faser meines Wesens, und so liebe ich jetzt auch unser Kind. Keinen von euch beiden würde ich jemals geschadet wissen wollen. Lieber würde ich sterben und sterben will ich, wenn ich dir die Unwahrheit erzähle.“ herkunft Capital City
stand Königsfamilie - Erde
alter 20 Jahre
gender Weiblich
bändigung Erde
beruf Erdprinzessin
größe 1,66
erscheinung
Jeder, der von der Rosenprinzessin des Erdkönigreichs gehört hat, wird vor allem eines wissen: die Geschichten von ihrer Schönheit sind auf der ganzen Welt bekannt. Die weiche Haut mit den rosigen Wangen scheint immerzu beinahe ätherisch zu schimmern, die vollen Lippen haben die Farbe der süßesten Erdbeeren, die man sich nur vorstellen kann. Ansprechend geschwungene Augen glitzern grün unter vollen, tiefschwarzen Wimpernkränzen hervor, bilden einen herrlichen Kontrast zu dem ebenholzbraunen, wallenden Haar, welches die Prinzessin am liebsten offen und nur in Teilen zurückgeflochten trägt. In sanften Wellen fällt es ihr so bis zur Hüfte. Alles an ihr scheint feingliedrig und elegant, von ihren zarten Gesichtszügen bis zu ihren schmalen Händen. Soraya ist 1,66 Meter groß, hat immerzu eine perfekt aufrechte Körperhaltung und meist ein zartes Lächeln auf den Lippen. Ihr Kleidungsstil ist elfengleich, sie liebt edle Stoffe, filigrane Stickereien und ausladende Ärmel. Ihre beeindruckenden Kleider trägt sie am liebsten in Rosétönen, mittlerweile trifft man sie jedoch häufiger in Rot an. Aufgrund ihrer Position als Erdprinzessin trägt sie immerzu ein Diadem auf ihrem Schopf, wobei sie eine Sammlung mit über 30 dieser femininen Kronen hat. Ein Element, welches immer in ihrem Auftritt vertreten sein muss, ist die Rose: seien es gestickte Blüten auf ihrem Bustier oder eine frisch gepflückte Blumen in ihrem Haar. Seit ihrer Hochzeit mit Ares, dem Roten Drachen, hat sich ihre kleine Tradition um mindestens eine Darstellung eines Drachens erweitert. Der Drache und die Rose - eine wunderschöne Symbolik für die tragische Realität.
gespielt von Elle
(sie/ihre) |
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hope is a dangerous thing - von Soraya - 03.08.2021, 13:03
RE: hope is a dangerous thing - von Ares - 12.08.2021, 07:36
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