hope is a dangerous thing
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rosenprinzessin
04.12.2021, 03:46
Endlich sah er sie an. Und obwohl seine Augen auf gewisse Weise undurchdringbar schienen, zeigten sie nicht die brennende Wut, den flammenden Hass, den Soraya erwartet hatte. Und irgendwo darin meinte sie sogar, eine Art der Zärtlichkeit deuten zu können – umso mehr, als seine Finger so sanft über ihre Wange strichen. Ein leises, sachtes Schluchzen entwich ihrer Kehle bei der Wärme seiner Berührung, die keine Gewalt, sondern Liebe zu beinhalten schien. Die Erleichterung des Leids in ihrem Innern drückte sich in den leicht zusammengezogenen Brauen aus, während sie sich an Ares‘ Hand schmiegte. So verzehrend nach der Bestätigung und Zuneigung dieses Mannes, wie eine Wanderin der Si Wong Wüste, die völlig ausgetrocknet endlich die rettende Wasserquelle fand. „Ich weiß, dass du mir treu ergeben bist.“ Die Prinzessin blinzelte, ihr Blick hing so hingebungsvoll auf dem Gesicht des Drachen. Ein paar letzte Tränen perlten von ihren langen Wimpern hinab auf ihre Wangenknochen. Ihre Seele blühte auf in der Absolution seiner Worte. „Und so bin ich auch dir verpflichtet. Du bist meine Frau, ich bin dein Mann. Ich werde tun, was in meiner Macht steht, um jedes Unrecht zu sühnen, das dir widerfährt. Das ist meine Aufgabe.“ Süßer als der edelste Sinamhonig, zarter als die feinsten Harfentöne – es war ein glorreiches Gefühl. Er war der erste Mensch, der ihr jemals wahrlich das Gefühl von Wichtigkeit um ihrer selbst willen gab. Er stand auf ihrer Seite, und ihrer allein, nicht für ihren Vater oder ihre Brüder, sondern nur für sie. Immer, wenn Ares seine Treue für sie und ihre Wichtigkeit für ihn aussprach, war es, als würde er flüssiges Gold in ihre Seele träufeln, Gold, aus dem ganze Bäume des Glücks in ihrem Innern erwuchsen und die Wurzeln und Äste durch ihren gesamten Körper ausbreiteten. So eindeutig gab er Soraya das, wonach sie sich in ihrer gesamten Existenz immer gelechzt hatte. Und eine selige Dankbarkeit für ihn und die Geister, die sie zusammenbestimmt hatten, erfüllte sie. Herrlich war der zuckersüß-saftige Granatapfel nach dem quälenden Hunger.
Und als der General seine Prinzessin dann auch noch zu sacht zu sich zog, um ihre Lippen mit seinen zu küssen, war es, als würde dem Herzen in ihrer Brust aus Ketten Flügel wachsen. Und es flatterte und frohlockte durch die goldenen Wurzeln und Äste, trieb ihren Kopf in schwindlige Höhen, in denen das Fallen gar keine Option zu sein schien. Rayas Finger lagen noch immer an Ares Arm, strichen nun zärtlich über seinen Unterarm, ehe sie sich an ihm festhielten. Wärmer als die Sommertage, die sie erwarteten, war das sachte Lächeln, mit dem sie ihren Gatten bedachte, als er den Kuss löste. Sie nahm daraufhin einen Schluck von ihrem Wein, den Blick in ergebener Stille auf ihren bescheiden gefüllten Teller gerichtet, während Ares weiter aß. „Um deinetwillen, wie ich weiß, was sie dir bedeutet, werde ich sie am Leben lassen.“ Rasch wand sie ihr Antlitz wieder zur Seite, ihre geweiteten Augen fanden sein Gesicht. Sie konnte kaum glauben, was ihre Ohren vernommen hatten. Natürlich hatte sie darauf gehofft, dass er für Shallan Gnade walten lassen würde, doch dass es tatsächlich so kommen würde, insbesondere nach der Rage, die er vor wenigen Momenten noch gezeigt hatte … Die Rose fiel ihm um den Hals. Tatsächlich, aufrichtig, übermannt von der puren Freude, die sie nun in purster und vollkommenster Form erfüllte. Ihre Hände warfen sich quasi von selbst um seinen Nacken, ihr Oberkörper schien von sich aus auf seinem zu landen – und schon lagen sie auf der weichen, goldenen Decke, die unter ihren Zabutons ausgebreitet war. Ein paar Strähnen lösten sich dabei aus der kunstvoll arrangierten Frisur, die das Gesicht der Prinzessin umrahmten, während sie über Ares lehnte und die Abendsonne sie von hinten erwärmte. Vielleicht waren es die Hormone der Schwangerschaft, die munter ihrem Geist zu neuen Höhen verhalfen, oder schlicht und ergreifend das Gefühl wahrer, aufrichtiger Liebe, das sie vor ihrem Gatten niemals kannte und in diesem Moment zum ersten Mal in seiner vollen Wahrhaftigkeit erfuhr. Egal, was es war – Soraya strahlte wie nie zuvor in ihrem Leben, während ihr Gesicht ganz nah über Ares‘ war und ihr Blick auf seinen Augen haftete. „Ich danke dir, mein Liebster, danke, mit all meinem Herzen“ Und bevor sie der wundersame Mut des überschwänglichen Glücks wieder verlassen konnte, hauchte sie: „Ich liebe Dich, Ares, mein wunderbarer, alle übertrumpfender Drache … ich liebe Dich mit all meinem Herzen, mehr, als ich es mir jemals hätte erträumen können.“ herkunft Capital City
stand Königsfamilie - Erde
alter 20 Jahre
gender Weiblich
bändigung Erde
beruf Erdprinzessin
größe 1,66
erscheinung
Jeder, der von der Rosenprinzessin des Erdkönigreichs gehört hat, wird vor allem eines wissen: die Geschichten von ihrer Schönheit sind auf der ganzen Welt bekannt. Die weiche Haut mit den rosigen Wangen scheint immerzu beinahe ätherisch zu schimmern, die vollen Lippen haben die Farbe der süßesten Erdbeeren, die man sich nur vorstellen kann. Ansprechend geschwungene Augen glitzern grün unter vollen, tiefschwarzen Wimpernkränzen hervor, bilden einen herrlichen Kontrast zu dem ebenholzbraunen, wallenden Haar, welches die Prinzessin am liebsten offen und nur in Teilen zurückgeflochten trägt. In sanften Wellen fällt es ihr so bis zur Hüfte. Alles an ihr scheint feingliedrig und elegant, von ihren zarten Gesichtszügen bis zu ihren schmalen Händen. Soraya ist 1,66 Meter groß, hat immerzu eine perfekt aufrechte Körperhaltung und meist ein zartes Lächeln auf den Lippen. Ihr Kleidungsstil ist elfengleich, sie liebt edle Stoffe, filigrane Stickereien und ausladende Ärmel. Ihre beeindruckenden Kleider trägt sie am liebsten in Rosétönen, mittlerweile trifft man sie jedoch häufiger in Rot an. Aufgrund ihrer Position als Erdprinzessin trägt sie immerzu ein Diadem auf ihrem Schopf, wobei sie eine Sammlung mit über 30 dieser femininen Kronen hat. Ein Element, welches immer in ihrem Auftritt vertreten sein muss, ist die Rose: seien es gestickte Blüten auf ihrem Bustier oder eine frisch gepflückte Blumen in ihrem Haar. Seit ihrer Hochzeit mit Ares, dem Roten Drachen, hat sich ihre kleine Tradition um mindestens eine Darstellung eines Drachens erweitert. Der Drache und die Rose - eine wunderschöne Symbolik für die tragische Realität.
gespielt von Elle
(sie/ihre) |
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hope is a dangerous thing - von Soraya - 03.08.2021, 13:03
RE: hope is a dangerous thing - von Ares - 12.08.2021, 07:36
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