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weißer Drache
21.02.2021, 13:12
Es war immer wieder ein befreiendes Gefühl für ihn, wenn seine Flotte wieder in See stach. Ein paar Tage an Land der Feuernation genügten Aphelion doch in der Regel, um sich wieder zurück aufs Meer zu wünschen, auch wenn die Nächte dort stürmisch waren und der Schlaf bei weitem nicht so erholend, wie in einem Bett, welches nicht mit den Wellen schwankte. Dabei glaubte er manchmal fast schon, genau dieses Wiegen der Wellen überhaupt zu benötigen, um ein Auge zuzubekommen, kam es doch oft genug vor, dass er es zurück in seiner Heimat kaum schaffte, zur Ruhe zu kommen. Zu sehr hing er mit den Gedanken noch der letzten Reise nach oder machte sich Sorgen um die nächste. Plante lieber jedes noch so kleine Detail, um seine Flotte in Sicherheit zu wissen. Nicht, weil er den anderen Nationen nicht traute, sondern mehr, weil darauf vorbereitet sein wollte, was die obersten Generäle und Admiräle der Feuernation beschlossen, weil dort jedes Mal die Angst war, dass man den Waffenstillstand genauso schnell wieder aufheben würde, wie man ihn geschlossen hatte. Es machte Aphelion nervös und genau diese Nervosität ließ ihn auch heute wachen, anstatt sich von den Wellen in den Schlaf wiegen zu lassen, bevor sie in den frühen Morgenstunden den Hafen von Ba Sing Se erreichen würden. Vielleicht war es aber auch einfach die Tatsache, dass sie erneut einigen Agenten der Himitsu Überfahrt boten. Als würde er befürchten, sie könnten spüren, wie nicht nur ein paar der Flotte, sondern ihr Admiral selbst an den Entscheidungen der Feuernation zweifelte.
Man konnte nie vorsichtig genug sein und besonders Aphelion konnte sich kaum einen Fehler erlauben, war es doch einer der Köche seiner eigenen Flotte gewesen, welcher erst vor kurzem für seinen Verrat hatte büßen müssen. Und für Verrat stand die höchste Strafe. Der oftmals nicht besonders gnädige und schnelle Tod. Ein Schicksal, welches Aphelion doch für keinen seiner Flotte, geschweige denn deren Familien wollte. Also übte er sich in Vorsicht und Wachsamkeit, während die Anhänger der Himitsu in den vereinzelten Gästekajüten im vorderen Bereich des Schiffes ruhten. Oder, naja, ein Großteil dieser. Dass es zwischen ihnen vereinzelte Seelen gab, die sich auch nachts lieber oberhalb des Decks herumtrieben, war keine Seltenheit und besonders den Anblick von Ikharus, der über einem der Geländer hing und sich die Seele aus dem Leib reiherte, weil er scheinbar einfach nicht für die Seefahrt gemacht worden war, war doch schon etwas, an das Aphelion sich so langsam gewöhnt hatte. Eigentlich war es ihm sogar lieber, als wenn der junge Feuerbändiger volltrunken für Trubel unter Deck sorgte und verhinderte, dass die anderen ihren Schlaf finden konnten, weil es da auch schon den ein oder anderen Vorfall gegeben hatte, als sollte man nicht davon ausgehen können, dass die Agenten der Himitsu besonders diszipliniert waren. Eher schien es so, als würden sie, sobald ihre Organisation sie von der Leine ließ, jeglichen Anstand vergessen… Aber Aphelion war zu gutmütig, um ihnen Ärger einzuheimsen, indem er sie verpetzte. Wollte ja eigentlich auch kein Spielverderber sein, weil doch nichts verwerflich daran war, sich zu amüsieren, also verwarnte er sie nur immer und immer wieder, nur um jetzt mit Besorgnis dabei zusehen zu dürfen, wie einer ihrer Männer sich immer weiter über die Reling des Schiffes hing, als würde er es darauf ansetzen, herunterzustürzen… Tat er doch nicht, oder? Ein, zweimal blinzelte Aphelion in die Richtung von Ikharus, beobachtete ihn dabei, wie er sich noch ein Stück weiter in Richtung der wütenden Wellen lehnte, dann setzte der Admiral sich mit zügigen Schritten in Bewegung. Ließ sich auch von dem Schwanken des Schiffes nicht allzu sehr beirren, besaß er nach all den Jahren doch genug Übung, um sein Gleichgewicht nach ihnen auszugleichen, so dass er ohne Umschweifen bei dem Jüngeren ankam und ihn ohne großes Zögern am Kragen packte und von der Reling zog, bevor er Schlimmeres nicht mehr verhindern können würde. „Bist du denn lebensmüde?“, konnte nicht einmal Aphelion verhindern, dass seine Stimme ungewohnt aufgerieben und grob klang. herkunft Capital City
stand Adel
alter 34 Jahre
gender Männlich
bändigung Feuer
beruf Admiral
größe 1,95
erscheinung
Es war nicht unbedingt immer das schneeweiße Haar, welches ihm länglich etwas über die Schultern fiel, oder die goldenen Augen, die einen den Blick auf Aphelion richten ließen, denn auch ohne diese fiel der junge Admiral mit seiner Größe von ganzen 1,95m auf. Noch dazu kam eine recht breitgebaute und muskulöse Statur, die in Kombination mit der Größe wohl einschüchternd wirken konnte. Auch das Gesicht wirkte auf den ersten Blick eher grimmig, dabei genügte nur ein genauer Blick in seine Augen, um zu erkennen, wie er sich tatsächlich fühlte. Und spätestens, wenn er lächelte, war es schwer, ernsthaft Angst vor ihm zu haben, war es doch ein äußerst warmes Lächeln, bei welchem sich sogar ein paar Grübchen in seinen Wangen bildeten.
gespielt von Alex
(sie/ihre)
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girlbossing 2 close 2 the sun
25.02.2021, 12:21
// tw: suizidgedanken
Bitterkalt und verflucht nass schlug ihm die Seeluft ins Gesicht, doch nicht einmal sie konnte ihm die Benommenheit aus den Gliedern prügeln. Seltsam, was für eine trügerische Ruhe sich in einem einnistete, wenn man jegliches Gefühl mit Alkohol zu betäubte, während der Körper im gleichen Atemzug mit aller Macht versuchte, einem den Magen leerzupumpen. Wenn er nicht reiherte, dann trank er, und wenn er nicht trank, dann reiherte er - bis sich alles in ihm im Kreis drehte und drehte und drehte … Das hier war nichts Neues für ihn, hatte er seine Seekrankheit doch schon immer mit Alkohol zu besänftigen versucht - ungeachtet der unzähligen Beweise dafür, dass dies nur alles schlimmer machte. Er hasste es, zu reisen - sei es zu Fuß, mit der Kutsche oder mit dem Schiff: Ikharus konnte nichts dergleichen nüchtern ertragen. Doch diesmal war es schlimmer. Es war schlimmer, weil er zum ersten Mal lieber sterben wollte, als an dem Hafen anzulegen, den sie viel zu bald ansteuern würden. Gefühlt hatte er alles versucht, um doch noch einen Haken um die Rückkehr nach Ba Sing Se schlagen zu können, außer vielleicht … seinen Tod vorzutäuschen und sich in eine der zahlreichen Kolonien abzusetzen. Aber nichts hatte ihm auch nur das kleinste bisschen eingebracht, außer vielleicht das Wissen, neue Höhen der Demütigung erreicht zu haben. Nichts war beschämender als das Wissen, dass man nicht genügte, und Ikharus war nicht länger dazu in der Lage, sich einzureden, dass dem nicht so wäre. Alles, was er für Jhaan aufs Spiel gesetzt hatte, war ihm zurück ins Gesicht geklatscht worden - so banal es auch war, war dies der ultimative Beweis für sein Versagen gewesen. Ein Beweis, den er vor Ares ebenso wenig hatte abliefern wollen, wie vor der Himitsu, die letzten Endes dafür verantwortlich war, dass es ihn überhaupt nach Ba Sing Se verschlagen hatte. Die Himitsu war Schuld an seinem Dilemma, ja, das redete er sich ein - also glaubte er, sie verlassen zu müssen. Aber er hatte nichts anderes; er hatte keine Alternativen in der Hinterhand, und egal, wie sehr er auch die Zeit zurückdrehen wollte, weil er sich die Krähen zurückwünschte, konnte er dies doch nicht. Also war er wieder aus einer Hafenkneipe geschwankt und aufs Schiff gestiegen, hatte wieder eine Hängematte in den bebenden Innereien bezogen, und noch bevor sie ablegten, hatte er den Punkt ohne Umkehr längst erreicht. Er liebte Capital City nicht einmal - es ging nicht darum, dass das hier sein Zuhause sein sollte, weil ihm doch klar war, dass es das nicht war und niemals sein würde. Es ging auch nicht um Ba Sing Se selbst, auch wenn er dies als Grund vorgeschoben hatte: die dreckigen Erdratten hier, die hinterweltlerischen Ansichten dort, und außerdem kann man da ja auch nicht bändigen und ich bin so allein blabla … Letzten Endes waren dies nichts weiter als Ausreden, denn der wahre Grund, weshalb er Ba Sing Se nicht noch einmal betreten wollte, war, weil er Jhaan prophezeit hatte, er würde nicht zurückkehren. Und er hatte es auch wirklich nicht vorgehabt, er hatte doch alles getan, um dies zu verhindern - ohne Erfolg. Kein Wunder, dass er noch rücksichtsloser auf seine Gesundheit als sonst, den Weg in die Besinnungslosigkeit anstrebte. Ikharus wollte nicht sterben, eigentlich hing er an seiner Existenz. Das Einzige, was Ikharus nicht länger wollte, war zu denken. Vermutlich hatte er diesen Punkt auch endlich erreicht, als er sich über die Reling lehnte, wie als würde er das Schiff unbedingt mal von unten betrachten wollen … Er dachte nicht mehr, er fühlte auch nichts, außer einer hohlen Übelkeit, die sich zugleich schwer wie eine Decke aus Rauch über ihn senkte. Das bedenkliche Schwanken war doch normal. Er wollte nicht sterben, aber er wusste auch nicht, wie er mit erhobenem Kopf dieses Schiff verlassen sollte. Er wusste nicht, wie er in Ba Sing Se den Himitsu dienlich sein konnte, wenn alles in ihm sich doch dagegen sträubte. Hatte er früher schon gedacht, er würde daran keine Freude haben, erfüllte ihn allein die Vorstellung nun mit einer sengend heißen Abneigung. Ihm war nur nicht klar, ob sich diese tatsächlich gegen die Himitsu oder gegen sich selbst richtete … oder gegen Jhaan. Gegen Jhaan, das wäre so wunderbar einfach, logisch und gerechtfertigt. Aber wenn er an Jhaan dachte, dann immer an dessen Hände, so weich und kühl wie frischer Morgentau, und an seine Stimme, in die er sich noch immer hineinlegen, in die er sich wickeln wollte. Nicht mal adäquat das hassen, was er zu hassen hatte, konnte er. Vielleicht, so dachte er, würde er nicht sterben, wenn er mal kurz schwimmen ginge. Ja, in seinem benebelten und zugleich wie von scharfen Glasscherben durchbohrten Gedankenwust, machte das vollkommen Sinn. Doch bevor sich der Feuerbändiger noch weiter über die Reling lehnen konnte, zerrte ihn auch schon eine Hand an seinem Kragen zurück. Wobei es sich im ersten Augenblick nicht wie die Hand eines Menschen anfühlte, sondern eher wie die eines Geistes - fest und strafend, zugleich kühlgepeitscht von den rauen Gezeiten. Erst, als Aphelions unerträgliche Stimme an sein Ohr drang, realisierte Ikharus, dass es doch nur ein Mensch war, der ihn hier wie ein Kätzchen am Nackenfell von seinem Glück (oder so) abhalten wollte. “Lassmichh”, blubberte er direkt drauf los und strampelte halbherzig, als wenn es ihm tatsächlich wichtig wäre, wieder Freiheit zu erlangen. Freiheit - wovon? Die ihn von der Reling zerrende Hand war letzten Endes nicht das ernsthafteste Problem, das er hatte. Ebenso wenig, wie es ihn störte, für lebensmüde gehalten zu werden. Es war ihm herrlich egal. Das Schwanken des Schiffes hingegen, das war ein Problem - und das Kippen seines Magens auch, denn noch bevor er Aphelion Rede und Antwort stehen konnte, salutierte er auch schon, so grünlich um die Nase, wie als wenn seine Haut schimmeln würde, und erbrach sich direkt auf dessen Uniform. herkunft Ba Sing Se
stand Mittelschicht
alter 27 Jahre
gender Männlich
bändigung Feuer
beruf Agent
größe 1,78
erscheinung
Ikharus’ Äußeres wirkt auf seine Mitmenschen ebenso anziehend wie sein Inneres abstoßend; im Zusammenspiel formen seine provokante Natur, die scharfkantigen Züge seines Gesichts und der athletische Körper einen in sich verstrickten Mann, der ebenso oft auf Zuspruch wie auf Ablehnung stößt — je nachdem, wie dick das Fell seiner Mitmenschen tatsächlich ist (oder wie oberflächlich sie sind). Es lässt sich durchaus behaupten, dass der Feuerbändiger schön ist mit seinen hübschen mokkafarbene Augen, die dunkel wie ein schlammiges Moor mit besorgniserregender Tiefe sein können, oder aber hell wie mit Milch versetzter Schwarztee, glimmende Herausforderung im Blick.
Von seinen geschwungenen Lippen perlt so selten ein ehrliches Wort, dass man meinen könnte, sie sollten von Natur aus dunkel und böse aussehen — doch das tun sie nicht. Viel zu gern verziehen sie sich zu einem (zugegebenermaßen manchmal bissigen) Lächeln, das doch immer ein wenig verschmitzt aussieht, während ein wahres Lächeln, das seine Grübchen zum Vorschein und seine Augenfältchen zum Ausfächern bringen würde, es selten bis nie auf sein Gesicht schafft. Dafür zügelt er sich selbst zu sehr, ist zu verstrickt in alles Negative, das sich auch in seinen oft vor der Brust verschränkten Armen und dem energischen, ungeduldigen Gang widerspiegelt. Er ist ein Mann fahriger Natur, jegliche Lässigkeit ist erzwungen, vielmehr wirkt er verspannt, wie als würde er sich ständig gegen etwas stemmen, während er, entgegen jeglichen Sehnens nach Sanftheit, grob durch die Weltgeschichte marschiert. Wenn er frustriert ist, reibt er sich exzessiv den Nacken oder rauft sich die Haare, bis die (momentan) mittellangen Strähnen konfus von seinem Kopf abstehen. Den einstigen Dutt aus langem, seidig schwarzem Haar hat er als Himitsu zugunsten der Tarnung aufgegeben — ebenso wie er sich nicht länger in die typische Uniform des Militärs der Feuernation kleidet, sondern sich je nach Aufenthaltsort anpasst. Unter seiner Kleidung verbirgt der 1,78m hohe Feuerbändiger eine Brandnarbe am Sternum, die sein Halbbruder Aeneas ihm im Laufe einer Trainingseinheit zugefügt hat — kleinere wie größere Narben haben sich über die Kriegsjahre hinweg dazugesellt, jedoch nichts Langwieriges. Selbst davon, beim versehentlichen Feuerbändigen im nördlichen Lufttempel beinahe von Jhaans Himmelsbison zerquetscht worden zu sein, hat er sich erstaunlich gut erholt — er hat von der Gehirnerschütterung nur seelische Narben (aufgrund der Demütigung) davongetragen.
gespielt von Chulia
(Name als Pronomen)
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weißer Drache
27.02.2021, 11:37
Aphelion war kein Mensch, der sich von seiner Wut einnehmen ließ. Schreien, fluchen, geradezu zu wüten war ihm fremd, war er doch ein erstaunlich sanfter Mensch, der Dinge lieber gedanklich mit sich selbst ausmachte, anstatt seine Emotionen an anderen auszulassen. Etwas anderes hätte er sich nie erlauben können und konnte es auch immer noch nicht. Er war ein Admiral, er hatte einen Ruf zu verteidigen, der mit ihm in dieser Position doch ohnehin schon genug wankte. Seine Aufgabe war es Sicherheit zu vermitteln, gab es doch genug Menschen, die sich auf ihn und seine Fähigkeiten verließen. Jemanden anzuschreien war dabei nur wenig förderlich und auch wenn er sicherlich das ein oder andere Mal bereits genug Grund dazu gehabt hätte, übte er sich immer wieder darin, Verständnis für das Handeln seiner Mitmenschen aufzubringen. Mit Ikharus war es nicht anders, auch wenn der Schock darüber, dass der junge Himitsu-Agent beinahe über die Reling des Schiffes stürzte, die Stimme des Admirals ungewohnt grob aufrieb und auch der Griff, mit welchem er den Jüngeren zurück aufs Deck zog, nur wenig von Sanftheit zeugte. Nichts davon war tatsächlich geprägt von Wut, vielmehr war es etwas Angst und Sorge, die ihn selbst bei jemanden wie Ikharus, den er doch kaum kannte, nicht unberührt ließ. Dabei hätte es Aphelion auch egal sein können, ob Ikharus sich zum Ertrinken in die Fluten stürzen würde. Vielleicht hätte er es sogar willkommen heißen sollen, vertrat der Großteil der Himitsu doch eine gänzlich andere Ideologie, als Aphelion und der Großteil seiner Flotte es taten… aber in den Augen des Admirals rechtfertigte dies noch längst nicht den Tod eines anderen. Vermutlich hätte selbst das größte Arschloch ihrer Nation (looking at you, Ares) sich hier über die Reling stürzen wollen und Aphelion hätte versucht ihn aufzuhalten.
Lassmichh, wurde es ihm entgegengeblubbert und wenn Aphelion es nicht ohnehin schon gewusst hätte, wäre er sich spätestens jetzt sicher gewesen, dass Ikharus schon wieder zu tief in seinen Krug geschaut hatte. Etwas anderes kannte Aphelion auch gar nicht von dem jungen Feuerbändiger… Nicht unbedingt, weil er der Meinung war, dass Ikharus nichts anderes tat, nein, er hatte ihn nur wirklich noch nicht einmal nüchtern erlebt… Aphelion machte sich nicht einmal die Mühe, etwas auf das Geblubber zu antworten oder auf das Gestrampel zu reagieren. Starrte ihn einfach nur aus goldenen Augen heraus eindringlich an und wartete darauf, dass er sich von selbst wieder etwas beruhigte, nur um es recht schnell zu bereuen. Eigentlich hätte er damit rechnen sollen. So grünlich wie Ikharus um die Nase herumschimmerte, so sehr wie das Schiff zwischen den stürmischen Wellen schwankte, hätte er erahnen können, dass es nicht lange auf sich warten würde und doch zuckte Aphelion unweigerlich ein wenig zusammen, kaum, dass sein Gegenüber wohl nichts Besseres zu seiner Verteidigung anzubringen hatte, als dem Admiral auf die Uniform zu kotzen. Loslassen tat Aphelion ihn aber trotzdem nicht. Kniff nur einen Moment lang die Augen zusammen und verzog unweigerlich angewidert das von Natur aus immer etwas grimmiger wirkende Gesicht, während er es sich verbat, sich hierüber aufzuregen. Er kann nichts dafür, rief er sich in Erinnerung, ehe er zum Sprechen ansetzte. „Mir wurde schon charmanter gesagt, dass ich verschwinden soll.“ Trotzdem war da keine Wut in seiner Stimme. Vielmehr eine dezente Belustigung, ehe er mit einem Seufzen den Griff von Ikharus Kragen löste, um ihn stattdessen am Arm zu packen und bestimmt mit sich zu ziehen. Ihn hier oben an Deck zu lassen und zu riskieren, dass er sich doch noch über die Reling stürzen würde, kam für ihn nicht in Frage. Stattdessen führte er den jungen Mann in das Innere des Schiffes, vermied es zunächst jedoch, in die unteren Kajüten zu gehen, wo man ihn mit seiner angekotzten Uniform vermutlich mit schieferen Blicken beäugen würde, als den betrunkenen Ikharus. Stattdessen blieben sie im oberen Bereich, durchschritten den schmalen Flur zu den Räumlichkeiten des Admirals, in welchen Aphelion den Jüngeren einfach auf eine der Sitzgelegenheiten drückte, ehe er endlich von ihm abließ. „Euch ist bewusst, dass der Alkohol den Schwindel und die Übelkeit nicht vermindert..?“ herkunft Capital City
stand Adel
alter 34 Jahre
gender Männlich
bändigung Feuer
beruf Admiral
größe 1,95
erscheinung
Es war nicht unbedingt immer das schneeweiße Haar, welches ihm länglich etwas über die Schultern fiel, oder die goldenen Augen, die einen den Blick auf Aphelion richten ließen, denn auch ohne diese fiel der junge Admiral mit seiner Größe von ganzen 1,95m auf. Noch dazu kam eine recht breitgebaute und muskulöse Statur, die in Kombination mit der Größe wohl einschüchternd wirken konnte. Auch das Gesicht wirkte auf den ersten Blick eher grimmig, dabei genügte nur ein genauer Blick in seine Augen, um zu erkennen, wie er sich tatsächlich fühlte. Und spätestens, wenn er lächelte, war es schwer, ernsthaft Angst vor ihm zu haben, war es doch ein äußerst warmes Lächeln, bei welchem sich sogar ein paar Grübchen in seinen Wangen bildeten.
gespielt von Alex
(sie/ihre)
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girlbossing 2 close 2 the sun
27.02.2021, 21:36
In seinem Zustand gab er herzlich wenig darauf, wer es war, der ihn hier von seinen ach so tollen Plänen abhielt. Es hätte genauso gut Ares’ Hand sein können, die ihn packte und wegzerrte, hätte die dominante, unerbittliche Stimme des Roten Drachen sein können, die ihn beschimpfte - er bildete sich ein, dass nicht mal dies eine Rolle gespielt hätte. Aller Verehrung zum Trotz befand er sich doch mittlerweile auf dem zielsicheren Weg zur Erkenntnis, dass selbst Ares nur ein Mensch war. Ebenso wie der Weiße Drache, dessen Hand es schließlich war, die ihn von der Reling wegzerrte, in diesem Moment auch nicht unwillkommener war, als es der nach Tierfett und Schweiß stinkende Smutje des Schiffs. Wäre er klarer im Kopf gewesen, hätte er sich doch zumindest ein kleines bisschen auf die Zunge gebissen - oder hätte es zumindest als notwendig erachtet, sich in die andere Richtung beim Reihern zu beugen, aber … er hatte den Punkt jeglichen Anstands eindeutig überschritten.
Er verlangte nicht nach Verständnis, er verlangte nur, in Ruhe gelassen zu werden. Nichts lag ihm ferner, als sich zu erklären. Was sollte er auch sagen? Käme doch sowieso nichts Vernünftiges dabei raus, außer natürlich bittere Galle und halbverdauter Alkohol, den sein Körper nicht mehr in sich halten konnte. Aber keine Worte. Schon gar keine Entschuldigung. Wer einen Betrunkenen antatschte, musste halt mit dem Echo leben oder so - da gab’s bestimmt irgendeinen Spruch im Volksmund, den man auf Situationen wie diese anwenden konnte. Geschah Aphelion nur recht - das war eben die Rache dafür, dass er nicht nur seinen bevorstehenden Ausflug in die Fluten unterbunden hatte, sondern ihn mit seinen freakartig goldenen Augen auch noch niederstarrte; verurteilend wie ein Geist, vor dem Jhaan in seiner Ehrerbietigkeit vermutlich sofort in die Knie gegangen wäre. Aber nicht Ikharus. Nein, Ikharus spuckte wortwörtlich auf all jene, die in diesem Augenblick Respekt von ihm verlangten. Mir wurde schon charmanter gesagt, dass ich verschwinden soll. Schade. Schade, dass Aphelion wahrlich die Ruhe weg hatte - aber selbst Ikharus war nach dem Kotzmanöver plötzlich wie luftleer. Würgte noch ein wenig leicht übergebeugt vor sich hin, aber hatte sein Strampeln aufgegeben. Quälend langsam führte er nur einmal seinen Ärmel zum Mund und wischte über jenen, bevor er auch schon nuschelte: “’n Wink mit’m Zaunpfahl is nich mein Stil …” Aber das hätte ihm auch nicht mehr eingebracht, als das Verunstalten der Uniform des anderen. Denn Aphelion hatte nicht vor, zu verschwinden. Vermutlich fühlte er sich verantwortlich, da die Besatzung, und somit auch die Himitsu, die er in die Hölle Ba Sing Se’s transportierte, seinem Schutz unterstanden. Aber egal, wie logisch das auch erklärbar war, kam Ikharus ziemlich schnell zu dem Schluss, dass Aphelion ihn nicht aus der Güte seines Herzens mit unter Deck verschleppte (etwas, gegen das er sich, so sehr wie er schwankte, leider nicht großartig wehren konnte). Nein, er vermutete dahinter nichts weiter als einen ausgewachsenen Sadismus. Aphelion wollte ihn quälen. Erst mit einem Holzstuhl unter seinem Hintern, der so hart war, dass man Splitter im Arsch fürchten musste, und folgend mit einem dämlichen Aufmerksam-machen darauf, wie blödsinnig es doch angeblich wäre, Seekrankheit mit Alkohol zu bekämpfen. Ikharus schlang einen Arm um seine Rippen, beugte sich leicht vor und stöhnte erst mal als Antwort. Dann spuckte er einmal auf den Boden, direkt vor Aphelions Füße, hob dabei den Blick, um den anderen so finster anzustarren, als würde er ihn, und ausschließlich ihn, hierfür verantwortlich machen. “Was sind das für Hausfrauen-Wahrheiten, hä? Dachte, Ihr wärt ein Mann von Welt, ist doch nicht Euer erster Aus-”, er sog scharf die Luft ein, als eine neue Welle der Übelkeit ihn schüttelte, rang schwer nach Atem, “…Ausflug, ugh, auf hoher See. ‘S is keine Seekrankheit, wenn man wegen des Alkohols kotzt. Und wer nimmt schon Ersteres, wenn er Letztere…res haben kannn?” Ein kurzes Grinsen spaltete seine Züge, dann vergrub Ikharus auch schon das Gesicht in den Händen, stöhnte noch einmal. “Wenn Ihr mir schon Eure liebreizende Gesellschaft aufzwingen müsst, dann seid wenigssstens so gütig und - weiß nich, gebt mir einen Magenbitter. Ihr hortet hier doch bestimmt das gute Zeugs, nicht wahr, Herr Admiral?” Kaum hervorgestoßen, schnellte Ikharus auch schon wenig graziös von seinem Stuhl und machte Anstalten, den nächstbesten Schrank in der verhältnismäßig fein ausgestatteten Kajüte zu durchwühlen. herkunft Ba Sing Se
stand Mittelschicht
alter 27 Jahre
gender Männlich
bändigung Feuer
beruf Agent
größe 1,78
erscheinung
Ikharus’ Äußeres wirkt auf seine Mitmenschen ebenso anziehend wie sein Inneres abstoßend; im Zusammenspiel formen seine provokante Natur, die scharfkantigen Züge seines Gesichts und der athletische Körper einen in sich verstrickten Mann, der ebenso oft auf Zuspruch wie auf Ablehnung stößt — je nachdem, wie dick das Fell seiner Mitmenschen tatsächlich ist (oder wie oberflächlich sie sind). Es lässt sich durchaus behaupten, dass der Feuerbändiger schön ist mit seinen hübschen mokkafarbene Augen, die dunkel wie ein schlammiges Moor mit besorgniserregender Tiefe sein können, oder aber hell wie mit Milch versetzter Schwarztee, glimmende Herausforderung im Blick.
Von seinen geschwungenen Lippen perlt so selten ein ehrliches Wort, dass man meinen könnte, sie sollten von Natur aus dunkel und böse aussehen — doch das tun sie nicht. Viel zu gern verziehen sie sich zu einem (zugegebenermaßen manchmal bissigen) Lächeln, das doch immer ein wenig verschmitzt aussieht, während ein wahres Lächeln, das seine Grübchen zum Vorschein und seine Augenfältchen zum Ausfächern bringen würde, es selten bis nie auf sein Gesicht schafft. Dafür zügelt er sich selbst zu sehr, ist zu verstrickt in alles Negative, das sich auch in seinen oft vor der Brust verschränkten Armen und dem energischen, ungeduldigen Gang widerspiegelt. Er ist ein Mann fahriger Natur, jegliche Lässigkeit ist erzwungen, vielmehr wirkt er verspannt, wie als würde er sich ständig gegen etwas stemmen, während er, entgegen jeglichen Sehnens nach Sanftheit, grob durch die Weltgeschichte marschiert. Wenn er frustriert ist, reibt er sich exzessiv den Nacken oder rauft sich die Haare, bis die (momentan) mittellangen Strähnen konfus von seinem Kopf abstehen. Den einstigen Dutt aus langem, seidig schwarzem Haar hat er als Himitsu zugunsten der Tarnung aufgegeben — ebenso wie er sich nicht länger in die typische Uniform des Militärs der Feuernation kleidet, sondern sich je nach Aufenthaltsort anpasst. Unter seiner Kleidung verbirgt der 1,78m hohe Feuerbändiger eine Brandnarbe am Sternum, die sein Halbbruder Aeneas ihm im Laufe einer Trainingseinheit zugefügt hat — kleinere wie größere Narben haben sich über die Kriegsjahre hinweg dazugesellt, jedoch nichts Langwieriges. Selbst davon, beim versehentlichen Feuerbändigen im nördlichen Lufttempel beinahe von Jhaans Himmelsbison zerquetscht worden zu sein, hat er sich erstaunlich gut erholt — er hat von der Gehirnerschütterung nur seelische Narben (aufgrund der Demütigung) davongetragen.
gespielt von Chulia
(Name als Pronomen)
◇
weißer Drache
27.03.2021, 12:43
Auch die Nerven des weißen Drachens waren nicht unberührbar. Er mochte gerne den Anschein machen, unnahbar zu sein und Nerven aus Stahl zu besitzen – noch mehr, weil er sich in seiner Position kaum erlauben durfte, die Fassung zu verlieren –, doch die Wahrheit war, dass Aphelion reizbarer war, als er es zugab. Und vor allem empfindlich darauf reagierte, wenn man sich selbst oder gar seine Mitmenschen in Gefahr brachte. Ikharus Verhalten an diesem (und vermutlich auch vielen anderen) Tag war nicht nur lebensmüde, es war verantwortungslos. Feige. Dabei hätte Aphelion den Jüngeren vermutlich sogar auf eine gewisse Weise verstanden, wenn er die Gründe seines Verhaltens gekannt hätte. Doch jetzt in diesem Augenblick war er nicht mehr, als ein Trunkenbold, der drohte, sich über die Reling in die stürmischen Fluten des Meeres zu stürzen und dem Admiral damit eine Menge Arbeit aufbürdete, würde dieser doch erklären müssen, warum einer der Himitsu Agenten auf der Reise nach Ba Sing Se sein Leben hatte lassen müssen. Dass man ihm seine Rettung damit dankte, indem man ihm auf die Uniform kotzte, hätte den meisten anderen Admirälen wohl einen Grund gegeben, um Ikharus selbst vom Schiff zu stoßen. Doch mehr als das Gesicht angewidert zu verziehen, erlaubte Aphelion sich nicht, auch wenn sein Griff am Arm des anderen sich etwas verkrampfte und seine Worte einen bitteren Beigeschmack hatten. Dabei bemühte er sich wirklich, das Ganze irgendwie mit etwas Humor zu sehen. Weil es einfach ein Witz sein musste. Die Feuernation machte sich einen Spaß daraus, ihm Ikharus vor die Nase zu setzen. Stellte seine Nerven auf die Probe und Aphelion war nicht gewillt, sie gewinnen zu lassen. Verstärkte den Griff um den anderen nur noch etwas, ehe er ihn mit sich unter das Deck des Schiffs zog. Die schmalen Flure entlang, jegliches Gequengel oder was auch immer der andere zu veranstalten versuchte, ignorierte, um ihn dann auf einen Stuhl zu drücken und… nun, vielleicht hatte er es verdient, dass man ihm dort direkt vor die Füße spuckte. Vielleicht zeugte es aber auch nur davon, wie wenig Respekt man doch vor ihm und seiner Position hatte. Noch ein Grund, um Ikharus den Kopf zu waschen, aber etwas in Aphelion versuchte ihn noch immer mit der Tatsache zu beschwichtigen, dass der andere nicht wusste, was genau er hier eigentlich tat. Also suchte der Admiral kurz nach einem Eimer, um ihn den Trunkenbold in die Hände zu drücken. Faselte irgendwas davon, dass noch mehr Alkohol seinem Zustand wohl kaum helfen würde, ehe er dazu ansetzte, die Knoten der obersten Schicht seiner Uniform zu lösen, um Ikharus‘ Erbrochenes jedenfalls nicht direkt unter der Nase zu tragen. Dass jener jedoch noch nicht einmal einen Funken Einsicht besaß und im nächsten Augenblick auch schon aufstand, um sich an einem von Aphelions Schränken zu vergreifen, ließ Aphelion in seinem Vorhaben stoppen. „Bei Raava, du hast doch den Verstand verloren“, entwich es ihm eher etwas nonchalant, ehe er mit ein paar großen Schritten den Abstand zwischen ihnen erneut überbrückte und Ikharus schon wieder am Kragen packte, um ihn von seinem Tun abzuhalten. „Setz dich gefälligst hin“, wurde es dann ungewöhnlich gereizt gezischt, während er Ikharus zurück auf seinen Platz zu drängen versuchte. „Legst du so ein Verhalten auch bei Ares an den Tag?“ Unglaublich. Nicht nur, dass der Kerl sich scheinbar gegen sein eigenes Wohl zu wehren versuchte, sondern es damit tatsächlich schaffte, Aphelions Nerven so sehr zu strapazieren, dass er sich nach nichts mehr sehnte, als endlich ihren Zielhafen zu erreichen und Ikharus dort absetzen zu können. Als wäre die Tatsache, einigen Himitsu Agenten Überfahrt zu gewähren, nicht schon schlimm genug, machte Ikharus es nur noch unangenehmer für sie alle.
herkunft Capital City
stand Adel
alter 34 Jahre
gender Männlich
bändigung Feuer
beruf Admiral
größe 1,95
erscheinung
Es war nicht unbedingt immer das schneeweiße Haar, welches ihm länglich etwas über die Schultern fiel, oder die goldenen Augen, die einen den Blick auf Aphelion richten ließen, denn auch ohne diese fiel der junge Admiral mit seiner Größe von ganzen 1,95m auf. Noch dazu kam eine recht breitgebaute und muskulöse Statur, die in Kombination mit der Größe wohl einschüchternd wirken konnte. Auch das Gesicht wirkte auf den ersten Blick eher grimmig, dabei genügte nur ein genauer Blick in seine Augen, um zu erkennen, wie er sich tatsächlich fühlte. Und spätestens, wenn er lächelte, war es schwer, ernsthaft Angst vor ihm zu haben, war es doch ein äußerst warmes Lächeln, bei welchem sich sogar ein paar Grübchen in seinen Wangen bildeten.
gespielt von Alex
(sie/ihre)
◇
girlbossing 2 close 2 the sun
30.03.2021, 14:18
So kurz nach der Demütigung, der Ares ihn unterworfen hatte, war es eigentlich nicht ratsam, einen weiteren Drachen zu provozieren. Man sollte meinen, Ikharus habe seine Lektion gelernt, aber wer so etwas auch nur dachte, kannte ihn wahrlich schlecht. Zumal es keinerlei Sinn ergab, den Weißen Drachen von den Früchten, die Ares gesät hatte, profitieren zu lassen. Den Roten Drachen hätte er, so kurz nachdem dieser ihm beinahe die Eingeweide mit einer Flammenpeitsche aus dem Körper gefleischt hatte, nicht auf diese Art und Weise behandelt - nicht einmal mehr im betrunkenen Zustand. Jedoch nicht unbedingt aus Respekt heraus, begann dieser doch mehr und mehr zu schwinden und einer unüberwindbaren Wut, wenn nicht sogar einem teerdunklen Hass, Platz zu machen, sondern aus Angst. Es war ihm selbst ein Grauen, aber er hatte tatsächlich mittlerweile mehr Angst, als jemals zuvor.
Deswegen trank er. Deswegen war es besser, keinen einzigen Moment der Ernüchterung zuzulassen, als wenn der Alkohol diese Angst bekämpfen könnte - konnte er aber leider nicht. Machte sie nur zu etwas Abstrakterem, das formlos im Kopf herumspukte, oder eben in Form undefinierbarer Gefühle (vermutlich Übelkeit) durch den Körper segelte. Keine Gedanken, nur Emotionen. Die Frage war, was schlimmer war. Alles, alles war schlimm. So schlimm, dass er sich vorkam, als würde er sich selbst von Außen beobachten - und am liebsten wollte er sich auslachen, aber zugleich wollte er bitterlich weinen wie ein Kind, sich zusammenkauern und die “Erwachsenen” über sein Leben bestimmen lassen. Er wollte, dass man ihm sagte, was er zu tun habe, und zugleich ging ihm doch nichts mehr gegen den Strich als das. Ebenso wie er auf Aphelion wie eine ihm auferlegte Strafe wirkte, war der Mann mit dem silbrigen Haar für Ikharus auch nicht mehr als das. Mit eiserner Hand zerrte der Hüne ihn in seine Kajüte, wobei sich zumindest dem Himitsu nicht erschloss, was sich Aphelion davon erhoffte. Wollte er ihn ausnüchtern? Oder ihn doch nur weiter demütigen, indem er ihm metaphorisch die Windeln wechselte und ihn davon abhielt … in die Wellen zu springen, deren Schlagen sich wie Applaus anhörte. Und sein Körper könnte in diesen Applaus eintauchen - bei Raava, er sehnte sich nach einem Bad, würde sogar mit einem Eimer eiskalten Wassers Vorlieb nehmen, in dem er sich ertränken könnte. Aber der zerbeulte Eimer, den Aphelion ihm in die Hände drückte, war leer. Kein Wunder, dass er nur kurz in das leere Dunkel des Blechmundes starrte und ihn dann achtlos abstellte, um stattdessen aufzuspringen und durch Aphelions Kommode zu wühlen. War sogar zu beschäftigt damit, als dass er den Kapitän des Schiffs damit aufziehen konnte, dass er sich von der obersten Schicht seiner Uniform zu befreien versuchte, weil ein bisschen Kotzgestank wohl schon zu viel für sein feines Näschen war. Witzig, dabei gab es deutlich schlimmere Gerüche auf Schiffen; nur hier in der Kajüte roch es milde und würzig. Bestimmt packte der Mann Lavendel unter sein Kissen oder besprühte die Wände mit ein bisschen Parfüm, um es überhaupt erst hier aushalten zu können. “Och Mannnnnn”, stöhnte Ikharus, als ihm keine andere Wahl blieb (außer, er wollte doch noch körperliche Gewalt anwenden - aber … nein, er fühlte sich dem dann doch nicht gewachsen), als sich zurück zum Stuhl drängen und auf jenen drücken zu lassen. Stinkig stierte er zu Aphelion hinauf, bevor er ein trockenes Lachen bei dessen Frage, ob er sich so auch vor Ares aufführen würde, hervorstieß. “Denkt Ihr, ich würde beim größten Helden unserer Nation plötzlich den Schwanz einziehen?”, begehrte er arrogant auf. Sein Kinn ruckte nach vorn. “Der geht nur nicht so zimperlich mit mir um, wie Ihr es tut.” Bei diesen Worten drückte er die Schultern nach hinten und schlug mit der Hand einmal gegen die noch immer empfindliche, wenn auch durch Salben, Tinkturen und Luneths Pflege mittlerweile zu einer Narbe verkommene, Verletzung an seinem Oberkörper. Von der Achsel über die Rippen, bis hin zur Flanke, erstreckte sich die grässliche Brandwunde. Puckerte und ziepte. Sie war ein Beweis, den er nun mit einem stolzen Lächeln hervorholte. “Wollt Ihr mal sehen?”, säuselte er, während er mit trägen Fingern sein Wams aufknöpfte, dann das Hemd, und das tiefvernarbte Fleisch freilegte, “dann denkt Ihr nicht mehr, ich wäre zu feige, irgendwem die Stirn zu bieten.” Ja-ha, das glaubte er tatsächlich - dass es kein Armutszeugnis war, sondern etwas, das er mit Stolz zu tragen hatte. Eine seltsame Waffe, wenn man genauer drüber nachdachte, aber natürlich redete er sich ein, dass dort kein Leid gewesen war. Als wenn er nicht geschrien und geheult hätte wie ein Baby. Ebenso sehr, wie er sich einredete, dass es in diesem Moment darum ging: um seine Ehre, um seine Kraft, um seine Bereitschaft, einfach alles zu ertragen. Was er sich dabei von Aphelion verhoffte, war jedoch ihm selbst auch nichts weiter als ein Rätsel. herkunft Ba Sing Se
stand Mittelschicht
alter 27 Jahre
gender Männlich
bändigung Feuer
beruf Agent
größe 1,78
erscheinung
Ikharus’ Äußeres wirkt auf seine Mitmenschen ebenso anziehend wie sein Inneres abstoßend; im Zusammenspiel formen seine provokante Natur, die scharfkantigen Züge seines Gesichts und der athletische Körper einen in sich verstrickten Mann, der ebenso oft auf Zuspruch wie auf Ablehnung stößt — je nachdem, wie dick das Fell seiner Mitmenschen tatsächlich ist (oder wie oberflächlich sie sind). Es lässt sich durchaus behaupten, dass der Feuerbändiger schön ist mit seinen hübschen mokkafarbene Augen, die dunkel wie ein schlammiges Moor mit besorgniserregender Tiefe sein können, oder aber hell wie mit Milch versetzter Schwarztee, glimmende Herausforderung im Blick.
Von seinen geschwungenen Lippen perlt so selten ein ehrliches Wort, dass man meinen könnte, sie sollten von Natur aus dunkel und böse aussehen — doch das tun sie nicht. Viel zu gern verziehen sie sich zu einem (zugegebenermaßen manchmal bissigen) Lächeln, das doch immer ein wenig verschmitzt aussieht, während ein wahres Lächeln, das seine Grübchen zum Vorschein und seine Augenfältchen zum Ausfächern bringen würde, es selten bis nie auf sein Gesicht schafft. Dafür zügelt er sich selbst zu sehr, ist zu verstrickt in alles Negative, das sich auch in seinen oft vor der Brust verschränkten Armen und dem energischen, ungeduldigen Gang widerspiegelt. Er ist ein Mann fahriger Natur, jegliche Lässigkeit ist erzwungen, vielmehr wirkt er verspannt, wie als würde er sich ständig gegen etwas stemmen, während er, entgegen jeglichen Sehnens nach Sanftheit, grob durch die Weltgeschichte marschiert. Wenn er frustriert ist, reibt er sich exzessiv den Nacken oder rauft sich die Haare, bis die (momentan) mittellangen Strähnen konfus von seinem Kopf abstehen. Den einstigen Dutt aus langem, seidig schwarzem Haar hat er als Himitsu zugunsten der Tarnung aufgegeben — ebenso wie er sich nicht länger in die typische Uniform des Militärs der Feuernation kleidet, sondern sich je nach Aufenthaltsort anpasst. Unter seiner Kleidung verbirgt der 1,78m hohe Feuerbändiger eine Brandnarbe am Sternum, die sein Halbbruder Aeneas ihm im Laufe einer Trainingseinheit zugefügt hat — kleinere wie größere Narben haben sich über die Kriegsjahre hinweg dazugesellt, jedoch nichts Langwieriges. Selbst davon, beim versehentlichen Feuerbändigen im nördlichen Lufttempel beinahe von Jhaans Himmelsbison zerquetscht worden zu sein, hat er sich erstaunlich gut erholt — er hat von der Gehirnerschütterung nur seelische Narben (aufgrund der Demütigung) davongetragen.
gespielt von Chulia
(Name als Pronomen)
◇
weißer Drache
05.04.2021, 12:33
Fragte man Aphelion, glich Ikharus‘ Verhalten einem einzigen Trauerspiel. Vom Trinken bis zur angrenzenden Besinnungslosigkeit, welche ihn beinahe über die Reling in die Tiefen des Meeres hatte stürzen lassen, bis hin zur unverbesserlichen Sturheit, welche der Jüngere an den Tag legte, war Ikharus in den goldenen Augen des Admirals vor allem eines: traurig. Elendig. Bemitleidenswert. Was musste ein Mann durchgemacht haben, um jegliche Vernunft verloren zu haben und im gleichen Zuge Stolz auf genau dieses Verhalten zu sein? Die Antwort war einfach. Noch viel einfacher, wenn man bedachte, wem Ikharus so überzeugt nachzueifern versuchte, insbesondere, weil er nicht der erste war, der dem Zorn und der ungehinderten Manipulation von Ares verfiel. Es gab genug Männer in ihrer Heimat, die entweder aus Schutz oder ernsthafter Überzeugung auf der Seite von Ares‘ Fanatismus standen. Und es gab auch genügend, die der rote Drache zu seinen Zwecken manipulierte. Dabei war es doch allem voran die Angst, welche die Menschen gefügig machte. Angst, welche der einzige Grund dafür war, warum man Aphelion mittlerweile überhaupt einen Funken verfälschten Respekt entgegenbrachte. Und Angst, welche er auch glaubte in Ikharus zu erkennen.
Vielleicht hatte er den Jüngeren deswegen mit zu seinen Räumlichkeiten geschleppt. Weg vom Deck, auf welchem jeder sie beobachten und belauschen konnte, an den wohl sichersten Ort, welcher diese Flotte zu bieten hatte, als wäre das Gefühl von Sicherheit nicht spätestens nach ihrer letzten Reise nach Ba Sing Se geplatzt. Aber die Gedanken an seine gefallenen Männer versuchte der Admiral zumindest für den Moment in den Hintergrund zu schieben. Konzentrierte sich viel lieber darauf, nicht noch jemanden unter seiner Aufsicht verlieren zu müssen, auch wenn die Agenten der Himitsu eher eine Bedrohung für ihn waren, als etwas anderes. Vermutlich war es naiv, aber betrachtete er den Trunkenbold vor sich, wagte Aphelion es fast schon zu behaupten, dass das, was Ikharus ihm hier bot, nicht mehr als eine Farce war. Ein Schauspiel, ein schlechter Witz – oder auch einfach nur eine Maske, zum Schutze vor der Gewalt, welche ihm dennoch nicht erspart blieb. Es erfüllte Aphelion fast schon mit Übelkeit, mitanhören zu dürfen, für was für einen Helden Ikharus Ares hielt, nur um im gleichen Zuge zu offenbaren, was der General ihm angetan hatte. Das Hemd wurde geöffnet und unter dem Stoff trat eine unschöne Narbe hervor, welche sich beinahe über den gesamten Oberkörper des anderen erzog. Ob das etwas war, worauf man Stolz sein konnte? Nicht in Aphelions Augen. Nein, vielmehr ließ es die Verachtung, welche er für Ares empfand, noch ein Stück größer werden, während er nichts anderes als Mitleid für Ikharus übrighatte. „Ich denke nicht, dass du feige bist“, setzte er mit einer wie eh und je sanften Stimme an und kam nicht umhin, innerlich ein wenig mit sich zu ringen, welche Worte er nun am besten wählte, ohne Ikharus direkt in die Flucht zu schlagen. Oder zurück in Ares Arme, dabei waren es doch vor allem jene, vor welchen Aphelion nicht nur Ikharus, sondern am liebsten die gesamte Welt bewahren wollte. „Es zeugt auch eher von Weisheit, zu erkennen, wann Grenzen überschritten werden.“ So wie er Ikharus bisher einschätzte, rechnete Aphelion aber fast schon damit, dass der Jüngere seine Worte falsch aufnahm und sich eher persönlich angegriffen fühlte, als zu erkennen, dass die Worte des Admirals eher gegen den angeblichen Helden ihrer Nation richteten. „Was macht einen Helden in deinen Augen aus, Ikharus? Sollte ein Held nicht für Frieden, Sicherheit und Gesundheit sorgen, anstatt für weiteres Leid?“ Oh, er bewegte sich auf dünnem Eis, so offen den roten Drachen zu kritisieren. Aber für den Moment… schien es fast schon bedeutungslos. Ja, dachte Aphelion an die Menschen, welche durch Ares nur noch weiteres Leid erfuhren, war es egal, auch wenn ihm alleine das bereits seinen Untergang bereiten könnte. „Versteh mich nicht falsch, aber ich bezweifle, dass das der richtige Weg ist.“ Aber es war auch naiv, von jemanden, der Ares‘ Gehirnwäsche schon derartig unterworfen war, zu glauben, er würde ihn überhaupt verstehen. herkunft Capital City
stand Adel
alter 34 Jahre
gender Männlich
bändigung Feuer
beruf Admiral
größe 1,95
erscheinung
Es war nicht unbedingt immer das schneeweiße Haar, welches ihm länglich etwas über die Schultern fiel, oder die goldenen Augen, die einen den Blick auf Aphelion richten ließen, denn auch ohne diese fiel der junge Admiral mit seiner Größe von ganzen 1,95m auf. Noch dazu kam eine recht breitgebaute und muskulöse Statur, die in Kombination mit der Größe wohl einschüchternd wirken konnte. Auch das Gesicht wirkte auf den ersten Blick eher grimmig, dabei genügte nur ein genauer Blick in seine Augen, um zu erkennen, wie er sich tatsächlich fühlte. Und spätestens, wenn er lächelte, war es schwer, ernsthaft Angst vor ihm zu haben, war es doch ein äußerst warmes Lächeln, bei welchem sich sogar ein paar Grübchen in seinen Wangen bildeten.
gespielt von Alex
(sie/ihre)
◇
girlbossing 2 close 2 the sun
10.04.2021, 18:55
Wie schwer so ein zweigeteiltes Herz in der Brust war. Wie schwer es war, eine Seite zu nähren und die andere am ausgestreckten Arm verhungern zu lassen, und doch tat er dies jeden Tag. Verwehrte dem Teil seines Herzens, das nicht für seine Nation, seine Familie und für Ikharus, den überzeugten Anhänger des Roten Drachen, sondern für Jhaan schlug, Tag für Tag die Luft zum Atmen. Er wollte es nicht nur ersticken sehen, er musste es. Er musste es abfackeln, so wie er den Kwoon dem Boden hätte gleich machen sollen. Wenn er es, wie es den Anschein hatte, nicht zustande brachte, würde ihn die Schwere des zweigeteilten Herzens irgendwann zu Boden zerren, ihn niederdrücken wie ein zorniger, wolkenschwerer Himmel, der die Gezeiten flach aufs Land presste wie von einem Faustschlag angetrieben. Er würde zugrunde gehen, wenn er dies nicht bekämpfte. Aber wie erklärte man das jemandem, wenn man es sich nicht einmal selbst wirklich erklären konnte?
Brach man Ikharus auf sein bares Minimum hinunter, suchte man nach dem Ursprung seines Verhaltens, war dort nur eins zu finden: Scham. Er schämte sich für das zweigeteilte Herz, das er auch nach Jahren der Verdrängung nicht hatte vereinen können. Er schämte sich dessen, wie man sich eines Makels schämte, von dem man hoffte, er würde niemandem ins Auge stechen. Nicht nur, weil es ihn in einem schlechten Licht dastehen ließ, in dem er sich selbst nicht sehen wollte, sondern auch, weil es neue Gefahren mit sich brachte. Er hatte sich ein Leben unter Ares' sicherer Hand aufgebaut, und gäbe er dem Teil seines Herzens nach, das er so dringlich abtöten wollte, würde diese über ihn gehaltene Hand des Schutzes ohne zu zögern den Weg zu seiner Kehle finden. Kein Wunder, dass er mit aller Macht daran klammerte, der schützenden Hand nicht zu entfliehen - selbst wenn sie bereits zuckte. Selbst wenn sie bereits argwöhnisch die Finger nach ihm ausstreckte, rußig und glühend heiß, von Flammen gefüttert, die Ikharus nicht gehorchten. Denn es gab für ihn kein Entkommen, es gab keine Alternative. Es gab nur, für die Nation zu leben oder für sie zu sterben, mehr hatte er doch von seiner Existenz überhaupt nicht zu erwarten. Konnte man dies auch Angst nennen? Oder war der Begriff nicht zu einfach, zu banal, um mit ihm all das zu beschreiben, was dort in seiner Brust umher wütete wie ein hungriges Tier? Er wusste selbst nicht, was er sich davon erhoffte, in trotziger Manier sein Hemd aufzuknüpfen und die gerade erst verheilte Brandwunde zu offenbaren, die der Rote Drache ihm geschenkt hatte. Vielleicht schimmerte nur ein weiteres Mal sein Hunger nach Anerkennung durch, vielleicht erwartete er wirklich, dass der Weiße Drache ihm das gab, wonach er sich sehnte und das er von ihm doch nicht ohne Bitterkeit annehmen könnte. Doch anstelle von Anerkennung, sah Aphelion ihn plötzlich an, als säße dort ein Kind vor ihm - ein Kümmerling noch dazu. Da war kein Ekel, damit hätte Ikharus ja noch umgehen können, sondern ... Mitleid. Mitleid und Sanftheit, die in seinen Worten mitschwang. Dass jene Sanftheit vor allem Vorsicht war, erkannte Ikharus nicht, hielt sie natürlich für nichts weiter als Missachtung, und zuckte unter jener so heftig zusammen, als hätte man ihn geschlagen. Dabei hatte Aphelion ihn nicht einmal berührt. Er hatte nur gesprochen, und sprach noch immer, faselte etwas von Weisheit und Grenzen, dem Ikharus jedoch kaum noch folgen konnte. Denn allein der Blick hatte ausgereicht, um das Blut in seinen Ohren rauschen zu lassen. Seine Hände ballten sich in seinem eigenen Hemd zusammen, bis die Knöchel weiß hervortraten, während sich seine Augen unweigerlich mit Zornestränen füllten. Eigentlich könnte es ihm am Arsch vorbei gehen, dass Aphelion Ares mit seinen bedachten Worten infrage stellte, wenn nicht sogar ihn kritisierte: aber hier ging es nicht nur um Ares. Eigentlich sogar überhaupt nicht, zumindest nicht für Ikharus. "Du weißt doch nicht mal, was ich getan habe", stieß er, alle Höflichkeitsformen aus dem Fenster werfend, zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor. Verteidigte tatsächlich sein Recht darauf, bestraft zu werden. Und dann lachte er wieder vor Wut bebend auf, ignorierte, dass die zornesglühenden Tränen dabei aus seinen Augen traten - wischte sie nicht mal fort, als würde er sie gar nicht fühlen. "Frieden, Sicherheit und Gesundheit", äffte er den Silberhaarigen fuchsig nach und zwang sich dazu, sein Hemd wieder loszulassen, um die Hände stattdessen auf den Knien abzustützen, sich leicht in Aphelions Richtung beugend. "Frieden hat er uns doch gebracht. Für Sicherheit sorgt er Tag für Tag. Und was Gesundheit angeht ... wie bewahrt und schützt man jene, wenn man sich einfach unterbuttern lässt? Wie bewahrt man jene, wenn man schwach ist und alles geschehen lässt?" Seine Augenbrauen brauten sich ebenso zusammen wie seine Worte. "Haben sie dir deine Auszeichnungen eigentlich alle in den Arsch geschoben oder wie hast du es mit deiner Waschweiber-Mentalität derart weit gebracht?" Oh, sollten Zweifel daran bestanden haben, warum jemand wie Ikharus immer und immer wieder in die Schranken gewiesen werden musste, würde er diese nun mit seiner Unhöflichkeit wohl ein für allemal ausmerzen. "Lass mich mal anders fragen: würdest du so auch jenen predigen, die deine Leute vor ein paar Wochen attackiert haben? Würdest du den Tätern was von Frieden erzählen und hoffen, dass sie sich bei dir entschuldigen, für die Leben, die sie beendet haben? Tssss. Lächerlich. Frieden, was bedeutet das schon." Er fuchtelte mit seinen Worten um sich wie ein Ertrinkender, aber zugleich traf er es doch auf den Punkt. Denn er hatte ja schon einiges über Aphelion gehört, gutes als auch gleichermaßen schlechtes ... aber dass in der Brust des massiv gebauten Hünen mit den beunruhigenden goldenen Augen das Herz eines Schwächlings schlug, vielleicht sogar ein ebenso zweigeteiltes Herz wie bei ihm selbst, hatte er dann doch nicht geglaubt. Und sich davon mitreißen zu lassen, nach über einem Jahrzehnt der Indoktrination, war ihm auch nicht möglich. Bevor dies geschah, würde er lieber sich, das Schiff und die gesamte Besatzung mitten auf dem Meer in Flammen aufgehen lassen. herkunft Ba Sing Se
stand Mittelschicht
alter 27 Jahre
gender Männlich
bändigung Feuer
beruf Agent
größe 1,78
erscheinung
Ikharus’ Äußeres wirkt auf seine Mitmenschen ebenso anziehend wie sein Inneres abstoßend; im Zusammenspiel formen seine provokante Natur, die scharfkantigen Züge seines Gesichts und der athletische Körper einen in sich verstrickten Mann, der ebenso oft auf Zuspruch wie auf Ablehnung stößt — je nachdem, wie dick das Fell seiner Mitmenschen tatsächlich ist (oder wie oberflächlich sie sind). Es lässt sich durchaus behaupten, dass der Feuerbändiger schön ist mit seinen hübschen mokkafarbene Augen, die dunkel wie ein schlammiges Moor mit besorgniserregender Tiefe sein können, oder aber hell wie mit Milch versetzter Schwarztee, glimmende Herausforderung im Blick.
Von seinen geschwungenen Lippen perlt so selten ein ehrliches Wort, dass man meinen könnte, sie sollten von Natur aus dunkel und böse aussehen — doch das tun sie nicht. Viel zu gern verziehen sie sich zu einem (zugegebenermaßen manchmal bissigen) Lächeln, das doch immer ein wenig verschmitzt aussieht, während ein wahres Lächeln, das seine Grübchen zum Vorschein und seine Augenfältchen zum Ausfächern bringen würde, es selten bis nie auf sein Gesicht schafft. Dafür zügelt er sich selbst zu sehr, ist zu verstrickt in alles Negative, das sich auch in seinen oft vor der Brust verschränkten Armen und dem energischen, ungeduldigen Gang widerspiegelt. Er ist ein Mann fahriger Natur, jegliche Lässigkeit ist erzwungen, vielmehr wirkt er verspannt, wie als würde er sich ständig gegen etwas stemmen, während er, entgegen jeglichen Sehnens nach Sanftheit, grob durch die Weltgeschichte marschiert. Wenn er frustriert ist, reibt er sich exzessiv den Nacken oder rauft sich die Haare, bis die (momentan) mittellangen Strähnen konfus von seinem Kopf abstehen. Den einstigen Dutt aus langem, seidig schwarzem Haar hat er als Himitsu zugunsten der Tarnung aufgegeben — ebenso wie er sich nicht länger in die typische Uniform des Militärs der Feuernation kleidet, sondern sich je nach Aufenthaltsort anpasst. Unter seiner Kleidung verbirgt der 1,78m hohe Feuerbändiger eine Brandnarbe am Sternum, die sein Halbbruder Aeneas ihm im Laufe einer Trainingseinheit zugefügt hat — kleinere wie größere Narben haben sich über die Kriegsjahre hinweg dazugesellt, jedoch nichts Langwieriges. Selbst davon, beim versehentlichen Feuerbändigen im nördlichen Lufttempel beinahe von Jhaans Himmelsbison zerquetscht worden zu sein, hat er sich erstaunlich gut erholt — er hat von der Gehirnerschütterung nur seelische Narben (aufgrund der Demütigung) davongetragen.
gespielt von Chulia
(Name als Pronomen)
◇
weißer Drache
10.04.2021, 20:49
Es war tatsächlich schwer, ein zweigeteiltes Herz in der Brust zu tragen und auch wenn Aphelion sich oft genug dagegen sträubte, es sich selbst einzugestehen, waren es doch Momente wie diese, in welchen ihm bewusstwurde, dass auch er nicht verschont von jenem blieb. Wie bei den meisten Feuerbändiger schlug auch Aphelions Herz ohne Zweifel für seine Herkunft. Er war stolz darauf, sich als Sohn von Alastair und Epione bezeichnen zu können, ebenso wie es ihn mit Stolz erfüllte, dass Astraea seine Schwester war. Die Menschen mochten sie schief ansehen; mochten hinter hervorgehaltener Hand über die sonderbare Familie mit den geisterähnlichen Kindern tuscheln, doch wenn es andere Familien entzweit hätte, hatte es Aphelions nur noch enger zusammenschweißen lassen. Viele Entscheidungen, welche Aphelion in seinem Leben gemacht hatte, hatte er ihnen zur Liebe getroffen, denn er war dank ihnen nicht nur zu dem Mann geworden, welcher heute gekleidet in der Uniform eines Admirals eine ganze Flotte befehligte, er hatte es überhaupt erst für sie getan. War sogar so weit gegangen und hatte einen ganzen Drachen erlegt, in der Hoffnung, seinen Eltern dadurch wiedergeben zu können, was sie durch die Geburt zweier sonderbarer Kinder verloren hatten. Es war das erste Mal gewesen, dass Aphelion gespürt hatte, wie sein Herz sich in seiner Brust zweiteilte. Für seine Familie wollte er alles opfern und geben, was er konnte – doch im gleichen Zuge erfüllte es ihn mit Abscheu, welche Schuld; wessens Blut alleine deswegen an seinen Händen klebte. Eine Hälfte schlug grenzenlos für seine Herkunft, doch die andere sträubte sich dagegen. Versuchte immer und immer wieder dagegen anzukämpfen; pflanzte Zweifel in seinen Kopf und ließ ihn so weit gehen, dass er ohne Zögern das Weite gesucht hätte, wenn dort nicht seine Eltern und Astraea gewesen wären, welche sich auf ihn verließen. Ja, er mochte für seine Herkunft leben, doch dies schloss die Feuernation nicht mit ein. Dachte er an seine Heimat, war dort lediglich das Anwesen seiner Familie, denn kaum, dass er über dessen Grenzen hinaustrat, wurde ihm doch jedes Mal aufs Neue bewusst, wie wenig er doch für diese Nation aufbringen konnte. Noch viel weniger für ihre grausamen Herrscher und am allerwenigsten für General Ares, welcher alleine schon für so viel Leid verantwortlich war, dass es geradezu absurd schien, zu hören, wie andere ihn als Held bezeichneten.
Ikharus und Aphelion lebten in zwei völlig unterschiedlichen Welten und doch waren sie sich ähnlicher, als man meinen würde. Zwei verlorene Seelen im Zwiespalt mit dem eigenen Herzen. Dabei musste Aphelion doch nur ehrlich mit sich selbst sein, um zu wissen, für welche Seite er sich trotz allem entschieden hatte. Es war offensichtlich, so selten, wie man ihn nur noch in der Capital City entdeckte, und noch viel offensichtlicher, wenn man seinen Worten lauschte. Dem unterschwelligen Zweifeln und der doch viel zu offenen Kritik. Hätte er sich jemals mit der Feuernation verbunden gefühlt, so war dies schon längst verflogen und das Wappen auf seiner Uniform nicht mehr als ein Alibi zum Schutze seiner Flotte, als hätten die letzten Wochen nicht bereits offenbart, dass ihm nicht einmal dies zu gelingen schien. Da war nicht nur Mitleid in dem Blick, mit welchem er Ikharus betrachtete, sondern ein verdrehtes Mitgefühl. Verständnis. Und Schmerz, welcher in seiner Brust rumorte und diese gesamte Situation nicht angenehmer machte. Aphelion war auch nicht blind genug, um zu übersehen, auf was für dünnem Eis sie sich immer weiterbewegten, doch anstatt zurückzuschrecken, schlug er mit seinen Worten weitere Kerben in ihren einzigen Halt, während er dabei zusah, wie Ikharus die Hände zu Fäusten ballte. Auch wenn Aphelion Zorn nicht lag, waren ihm zumindest die Tränen nicht fremd, welche sich in den Augen des Jüngeren vor Wut bildeten. Aber er wagte es nicht, auszusprechen, dass er glaubte, Ikharus zu verstehen. Denn im Grunde hatte dieser doch Recht. Aphelion wusste noch nicht einmal, was er getan hatte, auch wenn es für den weißen Drachen keinen Grund gab, der solch eine Strafe rechtfertigte. Ikharus zischte weiter und auch wenn Aphelion eine Menge Worte auf der Zunge lagen, schwieg er. Ließ den Jüngeren stattdessen weiter zetern und fauchen, weil er auf naive Art und Weise darauf hoffte, dass es besser werden würde, wenn er Ikharus erst einmal lassen würde. Dabei war es noch viel naiver zu glauben, er könnte den Himitsu-Agenten von etwas anderem überzeugen. Natürlich dauerte es nicht lange, bis er Aphelion seine Zurückhaltung, seine Sanftheit, wenn nicht sogar sein Bedürfnis nach Harmonie als Vorwurf vor die Füße spuckte und dabei wenig später bei dem Vorfall landete, welcher doch der Hauptgrund dafür war, warum das zweigeteilte Herz des Admirals immer stärker miteinander kämpfte. Auch wenn Aphelion vielleicht Grund genug dazu gehabt hätte, konnte er Ikharus seine Worte jedoch noch nicht einmal ernsthaft übelnehmen. Vielleicht lag es aber auch mehr daran, dass er nicht glaubte, dass dieser tatsächlich vollends hinter seinen Worten stand. Nein, er glaubte nicht daran; bildete sich stattdessen ein, einen unterschwelligen Widerspruch in ihnen zu finden, weil es in den goldenen Augen auch keinen Sinn ergab, dass dieses Gespräch Ikharus so aufwühlte, wenn er doch angeblich genaustens wusste, auf was für einer Seite er stand. „Frieden bedeutet eine ganze Menge, wenn ohne ihn ganze Völker ihr Leben lassen müssen“, setzte Aphelion nach einer geschlagenen Ewigkeit endlich zum Sprechen an. Schon wieder mit einer Sanftheit in der Stimme, welche geradezu unverschämt war. Als wäre dort in seinem Inneren gerade kein Sturm dabei sich aufzubauen, um zu wüten. Als würde die Nervosität nicht geradezu unerträglich durch seine Hände rauschen, während er noch immer inmitten des Raumes stand und sich seltsam verloren fühlte, zwischen den einzigen vier Wänden, in welchen er sich bis vor kurzem doch noch in Sicherheit gewogen hatte. Aber auch dieses Gefühl hatte sich mit der letzten Abreise aus Ba Sing Se von ihm verabschiedet. War ersetzt worden von einer Unruhe, die mit den stürmischen Wellen der See gewaltig Konkurrenz machten. „Freunde, Familie, Geliebte… Es ist egal, auf wessen Seite man steht, getroffen wird früher oder später jeder davon.“ Dabei war es etwas ganz Bestimmtes, auf das Aphelion hier nun abzielte, auch wenn er es nicht direkt aussprach. Aber auch ihm war Ikharus tatsächliche Herkunft bekannt, auch wenn er keinen Schimmer davon hatte, wie wenig der Feuerbändiger sich doch mit dem Großteil der Luftnomaden hatte identifizieren können. „Also…“, setzte Aphelion erneut an, zögerte jedoch kurz, als sein Blick zurück zur Brust des Jüngeren wanderte. „Was hast du getan, was solch eine Strafe rechtfertigen soll?“ Denn wenn sie sich doch nicht so unähnlich waren, glaubte Aphelion bereits zu ahnen, was es war, womit Ikharus den General erzürnt hatte. herkunft Capital City
stand Adel
alter 34 Jahre
gender Männlich
bändigung Feuer
beruf Admiral
größe 1,95
erscheinung
Es war nicht unbedingt immer das schneeweiße Haar, welches ihm länglich etwas über die Schultern fiel, oder die goldenen Augen, die einen den Blick auf Aphelion richten ließen, denn auch ohne diese fiel der junge Admiral mit seiner Größe von ganzen 1,95m auf. Noch dazu kam eine recht breitgebaute und muskulöse Statur, die in Kombination mit der Größe wohl einschüchternd wirken konnte. Auch das Gesicht wirkte auf den ersten Blick eher grimmig, dabei genügte nur ein genauer Blick in seine Augen, um zu erkennen, wie er sich tatsächlich fühlte. Und spätestens, wenn er lächelte, war es schwer, ernsthaft Angst vor ihm zu haben, war es doch ein äußerst warmes Lächeln, bei welchem sich sogar ein paar Grübchen in seinen Wangen bildeten.
gespielt von Alex
(sie/ihre)
◇
girlbossing 2 close 2 the sun
17.04.2021, 20:35
« Die Bedeutung, die Jhaan jedoch für ihn gehabt hatte, und, das war das Erschreckendste, noch immer hatte, konnte man nicht herunterspielen. Wenn er an Heimat dachte, dachte er auch unweigerlich an Jhaan. »
Heimat zu finden, war ein blutiger Akt für Ikharus gewesen. Er war sich bewusst über das, was er hatte aufgeben müssen, um überhaupt als Teil seiner Familie angesehen zu werden; einer Familie, die er vierzehn Jahre seines Lebens nicht gekannt hatte. Unerhört hoch war der Preis gewesen, den er hatte zahlen müssen, um überhaupt erst als Teil von ihr akzeptiert zu werden. Die Wertschätzung, nach der er sein ganzes Leben lang gesucht hatte, hatte er bei seinem Vater und seinen Halbbrüdern jedoch vergeblich erhofft. Weder Ridas als Gutmütigkeit getarnte Ignoranz, noch Aeneas' offener Hass hatten in ihm je ein Gefühl von Heimat geweckt, ganz zu schweigen von der andauernden Enttäuschung seines Vaters, der den Bastard zwar nach dem Tod seiner Frau bei sich aufnahm, ihn jedoch nie wie seine anderen Söhne behandelte. Das Leben als Außenseiter war ihm jedoch nie fremd gewesen, hatte er im Lufttempel doch ebenfalls ein Leben am Rande geführt. Ein wenig hatte er dies natürlich auch sich selbst zu verantworten gehabt, auch wenn er sich weigerte, es so zu sehen. Die Bedeutung, die Jhaan jedoch für ihn gehabt hatte, und, das war das Erschreckendste, noch immer hatte, konnte man nicht herunterspielen. Wenn er an Heimat dachte, dachte er auch unweigerlich an Jhaan.Und doch war der Luftbändiger nicht das, was er hier verteidigte. Er war in Ikharus' Wahrnehmung noch immer etwas, was ihn zurückhielt. Denn wahre Heimat, die hatte er weder in seiner Jugend noch in seiner Familie gefunden, sondern erst unter Ares' Fittiche. Somit war er nicht unbedingt der Feuernation treu, auch wenn er sich ihre Lehren auf den Leib geschrieben hatte, sondern dem Roten Drachen. Natürlich missfiel ihm, jenen zu kritisieren - denn so aufmüpfig, wie er auch sein mochte, und so sehr sich sein Bild von Ares als Person auch in den letzten Wochen gewandelt hatte, war er doch nicht bereit dazu, aufzugeben, was jener ihm gegeben hatte. Wenn man sein ganzes Leben lang nicht dazugehört hatte, war es schwer, die Person zu verraten, der man das erste Mal Zugehörigkeit, egal zu welchem Preis, zu verdanken hatte. Zugegebenermaßen sah er jedoch nicht, dass es Aphelion war, der sich hier des Hochverrats schuldig machen ... könnte. Noch war dies nichts weiter als ein Gespräch, wem sollte dies schon schaden können? Es waren nur Gedanken, die sie teilten, oder eher, die sie aufeinander losließen, wie Wolfshunde, die sie an eigener Statt in den Ring schickten. Doch Ikharus wusste, dass Gedanken Feuer fangen konnten; ja, er wusste, dass Verrat im Kleinen anfing. Doch in diesem Fall sah er nicht, dass es Aphelion war, dessen Worte sich gegen die Vorgehensweise der Feuernation richteten, sondern glaubte darin nichts weiter als Kritik an seiner eigenen Person zu erkennen. Er glaubte, sich rechtfertigen zu müssen, auch wenn er am liebsten jemand gewesen wäre, der darüber lachte und abwinkte, weil es so lächerlich war. Vor Wochen hatte er das bei Sylas noch getan. Warum klemmte ihm also nun ein derartiger Frosch in der Kehle? "Soll das ein Test sein?", schnaubte er. Versuchte ohne Frage, von seinen eigenen Unzulänglichkeiten abzulenken, die Aphelion, wie so viele andere zuvor, unterschwellig in seinen Worten zur Sprache brachte. Die meisten Menschen pimmelten nur nicht so ums Thema herum, wie der Weiße Drache es tat; die wenigsten waren zur Sanftheit angehalten, wenn sie ihm vorwarfen, er würde ein doppeltes Spiel spielen - denn wie könnte es auch anders sein. Er hatte das Blut der Luftbändiger in seinen Venen, warum sollte er besser als sie sein, nur weil die Natur sich einen Scherz erlaubt und ihm das dazu passende Element zu beherrschen verwehrt hatte? Er hasste das. Dieses ganze Gespräch. Diese Vorwürfe, die Aphelion unermüdlich in Sanftheit kleidete, auch wenn Ikharus nicht vorhatte, darauf hereinzufallen. Freunde, Familie, Geliebte… Es ist egal, auf wessen Seite man steht, getroffen wird früher oder später jeder davon. "Eiert doch nicht um den heißen Brei herum - Ihr denkt, ich müsse ein Verräter sein, bloß weil ich nicht als einer von euch aufgewachsen bin, ist es nicht so?", platzte es unkontrolliert aus Ikharus heraus. Dann erhob er sich auch schon abrupt von seinem Stuhl, schon wieder ein Schnauben hervorstoßend, weil ... nun, weil er zwar wusste, worauf Aphelion abzielte (oder es glaubte, zu wissen), aber nicht zugeben wollte, dass man ihm Untreue vorgeworfen hatte. Dass Ares ihn davon abhalten wollte, aus der Reihe zu treten. Auf die effektivste Art und Weise: denn Ikharus wollte keinen Schritt mehr abweichen. Er wollte einfach nur, dass all das aufhörte. Auch das hier. War das schon zu viel verlangt? "Spielt überhaupt keine Rolle", antwortete er trocken, und widerstand dem Drang, Aphelion nochmals vor die Füße zu spucken. Stattdessen knöpfte er sein Hemd wieder zu, wofür er deutlich länger brauchte, als er sollte. Ganz klar im Kopf war er in diesem Moment auf keinen Fall. "Vielleicht hab ich seine Frau gefickt. Oder er ist mit dem falschen Bein aufgestanden. Irgendwas dazwischen wird's gewesen sein - such's dir aus." herkunft Ba Sing Se
stand Mittelschicht
alter 27 Jahre
gender Männlich
bändigung Feuer
beruf Agent
größe 1,78
erscheinung
Ikharus’ Äußeres wirkt auf seine Mitmenschen ebenso anziehend wie sein Inneres abstoßend; im Zusammenspiel formen seine provokante Natur, die scharfkantigen Züge seines Gesichts und der athletische Körper einen in sich verstrickten Mann, der ebenso oft auf Zuspruch wie auf Ablehnung stößt — je nachdem, wie dick das Fell seiner Mitmenschen tatsächlich ist (oder wie oberflächlich sie sind). Es lässt sich durchaus behaupten, dass der Feuerbändiger schön ist mit seinen hübschen mokkafarbene Augen, die dunkel wie ein schlammiges Moor mit besorgniserregender Tiefe sein können, oder aber hell wie mit Milch versetzter Schwarztee, glimmende Herausforderung im Blick.
Von seinen geschwungenen Lippen perlt so selten ein ehrliches Wort, dass man meinen könnte, sie sollten von Natur aus dunkel und böse aussehen — doch das tun sie nicht. Viel zu gern verziehen sie sich zu einem (zugegebenermaßen manchmal bissigen) Lächeln, das doch immer ein wenig verschmitzt aussieht, während ein wahres Lächeln, das seine Grübchen zum Vorschein und seine Augenfältchen zum Ausfächern bringen würde, es selten bis nie auf sein Gesicht schafft. Dafür zügelt er sich selbst zu sehr, ist zu verstrickt in alles Negative, das sich auch in seinen oft vor der Brust verschränkten Armen und dem energischen, ungeduldigen Gang widerspiegelt. Er ist ein Mann fahriger Natur, jegliche Lässigkeit ist erzwungen, vielmehr wirkt er verspannt, wie als würde er sich ständig gegen etwas stemmen, während er, entgegen jeglichen Sehnens nach Sanftheit, grob durch die Weltgeschichte marschiert. Wenn er frustriert ist, reibt er sich exzessiv den Nacken oder rauft sich die Haare, bis die (momentan) mittellangen Strähnen konfus von seinem Kopf abstehen. Den einstigen Dutt aus langem, seidig schwarzem Haar hat er als Himitsu zugunsten der Tarnung aufgegeben — ebenso wie er sich nicht länger in die typische Uniform des Militärs der Feuernation kleidet, sondern sich je nach Aufenthaltsort anpasst. Unter seiner Kleidung verbirgt der 1,78m hohe Feuerbändiger eine Brandnarbe am Sternum, die sein Halbbruder Aeneas ihm im Laufe einer Trainingseinheit zugefügt hat — kleinere wie größere Narben haben sich über die Kriegsjahre hinweg dazugesellt, jedoch nichts Langwieriges. Selbst davon, beim versehentlichen Feuerbändigen im nördlichen Lufttempel beinahe von Jhaans Himmelsbison zerquetscht worden zu sein, hat er sich erstaunlich gut erholt — er hat von der Gehirnerschütterung nur seelische Narben (aufgrund der Demütigung) davongetragen.
gespielt von Chulia
(Name als Pronomen) |
neuigkeiten
april 2023
plot
entre: prince de soleil
Midway upon the journey of our life I found myself within a forest dark, For the straightforward pathway had been lost. Ah me! how hard a thing it is to say What was this forest savage, rough, and stern, Which in the very thought renews the fear. So bitter is it, death is little more; But of the good to treat, which there I found, Speak will I of the other things I saw there. I cannot well repeat how there I entered, So full was I of slumber at the moment In which I had abandoned the true way.
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