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		<title><![CDATA[Testies - Vulkankrater]]></title>
		<link>https://topsiegfried.like-a-hurricane.de/</link>
		<description><![CDATA[Testies - https://topsiegfried.like-a-hurricane.de]]></description>
		<pubDate>Sun, 05 Apr 2026 15:46:59 +0000</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[they will lead you home]]></title>
			<link>https://topsiegfried.like-a-hurricane.de/showthread.php?tid=1811</link>
			<pubDate>Sun, 13 Nov 2022 18:48:40 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://topsiegfried.like-a-hurricane.de/member.php?action=profile&uid=261">Revali</a>]]></dc:creator>
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			<description><![CDATA[<link href="https://fonts.googleapis.com/css2?family=Playfair+Display:wght@600&display=swap" rel="stylesheet">    <center><div style="font-size: 22px;font-family: 'Playfair Display', serif; text-transform: uppercase;">they will lead you home</div>
<div style="margin-top: -5px;text-transform: uppercase; font-size: 9px; letter-spacing: 3px; line-height: 12px;font-family: 'Open Sans', sans-serif; margin-bottom: 8px;">if the crows love you<br />
<span style="letter-spacing: 4px;text-transform: lowercase;">Norika & Revali # Norikas Anwesen # abends # 17. Juli 1NZK</span> </div></center><br />
Seine Familie war tot. Bereits vor mehreren Jahren hatte jemand die Taro Kjel aus unerklärlichen Gründen überfallen und kaltblütig ermordet - zumindest war es das, was Brusk behauptet hatte und seit jeher in jeder noch so kurzen Sekunde von Stille durch seinen Kopf spukte, als wäre es ein Geist, welcher nicht mehr von ihm loslassen wollte. Ezeni machte keine schlechten Wortwitze mehr, Fenela war nicht mehr damit beschäftigt, die kleinen <i>Wehwehchen</i> der Schausteller:innen zu flicken und Ilniri trug auch nicht mehr diesen schrecklich hässlichen Hut, welchen sie angeblich einem Piraten abgeluchst hatte - denn sie waren tot. Alle, mit Ausnahme des mittlerweile absurd breitgebauten Brusks, der ihm diese Nachricht übermittelt hatte, als wäre es ein schlechter Scherz. Das war es auch oder musste es zumindest sein, denn in keiner Welt konnte Brusk ihm die Wahrheit gesagt haben. Er musste lügen, so wie er auch schon immer gelogen hatte, denn wäre seine Familie tatsächlich nicht mehr am leben, hätte er doch früher davon erfahren, oder nicht? Hätte man den Großteil der Taro Kjel wirklich einfach so umgebracht, hätte ihn diese Nachricht mit all seinen Kontakten, die doch selbst bis in die Feuernation reichten, doch schon Jahre früher erreicht… oder nicht?<br />
Sie mussten noch leben. Selbst wenn Brusk seinen eigenen Worten tatsächlich Glauben schenkte, mussten sie noch am Leben sein. Vielleicht hatten sie auch nur die Schnauze voll von dem dümmlichen Hünen gehabt und all das inszeniert, um ihn loszuwerden, oder irgendetwas in seinem Kopf war über die Jahre dermaßen kaputt gegangen, dass er irgendwann vergessen hatte, dass es seiner Familie gut ging und dass sie wohl auf waren. Ja, das musste es sein, denn tot waren sie mit Sicherheit nicht. Nur wie vom Erdboden verschluckt, aber wenn es etwas gab, was jeden noch so zurückgezogenen Taro Kjel aus seinem Versteck lockte, dann war es ein Zirkus. <br />
<br />
Eigentlich hatte er Wichtigeres zu tun, als einen Zirkus bis nach Capital City zu verfolgen. Genau genommen waren dort ein ganzer Haufen Geschäfte, um welche er sich zu kümmern hatte, ebenso wie drei Kinder und nicht zuletzt die Sache mit dem verdammten Mondpulver, bei welcher es nur noch eine Frage der sehr begrenzten Zeit war, bis ihm dieses komplett um die Ohren fliegen würde. Doch all das schien schnell vergessen, mit der Möglichkeit, endlich Gewissheit über den Verbleib seiner Familie zu bekommen. In seinem Kopf hatte er keinen Platz mehr für diese Dinge, stattdessen drehte sich jeder Gedanke um seine Eltern, seine Schwester, seinen Cousin dritten Grades oder auch nur die wenigen Seelen, welche sich ihnen vereinzelt auf ihrer nie enden wollenden Reise angeschlossen hatten. Selbst wenn es nur ein paar Jahre gewesen waren, hatten sie alle mehr oder weniger zu ihnen gehört. Waren ebenso Taro Kjel gewesen, wie Revali und Brusk es waren. <br />
Wenn man es so sah, war selbst Norika eine Taro Kjel und vielleicht war es auch das, was Revali zu ihr führte, kaum, dass er in Capital City angekommen war und es noch ein paar Stunden waren, bis Maestros komischer Zirkus seine Zelte für die Nacht aufschlagen würde. Entweder war es das, oder der Wunsch zumindest für einen Augenblick wirklich <i>all</i> seinen Gedanken zu entfliehen, war Norikas Anwesen in den vergangenen Jahren doch immer mehr zu einer Art Zufluchtsort für den Betrüger geworden, wenn ihm alles andere zu viel geworden war (oder die Gefahr, verhaftet zu werden, zu groß). Höchstens Pios schaffte es noch an diesem Ort durch seinen Kopf zu geistern, aber Revali hatte auch schon längst aufgegeben, ihn aus diesem zu verbannen, denn auch, wenn er dies niemals offen zugeben würde, gehörte der langnasige Bastard doch zu den wenigen Dingen, welche er niemals missen wollte.<br />
<br />
Wie oft er tatsächlich bei Norika ein und aus ging, wurde nur noch einmal deutlich dadurch, in was für einer Selbstverständlichkeit er sich Zugang zu dem überaus prachtvollem Anwesen verschaffte und in diesem bewegte. Als hätte er nicht erst vor wenigen Sekunden das Schloss der zum Garten führenden Tür aufgebrochen, bediente er sich zunächst in der Küche (Reisen machte hungrig!) und dann an der großen Weinauswahl im Salon, ehe er sich mit einer Weinflasche bewaffnet die Treppe hinauf einen Weg zum Badezimmer bahnte. Irgendwie musste man es ja auch mal genießen, nach wochenlangem Kindergeschrei in den Ohren endlich mal etwas Ruhe zu bekommen, und so dauerte es nicht lange, bis Revali sich wenig später in ein heißes Bad sinken ließ.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<link href="https://fonts.googleapis.com/css2?family=Playfair+Display:wght@600&display=swap" rel="stylesheet">    <center><div style="font-size: 22px;font-family: 'Playfair Display', serif; text-transform: uppercase;">they will lead you home</div>
<div style="margin-top: -5px;text-transform: uppercase; font-size: 9px; letter-spacing: 3px; line-height: 12px;font-family: 'Open Sans', sans-serif; margin-bottom: 8px;">if the crows love you<br />
<span style="letter-spacing: 4px;text-transform: lowercase;">Norika & Revali # Norikas Anwesen # abends # 17. Juli 1NZK</span> </div></center><br />
Seine Familie war tot. Bereits vor mehreren Jahren hatte jemand die Taro Kjel aus unerklärlichen Gründen überfallen und kaltblütig ermordet - zumindest war es das, was Brusk behauptet hatte und seit jeher in jeder noch so kurzen Sekunde von Stille durch seinen Kopf spukte, als wäre es ein Geist, welcher nicht mehr von ihm loslassen wollte. Ezeni machte keine schlechten Wortwitze mehr, Fenela war nicht mehr damit beschäftigt, die kleinen <i>Wehwehchen</i> der Schausteller:innen zu flicken und Ilniri trug auch nicht mehr diesen schrecklich hässlichen Hut, welchen sie angeblich einem Piraten abgeluchst hatte - denn sie waren tot. Alle, mit Ausnahme des mittlerweile absurd breitgebauten Brusks, der ihm diese Nachricht übermittelt hatte, als wäre es ein schlechter Scherz. Das war es auch oder musste es zumindest sein, denn in keiner Welt konnte Brusk ihm die Wahrheit gesagt haben. Er musste lügen, so wie er auch schon immer gelogen hatte, denn wäre seine Familie tatsächlich nicht mehr am leben, hätte er doch früher davon erfahren, oder nicht? Hätte man den Großteil der Taro Kjel wirklich einfach so umgebracht, hätte ihn diese Nachricht mit all seinen Kontakten, die doch selbst bis in die Feuernation reichten, doch schon Jahre früher erreicht… oder nicht?<br />
Sie mussten noch leben. Selbst wenn Brusk seinen eigenen Worten tatsächlich Glauben schenkte, mussten sie noch am Leben sein. Vielleicht hatten sie auch nur die Schnauze voll von dem dümmlichen Hünen gehabt und all das inszeniert, um ihn loszuwerden, oder irgendetwas in seinem Kopf war über die Jahre dermaßen kaputt gegangen, dass er irgendwann vergessen hatte, dass es seiner Familie gut ging und dass sie wohl auf waren. Ja, das musste es sein, denn tot waren sie mit Sicherheit nicht. Nur wie vom Erdboden verschluckt, aber wenn es etwas gab, was jeden noch so zurückgezogenen Taro Kjel aus seinem Versteck lockte, dann war es ein Zirkus. <br />
<br />
Eigentlich hatte er Wichtigeres zu tun, als einen Zirkus bis nach Capital City zu verfolgen. Genau genommen waren dort ein ganzer Haufen Geschäfte, um welche er sich zu kümmern hatte, ebenso wie drei Kinder und nicht zuletzt die Sache mit dem verdammten Mondpulver, bei welcher es nur noch eine Frage der sehr begrenzten Zeit war, bis ihm dieses komplett um die Ohren fliegen würde. Doch all das schien schnell vergessen, mit der Möglichkeit, endlich Gewissheit über den Verbleib seiner Familie zu bekommen. In seinem Kopf hatte er keinen Platz mehr für diese Dinge, stattdessen drehte sich jeder Gedanke um seine Eltern, seine Schwester, seinen Cousin dritten Grades oder auch nur die wenigen Seelen, welche sich ihnen vereinzelt auf ihrer nie enden wollenden Reise angeschlossen hatten. Selbst wenn es nur ein paar Jahre gewesen waren, hatten sie alle mehr oder weniger zu ihnen gehört. Waren ebenso Taro Kjel gewesen, wie Revali und Brusk es waren. <br />
Wenn man es so sah, war selbst Norika eine Taro Kjel und vielleicht war es auch das, was Revali zu ihr führte, kaum, dass er in Capital City angekommen war und es noch ein paar Stunden waren, bis Maestros komischer Zirkus seine Zelte für die Nacht aufschlagen würde. Entweder war es das, oder der Wunsch zumindest für einen Augenblick wirklich <i>all</i> seinen Gedanken zu entfliehen, war Norikas Anwesen in den vergangenen Jahren doch immer mehr zu einer Art Zufluchtsort für den Betrüger geworden, wenn ihm alles andere zu viel geworden war (oder die Gefahr, verhaftet zu werden, zu groß). Höchstens Pios schaffte es noch an diesem Ort durch seinen Kopf zu geistern, aber Revali hatte auch schon längst aufgegeben, ihn aus diesem zu verbannen, denn auch, wenn er dies niemals offen zugeben würde, gehörte der langnasige Bastard doch zu den wenigen Dingen, welche er niemals missen wollte.<br />
<br />
Wie oft er tatsächlich bei Norika ein und aus ging, wurde nur noch einmal deutlich dadurch, in was für einer Selbstverständlichkeit er sich Zugang zu dem überaus prachtvollem Anwesen verschaffte und in diesem bewegte. Als hätte er nicht erst vor wenigen Sekunden das Schloss der zum Garten führenden Tür aufgebrochen, bediente er sich zunächst in der Küche (Reisen machte hungrig!) und dann an der großen Weinauswahl im Salon, ehe er sich mit einer Weinflasche bewaffnet die Treppe hinauf einen Weg zum Badezimmer bahnte. Irgendwie musste man es ja auch mal genießen, nach wochenlangem Kindergeschrei in den Ohren endlich mal etwas Ruhe zu bekommen, und so dauerte es nicht lange, bis Revali sich wenig später in ein heißes Bad sinken ließ.]]></content:encoded>
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			<title><![CDATA[Let's Dance Around The Fire]]></title>
			<link>https://topsiegfried.like-a-hurricane.de/showthread.php?tid=1728</link>
			<pubDate>Fri, 08 Jul 2022 16:58:12 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://topsiegfried.like-a-hurricane.de/member.php?action=profile&uid=285">Yusei</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://topsiegfried.like-a-hurricane.de/showthread.php?tid=1728</guid>
			<description><![CDATA[Gewöhnlich war das Theater — egal welches im Speziellen — kein Ort, den Yusei aufsuchen würde, wenn es nicht im Zuge eines Auftrages war. Er hatte noch nie den Sinn darin gesehen über Stunden hinweg anderen Menschen dabei zuzusehen, während diese irgendwelche Geschichten vorführten, in einer schalen Nachahmung dessen, aus dem sein Leben bestand: Das Spielen von Rollen. Wo dies bei ihm jedoch eine wichtige Funktion besaß und seiner Nation diente, taten Schauspieler nichts weiter als simple Geister zu unterhalten. Zumindest, so viel musste er dem ganzen Pampam zu Gute halten, dass man es durchaus zur Verbreitung von Propaganda gebrauchen konnte, wenn man nur die richtigen Geschichten erzählte. Für ihn hatte das allerdings nur Relevanz, wenn damit das Volk eines anderen Reiches angesprochen wurde — für das, was innerhalb der Nation auf dieser Ebene geschah, war er allenfalls Berater, aber keinesfalls der zuständige Strippenzieher. All das in Betracht ziehend, mochte man sich also vielleicht wundern, was den General an diesen Abend in die "Ewige Flamme" geführt hatte.<br />
Der Grund dafür stand gerade noch auf der Bühne des Theaters und verschwendete dort ihre Fähigkeiten vor einem Publikum, welches der Frau an den Lippen und jeder einzelnen Kurve ihres Körpers hing. Eine Woche lang hatte er sich in seine jüngeren Jahre zurückversetzt und sein Wissen als Spion eingesetzt, um so viel wie möglich über Ao, die Anführerin der Diebesgilde, herauszufinden. Oh, sie hatte es nicht einfach gemacht und jemand niederes als er, hätte vermutlich lange, bevor er auch nur den kleinsten Fitzel an Information über sie herausgefunden hätte, einfach aufgegeben. Doch er war mehr als nur irgendein einfacher Spion oder Detektiv, der einer Dame in dunklen Gassen hinterher schlich — und sie, wie sich dadurch herausgestellt hatte, war so viel mehr als nur eine einfache Diebin, die es geschafft hatte sich an die Spitze einer fragwürdigen Organisation zu schleichen.<br />
<br />
Als das Theaterstück sich langsam begann dem Ende zu zu neigen, fand er seinen Weg hinter die Kulissen. Auch sich dorthin Zutritt zu verschaffen, wo gewöhnlich nur die Angehörigen des Theaters sich begeben durften und vielleicht der eine oder andere Sponsor, der das Etablissement mit einer großzügigen Spende unterstützte, mal eine Führung in Begleitung des Besitzers erhielt, war für ihn vergleichsweise einfach gewesen. Es gab zumindest deutlich besser gesicherte Orte, zu denen er sich unrechtmäßig Zugang verschafft hatte.<br />
Der Rest war nichts weiter als eine Frage der Ausstrahlung: Selbstsicher bewegte er sich zwischen den Bühnenhelfern und Darstellern hindurch, als würde er dorthin gehören — bei all dem Stress, unter dem sie im Zuge einer Aufführung standen, gab es einfach keine Kapazitäten sich noch dazu darüber zu wundern, ob es ihm erlaubt war hier zu sein. Umgekehrt lag seine Aufmerksamkeit erneut nur auf einer einzigen Person, welche nach tosendem Applaus soeben die Bühne verlassen hatte und sich nun mit ihrer Garderobe befasste.<br />
Yusei verlangsamte seine Schritte, die Frau aufmerksam betrachtend, bevor er die Arme hinter seinem Rücken verschränkte und gerade weit genug von hinten an ihre Seite trat, damit sie ihn aus den Augenwinkeln würde sehen können. "Ah, <i>Norika</i>, wieder ein fantastischer Auftritt." Er schenkte ihr ein breites Lächeln.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Gewöhnlich war das Theater — egal welches im Speziellen — kein Ort, den Yusei aufsuchen würde, wenn es nicht im Zuge eines Auftrages war. Er hatte noch nie den Sinn darin gesehen über Stunden hinweg anderen Menschen dabei zuzusehen, während diese irgendwelche Geschichten vorführten, in einer schalen Nachahmung dessen, aus dem sein Leben bestand: Das Spielen von Rollen. Wo dies bei ihm jedoch eine wichtige Funktion besaß und seiner Nation diente, taten Schauspieler nichts weiter als simple Geister zu unterhalten. Zumindest, so viel musste er dem ganzen Pampam zu Gute halten, dass man es durchaus zur Verbreitung von Propaganda gebrauchen konnte, wenn man nur die richtigen Geschichten erzählte. Für ihn hatte das allerdings nur Relevanz, wenn damit das Volk eines anderen Reiches angesprochen wurde — für das, was innerhalb der Nation auf dieser Ebene geschah, war er allenfalls Berater, aber keinesfalls der zuständige Strippenzieher. All das in Betracht ziehend, mochte man sich also vielleicht wundern, was den General an diesen Abend in die "Ewige Flamme" geführt hatte.<br />
Der Grund dafür stand gerade noch auf der Bühne des Theaters und verschwendete dort ihre Fähigkeiten vor einem Publikum, welches der Frau an den Lippen und jeder einzelnen Kurve ihres Körpers hing. Eine Woche lang hatte er sich in seine jüngeren Jahre zurückversetzt und sein Wissen als Spion eingesetzt, um so viel wie möglich über Ao, die Anführerin der Diebesgilde, herauszufinden. Oh, sie hatte es nicht einfach gemacht und jemand niederes als er, hätte vermutlich lange, bevor er auch nur den kleinsten Fitzel an Information über sie herausgefunden hätte, einfach aufgegeben. Doch er war mehr als nur irgendein einfacher Spion oder Detektiv, der einer Dame in dunklen Gassen hinterher schlich — und sie, wie sich dadurch herausgestellt hatte, war so viel mehr als nur eine einfache Diebin, die es geschafft hatte sich an die Spitze einer fragwürdigen Organisation zu schleichen.<br />
<br />
Als das Theaterstück sich langsam begann dem Ende zu zu neigen, fand er seinen Weg hinter die Kulissen. Auch sich dorthin Zutritt zu verschaffen, wo gewöhnlich nur die Angehörigen des Theaters sich begeben durften und vielleicht der eine oder andere Sponsor, der das Etablissement mit einer großzügigen Spende unterstützte, mal eine Führung in Begleitung des Besitzers erhielt, war für ihn vergleichsweise einfach gewesen. Es gab zumindest deutlich besser gesicherte Orte, zu denen er sich unrechtmäßig Zugang verschafft hatte.<br />
Der Rest war nichts weiter als eine Frage der Ausstrahlung: Selbstsicher bewegte er sich zwischen den Bühnenhelfern und Darstellern hindurch, als würde er dorthin gehören — bei all dem Stress, unter dem sie im Zuge einer Aufführung standen, gab es einfach keine Kapazitäten sich noch dazu darüber zu wundern, ob es ihm erlaubt war hier zu sein. Umgekehrt lag seine Aufmerksamkeit erneut nur auf einer einzigen Person, welche nach tosendem Applaus soeben die Bühne verlassen hatte und sich nun mit ihrer Garderobe befasste.<br />
Yusei verlangsamte seine Schritte, die Frau aufmerksam betrachtend, bevor er die Arme hinter seinem Rücken verschränkte und gerade weit genug von hinten an ihre Seite trat, damit sie ihn aus den Augenwinkeln würde sehen können. "Ah, <i>Norika</i>, wieder ein fantastischer Auftritt." Er schenkte ihr ein breites Lächeln.]]></content:encoded>
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