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		<title><![CDATA[Testies - Capital City]]></title>
		<link>https://topsiegfried.like-a-hurricane.de/</link>
		<description><![CDATA[Testies - https://topsiegfried.like-a-hurricane.de]]></description>
		<pubDate>Sun, 05 Apr 2026 07:29:06 +0000</pubDate>
		<generator>MyBB</generator>
		<item>
			<title><![CDATA[I'm okay with my crazy]]></title>
			<link>https://topsiegfried.like-a-hurricane.de/showthread.php?tid=1677</link>
			<pubDate>Tue, 17 May 2022 16:08:02 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://topsiegfried.like-a-hurricane.de/member.php?action=profile&uid=319">Pandora</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://topsiegfried.like-a-hurricane.de/showthread.php?tid=1677</guid>
			<description><![CDATA[Panda spürte die neugierigen Blicke die sich auf ihr blondes Haar und ihre bleiche Haut hefteten. Sie hörte das Tuscheln hinter hervorgehaltener Hand. Sie kannte das, so etwas geschah oft wenn die Menschen sie das erste Mal sehen. Das einzige, was wirklich schmerzte, war der klang des erschrockenen Weinens eines kleinen Jungen der bei dem Anblick ihres weißblonden Haares offenbar große Angst verspürte. Ein Geist? Ein Fluch? Ein in ihr verborgenes, unheilvolles Wesen? Oh wie viele Gerüchte es über den vermeintlichen Ursprung ihres auffälligen Haares gab... Panda hatte vor Jahren aufgehört zu zählen. Das einzige, womit sie aufgehört hatte war, sich darum zu scheren was die anderen Menschen über sie sprachen. Sie hatte gelernt, ihr Haar zu lieben, sie mochte es, dass es so herrlich zu den pastellfarbenen Kleidern passte, die sie so gerne trug. Sie konnte herrliche Frisuren flechten, prachtvolle Blumen hineinstecken und das Kunstwerk mit Stolz der Welt präsentieren. Ja, Panda fand sich schön, so schön, wie sie jeden Menschen im Grunde seines Herzens fand. Wenn man sie fragte, dann gab es keine Hässlichkeit in dieser Welt. Diese Welt war von übernatürlichen Wesen erschaffen worden, Wesen die weit mehr konnten als das, was ein einfacher Menschen zu denken im Stande war. Wie könnte man sich anmaßen, etwas als mit einem so grauenvollen Wort wie „hässlich“ zu bekritteln, wenn es doch eigentlich ein Geschenk an das Leben war?<br />
<br />
Wie gerne hätte sie den kleinen Jungen in ihre Arme geschlossen. Ihm versprochen, dass er sie nicht fürchten brauchte, sanft wäre sie mit ihrer Hand über seine feuchte Wange geglitten und hätte ihn ein kleines Geschenk versprochen. Doch dafür hatte sie jetzt keine Zeit. Hektisch durchsuchten ihre blauen Augen die Umgebung. Wo war nur ihr kleines Baby? Ihr kleiner Engel? Ihr wertvollster Schatz?! Oh welch Tragödie schien sie gerade heimzusuchen. <br />
Was war geschehen? Gleich nach der Mittagszeit waren sie, ihre Zofe Aurora und zwei Wochen mit einer Kutsche aufgebrochen. Panda hatte gebettelt und gefleht, sie hatte die Stadt sehen wollen. Sie war noch nie durch die Stadt gereist hatte nie das Volk des Feuerlords bei ihren Alltag beobachtet. Panda mochte zwar vom Adel stammen, doch die wenigstens Menschen des Volkes kannten sie. Sie stammte aus einer fernen Insel, mit Ares verband sie eine Verwandtschaft, doch nicht mit dem herrschenden Zosin. So gewährte man ihr den Ausflug, wenn auch zähneknirschend. Sie durfte die Kutsche nicht verlassen, doch sie durfte aus dem Fenster blicken, die Menschen bei ihrer Arbeit beobachten, ihnen winken. Oh wie schön all dies doch gewesen war! Auch Dove, ihre alte Hasenkatze, musste dies genossen haben. Begeistert hatte Panda sie in Richtung Fenster gehoben, damit das zerlumpte Tier das selbe sah wie seine Herrin, doch dann hatte das alte Wesen plötzlich zu zappeln bekommen und war der Blondinen aus den zierlichen Händen gerutscht. Noch bevor Pandora den Kutscher zum Anhalten hatte bewegen können, musste sie beobachten, wie die Hasenkatze plötzlich zu neuen Leben gelangte und hakenschlagend in die Freiheit verschwand. Kreischend hatte Panda die Tür der noch fahrenden Kutsche aufgerissen und war dem windigen Tier in ihrem lavendelfarbenden, mit viel zu viel Tüll versehenen Kleid und den hohen Schuhen hinterher gerannt. Sie hatte keine Chance, schon nach einigen Straßen hatte sie das Tier aus den Augen verloren und fand sich irgendwo im nirgendwo wieder. Kein Zeichen von der Kutsche, kein Zeichen von Dove oder von Aurora. Sie hatte gerufen, doch niemand hatte ihr geantwortet. <br />
<br />
Seit gut einer Stunde irrte sie durch die Stadt auf der Suche nach der Kutsche oder den Wachen. Ohne es zu ahnen entfernte sie sich immer weiter vom Palast. Erst als sie das rauschen des Meeres erkannte, lief sie schneller. Der Hafen! Es war nicht ihr Hafen, Wellen und der Geruch nach salzigen Wasser erinnerte sie an ihre Heimat. Es gab ihr Sicherheit. Vielleicht würde man sie ja hier suchen? Vielleicht war ja auch Dove dort, auf der Suche nach ihrer geliebten Herrin. Oh wie musste das arme Tier nun leiden. Vielleicht hatte es ja wirklich das Meer gerochen, vielleicht hatte Dove einfach nur Heimweh und war deshalb davon gelaufen? <br />
<br />
Das war nicht gut. Gar nicht gut. Hektisch sah sich die Blondine um, eingeschüchtert versuchte sie ihr Gesicht vor den neugierigen Blicken der ihr so fremden Menschen zu verbergen. Wo waren bloß  Aurora und Dove? Wo war sie überhaupt? Es roch nach Wasser, in der Ferne konnte sie das Meer hören. Rauschendes Wasser, dass klang vertraut und sicher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Panda spürte die neugierigen Blicke die sich auf ihr blondes Haar und ihre bleiche Haut hefteten. Sie hörte das Tuscheln hinter hervorgehaltener Hand. Sie kannte das, so etwas geschah oft wenn die Menschen sie das erste Mal sehen. Das einzige, was wirklich schmerzte, war der klang des erschrockenen Weinens eines kleinen Jungen der bei dem Anblick ihres weißblonden Haares offenbar große Angst verspürte. Ein Geist? Ein Fluch? Ein in ihr verborgenes, unheilvolles Wesen? Oh wie viele Gerüchte es über den vermeintlichen Ursprung ihres auffälligen Haares gab... Panda hatte vor Jahren aufgehört zu zählen. Das einzige, womit sie aufgehört hatte war, sich darum zu scheren was die anderen Menschen über sie sprachen. Sie hatte gelernt, ihr Haar zu lieben, sie mochte es, dass es so herrlich zu den pastellfarbenen Kleidern passte, die sie so gerne trug. Sie konnte herrliche Frisuren flechten, prachtvolle Blumen hineinstecken und das Kunstwerk mit Stolz der Welt präsentieren. Ja, Panda fand sich schön, so schön, wie sie jeden Menschen im Grunde seines Herzens fand. Wenn man sie fragte, dann gab es keine Hässlichkeit in dieser Welt. Diese Welt war von übernatürlichen Wesen erschaffen worden, Wesen die weit mehr konnten als das, was ein einfacher Menschen zu denken im Stande war. Wie könnte man sich anmaßen, etwas als mit einem so grauenvollen Wort wie „hässlich“ zu bekritteln, wenn es doch eigentlich ein Geschenk an das Leben war?<br />
<br />
Wie gerne hätte sie den kleinen Jungen in ihre Arme geschlossen. Ihm versprochen, dass er sie nicht fürchten brauchte, sanft wäre sie mit ihrer Hand über seine feuchte Wange geglitten und hätte ihn ein kleines Geschenk versprochen. Doch dafür hatte sie jetzt keine Zeit. Hektisch durchsuchten ihre blauen Augen die Umgebung. Wo war nur ihr kleines Baby? Ihr kleiner Engel? Ihr wertvollster Schatz?! Oh welch Tragödie schien sie gerade heimzusuchen. <br />
Was war geschehen? Gleich nach der Mittagszeit waren sie, ihre Zofe Aurora und zwei Wochen mit einer Kutsche aufgebrochen. Panda hatte gebettelt und gefleht, sie hatte die Stadt sehen wollen. Sie war noch nie durch die Stadt gereist hatte nie das Volk des Feuerlords bei ihren Alltag beobachtet. Panda mochte zwar vom Adel stammen, doch die wenigstens Menschen des Volkes kannten sie. Sie stammte aus einer fernen Insel, mit Ares verband sie eine Verwandtschaft, doch nicht mit dem herrschenden Zosin. So gewährte man ihr den Ausflug, wenn auch zähneknirschend. Sie durfte die Kutsche nicht verlassen, doch sie durfte aus dem Fenster blicken, die Menschen bei ihrer Arbeit beobachten, ihnen winken. Oh wie schön all dies doch gewesen war! Auch Dove, ihre alte Hasenkatze, musste dies genossen haben. Begeistert hatte Panda sie in Richtung Fenster gehoben, damit das zerlumpte Tier das selbe sah wie seine Herrin, doch dann hatte das alte Wesen plötzlich zu zappeln bekommen und war der Blondinen aus den zierlichen Händen gerutscht. Noch bevor Pandora den Kutscher zum Anhalten hatte bewegen können, musste sie beobachten, wie die Hasenkatze plötzlich zu neuen Leben gelangte und hakenschlagend in die Freiheit verschwand. Kreischend hatte Panda die Tür der noch fahrenden Kutsche aufgerissen und war dem windigen Tier in ihrem lavendelfarbenden, mit viel zu viel Tüll versehenen Kleid und den hohen Schuhen hinterher gerannt. Sie hatte keine Chance, schon nach einigen Straßen hatte sie das Tier aus den Augen verloren und fand sich irgendwo im nirgendwo wieder. Kein Zeichen von der Kutsche, kein Zeichen von Dove oder von Aurora. Sie hatte gerufen, doch niemand hatte ihr geantwortet. <br />
<br />
Seit gut einer Stunde irrte sie durch die Stadt auf der Suche nach der Kutsche oder den Wachen. Ohne es zu ahnen entfernte sie sich immer weiter vom Palast. Erst als sie das rauschen des Meeres erkannte, lief sie schneller. Der Hafen! Es war nicht ihr Hafen, Wellen und der Geruch nach salzigen Wasser erinnerte sie an ihre Heimat. Es gab ihr Sicherheit. Vielleicht würde man sie ja hier suchen? Vielleicht war ja auch Dove dort, auf der Suche nach ihrer geliebten Herrin. Oh wie musste das arme Tier nun leiden. Vielleicht hatte es ja wirklich das Meer gerochen, vielleicht hatte Dove einfach nur Heimweh und war deshalb davon gelaufen? <br />
<br />
Das war nicht gut. Gar nicht gut. Hektisch sah sich die Blondine um, eingeschüchtert versuchte sie ihr Gesicht vor den neugierigen Blicken der ihr so fremden Menschen zu verbergen. Wo waren bloß  Aurora und Dove? Wo war sie überhaupt? Es roch nach Wasser, in der Ferne konnte sie das Meer hören. Rauschendes Wasser, dass klang vertraut und sicher.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Reden ist Silber]]></title>
			<link>https://topsiegfried.like-a-hurricane.de/showthread.php?tid=1645</link>
			<pubDate>Fri, 22 Apr 2022 00:20:32 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://topsiegfried.like-a-hurricane.de/member.php?action=profile&uid=290">Inuri</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://topsiegfried.like-a-hurricane.de/showthread.php?tid=1645</guid>
			<description><![CDATA[<link href="https://fonts.googleapis.com/css2?family=Playfair+Display:wght@600&display=swap" rel="stylesheet">  <center><div style="font-size: 22px;font-family: 'Playfair Display', serif; text-transform: uppercase;">♦ Silver ♦</div>
<div style="margin-top: -5px;text-transform: uppercase; font-size: 9px; letter-spacing: 3px; line-height: 12px;font-family: 'Open Sans', sans-serif; margin-bottom: 8px;">+ inner knowledge + responsibility +<br />
+ self-control + reflective + strong yet malleable +<br />
</div></center><br />
Gezielten Schrittes bewegte sich die Gestalt der Adelsdame durch die Straßen der Stadt. Ihre Kutsche hatte sie in einiger Entfernung verlassen und zurück zum Anwesen geschickt. Nur in Begleitung von Bele, die es nur dank einiges an Übung mit ihrer Herrin perfekt Schritt hielt und den adretten Sonnenschirm dabei immer genau über sie beide hielt. Das Wetter hatte in den letzten zwei Wochen nicht abgelassen von seiner Intensität; die gebürtige Frau aus der Feuernation kannte es gar nicht anders. Und doch nahm es sie dieses Jahr ganz besonders mit. Den Grund dafür kannte sie seit etwas mehr als einer Woche. Keine Krankheit war es, die sie plagte. Die Kunde über ihre Schwangerschaft hatte Inuri jedoch nicht weniger geschockt, brachte es doch eine Welle von gänzlich anderen Problemen mit sich. Von all dem ahnte jedoch niemand, der sie gerade sah. Es durfte niemand wissen. Nicht, solange sie noch dabei war ihre Pläne in die Tat umzusetzen; nicht, bevor sie nicht sicher gestellt hatte, das ihrer Familie keinerlei Schaden zukommen würde, sobald sie die Nation darüber in Kenntnis setzte. Allen voran war es natürlich Ares, der nichts davon erfahren durfte. Wie immer ging von ihrem Bruder die meiste Gefahr aus.<br />
Trotz der Anstrengung, die es sie kostete sich in der Öffentlichkeit zu präsentieren und dabei nicht durchsickern zu lassen, in welchem Zustand sie sich befand, hatte es für die Nichtbändigerin außer Frage gestanden ihr heutiges Treffen auf dem Anwesen ihrer Familie abzuhalten - oder es gar abzusagen. Ein Teil dessen mochte daran liegen, dass sie es für noch auffälliger hielt, wenn sie sich plötzlich vollkommen aus den Augen der Öffentlichkeit zurück zog. Insbesondere in Kombination mit Runes Plänen für den Widerstand und ihre Rolle darin, war es wichtig, dass sie sich immer mal wieder zeigte. Selbst wenn es nur auf einem Spaziergang war. Selbst wenn sie nur eine einfache Royale Wache besuchen ging. Nur das diese Besuche überhaupt gar nicht stattfinden würden, wenn Gamarash nichts weiter als eine einfache Wache wäre. In dem Fall wüsste sie nicht einmal seinen Namen. Das war der andere Grund für ihr beharren auf dieses Treffen: Sie mochte die Gesellschaft des Mannes. Seine zuweilen unbeholfene Art im Umgang mit ihr, sein Wille die Gebärdensprache zu erlernen, sein Blickwinkel auf die Welt, der durch ein gänzlich anderes Leben als das ihre geprägt wurde. Und noch immer hegte sie die Hoffnung, dass sie seine Loyalität für sich gewinnen könnte; das sie auf seine Hilfe würde zählen können, was den Schutz ihrer Liebsten betraf. Sie hatte nun eine Deadline und die Zeit bis zu dieser würde von hier an nur näher rücken.<br />
Die zwei Frauen stoppten vor einem schlichten Gebäude - jedenfalls aus der Perspektive einer Frau, die auf einem gewaltigen Anwesen auf den Klippen, die die Kraterstadt umgaben, aufgewachsen und ihr gesamtes Leben entweder dort oder im Palast verbracht hatte. Oder auf dem jeweiligen Äquivalent auf der Ascheninsel, auf der ihre Familie seit jeher reiste, um sich etwas Abwechslung zu gönnen. Mit einem "Vielen Dank, Bele. Du kannst dir den Rest des Tages frei nehmen." entließ sie ihre Bedienstete, welche kurz den Mund zum Protest öffnete, ihn dann aber gehorsam wieder schloss. Die Sorge um Inuri stand ihr auf die Stirn geschrieben, doch diese wollte davon nichts wissen. "Ah, shush, ich werde es nachher alleine Heim schaffen." Es war gewiss nicht das erste Mal - doch Bele konnte schließlich nichts ahnen von all den Malen, die sie sich nachts aus dem Anwesen geschlichen hatte, um sich mit dem Widerstand zu treffen. Sie war bisher noch immer unbeschadet wieder in ihr Bett gefallen. Und wenn es sein musste, würde Gamarash sie mit Sicherheit begleiten. Er war nicht umsonst eine Royale Wache, auch wenn sein freier Tag sein mochte. Mit einem letzten Blick und einer höflichen Verbeugung machte Bele sich endlich auf den Weg. Wohin auch immer. Es kümmerte die Adelsdame ab diesen Punkt nicht mehr, während sie das letzte Stück bis zur Wohnungstür des Mannes hinter sich brachte und schließlich bestimmt an das Holz klopfte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<link href="https://fonts.googleapis.com/css2?family=Playfair+Display:wght@600&display=swap" rel="stylesheet">  <center><div style="font-size: 22px;font-family: 'Playfair Display', serif; text-transform: uppercase;">♦ Silver ♦</div>
<div style="margin-top: -5px;text-transform: uppercase; font-size: 9px; letter-spacing: 3px; line-height: 12px;font-family: 'Open Sans', sans-serif; margin-bottom: 8px;">+ inner knowledge + responsibility +<br />
+ self-control + reflective + strong yet malleable +<br />
</div></center><br />
Gezielten Schrittes bewegte sich die Gestalt der Adelsdame durch die Straßen der Stadt. Ihre Kutsche hatte sie in einiger Entfernung verlassen und zurück zum Anwesen geschickt. Nur in Begleitung von Bele, die es nur dank einiges an Übung mit ihrer Herrin perfekt Schritt hielt und den adretten Sonnenschirm dabei immer genau über sie beide hielt. Das Wetter hatte in den letzten zwei Wochen nicht abgelassen von seiner Intensität; die gebürtige Frau aus der Feuernation kannte es gar nicht anders. Und doch nahm es sie dieses Jahr ganz besonders mit. Den Grund dafür kannte sie seit etwas mehr als einer Woche. Keine Krankheit war es, die sie plagte. Die Kunde über ihre Schwangerschaft hatte Inuri jedoch nicht weniger geschockt, brachte es doch eine Welle von gänzlich anderen Problemen mit sich. Von all dem ahnte jedoch niemand, der sie gerade sah. Es durfte niemand wissen. Nicht, solange sie noch dabei war ihre Pläne in die Tat umzusetzen; nicht, bevor sie nicht sicher gestellt hatte, das ihrer Familie keinerlei Schaden zukommen würde, sobald sie die Nation darüber in Kenntnis setzte. Allen voran war es natürlich Ares, der nichts davon erfahren durfte. Wie immer ging von ihrem Bruder die meiste Gefahr aus.<br />
Trotz der Anstrengung, die es sie kostete sich in der Öffentlichkeit zu präsentieren und dabei nicht durchsickern zu lassen, in welchem Zustand sie sich befand, hatte es für die Nichtbändigerin außer Frage gestanden ihr heutiges Treffen auf dem Anwesen ihrer Familie abzuhalten - oder es gar abzusagen. Ein Teil dessen mochte daran liegen, dass sie es für noch auffälliger hielt, wenn sie sich plötzlich vollkommen aus den Augen der Öffentlichkeit zurück zog. Insbesondere in Kombination mit Runes Plänen für den Widerstand und ihre Rolle darin, war es wichtig, dass sie sich immer mal wieder zeigte. Selbst wenn es nur auf einem Spaziergang war. Selbst wenn sie nur eine einfache Royale Wache besuchen ging. Nur das diese Besuche überhaupt gar nicht stattfinden würden, wenn Gamarash nichts weiter als eine einfache Wache wäre. In dem Fall wüsste sie nicht einmal seinen Namen. Das war der andere Grund für ihr beharren auf dieses Treffen: Sie mochte die Gesellschaft des Mannes. Seine zuweilen unbeholfene Art im Umgang mit ihr, sein Wille die Gebärdensprache zu erlernen, sein Blickwinkel auf die Welt, der durch ein gänzlich anderes Leben als das ihre geprägt wurde. Und noch immer hegte sie die Hoffnung, dass sie seine Loyalität für sich gewinnen könnte; das sie auf seine Hilfe würde zählen können, was den Schutz ihrer Liebsten betraf. Sie hatte nun eine Deadline und die Zeit bis zu dieser würde von hier an nur näher rücken.<br />
Die zwei Frauen stoppten vor einem schlichten Gebäude - jedenfalls aus der Perspektive einer Frau, die auf einem gewaltigen Anwesen auf den Klippen, die die Kraterstadt umgaben, aufgewachsen und ihr gesamtes Leben entweder dort oder im Palast verbracht hatte. Oder auf dem jeweiligen Äquivalent auf der Ascheninsel, auf der ihre Familie seit jeher reiste, um sich etwas Abwechslung zu gönnen. Mit einem "Vielen Dank, Bele. Du kannst dir den Rest des Tages frei nehmen." entließ sie ihre Bedienstete, welche kurz den Mund zum Protest öffnete, ihn dann aber gehorsam wieder schloss. Die Sorge um Inuri stand ihr auf die Stirn geschrieben, doch diese wollte davon nichts wissen. "Ah, shush, ich werde es nachher alleine Heim schaffen." Es war gewiss nicht das erste Mal - doch Bele konnte schließlich nichts ahnen von all den Malen, die sie sich nachts aus dem Anwesen geschlichen hatte, um sich mit dem Widerstand zu treffen. Sie war bisher noch immer unbeschadet wieder in ihr Bett gefallen. Und wenn es sein musste, würde Gamarash sie mit Sicherheit begleiten. Er war nicht umsonst eine Royale Wache, auch wenn sein freier Tag sein mochte. Mit einem letzten Blick und einer höflichen Verbeugung machte Bele sich endlich auf den Weg. Wohin auch immer. Es kümmerte die Adelsdame ab diesen Punkt nicht mehr, während sie das letzte Stück bis zur Wohnungstür des Mannes hinter sich brachte und schließlich bestimmt an das Holz klopfte.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Sugar coated fabrications and deceit]]></title>
			<link>https://topsiegfried.like-a-hurricane.de/showthread.php?tid=1489</link>
			<pubDate>Sat, 06 Nov 2021 13:47:11 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://topsiegfried.like-a-hurricane.de/member.php?action=profile&uid=197">Ikharus</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://topsiegfried.like-a-hurricane.de/showthread.php?tid=1489</guid>
			<description><![CDATA[<link href="https://fonts.googleapis.com/css2?family=Playfair+Display:wght@600&display=swap" rel="stylesheet">    <center><div style="font-size: 22px;font-family: 'Playfair Display', serif; text-transform: uppercase;">Sugar coated fabrications and deceit</div>
<div style="margin-top: -5px;text-transform: uppercase; font-size: 9px; letter-spacing: 3px; line-height: 12px;font-family: 'Open Sans', sans-serif; margin-bottom: 8px;">Your blood is gold and the knife is just a tap<br />
and the riches out will flow of the incisions in your back<br />
<span style="letter-spacing: 4px;text-transform: lowercase;">Ikharus & Gamarash # 08. Juni 1NZK # im Wachturm</span> </div></center><br />
Nach Capital City zurückzukehren, fühlte sich für Ikharus mittlerweile wie eine Strafe an. Vor anderen würde er noch immer steif und fest behaupten, die Hauptstadt seiner Nation sei seine heißgeliebte Heimat, als sei er hier gezeugt worden und aufgewachsen und nicht erst als Jugendlicher heimisch geworden, aber die Wahrheit war, dass Capital City nur noch <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">irgendein</span> Ort für ihn war, der kaum leichter zu ertragen war als Ba Sing Se selbst. Dabei konnte man auch nicht gerade behaupten, dass er sich im Erdkönigreich wohl fühlte — dafür waren ihm die Bewohner der uneinnehmbaren Stadt doch viel zuwider. Vielmehr war der einzige Grund, weshalb er lieber in Ba Sing Se als in Capital City war, der, dass er sich dort weniger unter Beobachtung fühlte.<br />
Er musste zwar <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">theoretisch</span> in ständigem Kontakt zur Himitsu stehen, hatte seine Vorgesetzten und seine Missionen, insbesondere seit die Stadt von Aufständen zerrüttet wurde und sich die Situation zuspitzte, aber in seinem Alltag war er zum Großteil auf sich allein gestellt. Er besaß Freiheiten, die ihm in Capital City nicht zustanden. Dass dies nicht ganz stimmte und er sich in Ba Sing Se lediglich ganz dreist Freiheiten herausnahm, die ihm eigentlich gar nicht zustanden, war ein Umstand, den er wohlweislich ignorierte. Solange ihn niemand zur Rechenschaft zog, hatte er doch nichts zu befürchten, oder? Und obwohl in Ba Sing Se bei den Aufständen der letzten Wochen der ein oder andere Feuerbändiger, und sogar sein Vorgesetzter Yota, sein Leben hatte lassen müssen, glaubte Ikharus anscheinend, einen Freifahrtsschein zu besitzen. Ja, selbst dass er sich mit einem Dai Li (oder jemandem, den er für einen solchen hielt) duelliert hatte, hatte er vor der Himitsu geheimgehalten. Und auch dem Roten Drachen enthielt er diese Information vor. Zugegebenermaßen redete er sich aber auch einfach ein, dass Ares dies nur als weiteren Grund, ihn für inkompetent zu halten, einstufen würde — denn der Dai Li war immerhin mit dem Leben davongekommen. Nicht einmal für die Rettung seiner eigenen Haut zu morden, gelang der ehemaligen Schwarzen Krähe nicht. Besser, er rieb niemandem dieses Versagen unter die Nase. Stattdessen gab er sich so ergeben wie eh und je, vielleicht sogar ergebener als sonst, denn seit seinem letzten ‘Besuch’ in Capital City, bei dem Ares seine Insubordination mit einer Feuerpeitsche aus ihm hinausgeprügelt hatte (schöne Erinnerung), war Ikharus tatsächlich vorsichtiger geworden.<br />
Diesmal hatte er sich ohne aufzumucken von der Royalen Wache direkt nach seiner Ankunft am Hafen der Hauptstadt in den Wachturm schleusen lassen, und auch seinen Bericht hatte er mit einer Menge auf-die-Zunge-beißen über die Bühne gebracht. Dass er sich dabei beinahe eine Rippe brach, verschaffte dem Roten Drachen, selbst wenn er das niemals zugeben würde, vermutlich eine krasse Befriedigung. Ja, Ikharus tröstete sich mit dem Gedanken, dass Ares sich darauf später einen wedeln würde, und buckelte aus der Tür hinaus. Doch zufrieden war er nicht, vielmehr war der Ekel vor seinem eigenen Kriechertum größer denn je. So groß, dass er erpicht darauf war, seinem Frust Luft zu machen — und das ging natürlich am besten, indem er die Wache, die ihn aus dem Beratungszimmer geleitete, mit dem Ellbogen anstieß und schnarrte: »ging das nur mir so oder war die Luft da drinnen ein bisschen dick? Der Adel und ihre Affinität, ihre Räumlichkeiten warm zu furzen ... tssss.« Wer sich hinter dem Helm verbarg, war ihm nicht bewusst und spielte für ihn auch keine sonderlich große Rolle. Vielmehr nutzte er seinen Spruch, um einmal feist aufzulachen und dann Anstalten zu machen, der behelmten Wache unten an die Kinnplatte zu schnippsen. »Wenn du erst mal lüften willst, bevor du noch erstickst, würd ich das total gut verstehen. Nur zu, keine Scham — ich verrat dich auch nicht.«]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<link href="https://fonts.googleapis.com/css2?family=Playfair+Display:wght@600&display=swap" rel="stylesheet">    <center><div style="font-size: 22px;font-family: 'Playfair Display', serif; text-transform: uppercase;">Sugar coated fabrications and deceit</div>
<div style="margin-top: -5px;text-transform: uppercase; font-size: 9px; letter-spacing: 3px; line-height: 12px;font-family: 'Open Sans', sans-serif; margin-bottom: 8px;">Your blood is gold and the knife is just a tap<br />
and the riches out will flow of the incisions in your back<br />
<span style="letter-spacing: 4px;text-transform: lowercase;">Ikharus & Gamarash # 08. Juni 1NZK # im Wachturm</span> </div></center><br />
Nach Capital City zurückzukehren, fühlte sich für Ikharus mittlerweile wie eine Strafe an. Vor anderen würde er noch immer steif und fest behaupten, die Hauptstadt seiner Nation sei seine heißgeliebte Heimat, als sei er hier gezeugt worden und aufgewachsen und nicht erst als Jugendlicher heimisch geworden, aber die Wahrheit war, dass Capital City nur noch <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">irgendein</span> Ort für ihn war, der kaum leichter zu ertragen war als Ba Sing Se selbst. Dabei konnte man auch nicht gerade behaupten, dass er sich im Erdkönigreich wohl fühlte — dafür waren ihm die Bewohner der uneinnehmbaren Stadt doch viel zuwider. Vielmehr war der einzige Grund, weshalb er lieber in Ba Sing Se als in Capital City war, der, dass er sich dort weniger unter Beobachtung fühlte.<br />
Er musste zwar <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">theoretisch</span> in ständigem Kontakt zur Himitsu stehen, hatte seine Vorgesetzten und seine Missionen, insbesondere seit die Stadt von Aufständen zerrüttet wurde und sich die Situation zuspitzte, aber in seinem Alltag war er zum Großteil auf sich allein gestellt. Er besaß Freiheiten, die ihm in Capital City nicht zustanden. Dass dies nicht ganz stimmte und er sich in Ba Sing Se lediglich ganz dreist Freiheiten herausnahm, die ihm eigentlich gar nicht zustanden, war ein Umstand, den er wohlweislich ignorierte. Solange ihn niemand zur Rechenschaft zog, hatte er doch nichts zu befürchten, oder? Und obwohl in Ba Sing Se bei den Aufständen der letzten Wochen der ein oder andere Feuerbändiger, und sogar sein Vorgesetzter Yota, sein Leben hatte lassen müssen, glaubte Ikharus anscheinend, einen Freifahrtsschein zu besitzen. Ja, selbst dass er sich mit einem Dai Li (oder jemandem, den er für einen solchen hielt) duelliert hatte, hatte er vor der Himitsu geheimgehalten. Und auch dem Roten Drachen enthielt er diese Information vor. Zugegebenermaßen redete er sich aber auch einfach ein, dass Ares dies nur als weiteren Grund, ihn für inkompetent zu halten, einstufen würde — denn der Dai Li war immerhin mit dem Leben davongekommen. Nicht einmal für die Rettung seiner eigenen Haut zu morden, gelang der ehemaligen Schwarzen Krähe nicht. Besser, er rieb niemandem dieses Versagen unter die Nase. Stattdessen gab er sich so ergeben wie eh und je, vielleicht sogar ergebener als sonst, denn seit seinem letzten ‘Besuch’ in Capital City, bei dem Ares seine Insubordination mit einer Feuerpeitsche aus ihm hinausgeprügelt hatte (schöne Erinnerung), war Ikharus tatsächlich vorsichtiger geworden.<br />
Diesmal hatte er sich ohne aufzumucken von der Royalen Wache direkt nach seiner Ankunft am Hafen der Hauptstadt in den Wachturm schleusen lassen, und auch seinen Bericht hatte er mit einer Menge auf-die-Zunge-beißen über die Bühne gebracht. Dass er sich dabei beinahe eine Rippe brach, verschaffte dem Roten Drachen, selbst wenn er das niemals zugeben würde, vermutlich eine krasse Befriedigung. Ja, Ikharus tröstete sich mit dem Gedanken, dass Ares sich darauf später einen wedeln würde, und buckelte aus der Tür hinaus. Doch zufrieden war er nicht, vielmehr war der Ekel vor seinem eigenen Kriechertum größer denn je. So groß, dass er erpicht darauf war, seinem Frust Luft zu machen — und das ging natürlich am besten, indem er die Wache, die ihn aus dem Beratungszimmer geleitete, mit dem Ellbogen anstieß und schnarrte: »ging das nur mir so oder war die Luft da drinnen ein bisschen dick? Der Adel und ihre Affinität, ihre Räumlichkeiten warm zu furzen ... tssss.« Wer sich hinter dem Helm verbarg, war ihm nicht bewusst und spielte für ihn auch keine sonderlich große Rolle. Vielmehr nutzte er seinen Spruch, um einmal feist aufzulachen und dann Anstalten zu machen, der behelmten Wache unten an die Kinnplatte zu schnippsen. »Wenn du erst mal lüften willst, bevor du noch erstickst, würd ich das total gut verstehen. Nur zu, keine Scham — ich verrat dich auch nicht.«]]></content:encoded>
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