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		<title><![CDATA[Testies - Mittlerer Ring]]></title>
		<link>https://topsiegfried.like-a-hurricane.de/</link>
		<description><![CDATA[Testies - https://topsiegfried.like-a-hurricane.de]]></description>
		<pubDate>Sun, 05 Apr 2026 15:46:59 +0000</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[it's okay to close your eyes]]></title>
			<link>https://topsiegfried.like-a-hurricane.de/showthread.php?tid=1839</link>
			<pubDate>Wed, 01 Feb 2023 23:29:49 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://topsiegfried.like-a-hurricane.de/member.php?action=profile&uid=198">Jhaan</a>]]></dc:creator>
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			<description><![CDATA[<link href="https://fonts.googleapis.com/css2?family=Playfair+Display:wght@600&display=swap" rel="stylesheet">    <center><div style="font-size: 22px;font-family: 'Playfair Display', serif; text-transform: uppercase;">it's okay to close your eyes</div>
<div style="margin-top: -5px;text-transform: uppercase; font-size: 9px; letter-spacing: 3px; line-height: 12px;font-family: 'Open Sans', sans-serif; margin-bottom: 8px;">and do nothing more than breathe<br />
<span style="letter-spacing: 4px;text-transform: lowercase;">Cuchulainn & Jhaan # 1. Juli 1NZK</span> </div></center><br />
Man konnte es immer noch sehen. Weinrot getrocknetes Blut auf zartgrünem Rasen. Es hatte seit Ewigkeiten nicht mehr geregnet und so waren auch die Spuren dessen, was ein Ende hätte bedeuten können, noch immer nicht in der Erde verwaschen, sondern zeichneten sich wie ein Mahnmal durch den Hinterhof des Kwoons. Als würden die Geister weiterhin darauf warten, dass man ihnen gab, was man versprochen hatte. <br />
 Jhaan sollte nicht hier sein. Er sollte nicht im Hinterhof des Kwoons stehen, sollte nicht sehen können, was sich auch auf seinem Rücken noch immer viel zu spürbar unter dunkel gefärbten Verbänden niedergezeichnet hatte, doch er schaffte es nicht, die bernsteinfarbenen Augen abzuwenden. Weder konnte er seinen Blick von dem lösen, was ihm von seinem Bett aus, hinter verschlossenen Türen und zugezogenen Fenstern, verborgen geblieben war, noch schaffte er es auch nur über den Türrahmen zu treten. Nicht einmal die Sommerbrise, welche ihm angenehm über das noch immer vom Fieber gerötete Gesicht und durch das zerzauste Haar wehte, schaffte es, ihn nach draußen zu locken. Sie ließ ihn nur die Augen schließen, sich erschöpft ihr entgegen lehnen, als wären es nicht erst ein paar wenige Minuten, seit welchen er auch nur wach war. Zwei Atemzüge, in welchen sich seine Finger fester und doch viel zu kraftlos an das Holz der halb aufgeschobenen Tür klammerten, dann zwang er sich dazu seine Augen wieder aufzuschlagen und für den Bruchteil einer Sekunde glaubte er zu sehen, was sich hier in einer viel zu hastigen Nacht ergeben hatte. Er konnte es hören, so wie er es auch in seinen Träumen gehört hatte. Fujin und Khivi, wie sie stritten, auch wenn er nicht ausmachen konnte, worüber. Weder damals, noch jetzt oder in seinen Träumen. Aber es spielte auch keine Rolle, war unwichtig, weil jedes ihrer Worte von den durch die Luft zischenden Flammen vernichtet wurde, als hätten sie keinerlei Daseinsberechtigung. Oder hatten sie das?<br />
Fragend, mit leicht zur Seite geneigtem Kopf, verlor sich Jhaan wieder an den blutroten Spitzen im Gras. Wie lange es wohl dauern würde, bis die Geister sie endlich wieder mit etwas Regen segnen würden? Wochen, Tage, Stunden? Nein. Keine einzige Wolke zierte den Himmel über ihnen, stattdessen war es nur die Sonne, welche auf sie nieder brannte und Jhaan bereits jetzt erste Schweißperlen über die Stirn jagte.<br />
Er sollte wieder reingehen, sollte die schwere Tür des Kwoons wieder zuschieben und sich in Schatten hüllen - aber er konnte es nicht, auch wenn er sich nun endlich wieder zu rühren begann. Erst waren es die klammen Finger, welche er vom Türrahmen löste, dann langsam und doch schwankende Schritte, welche er über jenen hinweg machte, bis er das Grün zwischen seinen Zehen spüren konnte. Normalerweise kitzelte es ihn, doch jetzt war es einfach nur… da und doch nicht wirklich. Schlief er noch oder war dies immer noch den viel zu bitteren Pflanzen zu verdanken, welche Cuchulainn ihn zu kauen angewiesen hatte? Der Gedanke verflog wie so viele zuvor im Nichts, weil er weiter ging. Träge einen Schritt nach dem anderen machte, bis er sich zwischen dem verfärbten Grün auf die Knie fallen ließ und doch nichts anderes tat, als ein blutrotes Grashalm nach dem anderen auszurupfen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<link href="https://fonts.googleapis.com/css2?family=Playfair+Display:wght@600&display=swap" rel="stylesheet">    <center><div style="font-size: 22px;font-family: 'Playfair Display', serif; text-transform: uppercase;">it's okay to close your eyes</div>
<div style="margin-top: -5px;text-transform: uppercase; font-size: 9px; letter-spacing: 3px; line-height: 12px;font-family: 'Open Sans', sans-serif; margin-bottom: 8px;">and do nothing more than breathe<br />
<span style="letter-spacing: 4px;text-transform: lowercase;">Cuchulainn & Jhaan # 1. Juli 1NZK</span> </div></center><br />
Man konnte es immer noch sehen. Weinrot getrocknetes Blut auf zartgrünem Rasen. Es hatte seit Ewigkeiten nicht mehr geregnet und so waren auch die Spuren dessen, was ein Ende hätte bedeuten können, noch immer nicht in der Erde verwaschen, sondern zeichneten sich wie ein Mahnmal durch den Hinterhof des Kwoons. Als würden die Geister weiterhin darauf warten, dass man ihnen gab, was man versprochen hatte. <br />
 Jhaan sollte nicht hier sein. Er sollte nicht im Hinterhof des Kwoons stehen, sollte nicht sehen können, was sich auch auf seinem Rücken noch immer viel zu spürbar unter dunkel gefärbten Verbänden niedergezeichnet hatte, doch er schaffte es nicht, die bernsteinfarbenen Augen abzuwenden. Weder konnte er seinen Blick von dem lösen, was ihm von seinem Bett aus, hinter verschlossenen Türen und zugezogenen Fenstern, verborgen geblieben war, noch schaffte er es auch nur über den Türrahmen zu treten. Nicht einmal die Sommerbrise, welche ihm angenehm über das noch immer vom Fieber gerötete Gesicht und durch das zerzauste Haar wehte, schaffte es, ihn nach draußen zu locken. Sie ließ ihn nur die Augen schließen, sich erschöpft ihr entgegen lehnen, als wären es nicht erst ein paar wenige Minuten, seit welchen er auch nur wach war. Zwei Atemzüge, in welchen sich seine Finger fester und doch viel zu kraftlos an das Holz der halb aufgeschobenen Tür klammerten, dann zwang er sich dazu seine Augen wieder aufzuschlagen und für den Bruchteil einer Sekunde glaubte er zu sehen, was sich hier in einer viel zu hastigen Nacht ergeben hatte. Er konnte es hören, so wie er es auch in seinen Träumen gehört hatte. Fujin und Khivi, wie sie stritten, auch wenn er nicht ausmachen konnte, worüber. Weder damals, noch jetzt oder in seinen Träumen. Aber es spielte auch keine Rolle, war unwichtig, weil jedes ihrer Worte von den durch die Luft zischenden Flammen vernichtet wurde, als hätten sie keinerlei Daseinsberechtigung. Oder hatten sie das?<br />
Fragend, mit leicht zur Seite geneigtem Kopf, verlor sich Jhaan wieder an den blutroten Spitzen im Gras. Wie lange es wohl dauern würde, bis die Geister sie endlich wieder mit etwas Regen segnen würden? Wochen, Tage, Stunden? Nein. Keine einzige Wolke zierte den Himmel über ihnen, stattdessen war es nur die Sonne, welche auf sie nieder brannte und Jhaan bereits jetzt erste Schweißperlen über die Stirn jagte.<br />
Er sollte wieder reingehen, sollte die schwere Tür des Kwoons wieder zuschieben und sich in Schatten hüllen - aber er konnte es nicht, auch wenn er sich nun endlich wieder zu rühren begann. Erst waren es die klammen Finger, welche er vom Türrahmen löste, dann langsam und doch schwankende Schritte, welche er über jenen hinweg machte, bis er das Grün zwischen seinen Zehen spüren konnte. Normalerweise kitzelte es ihn, doch jetzt war es einfach nur… da und doch nicht wirklich. Schlief er noch oder war dies immer noch den viel zu bitteren Pflanzen zu verdanken, welche Cuchulainn ihn zu kauen angewiesen hatte? Der Gedanke verflog wie so viele zuvor im Nichts, weil er weiter ging. Träge einen Schritt nach dem anderen machte, bis er sich zwischen dem verfärbten Grün auf die Knie fallen ließ und doch nichts anderes tat, als ein blutrotes Grashalm nach dem anderen auszurupfen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[and stay that way through all eternity]]></title>
			<link>https://topsiegfried.like-a-hurricane.de/showthread.php?tid=1827</link>
			<pubDate>Thu, 29 Dec 2022 19:12:40 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://topsiegfried.like-a-hurricane.de/member.php?action=profile&uid=211">Ezekiel</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://topsiegfried.like-a-hurricane.de/showthread.php?tid=1827</guid>
			<description><![CDATA[<link href="https://fonts.googleapis.com/css2?family=Playfair+Display:wght@600&display=swap" rel="stylesheet">    <center><div style="font-size: 22px;font-family: 'Playfair Display', serif; text-transform: uppercase;">and stay that way through all eternity</div>
<div style="margin-top: -5px;text-transform: uppercase; font-size: 9px; letter-spacing: 3px; line-height: 12px;font-family: 'Open Sans', sans-serif; margin-bottom: 8px;">
<span style="letter-spacing: 4px;text-transform: lowercase;">I'm tired, can't think of a thing, and my sole wish is to lay my head in your lap, feel your hand on my head<br />
<br />
cuchulainn & ezekiel # 15. juli 1nzk # im kwoon, mittlerer ring</span> </div></center>Gedämpftes Stimmgewirr drang aus dem Inneren des Kwoons nach draußen, wurde in den seltenen Augenblicken, in welchen sich die schwere Tür öffnete, um Gästen Ein- und Austritt zu gewähren, für den Bruchteil einer Minute laut genug, um ein paar vereinzelte Worte aufzuschnappen, und doch kam es nicht gegen das nervöse Rasseln in Ezekiels Brust an, geschweige denn konnte es ihn dazu einladen, endlich die letzten Schritte zu überbrücken und selbst in den Kwoon zu treten. Es fühlte sich wie Stunden an, welche er dort draußen verbrachte, gut verborgen hinter einem alten Gemüstestand sitzend; ja, es musste eine geschlagene Ewigkeit sein, in welcher er nichts anderes tat, als den Kwoon zu beobachten, so wie er es in den vergangenen Wochen oft getan hatte. Immer wieder mit dem Vorhaben, an der hölzernen Tür zu klopfen oder der Vorstellung davon, einfach ins Innere zu stürmen und nach Antworten zu verlangen, auch wenn er sich noch immer nicht sicher war, worauf genau eigentlich. Oder ob er diese wirklich haben wollte. Vielleicht war es auch das gewesen, was ihn früher oder später, meistens viel zu spät, dazu bewegt hatte, sich doch wieder von dem Kwoon abzuwenden, bis er sich in einer heruntergekommenen Kneipe irgendwo im Unteren Ring wiederfand. <br />
Heute würde er den Kwoon betreten, <i>wirklich</i>, auch wenn ihm bei der bloßen Vorstellung bereits kotzübel wurde - eventuell lag dies aber auch an dem Kater, der sich nach den vergangenen Wochen anfühlte, als hätte ihn eine Herde Aalhunde überrannt. Wäre es mehr als eine einzige Münze, welche in seiner Hosentasche ihr Zuhause fand, hätte er diesen vermutlich ebenso versucht wegzutrinken, wie die Angst, welche sich in ihm festgebissen hatte und ihn selbst dann, als er endlich den Mut fand, hinter dem verwahrlosten Gemüsestand hervorzukommen, hadern ließ. <br />
Ein Schritt nach vorne, <i>ich sollte ihn einfach in Ruhe lassen</i>, zwei Schritte zurück. <br />
In den letzten Wochen hatte es nichts und niemanden gegeben, den er so sehr vermisst hatte, wie den Gelehrten. Selbst beim kläglichen Suchen nach Ablenkung, in den Betten ihm eigentlich fremder Menschen, hatte Cuchulainn jeden einzelnen seiner Gedanken bestimmt. Da war seine Stimme gewesen, welcher man so liebliche Klänge entlocken konnte, die sehnsüchtige Erinnerungen an seine Berührungen, welche sich regelrecht auf Ezekiels Haut gebrannt hatten - und so viel mehr als das. Es hatte Ezekiel verrückt gemacht. Egal wohin er ging, selbst im größten Chaos des Unteren Rings, glaubte er ihn zu sehen oder zu hören und doch war er nie wirklich da. Er war nicht da, <i>er war einfach nicht da</i>, und das war es, was am schmerzhaftesten an Ezekiel nagte. Selbst nach Wochen der Funkstille schien Cuchulainn nicht nach ihm zu suchen, ja, vermutlich interessierte er sich noch nicht einmal dafür, was der Jüngere trieb, sondern schien vielmehr froh darüber zu sein, dass er ihn endlich los war. Insbesondere nach dem, was auf der Muta-Insel geschehen war - und Ezekiel konnte es ihm noch nicht einmal übel nehmen. Eigentlich glaubte er ja sogar, es zu verstehen, doch anstatt Cuchulainns offensichtlichen Schlussstrich zu akzeptieren und ihn ihm zuliebe in Ruhe zu lassen, besaß Ezekiel noch nicht einmal den Anstand, auf der Trauerfeier seiner Mutter von ihm abzulassen. <br />
<br />
Ein Atemzug, mehr brauchte es nicht, damit er sich plötzlich auf der anderen Seite der Tür wiederfand, welche er solange beobachtet hatte. Vereinzelt richteten sich ein paar der Blicke auf ihn, manche mehr, manche weniger skeptisch, doch die meisten Gäste ließen sich von ihm nicht in ihrem Schwelgen in alten Erinnerungen (oder worüber man sonst auf einer Trauerfeier sprach) beirren. Auch dann nicht, als sich ein gedämpftes “scheiße” über Ezekiels Lippen stahl und er sich unweigerlich wünschte, noch vor der Tür wieder umgedreht zu sein und das Weite gesucht zu haben. <br />
“‘Tschuldigung”, fügte er noch nuschelnd an, als er dem leicht verurteilenden Blick eines in sonderbare Kleider gehüllten Mannes begegnete, ehe er sich mit gesenktem Kopf weiter ins Innere des Kwoons bewegte, ohne so richtig zu wissen, wohin überhaupt. Letztendlich führte es ihn durch die Küche, in welcher er sich mit dankend knurrendem Magen (er hatte seit Tagen nichts richtiges mehr gegessen) drei Stück Brot schnappte, von welchen er sich eines direkt in den Mund stopfte, bis in den Innenhof, wo er doch nicht umhin kam, sich noch kauend an die nächstbeste Person zu wenden und kaum verständlich zu fragen: “Gibt‘s auch was zu trinken?”]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<link href="https://fonts.googleapis.com/css2?family=Playfair+Display:wght@600&display=swap" rel="stylesheet">    <center><div style="font-size: 22px;font-family: 'Playfair Display', serif; text-transform: uppercase;">and stay that way through all eternity</div>
<div style="margin-top: -5px;text-transform: uppercase; font-size: 9px; letter-spacing: 3px; line-height: 12px;font-family: 'Open Sans', sans-serif; margin-bottom: 8px;">
<span style="letter-spacing: 4px;text-transform: lowercase;">I'm tired, can't think of a thing, and my sole wish is to lay my head in your lap, feel your hand on my head<br />
<br />
cuchulainn & ezekiel # 15. juli 1nzk # im kwoon, mittlerer ring</span> </div></center>Gedämpftes Stimmgewirr drang aus dem Inneren des Kwoons nach draußen, wurde in den seltenen Augenblicken, in welchen sich die schwere Tür öffnete, um Gästen Ein- und Austritt zu gewähren, für den Bruchteil einer Minute laut genug, um ein paar vereinzelte Worte aufzuschnappen, und doch kam es nicht gegen das nervöse Rasseln in Ezekiels Brust an, geschweige denn konnte es ihn dazu einladen, endlich die letzten Schritte zu überbrücken und selbst in den Kwoon zu treten. Es fühlte sich wie Stunden an, welche er dort draußen verbrachte, gut verborgen hinter einem alten Gemüstestand sitzend; ja, es musste eine geschlagene Ewigkeit sein, in welcher er nichts anderes tat, als den Kwoon zu beobachten, so wie er es in den vergangenen Wochen oft getan hatte. Immer wieder mit dem Vorhaben, an der hölzernen Tür zu klopfen oder der Vorstellung davon, einfach ins Innere zu stürmen und nach Antworten zu verlangen, auch wenn er sich noch immer nicht sicher war, worauf genau eigentlich. Oder ob er diese wirklich haben wollte. Vielleicht war es auch das gewesen, was ihn früher oder später, meistens viel zu spät, dazu bewegt hatte, sich doch wieder von dem Kwoon abzuwenden, bis er sich in einer heruntergekommenen Kneipe irgendwo im Unteren Ring wiederfand. <br />
Heute würde er den Kwoon betreten, <i>wirklich</i>, auch wenn ihm bei der bloßen Vorstellung bereits kotzübel wurde - eventuell lag dies aber auch an dem Kater, der sich nach den vergangenen Wochen anfühlte, als hätte ihn eine Herde Aalhunde überrannt. Wäre es mehr als eine einzige Münze, welche in seiner Hosentasche ihr Zuhause fand, hätte er diesen vermutlich ebenso versucht wegzutrinken, wie die Angst, welche sich in ihm festgebissen hatte und ihn selbst dann, als er endlich den Mut fand, hinter dem verwahrlosten Gemüsestand hervorzukommen, hadern ließ. <br />
Ein Schritt nach vorne, <i>ich sollte ihn einfach in Ruhe lassen</i>, zwei Schritte zurück. <br />
In den letzten Wochen hatte es nichts und niemanden gegeben, den er so sehr vermisst hatte, wie den Gelehrten. Selbst beim kläglichen Suchen nach Ablenkung, in den Betten ihm eigentlich fremder Menschen, hatte Cuchulainn jeden einzelnen seiner Gedanken bestimmt. Da war seine Stimme gewesen, welcher man so liebliche Klänge entlocken konnte, die sehnsüchtige Erinnerungen an seine Berührungen, welche sich regelrecht auf Ezekiels Haut gebrannt hatten - und so viel mehr als das. Es hatte Ezekiel verrückt gemacht. Egal wohin er ging, selbst im größten Chaos des Unteren Rings, glaubte er ihn zu sehen oder zu hören und doch war er nie wirklich da. Er war nicht da, <i>er war einfach nicht da</i>, und das war es, was am schmerzhaftesten an Ezekiel nagte. Selbst nach Wochen der Funkstille schien Cuchulainn nicht nach ihm zu suchen, ja, vermutlich interessierte er sich noch nicht einmal dafür, was der Jüngere trieb, sondern schien vielmehr froh darüber zu sein, dass er ihn endlich los war. Insbesondere nach dem, was auf der Muta-Insel geschehen war - und Ezekiel konnte es ihm noch nicht einmal übel nehmen. Eigentlich glaubte er ja sogar, es zu verstehen, doch anstatt Cuchulainns offensichtlichen Schlussstrich zu akzeptieren und ihn ihm zuliebe in Ruhe zu lassen, besaß Ezekiel noch nicht einmal den Anstand, auf der Trauerfeier seiner Mutter von ihm abzulassen. <br />
<br />
Ein Atemzug, mehr brauchte es nicht, damit er sich plötzlich auf der anderen Seite der Tür wiederfand, welche er solange beobachtet hatte. Vereinzelt richteten sich ein paar der Blicke auf ihn, manche mehr, manche weniger skeptisch, doch die meisten Gäste ließen sich von ihm nicht in ihrem Schwelgen in alten Erinnerungen (oder worüber man sonst auf einer Trauerfeier sprach) beirren. Auch dann nicht, als sich ein gedämpftes “scheiße” über Ezekiels Lippen stahl und er sich unweigerlich wünschte, noch vor der Tür wieder umgedreht zu sein und das Weite gesucht zu haben. <br />
“‘Tschuldigung”, fügte er noch nuschelnd an, als er dem leicht verurteilenden Blick eines in sonderbare Kleider gehüllten Mannes begegnete, ehe er sich mit gesenktem Kopf weiter ins Innere des Kwoons bewegte, ohne so richtig zu wissen, wohin überhaupt. Letztendlich führte es ihn durch die Küche, in welcher er sich mit dankend knurrendem Magen (er hatte seit Tagen nichts richtiges mehr gegessen) drei Stück Brot schnappte, von welchen er sich eines direkt in den Mund stopfte, bis in den Innenhof, wo er doch nicht umhin kam, sich noch kauend an die nächstbeste Person zu wenden und kaum verständlich zu fragen: “Gibt‘s auch was zu trinken?”]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[destroy me again until there's no you and me]]></title>
			<link>https://topsiegfried.like-a-hurricane.de/showthread.php?tid=1796</link>
			<pubDate>Sat, 05 Nov 2022 20:25:40 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://topsiegfried.like-a-hurricane.de/member.php?action=profile&uid=198">Jhaan</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://topsiegfried.like-a-hurricane.de/showthread.php?tid=1796</guid>
			<description><![CDATA[<link href="https://fonts.googleapis.com/css2?family=Playfair+Display:wght@600&display=swap" rel="stylesheet">    <center><div style="font-size: 22px;font-family: 'Playfair Display', serif; text-transform: uppercase;">destroy me again until there's no you and me</div>
<div style="margin-top: -5px;text-transform: uppercase; font-size: 9px; letter-spacing: 3px; line-height: 12px;font-family: 'Open Sans', sans-serif; margin-bottom: 8px;">when your last face will say your name<br />
<span style="letter-spacing: 4px;text-transform: lowercase;">Ikharus (Khivi) & Jhaan # 11. Juli 1NZK</span> </div></center><br />
Wochen vergingen, Tage verschwammen, Stunden zogen mit dem Wind von dannen. Als würde er in Zeit ertrinken, so fühlte es sich an. Er ertrank in Zeit und die Welt um ihn herum verwandelte sich immer mehr in einen fiebrigen, nicht enden wollenden Traum. Dabei hatte er sein Krankenlager bereits vor Tagen verlassen; hatte es nach einer geschlagenen Ewigkeit endlich geschafft, von selbst aufzustehen, ohne innerhalb kürzester Zeit wieder zusammen zu sacken, und sich wider Cuchulainns besorgter Mahnung dazu verleiten lassen, sich um das kleine Beet mit den durch die Hitze größtenteils verwelkten Mondblumen zu kümmern, weil er es nicht länger ausgehalten hatte, <i>nichts</i> zu tun. Er hatte genug Zeit damit verbracht, zu liegen und sich auszuruhen; hatte sich lange genug in seinem eigenen Leiden gesuhlt, um nun (erneut) die Augen davor verschließen zu wollen. Ob es tatsächlich funktionierte, war eine andere Sache, aber es war leicht das schmerzhafte Ziehen in seinem Rücken auszublenden, wenn um ihm herum die Welt zu brennen begann. Nicht nur, weil es in Ba Sing Se noch immer so unerträglich heiß war, dass Jhaan mittlerweile gelernt hatte, mit den Schatten zu verschmelzen, sondern auch, weil die Menschen unruhiger wurden. Lauter. Und dabei nach Dingen verlangten, welche weitaus schrecklicher waren, als die Verletzung, deren Nachwehen ihn immer noch nicht ruhig schlafen ließen. <br />
Es machte ihn nervös. Die Flyer, welche man allmählich immer öfter durch die Straßen fliegen sehen konnte, ebenso wie die Stimmen, welche sich lautstark auf den Marktplätzen Gehör zu verschaffen versuchten. Was hatte er verpasst, dass die Bewohner von Ba Sing Se nun so lautstark nach Krieg verlangten? Wie lange hatte er geschlafen, dass dies mittlerweile der einzige Weg zu sein schien, auf welchem sie sich Gerechtigkeit erhofften? Um ehrlich zu sein wollte Jhaan die Antworten darauf gar nicht hören. Viel lieber wollte er taub für all dies werden. Blind für die Angst, die mittlerweile zu einem stetigen Begleiter geworden war. <br />
<br />
“Ich glaube mir gefällt Ba Sing Se”, drang Bekuras Stimme mit einem Mal durch den Lärm der Menschenmenge zu ihm durch und sorgte dafür, dass Jhaan seinen Blick von dem Redner löste und auf den kaum ein Stück größeren Luftbändiger richtete. Das war auch noch etwas, was er nicht so ganz begriff. Wie Bekura einfach so nach Ba Sing Se gekommen war. <i>Warum</i>, auch wenn der Ältere ihm die Antwort darauf eigentlich bereits gegeben hatte. <i>Wegen ihm</i>, aber hatte Jhaan ihm mit seinem plötzlichen Verschwinden nicht genug zu verstehen gegeben, dass er nicht wollte, dass man ihm folgte? Oder gar versuchte, ihn zurück in den nördlichen Lufttempel zu bringen? “Die Leute hier sind einfach nicht so unfassbar naiv, wie bei uns”, führte Bekura seinen Gedankengang fort und hielt Jhaan im selben Atemzug eine runde Mondpfirsich hin, ohne die dunklen Augen von dem Mann zu lösen, welcher seit mehreren Minuten auf die Feuernation schimpfte und es sich anscheinend zum Ziel gesetzt hatte, seine Zuhörer dazu zu bewegen, am besten noch auf der Stelle in den Krieg gegen diese zu ziehen. Während Bekura seinen Worten mit Begeisterung lauschte, hatte sich in Jhaans Magen mittlerweile ein mulmiges Gefühl ausgebreitet, welches von Bekuras neugewonnener Faszination nur noch einmal verstärkt wurde. <br />
“Ich weiß nicht, ich-“ “Lass uns näher rangehen, ich hör hier kaum noch was”, fiel Bekura Jhaan ins Wort, doch bevor er mit der Hand, in welcher sich noch immer die von Jhaan unangerührte Mondpfirsich befand, nach seinem Handgelenk greifen konnte, um ihn geradewegs mit sich durch die Menschenmassen weiter nach vorne zu ziehen, wich Jhaan auch schon leicht mit dem Kopf schüttelnd einen winzigen Schritt zurück. Verwundert suchte Bekura nach seinem Blick und schien zunächst nicht so recht zu verstehen, was Jhaans Problem war. “Was?” “Ich will-will nicht… Lass uns lieber-“ “Ach komm, stell dich nicht so an! Dir wird schon keiner noch eine Feuerpeitsche über den Rücken jagen und wenn doch, bin ich doch direkt hinter dir!” Wieder schüttelte Jhaan mit dem Kopf, fischte sich dann jedoch zögerlich endlich die Mondpfirsich aus Bekuras Fingern, in der Hoffnung, ihn somit zumindest ein wenig besänftigen zu können. “Du kannst mir danach ja einfach-ja einfach alles nochmal erzählen”, folgte es dann mit einem sanften Lächeln, welches Bekura zu genügen schien. “Na gut - wartest du hier?” Ein Nicken und dann war Bekura auch schon inmitten der Menge verschwunden. Einen Moment lang blieb Jhaan noch am Rande dieser stehen, dann ließ er sich auf einer nahegelegenen Steinbank nieder und pulte wartend an der Schale der Mondpfirsich, als könnte ihn dies das Gebrüll und die Aufruhr um ihn herum vergessen lassen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<link href="https://fonts.googleapis.com/css2?family=Playfair+Display:wght@600&display=swap" rel="stylesheet">    <center><div style="font-size: 22px;font-family: 'Playfair Display', serif; text-transform: uppercase;">destroy me again until there's no you and me</div>
<div style="margin-top: -5px;text-transform: uppercase; font-size: 9px; letter-spacing: 3px; line-height: 12px;font-family: 'Open Sans', sans-serif; margin-bottom: 8px;">when your last face will say your name<br />
<span style="letter-spacing: 4px;text-transform: lowercase;">Ikharus (Khivi) & Jhaan # 11. Juli 1NZK</span> </div></center><br />
Wochen vergingen, Tage verschwammen, Stunden zogen mit dem Wind von dannen. Als würde er in Zeit ertrinken, so fühlte es sich an. Er ertrank in Zeit und die Welt um ihn herum verwandelte sich immer mehr in einen fiebrigen, nicht enden wollenden Traum. Dabei hatte er sein Krankenlager bereits vor Tagen verlassen; hatte es nach einer geschlagenen Ewigkeit endlich geschafft, von selbst aufzustehen, ohne innerhalb kürzester Zeit wieder zusammen zu sacken, und sich wider Cuchulainns besorgter Mahnung dazu verleiten lassen, sich um das kleine Beet mit den durch die Hitze größtenteils verwelkten Mondblumen zu kümmern, weil er es nicht länger ausgehalten hatte, <i>nichts</i> zu tun. Er hatte genug Zeit damit verbracht, zu liegen und sich auszuruhen; hatte sich lange genug in seinem eigenen Leiden gesuhlt, um nun (erneut) die Augen davor verschließen zu wollen. Ob es tatsächlich funktionierte, war eine andere Sache, aber es war leicht das schmerzhafte Ziehen in seinem Rücken auszublenden, wenn um ihm herum die Welt zu brennen begann. Nicht nur, weil es in Ba Sing Se noch immer so unerträglich heiß war, dass Jhaan mittlerweile gelernt hatte, mit den Schatten zu verschmelzen, sondern auch, weil die Menschen unruhiger wurden. Lauter. Und dabei nach Dingen verlangten, welche weitaus schrecklicher waren, als die Verletzung, deren Nachwehen ihn immer noch nicht ruhig schlafen ließen. <br />
Es machte ihn nervös. Die Flyer, welche man allmählich immer öfter durch die Straßen fliegen sehen konnte, ebenso wie die Stimmen, welche sich lautstark auf den Marktplätzen Gehör zu verschaffen versuchten. Was hatte er verpasst, dass die Bewohner von Ba Sing Se nun so lautstark nach Krieg verlangten? Wie lange hatte er geschlafen, dass dies mittlerweile der einzige Weg zu sein schien, auf welchem sie sich Gerechtigkeit erhofften? Um ehrlich zu sein wollte Jhaan die Antworten darauf gar nicht hören. Viel lieber wollte er taub für all dies werden. Blind für die Angst, die mittlerweile zu einem stetigen Begleiter geworden war. <br />
<br />
“Ich glaube mir gefällt Ba Sing Se”, drang Bekuras Stimme mit einem Mal durch den Lärm der Menschenmenge zu ihm durch und sorgte dafür, dass Jhaan seinen Blick von dem Redner löste und auf den kaum ein Stück größeren Luftbändiger richtete. Das war auch noch etwas, was er nicht so ganz begriff. Wie Bekura einfach so nach Ba Sing Se gekommen war. <i>Warum</i>, auch wenn der Ältere ihm die Antwort darauf eigentlich bereits gegeben hatte. <i>Wegen ihm</i>, aber hatte Jhaan ihm mit seinem plötzlichen Verschwinden nicht genug zu verstehen gegeben, dass er nicht wollte, dass man ihm folgte? Oder gar versuchte, ihn zurück in den nördlichen Lufttempel zu bringen? “Die Leute hier sind einfach nicht so unfassbar naiv, wie bei uns”, führte Bekura seinen Gedankengang fort und hielt Jhaan im selben Atemzug eine runde Mondpfirsich hin, ohne die dunklen Augen von dem Mann zu lösen, welcher seit mehreren Minuten auf die Feuernation schimpfte und es sich anscheinend zum Ziel gesetzt hatte, seine Zuhörer dazu zu bewegen, am besten noch auf der Stelle in den Krieg gegen diese zu ziehen. Während Bekura seinen Worten mit Begeisterung lauschte, hatte sich in Jhaans Magen mittlerweile ein mulmiges Gefühl ausgebreitet, welches von Bekuras neugewonnener Faszination nur noch einmal verstärkt wurde. <br />
“Ich weiß nicht, ich-“ “Lass uns näher rangehen, ich hör hier kaum noch was”, fiel Bekura Jhaan ins Wort, doch bevor er mit der Hand, in welcher sich noch immer die von Jhaan unangerührte Mondpfirsich befand, nach seinem Handgelenk greifen konnte, um ihn geradewegs mit sich durch die Menschenmassen weiter nach vorne zu ziehen, wich Jhaan auch schon leicht mit dem Kopf schüttelnd einen winzigen Schritt zurück. Verwundert suchte Bekura nach seinem Blick und schien zunächst nicht so recht zu verstehen, was Jhaans Problem war. “Was?” “Ich will-will nicht… Lass uns lieber-“ “Ach komm, stell dich nicht so an! Dir wird schon keiner noch eine Feuerpeitsche über den Rücken jagen und wenn doch, bin ich doch direkt hinter dir!” Wieder schüttelte Jhaan mit dem Kopf, fischte sich dann jedoch zögerlich endlich die Mondpfirsich aus Bekuras Fingern, in der Hoffnung, ihn somit zumindest ein wenig besänftigen zu können. “Du kannst mir danach ja einfach-ja einfach alles nochmal erzählen”, folgte es dann mit einem sanften Lächeln, welches Bekura zu genügen schien. “Na gut - wartest du hier?” Ein Nicken und dann war Bekura auch schon inmitten der Menge verschwunden. Einen Moment lang blieb Jhaan noch am Rande dieser stehen, dann ließ er sich auf einer nahegelegenen Steinbank nieder und pulte wartend an der Schale der Mondpfirsich, als könnte ihn dies das Gebrüll und die Aufruhr um ihn herum vergessen lassen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Bad Omens In My Head]]></title>
			<link>https://topsiegfried.like-a-hurricane.de/showthread.php?tid=1570</link>
			<pubDate>Mon, 03 Jan 2022 23:44:27 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://topsiegfried.like-a-hurricane.de/member.php?action=profile&uid=284">Fūjin</a>]]></dc:creator>
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			<description><![CDATA[<link href="https://fonts.googleapis.com/css2?family=Playfair+Display:wght@600&display=swap" rel="stylesheet">  <center><div style="font-size: 22px;font-family: 'Playfair Display', serif; text-transform: uppercase;">Bad Omens In My Head</div>
<div style="margin-top: -5px;text-transform: uppercase; font-size: 9px; letter-spacing: 3px; line-height: 12px;font-family: 'Open Sans', sans-serif; margin-bottom: 8px;">For every word that started on your breath<br />
Sweet child, you’ll end up dead, oh-oh-oh <br />
<span style="letter-spacing: 3px;text-transform: lowercase;">Ikharus & Fūjin # 20. Juni 1NZK # Im Kwoon von Cuchulainn # Ba Sing Se</span></div></center><br />
Noch mehr als im Monat zuvor war Fujin dankbar für die Kühle, welche das Hereinbrechen der Nacht mit sich brachte. Dies betraf zu gleichen Teilen die Tage, an denen er draußen im Äußeren Ring unterwegs, wie auch jene, an denen er im Mittleren Ring weiterhin damit beschäftigt war beim Wiederaufbau des Kwoon zu helfen. Beides war für seinen Körper anstrengend, beides für sich schon schweißtreibend und waren es umso mehr, wenn dabei die Sonne auf ihn herab brannte; seine Haut noch ein wenig mehr bräunte, als sie von Natur her bereits war. Sobald die helle Scheibe jedoch hinterm Horizont verschwand und langsam die Sterne am Himmel erschienen, wurde es angenehm kühl. Oder zumindest ausreichend, damit man meinen könnte der Erdbändiger würde bei all seiner Erschöpfung schnell in einen tiefen Schlaf verfallen, ungeachtet dessen, ob er unter einem Dach - heil oder nicht - lag oder in der freien Natur. Zumal er so langsam begonnen hatte sich an ersteres wieder zu gewöhnen, hatte er die Chance darauf nicht mehr nur im Kwoon, sondern auch in dem Haus, welches Bans Bande ihr eigen nannte. Doch dieses Glück hatte er nicht. Wie schon einen Monat zuvor, als er Jhaan das erste Mal des Nachts hier begegnet war, saß er wach auf den Stufen, die in den Hinterhof führten. Wo sein Blick damals jedoch auf den Himmel gerichtet war, haftete er nun sehr viel näher.<br />
Bedacht fuhr er mit den Fingerspitzen den Umriss nach, der sich im Halbdunkel auf seiner Haut abzeichnete. Obwohl die Wunden dank des schnellen Eingreifen eines Fremden und seines baldigen Aufsuchens der Wasserbändigerin, die er schon davor gelegentlich im Unteren Ring beobachtet hatte, schnell geheilt waren, blieb die Erinnerung an sie in der Form von deutlichen Narben zurück. Drei parallele Linien auf seinem Oberkörper, ein großer Fleck auf seiner Schulter. Die Folgen der Begegnung mit dem Mann, die auf den Schienen der Stadt endete. Zumindest war es dort gewesen, wo er diesen zum letzten Mal gesehen hatte. Nicht, dass er ein sonderlich großes Verlangen danach verspürte diese Begegnung zu wiederholen. Immerhin hätte ihm diese beinahe sein Leben gekostet, ohne, dass er die Gründe dafür vollkommen verstanden hatte. Geschweige denn, wer der andere Mann wirklich war. Doch wenn er sein Leben schätzte - und das tat er - würde er dies wohl nie herausfinden. Und irgendwann würden vielleicht auch diese Narben verblassen. Würden sie es nicht, so konnte er sich zumindest glücklich schätzen, dass sie zum größten Teil so gelegen waren, dass man sie nur bemerkte, wenn er, so wie jetzt, kein Oberteil trug. Ansonsten lugte nur ein kleiner Teil der Schulternarbe am Hals hervor; klein und unauffällig genug, dass er sich noch immer keine Sorge darum machen musste, dass man sich großartig sein Gesicht merkte.<br />
Mit einem leichten Kopfschütteln ließ er von dem für ihn noch immer neuen Teil seines Körpers ab und drückte sich von den Stufen hoch. Vielleicht würde ihm ein kurzer Spaziergang helfen. Auch wenn dieser nur auf den Garten des Kwoon begrenzt war. Cuchulainn befand sich aktuell nicht im Gebäude und es widerstrebte den Schausteller den schlafenden Jhaan alleine hier zu lassen, selbst wenn Streicher noch immer da wäre. Doch der Garten bot auch so eine wundervolle Umgebung; mehr Natur als er es mitten in Ba Sing Se erwartet hatte, bevor er das erste Mal einen Fuß in diese Stadt gesetzt hatte. Nicht vergleichbar mit der Schönheit der Wälder, die er schon gesehen hatte, sicherlich, aber nichtsdestotrotz schön auf seine eigene Weise - nicht zuletzt aufgrund all der Arbeit, die der Luftbändiger trotz seines Zustands in diesen gesteckt hatte. Umso mehr war Fujin darauf bedacht, wo er im Halbdunkeln hin trat, um die sorgfältig angelegten Beete nicht zu stören.]]></description>
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<div style="margin-top: -5px;text-transform: uppercase; font-size: 9px; letter-spacing: 3px; line-height: 12px;font-family: 'Open Sans', sans-serif; margin-bottom: 8px;">For every word that started on your breath<br />
Sweet child, you’ll end up dead, oh-oh-oh <br />
<span style="letter-spacing: 3px;text-transform: lowercase;">Ikharus & Fūjin # 20. Juni 1NZK # Im Kwoon von Cuchulainn # Ba Sing Se</span></div></center><br />
Noch mehr als im Monat zuvor war Fujin dankbar für die Kühle, welche das Hereinbrechen der Nacht mit sich brachte. Dies betraf zu gleichen Teilen die Tage, an denen er draußen im Äußeren Ring unterwegs, wie auch jene, an denen er im Mittleren Ring weiterhin damit beschäftigt war beim Wiederaufbau des Kwoon zu helfen. Beides war für seinen Körper anstrengend, beides für sich schon schweißtreibend und waren es umso mehr, wenn dabei die Sonne auf ihn herab brannte; seine Haut noch ein wenig mehr bräunte, als sie von Natur her bereits war. Sobald die helle Scheibe jedoch hinterm Horizont verschwand und langsam die Sterne am Himmel erschienen, wurde es angenehm kühl. Oder zumindest ausreichend, damit man meinen könnte der Erdbändiger würde bei all seiner Erschöpfung schnell in einen tiefen Schlaf verfallen, ungeachtet dessen, ob er unter einem Dach - heil oder nicht - lag oder in der freien Natur. Zumal er so langsam begonnen hatte sich an ersteres wieder zu gewöhnen, hatte er die Chance darauf nicht mehr nur im Kwoon, sondern auch in dem Haus, welches Bans Bande ihr eigen nannte. Doch dieses Glück hatte er nicht. Wie schon einen Monat zuvor, als er Jhaan das erste Mal des Nachts hier begegnet war, saß er wach auf den Stufen, die in den Hinterhof führten. Wo sein Blick damals jedoch auf den Himmel gerichtet war, haftete er nun sehr viel näher.<br />
Bedacht fuhr er mit den Fingerspitzen den Umriss nach, der sich im Halbdunkel auf seiner Haut abzeichnete. Obwohl die Wunden dank des schnellen Eingreifen eines Fremden und seines baldigen Aufsuchens der Wasserbändigerin, die er schon davor gelegentlich im Unteren Ring beobachtet hatte, schnell geheilt waren, blieb die Erinnerung an sie in der Form von deutlichen Narben zurück. Drei parallele Linien auf seinem Oberkörper, ein großer Fleck auf seiner Schulter. Die Folgen der Begegnung mit dem Mann, die auf den Schienen der Stadt endete. Zumindest war es dort gewesen, wo er diesen zum letzten Mal gesehen hatte. Nicht, dass er ein sonderlich großes Verlangen danach verspürte diese Begegnung zu wiederholen. Immerhin hätte ihm diese beinahe sein Leben gekostet, ohne, dass er die Gründe dafür vollkommen verstanden hatte. Geschweige denn, wer der andere Mann wirklich war. Doch wenn er sein Leben schätzte - und das tat er - würde er dies wohl nie herausfinden. Und irgendwann würden vielleicht auch diese Narben verblassen. Würden sie es nicht, so konnte er sich zumindest glücklich schätzen, dass sie zum größten Teil so gelegen waren, dass man sie nur bemerkte, wenn er, so wie jetzt, kein Oberteil trug. Ansonsten lugte nur ein kleiner Teil der Schulternarbe am Hals hervor; klein und unauffällig genug, dass er sich noch immer keine Sorge darum machen musste, dass man sich großartig sein Gesicht merkte.<br />
Mit einem leichten Kopfschütteln ließ er von dem für ihn noch immer neuen Teil seines Körpers ab und drückte sich von den Stufen hoch. Vielleicht würde ihm ein kurzer Spaziergang helfen. Auch wenn dieser nur auf den Garten des Kwoon begrenzt war. Cuchulainn befand sich aktuell nicht im Gebäude und es widerstrebte den Schausteller den schlafenden Jhaan alleine hier zu lassen, selbst wenn Streicher noch immer da wäre. Doch der Garten bot auch so eine wundervolle Umgebung; mehr Natur als er es mitten in Ba Sing Se erwartet hatte, bevor er das erste Mal einen Fuß in diese Stadt gesetzt hatte. Nicht vergleichbar mit der Schönheit der Wälder, die er schon gesehen hatte, sicherlich, aber nichtsdestotrotz schön auf seine eigene Weise - nicht zuletzt aufgrund all der Arbeit, die der Luftbändiger trotz seines Zustands in diesen gesteckt hatte. Umso mehr war Fujin darauf bedacht, wo er im Halbdunkeln hin trat, um die sorgfältig angelegten Beete nicht zu stören.]]></content:encoded>
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