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beautiful but tortured
06.06.2021, 22:59
Ob die Hinrichtung von Shallan unnötig grausam gewesen war, ließ sich in Kalypsos Augen durchaus diskutieren. Eine Diskussion frei von emotionalen Sichtweise und persönlicher Befindlichkeiten, selbstverständlich. Dass der Tod der Magd von Prinzessin Soraya gerechtfertigt war, stand außer Frage. Die spannende Frage für Kalypso wäre vielmehr, ob diese Form der Grausamkeit und Brutalität besonders wirksam gewesen war für die Nachricht und Mahnung, die Ares damit hatte vermitteln wollen. Aber dies war kein Gespräch, keine Abwägung, die Kalypso zu führen hatte. Sie war keine Beraterin. Ihre Meinung, ihre Ansicht zählte nichts. Und ein Gespräch wie ein solches würde sich vor allem nicht zwischen ihr und dem Prinzen des Erdkönigreichs gehören. Aber selbstverständlich war Kalypso der absoluten Überzeugung, dass die hinterhältige Mörderin des Erbens, der den Frieden zwischen den beiden Nationen noch verbindlicher geschlossen hätte, mit nichts anderem als dem eigenen Leben für ihren Verrat zu zahlen hatte. Welche Beweggründe auch immer in dem Kopf des jungen Mädchens vorgegangen waren, Dummheit schützte vor Strafe nicht. Es war also nicht bloß angemessen, sondern auch gut, dass der Vorfall galant verschwiegen wurde. So wären die Ansichten der beiden doch spätestens hier vollkommen auseinander geraten. Stattdessen waren beide nun auf der Insel des Phönixbaums angekommen und konnten über dessen imposante Schönheit staunen. Wenig elegant war Prinz Ishar auf dem Boden angekommen, machte einen Schritt in ihre Richtung und ließ den Blick wandern. Er hatte eine herrlich eindeutige Mimik. Seine Augen weiteten sich als er von dem Bild eingenommen wurde, was sich vor ihm bot. Es war durchaus charmant, dass er so offen auf seinen Zügen zu tragen schien, was in seinem Kopf vor sich ging. Das war eine Qualität, eine Eigenschaft, die Kalypso selbst vollkommen fremd war. Vermutlich waren die Zügel über ihre Mimik so fest in ihre Hände verwachsen, dass sie die Kontrolle darüber nicht einmal abgeben könnte, wenn sie es wollte. Nur in wenigen, seltenen Augenblicken. Sie beobachtete ihn aufmerksam dabei, wie er die Augen wandern ließ und lächelte. Überwältigend. Kalypso neigte den Kopf leicht zur Seite und ein wenig Zufriedenheit nistete sich in ihre feinen Züge. Ohne Frage war dieser sakrale Ort überwältigend. Es erschien beinahe unwirklich und greifbar wie sehr er von Bedeutung und Wissen längst vergangener Zeiten gezeichnet war. Was für ein beeindruckender Baum. Spürt Ihr diese Ladung in der Luft? Als würde hier die Zeit still stehen. Seine Worte waren sehr treffend, auch wenn er in seiner Interpretation scheinbar nicht auf die offensichtliche Präsenz der Geister, die diesen Ort hüteten, kam. Seltsam, wie man umgeben von dieser dicken, zähen Macht seinem Ursprung gegenüber doch so blind sein konnte. Lächelnd ließ Kalypso die blauen Augen wandern. „Als ich zum ersten Mal hier zu Besuch war, meinte Feuerlord Zosin zu mir, dass es sich anfühlt als würde jedes Flüstern, jedes Wort und jeder Gedanke noch in der Luft hier nachklingen. Ich glaube das ist sehr wahr.“ Für einen kleinen Moment war da eine stille Nachdenklichkeit in die Mätresse eingekehrt und sie wollte diese besondere Auro, diesen wunderschönen Ort nahe des Herzens der Feuernation gebührend genießen. Die Stille und die Kraft, die in dieser Ruhe lag, ganz in sich aufnehmen. Fast hätte sie die Augen geschlossen als sie eine plötzliche Bewegung wahrnahm. Kurz gefolgt von dem dumpfen Geräusch des Aufpralls als ein Mann in dunkle Stoffe gehüllt nicht unweit von ihnen auf dem Boden ankam. Eine Klinge glänzte in seiner Hand. Jede seiner schnellen Bewegung schrie Präzision und Entschlossenheit, verhieß Unheilvolles. In Kalypsos Brust schloss sich ein unbestimmtes, zielorientiertes Gefühl in ihr Herz. Sie dachte nicht darüber nach. Als ihr Blick den Mann mit dem vermummten Gesicht traf und er in einer geschmeidigen Bewegung das Seil des Steges durchtrennte, reagierte Kalypso instinktiv. Der Vermummte richtete gerade den Kopf auf und zog das Messer zurück, um damit auf den Prinzen des Erdkönigreichs zu zielen, da war sie schon nach vorn gerannt. Der glänzende Dolch flog in einer präzisen, geraden Linie auf Prinz Ishar zu, da griff die Mätresse nach seinem Handgelenk, um ihn zurück und sich selbst vor ihn zu ziehen. Es war ein Sekundenschlag. Ein Sekundenschlag, in dem sich ihre Beine einfach in Bewegung gesetzt hatten und sie eine Entscheidung getroffen hatte ohne auch nur einen einzigen Gedanken der Abwägung zu nutzen. Kalypso war der festen Überzeugung, dass manche Leben mehr wert waren als andere. Sie war der festen Überzeugung, dass das Schicksal den Adel auf der Welt auswählte und in die richtigen Positionen legte. Kalypso war eine gehorsame, treue Dienerin ihrer geliebten Nation. Es war keine Frage, dass sie alles für sie gab. Dass sie diente und sich aufopferte für das größere Wohl, für die rechtmäßige Ordnung der Welt. Es war keine Frage, dass sie das auch für Prinz Ishar tat. Der silberne Dolch traf sie unterhalb der rechten Brust, bohrte sich durch das Fleisch, zwischen die Rippen und verletzte dabei den Knochen. Ein Keuchen entglitt ihrer Kehle ehe Kalypso den plötzlichen schneidenden Schmerz wirklich realisierte. Adrenalin pumpte durch ihren Körper und ließ ihr Herz wild gegen ihre Brust schlagen wie einen eingesperrten Vogel. Ihre Beine begannen zu straucheln, aber bevor sie den Halt verlieren konnte, hatte der Vermummte ein paar lange Schritte auf sie zu gemacht. Eine der kräftigen Hände legte er auf ihre Schultern und mit der anderen zog er die Klinge aus Kalypsos schmalen Körper. Der weiße Stoff färbte sich in Windeseile blutrot. Aus einem kleinen Fleck von ihrer Brust ausgehend erstreckte sich innerhalb von Sekunden ein unförmiger, blutroter Fetzen über das Weiß. Kalypso, die Blutleere. Kalypso, die weiße Schlange. Ein Tropfen schien sich durch den dicken Stoff über die Haut einen Weg auf den Boden gebahnt zu haben und für einen winzigen Moment glaubte Kalypso ein Beben, ein zorniges Zittern der Wurzeln, über die sie gestolpert war, unter sich zu spüren. Aber vermutlich war das bloß eine Verwechslung. Denn kaum, dass der Vermummte das Messer aus ihrem Körper gezogen hatte, riss er die Mätresse an der Schulter herum und strauchelnden Schrittes folgte sie dem Befehl seiner Bewegung. Ihr Rücken war gegen seine Brust gedrückt und nun stand Kalypso Prinz Ishar gegenüber. Ihr Blick hing für einen verwirrten Moment an ihm. Dann drückte der Vermummte das Messer an ihre Kehle und die scharfe Klinge schnitt in ihren weißen Hals. Der Mann war nicht auf Spielereien aus. Er war auch nicht an Gnade interessiert. Er wollte den Tod des Prinzen des Erdkönigreichs und er war bereit für sein Ziel jedes Opfer zu nehmen. „Ihr tragt ihren Tod auf dem Gewissen, dreckige Made.“, knurrte der Vermummte und war bereit mit einer einzigen, eleganten Bewegung die Kehle Kalypsos durchzuschneiden.
herkunft Capital City
stand Adel
alter 28 Jahre
gender Weiblich
bändigung Luft
beruf Mätresse
größe 1,58
erscheinung
Kalypso ist schön. Sie ist auf eine Art schön, die Menschen dazu bringt sie anders zu behandeln, als würde sie allein durch ihr Äußeres ein besserer Mensch sein. Das honigblonde Haar fällt in dicken Locken über ihren Rücken und ihre Augen sind von einem klaren, himmlischen Blau. Wenn ihr Gesicht ruhig schlummert, hat es fast einen melancholischen Zauber, der gebrochen wird sobald sich die sinnlichen Lippen zu einem Lächeln strecken. Ihre Haut hat eine vornehme Blässe und ihre zierliche, weiche Figur lässt schnell erahnen, dass sie noch nie große körperliche Arbeit leisten musste. Sie ist nicht größer als 158cm und mit ihrem Auftreten ist sie zwar eitel und oft extravagant, aber würde eigentlich nicht sonderlich aus Masse hervorstechen. Unter den zahllosen Schönheiten am Hof mag sie nur eine von vielen sein, keine besondere – trotzdem hat Kalypso das Talent, völlig gleich wo sie steht, zum Mittelpunkt des Raumes zu werden. Wie ein Feuer in kalter Nacht, dem man sich nicht nähert weil es so schön brennt, sondern weil es Wärme schenkt. Fast eine absurde Vorstellung, wenn man den Kern von Kalypsos Wesen erfasst hat, aber ihre Ausstrahlung ist von nichts anderem gezeichnet als spielerischer Herzlichkeit. Wie eine Umarmung und ein Lächeln, wie von Sonnenlicht geküsst zu sein.
Es gibt nur seltene Augenblicke, in denen Kalypso ihr Auftreten nicht unter Kontrolle hat. Etwas, das nicht unbedingt auffällt, denn die Art wie sich präsentiert, passt oft so gar nicht zu den höflichen, kühlen Gebräuchen am Hof. Sie bringt ein anderes Temperament und andere Launen mit, die ausgelassen und wild wirken können. Trotzdem ist Kalypso sich ihrer Stellung sehr bewusst und kann sich, wenn ihr Gegenüber und seine Stellung das fordert ernst und nachdenklich zeigen. Eine dressierte Kunstfigur, wenn man so will, unter deren vornehmer Kleidung blasse Narben am Rücken von ihrer Geschichte erzählen.
gespielt von jui
(sie/ihr)
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Gast
20.06.2021, 16:38
Als ich zum ersten Mal hier zu Besuch war, meinte Feuerlord Zosin zu mir, dass es sich anfühlt als würde jedes Flüstern, jedes Wort und jeder Gedanke noch in der Luft hier nachklingen. Ich glaube das ist sehr wahr. Was sie da sagte, glaubte er sofort. Nicht unbedingt den Inhalt, dass der grausame Feuerlord, dem es zu jeder Tages- und Nachtzeit nach Krieg und Blut dürstete, wirklich und wahrhaftig einen spirituellen Glauben pflegte, nein, er glaubte sofort, dass sie jedes Wort, sei es auch noch so abgehoben oder skurril, aus Zosins Munde sofort glaubte. Ishar verurteilte diese blinde Loyalität nicht, in keiner Weise tat er das. Nein, er fühlte ein tiefes, ehrliches Mitgefühl für diese eingepredigte und doch gänzlich unreflektierte Art der jungen Frau. Sie war clever, wunderschön und ihrem Land gegenüber loyal, das waren gute Eigenschaften und dennoch war sie blind. Ihm tat das leid, denn besonders Frauen, wie sie eine war, brauchte ein Land, das hinterfragte. Aber sie tat das irgendwie nicht, sie nahm hin, was der alte Mann mit den grausamen, narzisstischen Neigungen sagte und beugte sich willenlos. Weil sie nie etwas anderes gelernt hatte. Soweit glaubte der Prinz zumindest, Menschen von ihrem Schlag einschätzen zu können und so war er abermals dankbar dafür, dass es ihn irgendwann in Kindertagen schon nach draußen gezogen hatte. Weg vom Palast und den gehobenen Leuten, weg von der immer gleichen Tragödie des Lebens im Hochadel und rein in die dreckige, farbenfrohe Welt der einfachen Leute. Hätte er das nicht kennengelernt, dann wäre ihm nie klar und bewusst geworden, wie absurd gut es ihm und seiner Familie eigentlich ging. Seine Erinnerung an seine ersten missglückten Ausflüge in die unteren Ringe der größten Stadt der Welt zogen ihn kurz dicht an sich und in ihren Bann, sodass ihm der plötzliche Aufprall einer weiteren Person am Boden erst viel später bewusst wurde. Er zuckte erschrocken zusammen, schrie kurz merklich auf, aus Reflex natürlich und stolperte zurück, als das schreckliche Unglück bereits seinen Lauf nahm.
Was auch immer geschehen war, es passierte viel zu schnell, als dass Prinz Ishar es wirklich erfassen konnte und dennoch wusste jede Faser seines Körpers, dass es ernst war. So ernst, dass sein Herz raste, als würde er gleich sterben und seine Knie zitterten, als wäre ihm eiskalt. Eine Hand packte ihn, eine kühle, zarte Hand, und zerrte ihn mit einem Ruck nach hinten. Seine weichen Knie gaben sofort nach und so fiel Ishar direkt auf seinen Hintern, als er das Kleid der Mätresse vor sich erkannte, ehe ihm das Messer auffiel, das sie mit ihrem zierlichen, schwachen Körper abgefangen hatte. Ishar saß wie gelähmt am Boden und sah zu. Er tat nichts weiter, als zusehen, wie die schöne, clevere Dame sich strauchelnd nach vorn bewegte, während eine Klinge in ihrem Körper steckte und sie hörbar Probleme beim Atmen bekam. Und Ishar...nun, der fiel mental in diesem Moment in eine Schleife des Selbstmitleids, Erbärmlich war er. Nichts anderes. Ein erbärmlicher Abkömmling einer Blutlinie, die den Thron bestieg, weil es ihr Blutrecht war...so ein Unsinn, Ishar gehörte keineswegs dazu, er war nicht edel und auch nicht mutig, er war schwach und weich, wie ein Stück Brot, das man in Wasser eingelegt hatte, damit es den kleinen, welken Magen länger füllte. Jetzt erst, als sie nach vorn gestrauchelt war und der Angreifer seine Hand auf ihre Schulter gelegt und nach dem Dolch in ihrer Brust gegriffen hatte, überkam ihr Name seine Lippen. "Kalypso!", rief er besorgt aus und schien in diesem Moment erst wieder in der Gegenwart angekommen zu sein. Er, der erbärmliche Prinz, der eine Dame für sich sterben ließ, weil er nicht in der Lage war, anzugreifen oder sich zu verteidigen. "Kalypso!", wiederholte er ihren Namen und sprang auf. Er wusste nicht, was seine Beine taten, sein Magen drehte sich und machte mehrmals Purzelbäume, während er kurz ein schwarzes Schimmern vor seinen Augen sah, als seine Beine wieder so etwas, wie einen festen Stand erlaubten. Ishar musste doch etwas tun, musste sich und ihr helfen! Sie war eine gute Frau, hatte ein gutes Herz und hatte das Recht, zu leben. Genau so, wie es jeder Mensch hatte und natürlich konnte er es nicht einfach geschehen lassen, dass sie für ihn starb. Die Wachen hatten die brenzlige Situation auch bereits erkannt und so tat sich in diesem Moment ein Weg auf, der aus dem Boden des Sees nach oben geformt wurde und den Männern in Rot und Grün erlaubte, blitzschnell über das klare Wasser zur Insel zu laufen. Aber nicht schnell genug, um zu verhindern, dass die Dame schrecklich viel Blut verlor. Der Boden unter dem sagenumwobenen Phönixbaum bebte, ließ die Äste über ihren Köpfen wanken und zittern, dass einige der roten Blätter zu Boden segelten und es kurz so wirkte, als würde der Baum entschieden haben, mit einem Mal sein gesamte Blättergewand fallen zu lassen. Ishar schwankte, war gerade froh gewesen, einen einigermaßen festen Stand zu haben, weil er der Dame doch bei Raava helfen wollte! Aber anstatt etwas bändigen zu können, stolperte er zur Seite und er hätte schwören können, dass eine der Wurzeln, die aus dem hellen Boden ragten, sich bewegt hatte, um ihn zu Fall zu bringen. Erneut. Er stieß auf dem Boden auf, schlug sich dabei das Kinn am knochigen Holz einer weiteren Wurzel und sah dabei zu, wie schräg vor ihm der vermummte Mann der unschuldigen Dienerin der eigenen Nation gnadenlos und ohne zu zögern... Ihr tragt ihren Tod auf dem Gewissen, dreckige Made. Die eisigen Kälte in der Stimme des Mannes war beängstigend und während die grünen Augen des Prinzen kurz den Blick mit Kalypso kreuzten, während die arme, blutende Seele mit dem Rücken gegen den Körper des Vermummten gepresst dastand, sammelten sich unweigerlich Tränen in den Augen Ishars. Bei Raava, bei Vaatu...bei all den Geistern, mit denen der Erdprinz eigentlich so gar nichts am Hut hatte...BITTE NICHT! Sein Blick schrie das Flehen heraus, das Ishars Lippen im nächsten Moment auch erreichte. Stammelnd, zittrig, schwach... "Bitte...nicht...", brachte er hervor und erhob eine der Hände in Kalypsos Richtung, als wolle er nach ihr greifen, was vergebens schien, denn aufstehen konnte er nicht. Die Beine waren wie taub, sein ganzer Körper fühlte sich so an, so unendlich wehrlos in diesem Moment, der so rasend schnell an ihm vorbei rauschte, dass er keine Chance zu haben schien, irgendetwas zu machen, das nützlich war. Mit einem Mal, das Blut drang bereits aus dem Hals der Mätresse heraus und lief in einem dünnen, gerade Strich nach unten, schien sich jedoch etwas in dem Angreifer zu verändern. Er stockte, nahm die Hand ein Stück weit weg vom Hals der Dame und damit auch die Klinge. Ein Kampf schien in ihm selbst zu herrschen, als der Arm sich wieder der Kehle zuwendete und dann wieder davon entfernte. Nur ein winzig kurzer Augenblick, in dem Ishar glaubte, dass Raava ihn wirklich erhört haben musste. Ein Moment, der ihm im Kopf blieb, während sein Mund offen stand und doch keine Worte mehr herauskamen, auch dann nicht, als die Flammen der Feuerwachen dem Mann den Rücken verbrannten und ihn laut aufschreien ließen. Ishar blinzelte erschrocken auf bei dem plötzlichen Auflodern des Feuers und im nächsten Moment schon wurde er von seinem Leibwächter unter den Schultern gepackt und auf die Beine gehievt. Was mit dem Vermummten geschah, bekam der Prinz nicht mit, der apathisch und verstört wirkte, als die Männer sich sofort der Dame annahmen und eine Erstversorgung ihrer blutenden Wunden vornahmen. Auch dazu war der Prinz nicht im Stande, der einfach nur zusah und nicht mitbekam, wie der flinke Attentäter mit verbranntem Rücken und offenbar viel zu viel Glück tatsächlich entkam... größe
erscheinung
◇
beautiful but tortured
29.06.2021, 13:41
Obwohl Kalypso bildhafte, schmuckvolle Fantasien über den Tod hatte, hatte sie immer Schwierigkeiten damit gehabt sich den eigenen vorzustellen. Sie hatte am Hof etliche Hinrichtungen gesehen, den letzten Schmerz der die Gesichter verzerrte. Angst und Hoffnung, wenn die Todgeweihten ihrem Schicksal entgegen traten. Sie würde auch niemals den überraschten Gesichtsausdruck des Mannes in der Parfümerie vergessen als sie ihm das eigene Messer in den dicken Wanst gedrückt hatte. Kalypsos Gedanken waren voll davon. Voll morbider Sehnsüchte und grausamer Traumgebilde. Aber ihr eigener Tod schien von diesen Fantasien gänzlich unberührt zu sein. Hatte sie sich erträumt den Märtyrertod zu sterben? Hatte sie sich gewünscht in den Armen des Mannes zu sterben, den sie liebte? Hatte sie damit gerechnet ihr irgendwann der royalen Willkür zu erliegen und für ein Vergehen zu sterben, das sie nicht begangen hatte? Kalypso wusste es in diesem Moment nicht mehr. Nur hatte sie in jedem Fall geglaubt von einem überwältigenden Gefühl niedergedrückt zu werden: Angst, Reue, Wahnsinn. Kalypso fühlte beinahe gar nichts. Das Adrenalin dämpfte den Schmerz in ihrem Bauch und als sie scharf die Luft einsog als das Messer in ihren Hals schnitt, fühlte sich paralysiert. Dumpf, taub und leer. Untertöne der Furcht waberten wie bedrohliche Schatten durch ihren Geist, aber brachen nicht hervor. Ihr Herz schlug wie eine gewaltige Trommel gegen ihre Brust und durch ihre Gedanken zog sich nur diese eine Gewissheit: Sie war noch nicht bereit hierfür. Es gab zu viele Dinge, die noch ungesagt waren. Es gab zu viele Möglichkeiten, die sie nicht ergriffen hatte. Es gab zu viel, das sie noch nicht erlebt hatte. Kraftlos sammelten sich ein paar wenige Tränen in ihren Augen und liefen stumm ihre Wange hinab. Sie konnte den Atem des Vermummten spüren, das Heben seiner Brust. Ihr trüb gewordener Blick war irgendwie lose auf den Prinzen gerichtet, der zu Boden gefallen war und ihren Namen schrie. Zwei Mal. Sie wollte wütend auf ihn sein. Wütend, dass dieser Narr nichtsnutzig auf dem Boden kniete, anstatt sich in Sicherheit zu bringen. Er kniete in dem Dreck, der er war. Und sein gesamtes Königreich mit ihm – nichts als Schmutz. Widerliche, schmutzige Maden. Wertlos. Unfähig. Erbärmlich. Würden die blauen Augen nicht von einer schwächelnden Leere durchzogen, dann hätte dort Verachtung geglitzert. Um sie herum herrschte eine seltsame Atmosphäre. Der Boden hatte gezittert – so hatte es sich angefühlt. Und von den Ästen des dicken Baumes fielen die blutroten Blätter als wäre ein plötzlicher Herbst über dem See eingezogen. Das Messer an ihrer Kehle, das so zielsicher ihren Hals hatte aufschneiden wollen, entfernte sich von ihrer blassen Haut. Sie hörte den Mann hinter ihr leise keuchen. Die Finger seiner Hand an ihrer Schulter bohrten sich fester in ihr Fleisch und sie konnte spüren, wie der Arm mit der Klinge unnatürlich zitterte als würden die Muskeln sich gegen eine unsichtbare Kraft stemmen. Während dieser kurzen Augenblicke hörte ihr Bauch nicht auf zu bluten. Der rote Fleck auf dem weißen Kleid wurde immer größer und sie spürte die warme Flüssigkeit klebrig und dick an ihrem Körper hinunterlaufen. Und dann waren da Flammen. Für einen Sekundenschlag dachte sie an den Namen, den sie im Herzen trug und Hoffnung brach es ihr direkt entzwei. Er war nicht hier. Er hätte das nicht zugelassen. Der Schmerzensschrei des Mannes kreischte durch ihre Ohren als sie die Hitze hinter sich wahrnahm und der Geruch von verbranntem Fleisch beißend in ihre Nase stieg. Die Hitze und der Schrei verklangen und bloß eine Sekundenschlag lang hielt der Vermummte sie noch an der Schulter fest, dann zuckte der grobe Griff zurück. Für einen kurzen Moment hielt die Mätresse sich noch auf den Beinen. Auf den weichen Zügen lag ein verstörender Ausdruck ängstlicher Leere. Die blauen Augen, obsessiv und anhänglich wie sie waren, hatten sich nicht von Prinz Ishar gelöst, dessen Armseligkeit sich in ihren Blick brannte wie ein Stempel aus heißem Eisen Haut und Fleisch brandmarken konnte. Ein wankender Schritt, dann brach Kalypso zusammen.
Sie bekam nicht mit, dass der Attentäter flüchtete. Nur, dass zwei Wachen mit einem Mal an ihrer Seite waren und ihre Verletzung notdürftig versorgten. Die Hand der einen Wache umfasste Kalypsos Kiefer. Genau einschätzen konnte sie nicht, ob der Griff federleicht oder fest war. Nur undeutlich und verschwommen konnte sie die Züge des Mannes erkennen, der sich den Helm vom Kopf gezogen hatte und nun mit leiser, eindringlicher Stimme auf sie einredete. Was sagte er da? Das sonst so klare, aufmerksame Blau ihrer Augen blickte trüb und wässrig. Es fiel ihr ausgesprochen schwer sich auf die Laute zu konzentrieren, die seine Stimme da von sich gab und diese Laute zu Worten zusammenzusetzen. Das Gesicht der Mätresse war kreidebleich und ihre Lippen hätten jede Farbe verloren, wenn sie sich nicht mit einem gedrungenen Hüsteln Blut übers eigene Gesicht spucken würde. Jemand drückte mit den dicken Stoffen ihrer Kleider auf die Wunde unterhalb ihrer Brust, vermutlich um das Blut zu stoppen. Ihre Augen weiteten sich wegen der plötzlichen Intensivierung des Schmerzens, der vom Druck ausgelöst wurde und ein dumpfes, gequältes Stöhnen verließ ihre Lippen. Vorhin hatte sie sich noch bemüht den Blick zu fokussieren, aber jetzt vielen die Lider schwerfällig hinab und die Spannung wich aus jedem ihrer Muskel. Zurück blieben ein eisiges Gefühl der Leere und ein Schmerz, den sie gar nicht so richtig begreifen konnte. Eine schwere Taubheit zog sich durch ihre Glieder und ein unendliches Gefühl der Schwäche machte sich in ihrem Körper breit. Sie wollte die Augen schließen und dem verführerischen Sog nachgeben, der sie lockend in Schlaf und Finsternis ziehen wollte. Die Hand um ihren Kiefer fasste fester zu und die Finger, die sich an ihre Wange drückten, begannen sacht ihren Kopf zu schütteln. Ihre Lider flatterten und sie konnte aus den eindringlich gesprochenen Worten an sie die Forderung herausfiltern, dass sie wach bleiben sollte. Wozu?, wollte die Mätresse fragen, der es in diesem Moment außerordentlich schwer fiel einen logischen Gedanken zu fassen. Sie wollte die Hand heben und die Hand fortschieben, die sie so unangenehm im Gesicht festhielt. Aber stattdessen ließ sie regungslos, dass sich Arme behutsam unter ihren Körper schoben und sie langsam hochhoben. Irgendjemand wurde angewiesen vorauszureiten und einen Heiler zu holen. Es wurde ein bestimmter Name genannt, den sie schon einmal gehört hatte, aber sie wusste nicht mehr welches Gesicht zu ihm gehörte. Müde ließ sie den Blick wandern. Das Atmen fiel ihr schwer und war begleitet von einem hässlichen, röchelnden Klang. Sie die Äste des Phönixbaums, die für diese Jahreszeit ungewöhnlich kahl waren. Die blutroten Blätter wirbelten in dem sanften Wind. Es war ein wunderschöner Anblick. Die Rüstung der Wache machte mit jedem Schritt Lärm und um sie herum waren Stimmen, die sie nicht wirklich wahrnahm. Abwesend hing ihr Blick an den kreisenden Blättern, die für sie durch die Luft wirbelten, um irgendwann in den See zu fallen. Sie wollte nicht fort von hier. Aber sie wollte, dass der Schmerz endete. herkunft Capital City
stand Adel
alter 28 Jahre
gender Weiblich
bändigung Luft
beruf Mätresse
größe 1,58
erscheinung
Kalypso ist schön. Sie ist auf eine Art schön, die Menschen dazu bringt sie anders zu behandeln, als würde sie allein durch ihr Äußeres ein besserer Mensch sein. Das honigblonde Haar fällt in dicken Locken über ihren Rücken und ihre Augen sind von einem klaren, himmlischen Blau. Wenn ihr Gesicht ruhig schlummert, hat es fast einen melancholischen Zauber, der gebrochen wird sobald sich die sinnlichen Lippen zu einem Lächeln strecken. Ihre Haut hat eine vornehme Blässe und ihre zierliche, weiche Figur lässt schnell erahnen, dass sie noch nie große körperliche Arbeit leisten musste. Sie ist nicht größer als 158cm und mit ihrem Auftreten ist sie zwar eitel und oft extravagant, aber würde eigentlich nicht sonderlich aus Masse hervorstechen. Unter den zahllosen Schönheiten am Hof mag sie nur eine von vielen sein, keine besondere – trotzdem hat Kalypso das Talent, völlig gleich wo sie steht, zum Mittelpunkt des Raumes zu werden. Wie ein Feuer in kalter Nacht, dem man sich nicht nähert weil es so schön brennt, sondern weil es Wärme schenkt. Fast eine absurde Vorstellung, wenn man den Kern von Kalypsos Wesen erfasst hat, aber ihre Ausstrahlung ist von nichts anderem gezeichnet als spielerischer Herzlichkeit. Wie eine Umarmung und ein Lächeln, wie von Sonnenlicht geküsst zu sein.
Es gibt nur seltene Augenblicke, in denen Kalypso ihr Auftreten nicht unter Kontrolle hat. Etwas, das nicht unbedingt auffällt, denn die Art wie sich präsentiert, passt oft so gar nicht zu den höflichen, kühlen Gebräuchen am Hof. Sie bringt ein anderes Temperament und andere Launen mit, die ausgelassen und wild wirken können. Trotzdem ist Kalypso sich ihrer Stellung sehr bewusst und kann sich, wenn ihr Gegenüber und seine Stellung das fordert ernst und nachdenklich zeigen. Eine dressierte Kunstfigur, wenn man so will, unter deren vornehmer Kleidung blasse Narben am Rücken von ihrer Geschichte erzählen.
gespielt von jui
(sie/ihr)
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Gast
10.07.2021, 18:44
Ohne Unterlass hatte er Kalypso angesehen. Hatte schockiert und verstört in ihre tiefblauen Augen gesehen, die ihm den ganzen Tag über schon so herzlich und freundlich vorgekommen waren, jetzt aber erkaltet und doch in gewisser Weise genauso schockiert wirkten, wie er sich fühlte. Was war hier los? Wer war dieser Angreifer und die bei Weitem wichtigere Frage für Ishar in diesem Moment: würde Kalypso das hier überstehen? Ishar konnte nicht klar denken, er konnte nichts machen, war wie gelähmt, als er da am Boden saß und nicht mal in der Lage war, aufzustehen. Schlicht und ergreifend handlungsunfähig. Der Prinz wäre niemals auf einem Schlachtfeld gut aufgehoben, ebenso wenig, wie auf einem Thron, auch nicht irgendwo dazwischen. Das wusste er schon immer und jetzt noch viel mehr, wo er von seiner Garde auf die Beine gehoben wurde und ihm Talon leicht mit der Hand gegen die Wange schlug, um den Prinzen wieder in den Moment zu holen und ihn aus seiner Starre zu erlösen. „Prinz Ishar, kommt zu Euch! Seid Ihr unverletzt?“ besorgt sahen die grünen Augen des Mannes in das apathische Gesicht des Prinzen, der nicht wirklich reagierte, sondern durch Talon hindurchzuschauen schien, weil er noch immer Kalypso sah. Die todesmutige Mätresse und Gesellschafterin, die sich für ihn geopfert hatte. Was das bedeutete, war unfassbar groß und wog schwer im Herzen des Erdbändigers, der noch nicht ganz erfassen konnte, was genau das eigentlich war, das ihre Aufopferungsbereitschaft so wertvoll machte. Es war letzten Endes der Ausdruck ihrer Charakterstärke und dessen, was sie für den Frieden ihrer beider Nationen gerade getan hatte. Sie kannte Ishar nicht mal, nichts verpflichtete sie, ihm treu zu sein, nichts verpflichtete sie, ihn überhaupt zu mögen. Seit dreißig Jahren war in jeder der verfeindeten Nationen die jeweils andere zum Feindbild erklärt worden. Ishar war damit aufgewachsen, dass in Geschichten die Feuerbändiger immer die Bösen waren und Kalypso sicherlich mit den bösen Erdbändigern. Und dennoch hielt hatte sie sich für Ishar heldenhaft geopfert. Die Schuld wog schwer in seinem Herzen und als abermals Talons Hand gegen Ishars Wange schlug, dieses Mal etwas fester sogar, fand der Prinz langsam wieder zurück zum Moment und zu sich selbst, glaubte, eine ganze Weile nicht mehr geatmet zu haben und holte tief Luft. Unterdessen versorgten die Männer in Rot die Wunden der Blondine so gut es für den Moment eben möglich war und dennoch schien ihr Zustand sich nicht mit einem Fingerschnippen zu verbessern, nein. Es war das gequälte, schmerzbekundende Stöhnen der Mätresse, das Ishar als erstes vernahm, als er blinzelte und sich kurz Halt suchend an Talons Schulterplatte festkrallte. Die Rüstung war hart und kalt unter seinen weichen Fingern, als er sich festhielt und dann doch an dem Erdbändiger vorbeischob, um taumelnd zu Kalypso herüber zu torkeln und zu ihr zu schauen. Kreidebleich. Das sanfte Rot auf ihren Wangen war verschwunden, die Lippen wirkten blau unter dem eigenen Blut, das durch ihr Husten wohl hervorgequollen war. Der Anblick war grausam und obwohl Ishar schon viel Blut und Tod gesehen hatte, ging ihm der Zustand von Kalypso in diesem Moment besonders nahe. „Aus dem Weg!“ herrschte ihn einer der Männer in Rot an, als zwei andere die Verletzte hoch hoben und auf das Festland zurücktragen wollten. Ishar taumelte zur Seite und dann sah er zu seinen Wachen. „Ihr müsst ihr helfen. Mir geht es gut, aber helft ihr, koste es, was es wolle“ sagte er irgendwie apathisch wirkend und dennoch mit recht fester Stimme, weil er wusste, dass es nichts brachte, sich eingeschnappt zu geben, weil einer der maskierten Männer des Feuerlords ihn angeschimpft hatte. Der war inzwischen los gerannt und erstaunlich schnell über die Erdbrücke zum Festland zurückgekehrt, während die Wachen in Grün ebenfalls unterstützend an der Seite der Royalen Wachen tätig wurden. Und Ishar, der konnte nichts machen, nur zusehen, wie weit fähigere Männer sich sorgten und kümmerten, während Talon brav an seiner Seite blieb und ihn stützte, während er noch einen letzten Blick auf den Phönixbaum warf. „Er hat uns geholfen“ stellte er dabei fast tonlos fest und beobachtete kurz die wenigen Blätter, die noch oben in der Krone hingen und teilweise herunter segelten. „Danke“ flüsterte er und ließ sich dann von Talon ebenfalls über die Brücke zurück zum Festland führen.
Schnellstmöglich wurde die verletzte Mätresse dann zu besagtem Heiler gebracht und Ishar konnte nach wie vor nur zusehen, während die hübsche Blondine immer müder wurde und schließlich beinahe friedlich wirkte, während Ishar sie versuchte mit seinen Worten wach zu halten, genauso, wie es die anderen auch taten, die um ihr Leben bangten. „Ihr dürft nicht sterben, Kalypso!...Bleibt wach und lasst die Augen offen!...Erzählt mir doch etwas über die Feuernation…“ hier und da konnte er ihren schläfrigen Verstand wohl noch erreichen und irgendwann kam die Kutsche in einem kleinen Vorort der Hauptstadt zum Stehen. Ein Heiler tauchte auf und nahm sich der Mätresse an. Keine großem Umzüge mehr in ein Gebäude oder dergleichen, nein, er schien ein Wasserbändiger und Gelehrter der Heilkunst zu sein. Mit großen Augen und einer Mischung aus besorgtem Staunen und naiver Hoffnung, beobachtete Ishar das leuchtende Wasser, das über der großen, tiefen Wunde kreiste. Komplett würde man sie nicht so einfach regenerieren können, sie brauchte Ruhe und Schlaf, durfte sich nicht bewegen…all solche Dinge sagte der Mann und wies das Gespann daraufhin an, schnellstmöglich weiter zu fahren, immerhin habe sie bereits viel Blut verloren. Dennoch, so schien es wohl Gewissheit zu sein, würde sie nicht mehr in Lebensgefahr schweben… Auch im Palast des Feuerlords angekommen, war Ishar nicht wirklich in der Lage, nützlich zu sein. Eine Tatsache, die er nun mehrmals wahrgenommen und bedauert hatte, als er seine Wachen dabei begleitete, wie sie die Mätresse aus der Kutsche holten und behutsam auf eine Trage umlagerten. Die Männer in Rot übernahmen und dann…blieb dem Gespann aus dem Erdkönigreich nicht viel mehr übrig, hoffend zu bangen, dass die herzliche, freundliche Schönheit durchkam und schnell wieder wohlauf war. Am besten, noch bevor sie wieder abreisten, damit Ishar um ihre Vergebung bitten konnte, war das, was ihr zugestoßen war, doch in gewisser Weise seinem fundamentalen Unvermögen zu kämpfen verschuldet… Ende? größe
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april 2023
plot
entre: prince de soleil
Midway upon the journey of our life I found myself within a forest dark, For the straightforward pathway had been lost. Ah me! how hard a thing it is to say What was this forest savage, rough, and stern, Which in the very thought renews the fear. So bitter is it, death is little more; But of the good to treat, which there I found, Speak will I of the other things I saw there. I cannot well repeat how there I entered, So full was I of slumber at the moment In which I had abandoned the true way.
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